Triumph Spitfire

Erfahrungsbericht über

Triumph Spitfire

Gesamtbewertung (7): Gesamtbewertung Triumph Spitfire

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Kleiner E-Type

4  19.04.2000

Pro:
großer Fahrspaß, einfache Technik, geringer Preis, geringer Unterhalt

Kontra:
gibt's für Fans nicht !  Wenn's regnet muß man halt das Dach zumachen .

Empfehlenswert: Ja 

josh

Über sich:

Mitglied seit:27.12.1999

Erfahrungsberichte:8

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 5 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als hilfreich bewertet

Wo soll ich nur anfangen? Ich habe nun schon zehn Jahre Spaß mit meinem 78er Spit. Im Stich gelassen hat er mich - einmal, fast. Trotz kapitalem Pleuellagerschaden hat er mich doch noch 200 km nach hause gebracht. Da kannte ich "sie" (britische Autos sind weiblich!) auch erst zwei Wochen.Was soll man auch von einem Langhuber mit nur dreifach gelagerter Kurbelwelle erwarten? Jeder Opel Kadett hatte zu dieser Zeit vier Hauptlager. Aber wer hat mit einem Kadett schon Spaß? In Eigenarbeit ließ sich der Motor mit etwas Übung gut zerlegen, neue Lagerschalen, Dichtungen usw. waren schnell und preisgünstig zu beschaffen. Nur die Kurbelwelle wurde zum Einschleifen weggegeben. Innerhalb von 5 Tagen war sie , dank hilfreicher Hände beim Aus- und Einbau des Motors, wieder fahrbereit. Wer lange Freude an seinem Spit haben möchte, sollte ihr unbedingt einen Ölkühler spendieren.
Der Spitfire bietet ein unglaubliches Fahrgefühl. Die Kurvenlage ist wegen der Doppeldreieckslenker vorn und Einzelradaufhängung (das Fahrwerk wird seit Anfang der 60er so gebaut!) toll. Schlaglöcher werden wegen der querliegenden Blattfeder der Hinterachse als ein leichtes Querversetzen des Hecks an den Piloten gemeldet. Es soll Leute geben, die über mangelnden Komfort klagen. Kann ich nicht nachvollziehen! Die Heizung ist durchaus wirkungsvoll, der Seitenhalt der Sitze wird durch Tür und Getriebetunnel perfekt unterstütz, der Kofferraum ist größer als beim MX-5. Das Verdeck ist in weniger als 90 s geöffnet oder geschlossen. Hält sogar bei Autobahnfahrt den Regen draußen!
Ersatzteile sind leicht erhältlich. Adressen findet man in allen Oldtimer-Magazinen. Preisvergleich lohnt sich!! Z.B. eine Lichtmaschine gibts von DM 120 bis DM 240.

Auch ohne KAT rechnet sich der Spit, da er in Haftpflicht- und Teikaskoversicherung sehr sehr niedrig eingestuft ist (HP so um Typenklasse 12). Es ist zu hoffen, daß trotz der billigen Angebote der Spit trotzdem ein Liebhaberauto bleibt.

Ein Spitfire bietet zu geringem Preis ein unvergleichliches Fahrvergnügen, sofern man Wartung und kleinere Reparaturen selbst erledigen kann. Ein Werkstatthandbuch ist absolut notwendig! Sonst scheitert der Spaß schon daran, daß es nur wenige Werkstätten gibt, die dieses Fahrzeug adäquat behandeln können.

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