Transporter - The Mission

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James Bond ist ein Weichei

5  07.09.2005

Pro:
Action, Stunts, gut choreographierte Kämpfe, Schauspieler, Tempo, Special Effects

Kontra:
Handlung gleich Null, dauernde Schleichwerbung (nicht nur für den Audi)

Empfehlenswert: Ja 

SVoigt2000

Über sich: "Die Tat ist alles, nichts der Ruhm", Goethe "Faust"

Mitglied seit:08.01.2000

Erfahrungsberichte:806

Vertrauende:131

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 83 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Ich hatte mal wieder richtig Lust auf Kino. Was aber schauen? Ich einigte mich mit einem Freund auf "Transporter - The Mission" und erlaubte mir den Spaß, mich nicht über den Film zu informieren. Ich wusste lediglich, dass der erste Teil sehr gut gewesen sein sollte und dass es sich um einen Actionfilm handeln würde. Handlung, Schauspieler - alles war mir unbekannt. Ob es sich gelohnt hat?

-----STORY:-----
Frank Martin (Jason Stratham) hat einen neuen Job als Aushilfs-Chauffeur bei der reichen Familie Billings. Er muss deren Sohn von der Schule abholen, hinfahren, zum Arzt bringen u.s.w. Doch sehr schnell ist Schluss mit der Ruhe. Terroristen versuchen den Jungen zu entführen, haben aber nicht damit gerechnet, dass Frank Martin früher Elitesoldat war und sein ganzes Wissen, Können und Geschick einsetzen wird, um die Verbrecher zu stoppen.

Das wird ihm aber nicht leicht gemacht, denn Obergangster Gianni (Alessandro Gassmann) beherrscht, genau wie Frank selbst, Kampfsport nahezu perfekt. Außerdem hat er seine Geliebte, die mordende Amazone Lola (Katie Nauta) an seiner Seite, die Frank zu gern mit ihren Schnellfeuerwaffen durchsieben würde...


-----KOMMENTAR:-----
Der Film beginnt in einem Parkhaus, in dem man zuerst den wirklich schicken und edlen Audi A8 stehen sieht. Dann sieht man Frank Martin darin sitzen. Er will gerade seinen Wagen starten, als eine äußerst attraktive Dame an die Fensterscheibe klopft und Frank bittet ihr bei einem Platten zu helfen. Aber das Ganze ist eine Falle. Das hübsche Mädchen - äußerst sexy in Minirock und Kniestrümpfen bekleidet, sodass ich gleich an einen billigen Pornofilm denken musste - gehört zu einer Bande von Autodieben, die Franks schickes Gefährt haben wollen. Es dauert keine 2 Minuten, da ist Frank mit den 4, 5 Mann fertig und kann beruhigt losfahren.

In dieser ersten Szene steckt alles, was der Film zu bieten hat und diese Szene macht gleich Lust auf mehr. Wir haben das schicke Auto, das, quasi wie in einem Werbefilm, im weiteren Verlauf von allen Seiten ins rechte Licht gerückt wird. Dann haben wir eine gehörige Portion Sex, die später vor allem durch Katie Nauta versprüht wird, die sich als Lola lange Zeit in Unterwäsche und Stilettos, aber bis an die Zähne bewaffnet, durch den Film schießt. Das Ganze wirkt zwar reichlich skuril, sieht aber sexy aus und darum geht es in dem Film - um das Aussehen und den Effekt. Damit wäre ich dann auch schon bei den Kampfszenen, die wirklich perfekt choreographiert sind, meist deutlich übertrieben dargestellt werden, aber einfach perfekt aussehen und die Spaß machen und den Zuschauer immer wieder zum Schmunzeln und Lachen bringen.

Nun kann man bei vielen der wirklich übertriebenen Actionszenen sagen, das sei alles unrealistisch und niemals möglich. Das stimmt auch! Aber das ist unwichtig, bei "The Transporter". Der Film will sozusagen die höher, schneller, weiter-Variante von James Bond sein, was auch einmal ganz nett gezeigt wird. James Bonds Anzug wird ja bekanntlich niemals schmutzig. Das ist hier anders. Frank Martins Anzug wird irgendwann schmutzig, dann geht er aber zu seinem Auto, öffnet den Kofferraum und holt sich einen schön gefalteten und in Plastik verpackten neuen Anzug heraus.

Die Handlung ist dann der nächste Punkt, bei dem Kritiker sagen können, der Film hätte Mängel. Da haben sie recht! "Transporter - The Mission" nimmt sich zwar mit der Thematik von Virenangriffen ein Beispiel an aktuellen Sicherheitsfragen und Fans der Serie "24" (mit Kiefer Sutherland) werden sagen, dass da abgeschrieben wurde, aber das kümmert eigentlich niemanden. Der Film hier möchte unterhalten - mit absolut unmöglichen Fahrmanövern und Stunts, vielen Mann-gegen-Mann-Kämpfen, einer ordentlichen Portion Erotik und - nicht zuletzt - einem schicken Auto als Quasi-Hauptdarsteller.

Positiv anzumerken ist aber Jason Stratham, der mal nicht zu den Leuten gehört, die nur wegen ihrer Fähigkeiten im Kampfsport besetzt werden. Stratham spielt auch sehr gut, soweit man das bei einem eigentlich puren Actionfilm beurteilen kann. Das gilt aber auch für Amber Valletta ("Hitch, der Date Doktor", "Schatten der Wahrheit"...), die Mrs. Billings spielt, für Alessandro Gassmann und auch für Katie Nauta. Vor allem gilt dies aber für Amber Valletta, deren Rolle, die verzweifelte Mutter, vom Schauspielerischen her wohl am anspruchsvollsten ist. Die anderen Rollen fordern hingegen wohl eher was Kraft und Koordination angehen.


-----FAZIT:-----
"Transporter - The Mission" ist ein wirklicher Klasse-Film. Er verbreitet gute Laune, hat sehr beeindruckende Action-Szenen zu bieten und zeigt, wie James Bond in schnell aussehen würde.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
nilman

nilman

30.09.2005 23:08

Naja, ich fand den Film richtig doof - und meine Begleitpersonen auch. Alles war irgendwie total unrealistisch und nur auf Action aufgebaut. Bsp: Wie kommt der Typ ins Flugzeug?, das mit der Bombe vom Auto abhauen und das mit dem Gegengift festhalten genau 1cm vorm LKW?! Alles ziemlich komisch und die Handlung war auch nicht so berauschend ... Die Werbung war eindeutig besser als der Film ... mfg

derDosch

derDosch

20.09.2005 18:18

Hab den ersten Teil gesehen und war recht angetan, jedoch nicht begeistert. Etwas mehr Realitätsnähe und eine Story hätte gut getan. Aber darauf kommt es in dem Genre ja nicht an. Beim neuen Teil scheint es nach deinen Ausführungen wie beim ersten Teil zuzugehen. Wie immer gute Review von dir. Lg Dosch.

Rubinia157

Rubinia157

18.09.2005 17:55

Den möchte ich auch unbedingt nochmal sehen... LG Christiane

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