Gestern in der Sneak: Tränen der Sonne
Als der Vorspann begann, hörte man ein Aufseufzen – aha – mehr Männer im Kino – mir war nämlich nichtmal das Plakat aufgefallen.
Nun also mal wieder eine Filmkritik von mir – lang lang ist es her mit der letzten:
Handlung:
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Ein echter Bruce Willis Film:
Die Mission ist eindeutig: Bürgerkrieg in Nigeria – aber die USA lassen ihre Bürger nicht im Stich und so wird der erfahrene Lieutenant A. K. Waters (Bruce Willis) mit seiner Navy-Seals-Elitetruppe ausgesandt, um amerikanische Ärztin Dr. Lena Kendricks (Monica Bellucci) sowie zwei Nonnen und einen katholischen Priester aus dem Krisengebiet evakuieren. Die Missionsstation ist auch schnell gefunden, doch nun taucht das erste Problem auf – die Ärztin will nicht ohne ihre Patienten gehen. Das hält natürlich die ganze Rettungsaktion auf. Doch durch Dschungel schafft man es zum Landeplatz der Rettungshubschrauber. Hier muß die Ärztin feststellen – es gibt einen Befehl und einen Auftrag und der galt nur ihr – alle anderen müssen zurückbleiben. Doch beim Rückflug wird die zerstörte Missionsstation überflogen und beim Anblick des Massakers wird Waters „weich“, läßt die Hubschrauber zurückfliegen und die nicht gehfähigen Einheimischen ausfliegen. Der Rest der Truppe will es zu Fuß durch den Urwald zum Landeplatz für Plan B versuchen. Doch der Luftraum ist nun unpassierbar geworden und Rettung von außen nicht mehr möglich. Nun bleibt nur der Weg nach Kamerun und die Verfolger sind schon ganz nah.
Mehr mag ich aus der Handlung nicht berichten, ein wenig Spannung soll ja noch erhalten bleiben.
Die Darsteller:
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Lt. A.K. Waters Bruce Willis
Dr. Lena Fiore Kendricks Monica Bellucci
James 'Red' Atkins Cole Hauser
Ellis 'Zee' Pettigrew Eamonn Walker
Kelly Lake Johnny Messner
Michael 'Slo' Slowenski Nick Chinlund
Demetrius 'Silk' Owens Charles Ingram (III)
Danny 'Doc' Kelley Paul Francis (II)
Jason 'Flea' Mabry Chad Smith (II)
Captain Bill Rhodes Tom Skerritt
Colonel Idris Sadick Malick Bowens
Musa Awaovieyi Agie
Patience Akosua Busia
Regie:
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Antoine Fuqua
Mir war der Regisseur kein Begriff – aber er hat u.a. bei Training Day mit Denzel Washington Regie geführt.
Drehbuch:
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Alex Lasker
Patrick Cirillo
Filmmusik/Soundtrack
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Hans Zimmer
Der gebürtige Deutsche hat u.a. für den Disneyfilm König der Löwen den oscar für die Filmmusik erhalten.
Kritik:
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Ich war gebannt und gefesselt im Film – doch die Frage stellt sich: der Film ist nicht wirklich kritisch – denn das Fazit ist im Endeffekt: Hier triumphiert zwar das Gute – aber zu welchem Preis. Und natürlich sind die Amerikaner die Guten.
An was krankt der Film und hinterläßt einen schalen Nachgeschmack nach 120 durchaus spannenden Minuten? Es fehlt eine glaubwürdige Identifikationsfigur! Die Wandlung des Elitesoldaten ist einfach nicht glaubwürdig – man landet nicht als Kommandant in so einer Truppe und wird dann von Gefühlen übermannt! Und die Truppe – schließlich auch alles Elitesoldaten nicht im ersten Einsatz werden auch alle durch ihr Gewissen geläutert – das ist unglaubwürdig.
Ganz schlimm fand ich persönlich die Ärztin (gespielt und nicht anders kann man es sagen von Monica Bellucci). Selbst nach 30 Stunden Gewaltmarsch durch den Dschungel war ihr Lippenstift perfekt und das Make Up makellos. Die Frau posierte einfach nur.
Alle anderen Darsteller läßt man wirklich nur als Nebenrollen agieren – egal, ob es die Patienten sind oder die Gegner – niemand wird als tragende Nebenrolle herausgearbeitet, man erinnert sich nicht wirklich an einen Darsteller und möchte mehr darüber erfahren – alle sind wirklich Randfiguren.
Was kann ich nun hier als Fazit ziehen? Der Film ist packend, die Bilder effektvoll, gerade der Soundtrack ist wirklich gut und unterstreicht das Geschehen, doch der Film vermittelt nichts nachhaltiges – er ist in meinen Augen Popcornkino. Und ob man sich von solchen Bildern gerne unterhalten läßt – das ist in meinen Augen Vermarktung von Leid. Denn daß in Afrika immer wieder Völkermord stattfindet, ist wahr – aber das könnte man ehrlicher aufarbeiten.
Webseite in Deutschland:
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http://www.traenen-der-sonne.de/
Ein paar von mir nachrecherchierte Infos zum Film (nein, die Filmfehler habe ich selbst nicht bemerkt!):
Filmstart in den USA
In den USA Start am 15.3.2003 – in USA schon für ca. 20 $ auf DVD zu kaufen (über amazon)
Filmstart in Deutschland
ab 28.08.2003 im Kino
Budget: 75 Mllionen US$
Einspielergebnis USA: 45 Millionen US$
Das Script war schon für die „Die Hard“ Filmen vorgesehen und der Titel war wohl schon der Untertitel eines Die Hard Streifens.
Am 29. Oktober 2002 starb bei den Aufnahmen für eine Fallschirmszene ein Stundman
Ein Drehort war ein Flugzeugträger der Nimitz-Klasse, die Harry S. Truman
Zwei Flugzeuge tragen beim Start keine Zusatztanks oder Waffen – beim Kampf haben sie auf einmal Waffen.
Die Waffen, die genutzt werden, seien ungewöhnlich für den Kampf gegen Bodentruppen (keine Ahnung, ob das stimmt)
Die Bartlänge von Bruce Willis ist wohl unterschiedlich in gleichen Szenen.
Die Drehorte befanden sich auf Hawaii und in Los Angeles.
24.01.2006 12:33
SH! Dein Bericht ist sehr gut. Ein Punkt deiner Kritik stört mich allerdings ein wenig: Du schreibst, im Film werden nur die Hauptdarsteller besonders hervor gehoben. In meinen Augen kommt aber z.B. die Nebenfigur "Der neue König" sehr gut zum Vorschein. Danke und LG Andy
03.12.2003 00:34
gut geschrieben und gegliedert
14.08.2003 21:42
habe gestern erstmals den trailer gesehen und war recht angetan - aber das ist man bei trailern ja meistens *lach* - liebe grüße, der_dominator