Selbsthilfe Teil 2: Wie rette ich einen Jack?
12.09.2005
Pro:
Jason Statham . Jason Statham . Jason Statham . Stunts . Effekte . Und : Jason Statham
Kontra:
Nichts, wenn man Jason Statham - Fan ist . Anderfalls : flache Story, wenig Logik
Empfehlenswert:
Ja
 mama-von-paul
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 82 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Wer den "Transporter" gesehen hat und ihn gemocht hat, der wird diesen Teil lieben. Ich gehe ins Kino, um mich abzulenken, nicht um zu denken. Ich gehe ins Kino, um Menschen zu sehen, die anderes machen als ich, um Menschen zu sehen, die schön aussehen. Ich gehe nicht ins Kino, um danach drei Tage nicht schlafen zu können, weil mich die Geschichte aufwühlt oder nachdenklich macht. Ich sehe auch gern Filme dieser Art, dann aber im "stillen Kämmerlein". Kurz: Popcorn-Kino (In meinem Fall Nachos-Kino) ist das, was ich will, wenn ich mir so einen Ausflug gönne, und der ist selten genug (2 Mal innerhalb von 5 Wochen ist mein bisheriger Rekord).
Die "Geschichte": Jason Statham brilliert als Frank Martin, und genauso originell wie sein Name ist auch die Story des Films, die allerdings nur die "Nebenrolle" spielt, und das ist auch gut so, denn so ist mein weltliebster Lieblingsdarsteller schön oft zu sehen.
Weder neu noch besonders originell: Leibwächter eines kleinen und netten Jungen namens Jack, der wenigstens keine blöde Rotzgöre ist, sondern wirklich wohlerzogen, ist Frank in diesem zweiten Teil der hoffentlich vierbändigen Trilogie in Fünf Teilen (ja, das ist nicht von mir, sondern vom Einband der Douglas-Adams-Anhalter-Reihe) um "Le Transporteur". Jack hat auch ne süße Mutter, die schon mal tief blicken lässt, und außerdem einen nicht annähernd so attraktiven Vater, der dafür aber erfolgreich ist, 100 Mios Netto-Vermögen hat (allerdings "nur" Dollar - hihi), und gegen die bösen, bösen Drogenbarone (auf politischem Terrain) kämpft. Nun haben es selbige natürlich auf den kleinen Jack abgesehen, zu Jacks Geburtstag soll Frank ihn zum Kinderarzt begleiten, damit die liebe Mami die dekadente Überraschungsparty mit ungefähr 87 Gästen vorbereiten kann. Der Doc entpuppt sich als ganz übler Bursche, der den echten Doc gerade in einem Schrank zwischengelagert hat, zusammen mit der unansehnlichen Sprechstundehilfe, die ersetzt wurde durch die supersexy-und-so-hohe-Schuhe-tragende Miss Lola, dass man sich als durchschnittliche Leise-Treter-Europäerin, die nur zu besonderen Anlässen höhere Schuhe als mit 5 cm Absatz trägt, beim Hinsehen kaum trauen würde, damit aufzustehen. Nun kommt es, wie es kommen muss. Frank sieht natürlich sofort, das hier was nicht stimmt. Er hat allerdings dem lieben kleinen Jack versprochen, dass ihm nicht wehgetan wird, und ist ein Mann, der zu seinen Versprechen steht. So bleibt ihm nichts anderes übrig als sich mit Lola, Dimitri und anderen Schwerverbrechern auseinander zu setzen, dass es nur so knallt, kracht und Material kostet, schlussendlich Jack zwar da rausholt, dann aber genötigt wird, den Zwerg zu seinen Entführern zu fahren. Es stellt sich heraus, dass der liebe kleine Jack nicht nur Opfer einer spontanen Entführ-Aktion ist, sondern der Erste, der mit einem gar fürchterlichen Virus infiziert worden ist, der sich über die Atemluft ausbreitet. Die glücklichen Eltern, die ihren Sprössling recht schnell wieder in den Armen halten, fangen also alsbald an zu husten was das Zeug hält, der Papa ist gerade auf dem Weg zu einer Konferenz mit den allerwichtigsten Drogenbeauftragten weltweit, die so kollektiv dem Untergang geweiht sind. Natürlich kommt es n i c h t anders als man denkt, zur Story soll das aber reichen.
Die bzw. D e r Darsteller Bekannt ist Jason Statham unter anderem aus "Snatch", "Bube, Dame, König, Gras" (beide Gui Ritchies Werke und unbedingt empfehlenswert), dem "Transporter" (Teil 1) und anderen Filmen.
Jason Statham ist wunderbar. Er zieht sich sein frisch gereinigtes Jackett aus, bevor er ein paar Halbstarke von seinem Auto weg"schickt" (ein ziemlich cooles Audi-A8-Teil übrigens, mich stört es auch nicht, dass der oft zu sehen ist, man denke hier nur an JB, da besteht ja der ganze Film quasi nur aus Auto), er hat einen Blick drauf, dass einem ganz mulmig wird, man stelle sich nur vor, dass man diesem Bild von Mann mal begegnet. Und das alles mit spärlichem Kopfhaarkleid, wobei mich dies überhaupt nicht stört, mein Gatte sieht (aber nur frisurtechnisch) auch so aus. Kurzer Exkurs: Man munkelt ja, dass das Haarkleid des männlichen Menschen eh nur unnötiger Ballast ist (nicht das der Frauen, die brauchen das ja zum Anlocken und so ist es hier elementar wichtig), und so weniger kopfbehaarte Männer in der Evolutionsstufe schon ein bisschen weiter sind. Jedenfalls wollte mir mein Mann das mal so erklären, angeblich hat er dazu was im Fernsehen gesehen. Ich selbst kriege das nicht in Einklang mit Haaren an Armen, Beinen, auf dem Rücken und auf den Zehen (das nur generell, nicht in Bezug auf den holden Gatten). Von den sensiblen Zonen will ich hier ja gar nicht sprechen, da mag es Sinn haben. Wer mir hier was erklären kann, ist willkommen.
Weiter im Text: Jason Statham ist nicht nur wortkarger Schauspieler, wobei er hier zeitweise an den guten alten Bruce Willis erinnert. Er ist auch (in "echt") Turner, Kampfsportler und Turmspringer. Kein Wunder, dass auch sein Oberkörper hier in einer ästhetisch anspruchsvollen Szene gezeigt wird.
Daneben sieht auch Katie Nauta, als "Lola" auf der bösen Seite agierend, mal anders aus als andere weibliche Darstellerinnen. Mager, flach (brusttechnisch), durchtrainiert bis zum Geht-Nicht-Mehr ballert sie sich in Dessous und High-Heels ihren Weg. Die Gute ist die Schnecke von dem oberbösen Gianni, der die Missionen leitet (Alessandro Gassmann). Amber Valetta ist die Mama von Jack, Matthew Modine der Papa, Jason Flemyng der böse russische (natürlich!!!) Wissenschaftler, der überhaupt erst den Virus erschaffen hat. Ein paar von den "Hab-ich-doch-schon-mal-irgendwo-gesehen-Gesichtern", deren Namen aber spontan nicht einfallen, sind also auch dabei. Allerdings Nebensache. Stunts/ Effekte:
Es ist beinahe irrwitzig, um hier nur zwei der Anekdoten kurz zu beschreiben: Frank braucht einen fahrbaren Untersatz um sich zu befördern, als die Schurken von dannen brausen, setzt sich auf ein Motorrad hinter ein unbekanntes weibliches Wesen, wirbelt letzteres über seinen Kopf, wobei natürlich auch ein Höschen blitzt, schiebt sich auf den Fahrersitz, platziert Madame auf dem Sozius und braust mit ihr los - Sehr lustig, ich hab's noch nicht so gesehen.
Frank hat ein Problem: Eine Bombe tickt unter seinem schönen, schönen neuen Wagen, er wird allerdings genötigt, hiermit zu fahren, bis er "außer Reichweite" ist, fährt über eine Rampe, dreht sich im Flug und streift die Bombe just in dem Moment, als sie explodiert, mit dem Haken eines Krans von seinem Wagen, dreht sich natürlich noch mal, um seine Spazierfahrt erfolgreich fortzusetzen. - Irrsinnig. Verfolgungsjagden, Nahkämpfe und Explosionen wechseln sich unterhaltend ab, die Effekte sind bemerkenswert.
Humor: Vor allem über einige der Stunts musste ich herzhaft lachen, so unwirklich waren sie. Die Situationen machen die Komik, Witze werden jedenfalls nicht erzählt. Trotzdem habe ich herzhaft lachen müssen.
Unterhaltung/ Anspruch: Daraus, dass das Thema nur nebensächlich ist, macht der Film keinen Hehl. Er präsentiert seinen Hauptdarsteller genau da, wo man ihn sehen will. Auf der Leinwand. Interessant: ich habe nicht sehen können, dass die Bösen sterben, Frank legt sie nur lahm. Keine Garantie allerdings (für k e i n e Toten außer den Bösen), war ein langer Abend mit Spätvorstellung und vorherigem kleineren Umtrunk ;-)
Daten: Regie Louis Leterrier, Drehbuch: Luc Besson, Robert Mark Kramen, Produzent: Luc Besson. Alles andere weniger Wichtige lässt sich im Netz finden, für die gesteigert Interessierten: 88 min Länge, FSK: 12
Fazit: Unbedingt empfehlenswert, wenn man leichte Unterhaltung mag, Stunts gerne sieht, auf Anspruch verzichten kann und vor allem: Jason Statham-Fan ist. In dieser Hinsicht: "6" Sterne
Wenn man allerdings Anspruch erwartet - besser einen anderen Film ansehen. Und auch hier gilt:
Wer fragt, bekommt Antworten. Mit liebem Gruß an liebe Leute
mama-von-paul
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12.05.2008 13:00
Nicht ganz so meine Film - Richtung ;o))
05.05.2008 21:05
bh, da super geschrieben. Ich fand den Film >>SO RICHTIG SCHEIßE<<, allerdings kann ich Herrn Statham auch nichts abgewinnen (hat ebenfalls "evolutionstechnische" Gründe)
30.12.2007 19:48
Okay, ich fand den ersten Teil .. öh .. nicht gut, bin aber auch kein Popcorn-Kino-Gugger. Der Exkurs allein rechtfertigt aber die Bewertung;)