Transferfolien

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Lasst eurer Kreativität freien Lauf

3  22.03.2001 (30.10.2001)

Pro:
Gibt die Möglichkeit Unikate im Bekleidungssektor zu schaffen

Kontra:
Erfordert spezielle Wasch -  und Pflegemethoden, schneller Qualitätsverlust

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Qualität:

Farbaufnahme

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Eser

Über sich:

Mitglied seit:21.11.2000

Erfahrungsberichte:44

Vertrauende:29

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 232 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Habt ihr es eigentlich schon gewusst? Eser sprüht geradezu vor Kreativität *lol*! Und so kam eines Tages ein Verlangen über ihn, das er schnell zu stillen versuchte: Bedrucke dir doch mal selbst ein anständiges T-Shirt, so richtig nach deinem Geschmack, lass deiner Phantasie freien Lauf...

Nun gut, dachte ich, viel kann man dabei ja wohl nicht falsch machen. Also in das nächste Fachgeschäft (Media Markt) und einen 10er Pack Transferfolien besorgt. Jetzt ging es ans Eingemachte....


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Die Transferfolie von Lexmark
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T-Shirt Transferfolien gibt es von vielen verschiedenen Herstellern. Ich entschied mich anfangs für die Folien von Lexmark. Nach einigen Erfahrungswerten mit Transferfolien kann ich mittlerweile sagen, dass meine erste Wahl wohl auch die beste war. Schwer enttäuscht war ich z.B. von den Folien der Marke Data Becker. Auch andere getestete Marken erreichten bei mir nicht die Qualität des Lexmark Produktes.

In einer Packung Transferfolien von Lexmark sind 10 Blatt der Größe A4 enthalten. Diese 10 Blatt sind in der Umverpackung noch mal in eine klare, durchsichtige Folie eingeschweißt. Um das Papier vor Licht, Feuchtigkeit und Staub zu schützen, sollte es auch immer bis zum Gebrauch in der Originalverpackung aufbewahrt werden. Des weiteren liegt der Packung eine mäßig gute Anleitung zur Übertragung des Ausdruckes auf den T-Shirtstoff bei. Negativ zu erwähnen ist die fehlende bzw. sehr mangelhafte Bedienungsanleitung zum bedrucken der Transferfolie, auch liegt keine Wasch-, Bügel- und Pflegeanleitung für das fertige Produkt bei.

Die Transferfolie kann nur mit Tintenstrahldruckern bedruckt werden. Für Laserdrucker ist die Folie nicht geeignet. Es handelt sich bei der Transferfolie um die „cold peel“ Variante, das heißt die Schutzfolie wird erst im erkaltetem Zustand wieder abgezogen. Das ist etwas leichter zu praktizieren, als gleichzeitig vorne aufzubügeln und hinten wieder abzuziehen.

Die von mir beschriebene Folie eignet sich zum Aufbügeln auf helle Baumwollstoffe. Weiß bringt natürlich die besten Ergebnisse, aber auch ein helles grau wirkt ziemlich neutral. Vorsicht ist mit farbigen - wenn auch hellen – Textilien geboten, da die Stoffe die Farben des Ausdrucks ziemlich verfälschen.

Die Packung von Lexmark ist mit 27,99 DM etwas billiger als die meisten Konkurrenzanbieter, die bei gleicher Verpackungseinheit etwa 29,99 DM kosten.


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Das Bedrucken der Folie
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Die Folie eignet sich am besten für Ausdrucke mit 360 bzw. 300 dpi. Bei hochauflösenden Grafiken und Fotos ist es auch möglich die Folie mit 720 (600) dpi zu bedrucken. Als Papiersorte sollte man im Druckertreiber „Normalpapier“ wählen, falls nicht die Möglichkeit besteht Transferfolien anzugeben. Es ist natürlich darauf zu achten das Papier richtig herum einzulegen, da es sonst zu erheblichen Problemen am Drucker (verlaufende, schmierige Tinte) kommen kann. Des weiteren sollten laut Herstellerangaben keine Fotopatronen zum Bedrucken benutzt werden.

Die Ausdrucke müssen unbedingt spiegelverkehrt zu Papier gebracht werden. Dazu benötigt man entweder die Möglichkeit spiegelverkehrten Druck im Druckertreiber einstellen zu können, oder spezielle Software zum Bedrucken von T-Shirts. Auch gibt es in einigen Fotobearbeitungsprogrammen die Möglichkeit T-Shirts zu gestalten und spiegelverkehrten Druck zu Papier zu bringen.

Der Ausdruck auf der Folie ist oft gar nicht so berauschend, jedoch ist die Qualität nach dem Aufbügeln doch erstaunlich gut, auch kleine Details sind noch gut zu erkennen. Die fertigen Ausdrucke sollten vor der Weiterverwendung unbedingt vollständig abgetrocknet sein, es empfiehlt sich eine Wartezeit von etwa 5 Minuten.


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Das Ausschneiden und Aufbügeln
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Ist der Ausdruck zur Zufriedenheit gelungen, schneidet man das fertige Motiv aus. Dabei ist darauf zu achten, dass cirka 3-5mm unbedruckter Rand um das Motiv stehen bleiben. Dies schützt vor einem Verlaufen der Tinte beim Aufbügeln. Einen größeren Rand stehen zu lassen ist nicht von Nutzen, da es erstens zuviel teures Material kostet, und zweitens den bedruckten Stoff unnötig mit Klebstoff verunreinigt. Auch eventuelle (größere) unbedruckte Stellen in der Bildmitte sollten entfernt werden.

Das Bügeleisen muß vor dem Aufbügeln gut vorgeheizt werden, die Temperatur sollte etwa 180 Grad (Einstellung Baumwolle) betragen. Gebügelt wird auf einer nicht zu weichen Unterlage, etwa ein hartes Bügelbrett, oder auf dem Tisch mit einer Decke dazwischen. Selbstredend muß der zu bedruckende Stoff faltenfrei sein. Beim eigentlichen Bügelvorgang ist darauf zu achten, dass das Motiv nicht mehr verrutschen kann. Die Bügelzeit richtet sich natürlich nach der Größe der Ausdrucke, muß aber unbedingt sehr hoch liegen. Etwa vier Minuten für eine A4 Seite sollten reichen, bei kleineren, die Bügeleisengröße nicht übersteigende Motiven, reicht die Hälft der Zeit aus. Alle Flächen müssen unbedingt gleichmäßig gebügelt werden, auch – und vor allem - die Ränder!

Nach dem Aufbügeln etwa eine bis zwei Minuten warten. Jetzt wird die Trägerfolie gleichmäßig und langsam abgezogen. Sitzt die Schutzfolie bereits zu fest, kann durch abermaliges bügeln der Kleber wieder erwärmt werden. Man sollte die Folie aber nicht in zu heißem Zustand abziehen, da sonst die Tinte nicht richtig versiegelt wird, und somit spätestens beim ersten waschen verläuft.

Es hat sich bewährt nach dem vollständigen Erkalten des jetzt fertigen Aufdrucks das T-Shirt noch einmal zu bügeln. Dazu wird das Motiv mit handelsüblichem Backpapier bedeckt und für etwa zwanzig Sekunden gebügelt. Dieser Vorgang entfernt etwaige überschüssige Tinte
und verankert dieselbe besser im Stoff.


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Waschen und Pflege
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Unser fertiges T-Shirt sollte frühestens 24 Stunden nach dem Aufbügeln das erste Mal gewaschen werden. Am besten ist für solch empfindliche Materialien ist natürlich die Handwäsche im kalten Wasser geeignet, doch wer hat die Zeit und Lust dies zu tun? Geschweige denn die vielleicht vorhandenen Flecken zu entfernen.

In der Maschine sollten die Stoffe bei 30 Grad und linksherum gewaschen werden. Das soll nicht heißen, dass sich die Trommel der Waschmaschine nur links herum drehen darf, nein die T-Shirts sollten vor dem Waschen „umgekehrt“ werden. Also die Innenseite nach außen drehen und somit das aufgebügelte Motiv schonen. Es sollten keine scharfen Waschmittel verwendet und auf den Wäschetrockner verzichtet werden.


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Erfahrungen und Fazit
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Es ist nicht ganz so einfach wie es sich in diesem Bericht liest ein T-Shirt mit eigenen Motiven zu versehen. Bei mir gab es doch einige Versuche die fehlschlugen. Allerdings hatte ich nicht die vielen Informationen, die ich in diesem Erfahrungsbericht schreibe. Durch viel ausprobieren und einige Misserfolge bin ich aber letztendlich zu befriedigenden Ergebnissen gekommen.

Ein neu bedrucktes, gelungenes T-Shirt ist mit Sicherheit ein Blickfang. Allerdings darf man nicht meinen, dass die Qualität ewig erhalten bleibt. Bereits nach wenigen Waschgängen verbleichen die ehemals kräftigen, leuchtenden Farben. Mit zunehmenden Alter trägt auch wieder das Sonnenlicht dazu bei, die Qualität unserer schwer erarbeiteten Unikate zu mindern. Die Tinten der Drucker aus der heutigen Generation sind einfach noch zu lichtempfindlich bzw. zu wenig UV- beständig.

Wie Eingangs schon erwähnt halte ich die Transferfolie von Lexmark für die Beste die derzeit erhältlich ist. Ich kann jedem nur empfehlen sich einmal mit dem Transferdruck zu beschäftigen, der eigenen Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

Um gute Ergebnisse zu erzielen sollte man aber auf keinen Fall zu billigen Misch-Masch T-Shirts greifen, sondern nur reine Baumwollstoffe verwenden. Nach meinen Erfahrungen halten hochwertige Stoffe länger die ursprünglichen Farben der Transfermotive am Leben. Mit Billigstoffen dagegen hab ich Anfangs ziemlich viele schlechtere Ergebnisse erzielt, und so fast die Lust verloren.

Ich hoffe ich konnte all meinen Lesern ein paar nützliche Tipps vermitteln und vielleicht einige dazu anregen es einmal mit Transferfolie zu versuchen. Es macht einfach Spaß, und auch meine Kids freuen sich immer wieder über IHR eigenes T-Shirt.


Zur Bewertung unten: Eigentlich hätte das Produkt mindestens 4 Sterne verdient, aber durch die begrenzte Haltbarkeit bzw den Qualitätsverlust vergebe ich nur deren drei.


Copyright by Eser 22.03.2001
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
abutilon

abutilon

04.11.2003 01:58

Also ich habe durchwegs nur Mist mit diesen Folien erlebt. Irgendwie war nur das halbe Motiv auf dem Stoff und die andere Hälfte wollte einfach nicht von der Folie abgehen. Oder ich hatte einen wunderbaren Knitter/Craquele Effekt. Und das bei verschiedenen Firmen. Das einzige Glück war, das ich die meisten der Folien aus Probepackungen hatte und nichts dafür zahlen musste. So war der Schaden noch einigermassen erträglich. Aber meine Lust an der Kreativität hat doch argen Schaden genommen. Schöne Grüße Claudia

Inge54

Inge54

25.04.2001 23:03

Dieses ist ein sehr hilfreicher Bericht. Danke -- mfg Inge54

bmx-er

bmx-er

09.04.2001 23:17

ich habe die selben schon fast zwei jahre. letztens hab ich ein shirt für meinen vater gemacht. da aber der spass zu schlnell abgekühlt ist, ist's jetzt total verzogen. mfg bmx-er

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