Nach längerer "Kinoabstinenz" habe ich mir endlich einmal wieder Zeit für einen Film genommen. die Wahl fiel spontan auf "Tränen der Sonne" (Tears of the Sun) mit Bruce Willis, da ich mich nicht so recht für den parallel laufenden Steifen "Fluch der Karibik" begeistern konnte.
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Zunächst einmal die Story in groben Zügen:
Lieutenant A.K. Waters (Bruce Willis) führt eine 8 Mann starke Navy-SEAL-Einheit an.
Seine Mission besteht darin die Amerikanerin Dr. Lena Kendricks und weitere amerikanische Staatsangehörige aus einem afrikanischen Krisengebiet, in dem der Bürgerkrieg gerade ausbricht zu befreien.
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Die Mission scheint problemlos abzulaufen bis die SEAL-Einheit das Dorf erreicht in dem Dr Kendricks lebt, welche sich weigert eine größere Gruppe afrikanischer Männer, Frauen und Kinder, die unter ihrer Obhut stehen (sie lebt in einer katholischen Mission) zurückzulassen.
Entgegen seiner strikten Anweisungen von oben entscheidet sich Waters dazu, die vielen wehrlosen Menschen ebenfalls zur festgelegten Landezone mitzunehmen.
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Dort angekommen stellt sich jedoch heraus, dass nur zwei Hubschrauber zur verfügung stehen. Waters kehrt nach einigen Flugminuten (er hatte vor nur Dr Kendricks in den Hubschrauber zu bugsieren und die Anderen zurückzulassen) zur Landezone zurück und entschließt sich nach Rücksprache mit seinem Team die ganze Gruppe zur nächstgelegenen Landesgrenze (60 Km) zu führen.
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Schnell wird jedoch klar, dass eine 5000 Mann starke Truppe des neuen durch Putsch an die Macht gekommenen Staatsoberhauptes hinter Waters und seiner Kolonne hinterher ist, da sich unter den Menschen aus der Mission der letzte Überlebende der ehemaligen königsfamilie des Landes verbirgt, welcher unter allen Umständen exekutiert werden soll bevor er außer Landes fliehen kann.
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Die Feinde kommen immer näher, es gibt mehr und mehr Opfer, bis die Grenze in sichtbare Nähe kommt. Das Ende wird nicht verraten um die Spannung zu erhalten.
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Zu den positiven und negativen Eindrücken:
Zunächst einmal kann ich sagen dass mir "Tränen der Sonne" nach meinem absoluten Willis-Lieblingsfilm "Der Schakal" am besten gefällt, was die schauspielerische Leistung von Willis angeht! Er spielt wirklich überzeugend den "erfahrenen Hasen" einer Elitetruppe, der ganz Kämpfer ist und lange braucht um gegenüber jemand Fremdes "aufzutauen".
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Auch über die Storyline kann man eigenlich nur gutes sagen, der Spannungspegel bleibt die ganze Zeit über auf einem zwar noch topbaren, aber konstant hohen Niveau!
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Ich finde auch positiv, dass über große Teile des Filmes hinweg Gewalt nicht verherrlicht wird.
Doch damit komme ich leider auch schon zu den negativen Eindrücken:
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Negatives:
Warum um Himmels Willen muss man über eine Viertelstunde hinweg die ethnische Säuberung eines kompletten Dorfes inklusive Vergewaltigungen, (wörtlich) Haufen von Leichen und verblutenden Säuglingen zeigen? Die Szenen kommen einem nicht gewaltverherrlichend vor, jedoch schockt dieser Film ab ca der zweiten Hälfte der Spieldauer derart, dass spontan alle Popcorntüten unter den Sitzen verschwanden weil man angesichts solcher Szenen keinen Bissen mehr runterbekam. Sicher ist es in Ordnung zu zeigen wie Krieg wirklich ist, aber irgendwo muss es wie ich finde eine Grenze geben!
Von daher ein dickes Minus zumindest für diesen Filmabschnitt.
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Was mir weiterhin negativ aufgefallen ist:
An einigen Stellen schlägt sehr deutlich ein krass übersteigerter Patriotismus durch. Die Rebellen sind eindeutig als "das abgrundtief Böse" ohne irgendwelche menschlichen Gefühle definiert, die SEAL-Truppe als die Wächter von Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit. Wieder einmal ein Film nach dem Strickmuster "Uncle Sam" vs "Achse des Bösen".
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FAZIT:
Von der Storyline ein eigentlich sehr sehenswerter Film, derjedoch durch krasse Gewaltszenen und stark patriotisch angehauchte Elemente leider einen negativen nachgeschmack hinterlässt. Ich bin mir heute noch nicht ganz schlüssig ob ich den Film gut oder schlecht finden soll.
Daher gebe ich einmal drei Sterne.
Jeder sollte selbst entscheiden, ob der Film etwas für einen ist. Schwachen Gemütern wird der Film jedoch alles andere als zusagen!
Gute Alternative: Fluch der Karibik ;)
06.09.2003 21:12
Fluch der Karibik habe ich tatsächlich auch gesehen - und über "Tränen" wenig gutes gehört..lg, starfax
06.09.2003 21:11
Scheint gut zu sein, muss ich mir vormerken :)
06.09.2003 20:50
Guck Dir den Bericht noch mal an; um genau zu sein die Einleitung, vor "Fluch der Karibik". Das hört sich doch ein wenig..."anstößig" an... *lach*