Troll von Troy

Erfahrungsbericht über

Troll von Troy

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung Troll von Troy

1 Angebote von EUR 9,99 bis EUR 9,99  

Alle Troll von Troy Testberichte

 Eigenen Erfahrungsbericht schreiben


 


Troll Dich!

5  01.05.2003

Pro:
Humorvolle Erzählungen von fantastischen Trollen

Kontra:
Ziemlich brutal

Empfehlenswert: Ja 

vonFalkenberg

Über sich: Bin mal wieder da ;)

Mitglied seit:03.03.2003

Erfahrungsberichte:123

Vertrauende:20

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 54 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Diese Serie ist neudeutsch ein "Spinoff" der Comic-Serie "Lanfeust von Troy", in welchem als wirklich eindrucksvolle Nebenrolle ein verzauberter Troll mitspielte. Dieser Troll stahl dem eigentlichen Helden Lanfeust fast die Show. Da lag es nahe, auch einmal ein paar Alben mit Trollen als Hauptdarsteller zu erschaffen. Das Ergebniss war eine der amüsantesten Fantasy-Serien der letzten Jahre, welche ich jedem Comicleser und Fantasy-Fan nur wärmstens ans Herz legen kann. Diese Trolle sind bei aller Grausamkeit von einer derart kindlichen Unbeschwertheit, das man ihnen kaum böse sein kann, selbst wenn sie Großvater gerade den Kopf abreissen.

Die Welt von Troy erinnert ein wenig an Xanth: jeder Mensch hat eine einzige magische Fähigkeit, wobei man sich leider nicht aussuchen kann, ob diese Magie nützlich ist oder einfach nur doofe Ergebnisse liefert. Jede Zauberkraft scheint es nur ein einziges Mal zu geben, und dies führt von vorneherein zu einem sehenswertem Chaos...

Hier jedenfalls eine Kurzbeschreibung der ersten fünf Bände:

Trollgeschichten (Band 1)
Der Troll Teträm ist ein wirklich professioneller Jäger: er kennt genau die Wege, auf dem sein Wild sich bewegt, und lässt auch gerne mal einzelne Opfer entkommen, damit sich die Population der Nahrungslieferanten erholen kann. Er ist ein liebevoller Vater und teilt gerne seine Beute mit dem ganzen Stamm. Er hat sogar ein Menschenmädchen adoptiert, welches aus Gründen der politischen Korrektheit nicht „Nackthaut“, sondern nur „Person mit differierender Kapillarität“ genannt werden darf. Was das als echter Troll erzogene Mädchen Waha allerdings nicht davon abhält, ihren Beleidigern ein Ohr abzubeißen.

Wirklich ein echtes ländliches Idyll, wenn es nicht die bösen Menschen gäbe. Denn die Beute der Trolle sind Menschen aus der Stadt Eckmül, und die dortigen Magier beschließen nun einen Ausrottungsfeldzug gegen diese lustigen Gesellen. Wie kann man nur so nachtragend sein ?

Die Welt von Troy ist wirklich interessant. Jeder Mensch hat (vergleichbar mit Xanth) eine besondere magische Fähigkeit von oftmals fragwürdiger Nützlichkeit, aber Manche sind auch sehr gefährlich. Die eigentliche Entdeckung sind die liebevoll geschilderten Trolle mit ihrem einfachen Humor. Obwohl man in ihrem Dorf überall irgendwelche Leichenteile sieht und ständig auf Menschenhänden herumgekaut wird, kann man als Leser dem freundlichen Teträm einfach nicht böse sein. Wirklich eine sehr effektvolle Umkehrung der üblichen Schilderungen einer Monster-Jagd.

Der Skalp des Hochehrwürdigen (Band 2):
Die Bewohner des Trolldorfes Falomp sind durch Magie gefangen worden und landen nun willenlos auf dem Sklavenmarkt. Nur der Troll Teträm und seine menschliche Pflegetochter Waha sind den Feinden entkommen. Um den Zauber zu brechen durch den ihre Freunde versklavt werden benötigen Sie unter anderem eine Haarsträhne des Zauberers, der diese Magie gewirkt hat. Leider ist der Zauberer Fuquatou völlig kahl... Zum Glück erinnert sich Waha an eine Friseuse mit der magischen Fähigkeit, Haare wachsen zu lassen. Und sie hat sogar einen Grund, den Trollen zu helfen: die Trollfänger haben ihren Bruder ermordet !

Der lange vergriffene zweite Band der inzwischen fast schon legendären „Troll von Troy“- Geschichten zeigt erneut alle Qualitäten, für die seine Fans die Serie so lieben. Viele kleine Details bringen Farbe in die Szenerie (so entpuppt sich das Wappen von Eckmül als Abbildung eines Hinrichtungsinstrumentes, was doch Einiges über die Mentalität der Bewohner verrät). Die Trolle können wieder ihren leicht ungehobelten Charme voll ausspielen und freudig jede menge Brutalitäten begehen. Man wäre über sie entsetzt, wenn nicht völlig klar wäre, dass die Trolle hierbei ohne jedes Unrechtbewusstsein handeln.

Ein Höhepunkt dieses Bandes ist der (zum Scheitern verurteilte ?) Versuch der Friseuse, ihren neuen Freunden etwas Manieren beizubringen. Immerhin entwickeln die Trolle ungeahnte Schauspielqualitäten, damit sie ungehindert in die Stadt Eckmül eindringen können. Für Erwachsene ein herrlicher Spaß, für Kinder wegen der hohen Brutalität eher nicht geeignet. Zu unreflektiert wird hier Blut vergossen, und das nicht nur von den Trollen...

Der Flug der Petauren (Band 3):
Der Troll Teträm und seine menschliche Pflegetochter Waha reisen per Schiff zum Vulkan Salastron, im von dort das Urfeuer zu holen. Dieses Urfeuer ist eine wichtige magische Zutat, um die magische Versklavung von mehreren Trollstämmen aufzuheben. Diese Trolle müssen für menschliche Magier einen riesigen Kanal bauen, und nur unsere Trollhelden könnten sie vor diesem Schicksal retten. Unterstützt wird Teträm bei dieser Queste vom Halbtroll Pröfy, der mehr als nur ein Auge auf die hübsche Waha geworfen hat.

Die Reise würde schneller verlaufen, wenn die menschliche Besatzung des Schiffes nicht eine ganz berechtigte Angst davor hatte, von den Trollen gefressen zu werden. Daher desertieren die Matrosen eines Nachts und lassen die Trolle alleine an Bord zurück. Erwartungsgemäß erleiden die Trolle Schiffbruch und fressen zur Nervenberuhigung erst mal einige gewalttätige Fischer.

Nachdem sie in der Ebene der Gräser von zahlreichen seltsamen Tieren angegriffen wurden, sorgt eine unerwartete Planetenkonstellation für weiteren Ärger...

Der typisch trollische Humor, verbunden mit Kannibalismus, fantastisch widerlichen Kreaturen und extremen Landschaften macht neben den hervorragenden Zeichnungen den Reiz dieser Geschichte aus. Mehr davon !

Okkultes Feuer (Band 4):

„Ich habe auch Trollblut!“
„Ach Ja ? Lass mal probieren !“

Dieser Dialog beschreibt recht gut den Humor dieser Story um die Reise des Trolles Teträm und seiner menschlichen Pflegetochter Waha. Zusammen mit dem Halbtroll Pröfy sind diese Wilden auf dem Weg, um ihren Trollstamm vor der Versklavung durch menschliche Magier zu retten.

Mit ihrer gewohnten naiven Gnadenlosigkeit gegenüber ihrer Umwelt haben die trollischen Antihelden das notwendige okkulte Feuer aus dem Vulkan Sarastron errungen und sind auf dem Rückweg zur Baustelle, auf der ihre Kameraden gefangen gehalten werden.

Natürlich gelingt diese Befreiung, und nach den sich anschließenden fröhlichen Szenen eines Massakers an den Wachposten und menschlichen Zauberern endet die geschichte mit der Aussicht auf ein fröhliches Bankett, als wäre man in einem kleinen gallischem Dorf.

Während die Trolle in ihrer üblichen brutalen Unbeschwertheit gut ins Bild gesetzt werden, fallen die Szenen mit den Ratsherren von Eckmühl dagegen etwas ab. Selbst mit Praktikantinnen und Stewardessen können Politiker an Charme nun mal nicht mit Trollen mithalten.

Mit diesem Band ist der erste Zyklus der Trollgeschichten beendet, und ich fürchtete schon eine Beendigung der großartigen Serie. Aber der großes Publikumserfolg der Trollbande bei den Lesern überzeugte die Macher zum Glück davon, diese Serie nicht sterben zu lassen. Zu erfrischend waren diese wilden Gesellen, um ihnen etwas derartiges böswilliges anzutun.

Die Ränke der Wundertäterin (Band 5):
Das Leben im Trolldorf geht erneut seinen friedlichen Gang: die Trolle sind aus der Sklaverei entkommen und entwickeln sich erneut prächtig. Auf einem kleinen Jagdausflug nach Bäuerinnen entdecken der Troll Teträm mit seiner menschlichen Pflegetochter Waha aber, das ihre übliche Jagdbeute (menschliche Dörfler) aus Furcht vor Monstern aus dem Dorf geflohen sind. Und diese Monster sind keineswegs Trolle, sondern gentechnisch hergestellte Schimären.

Der aus den vorherigen Bänden bereits allgemein bekannte Ehrwürdige Fuquatou aus Eckmühl finanziert in der Nähe des Dorfes ein kleines derartiges Projekt, obwohl es nicht mit Magie arbeitet, sondern mit verpönter Wissenschaft. (Der Ehrwürdige bevorzugt aus Imagegründen allerdings den Begriff „Paramagische Erfahrungen“). Interessanter Weise lehnt der keineswegs zimperliche Fuquatou die Gentechnik zur Verbesserung von Mais ab, um nicht die Bevölkerung zu vergiften.

Die Trolle zwingen die Dörfler zur Rückkehr und versprechen ihnen, sich um die neue Gefahr zu kümmern. Leider wird Waha auf dem Heimweg ins Dorf von einem Typ namens Mausi gefangen genommen, der sie an die Wissenschaftlerin Haleg Rost übergibt. Und bevor sie sich richtig versieht ist Waha dank der Kunst ihrer Häscher in eine Sirene mit Fischschwanz verwandelt worden. Ihre Befreiung dürfte sich als ziemlich schwierig erweisen...

Auch der fünfe Band der Troll-Serie ist wieder gelungen und brilliert mit seltsamer Tierwelt, ungewöhnlichem Magiekonzept und schön brutalen Trollen. Die Trolle erscheinen zwar etwas zivilisierter als in den vorherigen Bänden, aber trotzdem würde sich noch jeder normale Hochlandbarbar bei ihrem Anblick erschrocken abwenden und entsetzt an seinen Abgeordneten schreiben.

Dieser Band ist übrigens in sich abgeschlossen und ist kein Einstieg in einen neuen mehrbändigen Zyklus. Das ist schade, denn dann könnte ich mich bereits jetzt auf den nächsten Band freuen. Aber keine Angst: die Fortsetzung nicht lange auf sich warten lassen, denn kein zeichner der Welt wäre so dumm, sich mit verärgerten Trollen anzulegen...

Ich muß alledings noch ein Wort zum Gewaltlevel der Hefte verlieren: die humorig eingestreuten Grausamkeiten der Trolle sind für kleine Kinder sicherlich zu deftig, 14 Jahre sollte man wohl schon sein, damit man diese Geschichte wirklich würdigen kann...

P.S.: Diese Rezi erschien bereits in der x-zine.de, stammt aber von mir...



Diese Seite zu den Lesezeichen hinzufügen delicious.com www.mister-wong.de www.google.com

Ihre Bewertung dieses Erfahrungsberichtes

Wie hilfreich ist dieser Erfahrungsbericht für Ihre (Kauf-)Entscheidung?

Bewertungsrichtlinien

Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
MauriceAC

MauriceAC

07.05.2003 12:28

Wiedermal ein gelungener Lesetipp. Hab ich im Shop schon stehen sehen, aber ich kauf ja sowieso immer viel zu viel, daher blieb das mal da. *g* Aber wozu gibt's denn e-bay & Co.? ;) Gruß, Maurice

birdofpassage

birdofpassage

05.05.2003 11:04

das ist mir alles zu überdreht, ich mag solche comics nicht. :) grüsse birdofpassage

Greifenklaue

Greifenklaue

03.05.2003 23:21

Ich bin zwar durchaus KEIN FAN von Comics, aber der klingt durchaus witzig, da könnte mein Halboger POM noch was lernen ;-)

Eigenen Kommentar schreiben

max. 2000 Zeichen

  Kommentar abschicken
Preisvergleich sortiert nach Preis
Troll von Troy

Troll von Troy

Troll von Troy ist ein 3D-Rollenspiel auf Basis der bekannten gleichnamigen ...

mehr

€ 9,99

Händler kann Preis
erhöht haben

neckermann.de 289 Bewertungen

Versandkosten: EUR 5,9...

Verfügbarkeit: Sofort lieferbar

     zum Shop  

neckermann.de

* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten. Preise, Verfügbarkeit und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein,
da eine Echtzeit-Aktualisierung technisch nicht möglich ist. Maßgeblich sind immer die Preise und Angaben auf der Händlerseite. Alle Angaben ohne Gewähr.


Preisvergleich
Troll von Troy
Troll von Troy
neckermann.de
€ 9,99 *
Versandkosten: EUR 5,9.​.​.​...
mehr
 zum Shop
neckermann.de
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Bewertungen
Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 996 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

"sehr hilfreich" von (100%):
  1. herzhausen
  2. Der_Troll
  3. Digga1999
und weiteren 51 Mitgliedern

Informationen zur Berechnung der Gesamtbewertung.