In einen kleinen karibischen Inselstaat in den Zeiten des kalten Krieges entführt Tropico 3 den Spieler, der dort dank undurchsichtiger Machenschaften an die mAcht gekommen ist und als El Presidente entscheidet, ob er lieber als skrupelloser und natürlich korrupter Tyrann regiert oder großzügig das Beste zum Wohl seines Volkes tut, ob er Tropico in ein blühendes Inselreich verwandelt oder zum Überwachungsstatt werden lässt, ob ein touristisches Urlaubsdomizil daraus werden soll oder ein Polizeistaat. Lässt man es auf Putschversuche oder Bürgerkriege ankommen oder regiert man lieber friedlich vor sich hin und versucht es allen recht zu machen um an der Macht zu bleiben?
ALTBEWÄHRT
Am Spielprinzip von Tropico 1 ändert sich kaum etwas und das ist auch gut so, denn das Spielprinzip ist gut und sorgt für viel Spielspaß. Das am 24. September erschienene Tropico 3 setzt also erfolgreich auf Altbewährtes. Aber warum auch ändern, was gut ankam? Ich habe Troico 1 gespielt, ich habe Troico 2 gespielt. Beide gefielen mir, wobei mir Tropico 1 vom Spielprinzip und vom Thema her noch besser gefiel.
35 EURO
Mit einem Preis von 35,-- Euro ist dieses Spiel nicht zu teuer, aber auch nicht wirklich günstig. Ein, wie ich finde, durchschnittlicher Preis wird hier verlangt. Meiner Meinung nach ist dieser Preis angemessen.
INSTALLIERT
Installieren ließ sich das Spiel einfach und problemlos. Wie lange es dauerte, kann ich so genau nicht sagen, zehn, fünfzehn Minuten schätze ich mal, aber ich habe nicht auf die Uhr geschaut und die Zeit gestoppt.
KUBA-KRISE UND PAPSTBESUCH
Viele reale historische Ereignisse sind hübsch in die Geschichte eingearbeitet, so besucht beispielsweise der Papst das Eiland. Manchmal ist es schade, dass bestimmte Ereignisse nur als Text erwähnt werden. Einblendungen vom Papstbesuch wären hier hübsch, würden für eine bessere und authentischere Atmosphäre sorgen als ein einfacher Text, der darauf hinweist, dass der Heilige Vater das Eiland besucht. Nicht einmal am Ende des Spieles, wenn man als El Presidente seine Amtszeit überstanden und allen Revolutionen getrotzt hat, findet sich ein jubelndes Volk vor dem Palast ein - lediglich eine kleine Textmeldung erscheint. Das ist schon ein wenig schade...
HERSTELLER
Hergestellt und entwickelt wurde das Spiel von einem deutschen Unternehmen, nämlich der Kalypso Media GmbH, Prinz-Carl-Anlage 36 in D-67547 Worms.
MINIMUM
Die minimalen Systemvoraussetzungen sind die folgenden:
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- Betriebssystem: Windows XP, Windows Vista, Windows 7
- Prozessor: 2,4 GHz Single-Core
- Arbeitsspeicher: 1 GB
- Grafikkarte: 256MB DirectX9c, Shader Model 3.0 (Geforce 6 Serie, ATI X1300)
- Speicherplatz: 5 GB
- Soundkarte: DirectX9-kompatibel
OPTIMAL
Besser läuft es mit den empfohlenen Systemkonfiguration, welche da wären:
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- Betriebssystem: Windows XP, Windows Vista, Windows 7
- Prozessor: 2,4 GHz Dual-Core
- Arbeitsspeicher: 2 GB
- Grafikkarte: 512MB DirectX9c, Shader Model 3.0 (Geforce 8 Serie, ATI HD4800)
- Speicherplatz: 5 GB
- Soundkarte: DirectX9-kompatibel
FEATURES
Als Features werden vom Hersteller die Folgenden angegeben:
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- Umfangreiche Kampagne mit 15 Missionen
- Verschiedene Wirtschaftssektoren: Tourismus, Ölindustrie, Bergbau, Landwirtschaft, etc.
- Timeline-Editor zur Erstellung eigener historischer oder fiktiver Ereignisse
- Avatar-Funktion: Bewege Dich als El Presidente über die Insel und beeinflusse den Spielverlauf
- Politische Reden, Edikte und „andere“ Einflussmöglichkeiten
- Vielfältige Editor- und Modifizierungsfunktionen
- Missionsgenerator zur zufälligen Erstellung von Karten
- Die cineastische, detailreiche Grafik spiegelt perfekt das karibische Lebensgefühl in Tropico wieder.
- Toller Latin-Soundtrack
- Verschiedene Online-Funktionen wie Highscore oder der Besuch von fremden Inseln anderer Spieler
Bilder von Tropico 3 (PC-DVD)
EL PRESIDENTE
Echte Personen, aber auch rein fiktive stehen hier zur Verfügung. Ich schwanke beim ersten Spiel etwas zwischen Fidel Castro, Che Guevara und Evita Person, entscheide mich dann aber für Evita, da diese doch ganze zehn Prozent mehr Touristen anzieht, was meinem Ziel ein blühendes Urlaubseiland zu erstellen entgegenkommt. Jeder der Charaktere hat seine Vor- und Nachteile. Der Nachteil von Frau Person ist es, dass sie gerne (man kann schon sagen zwanghaft gerne) spielt und auf unerklärliche Weise jede Menge Geld aus er Staatskasse entschwindet. Auch als CIA-Scherge oder Revoluzzer kann man sein politisches Geschick hier walten lassen.
Auch eigene Avatare können erstellt werden, die dann von der Optik her entsprechend mit Schnurrbärten (bei Männern) oder Ohrringen (bei Frauen), verschiedenen Frisuren, Accessoires und Kleidung ausgestattet werden können. Auch verschiedene Charaktereigenschaften können gewählt werden, wobei sich manche davon logischerweise gegenseitig ausschließen.
ALLER ANFANG IST SCHWER
Anfangs hat meine Evita jede Menge zu tun, denn Geld muß die Staatskassen möglichst schnell füllen. Das Geld ist ein äußerst leidiges Thema… So rennt sie von einer der Baustelle zur anderen um die Bauarbeiter zu motivieren. Wirklich Spaß zu machen scheint der Dame dies alelrdings nicht, sie ginge lieber zur Maniküre und jammert mir die Ohren voll, dass sie hier alles alleine machen muß..
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.Anfangs baue ich meine Bananenfarmen und irgendwann reichen die angebauten Bananen aus um nicht nur das eigene Volk zu versorgen. Meine äußerst leckeren Bananen können nun exportiert werden und ich beginne zwar langsam, aber stetig Geld zu verdienen. Allerdings ist das auch recht schnell wieder ausgegeben, denn abegsehen davon, dass meine Evita gerne spielt und dabei leider auch oft verliert, ist mein Volk ist mit seinen billigen Hütten nicht mehr zufrieden. So schlecht sind die ja jetzt auch nicht… und außerdem kosten sie keine Miete… Daß die Leute aber auch nie zufrieden sein können! Man hat’s schon nicht leicht. Ich beginne also Wohnblocks zu bauen.
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Die religiösen Inselbewohner wollen nun auch noch eine Kirche! Okay, dann bekommen sie ihre Kirche. Einen Priester muß ich dann importieren, da ich noch keine eigene Oberschule habe und diesen noch nicht selbst ausbilden kann. Natürlich kostet dieser Priester wieder Geld, das langsam schon wieder auszugehen droht…
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„Vier Todesfälle aufgrund der schlechten Gesundheitsversorgung“ heißt es nun in einer Meldung… Hmm, möglicherweise sollte ich jetzt doch mal darüber nachdenken eine Klinik zu bauen? Und was soll das? Die Bürger protestieren friedlich gegen die Regierung? Warum denn das? Jetzt haben sie schöne Mietwohnungen, eine Kirche, eine Klinik? Jetzt wollen sie auch noch Restaurants und Bars… Und wer bitte soll das alles bezahlen? Ach, als Inselchefin hat man es wirklich nicht leicht. Und nun kommen auch mehr und mehr Einwanderer und meine Bürger beschweren sich, dass ihnen diese die Jobs wegnehmen. Und jetzt wurde auch noch ein Bürger zum Revolutionär? Vielleicht sollte ich mal wieder eine besänftigende Rede vom Balkon meines Palastes halten. Ich könnte natürlich auch die Aufständischen ganz versehentlich erschießen lassen. Vielleicht kommt es aber auch besser an, wenn ich sie einfach besteche?
Man hat es hier wirklich nicht einfach…
SZENARIEN
Jedes Szenario, jede Mission beginnt aufs Neue, nichts im vorhergehenden und hart erarbeiteten Szenario wird übernommen, was ich ein wenig schade finde. Allerdings nur ein wenig schade, da ich meist am allerliebsten im Sandkastenmodus baue und versuche aus meiner Insel ein wunderschönes Urlaubsdomizil zu machen. Durch die verschiedenen Charakter des El Presidente bieten sich die Szenarien an um mehrmals mit verschiedenen Staatshäuptern durchgespielt zu werden, denn jedes Mal - je nach Eigenschaften des El Presidente - entwickelt sich das Spiel anders.
Anfangs ist's noch recht einfach... beim ersten Szenario muß ein gewisses Exportvolumen an Bananen geschafft werden. Bei der zweiten Mission geht's darum 150 Touristen auf die Insel zu bekommen... Und von Szenario zu Szenario steigert sich der Schwierigkeitsgraf.
URLAUBSPARADIES
Ich tendiere beim Spielen mehr zum touristischen Urlaubsparadies mit deutlich kommunistischem Hintergrund als zum militärischen Überwachungsstaat. Ich bin großzügig, ich bin bürgernah. Ich baue lieber hübsche Wohnsiedlungen und versuche es meinen Inselbewohnern so hübsch wie möglich zu machen als sie zu unterdrücken. Aber was ich will kann ich hier selbst entscheiden - so ist für jeden etwas dabei. Wer als Diktator sein Volk unterdrücken möchte, Aufmüpfige ins Gefängnis werden und die Presse unterdrücken will (wo kämen wir denn hin, wenn die schreiben was sie wollen) der kann dies natürlich auch tun. Allerdings sollte man nie den Gedanken an die nächste Wahl verlieren. Denn alle paar Jahre wird El Presidente neu gewählt. Da ist es schon recht hilfreich wenigstens kurz vorher seinem Volk den Eindruck zu geben, als würde man alles erdenklich Mögliche tun…
Das Spiel kann sich also in vollkommen unterschiedliche Richtungen entwickeln - ganz nach Wunsch des Spielers. Und das gefällt mir und ich man hätte dies kaum besser machen können.
SANDKASTEN
Hat man sämtliche Szenarien mit allen erdenklichen Präsidenten durchgespielt, kann man sich natürlich auch seine eigene Insel erschafften. Verschiedene Größen können gewählt werden, die Anzahl der Mineralvorkommen und der Vegetation darf ausgesucht werden. Ich bevorzuge große Inseln mit sehr, sehr viel Mineralvorkommen ;-)
Unter den Spielparametern können weitere Einstellungen, z.B. zur politischen Stabilität (bei mir meist sehr stabil), der Bewertung des Tourismus (ganz wichtig ;-) und ähnlichem gesteuert werden. Parameter wie beispielsweise Freie Wahlen, Einwanderer raus und Rebellenaufschrei können je nach Wunsch ein- und ausgeschaltet werden. Auch eigene Herausforderungen und Kampfansagen können vom Spieler erstellt werden. Mit dieser Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten kann man es sich leicht oder schwerer machen und hat eine Menge Spielspaß.
STRATEGIE
Sobald ein neues Strategiespiel erscheint, erscheint natürlich auch das passende Strategiebuch dazu. So ist’s auch in diesem Fall. Es gibt ein optimales Strategiebuch, das den Spieler optimal für die Inselregie rüstet. Ich spiele allerdings lieber ohne Strategiebuch… Ich brauche ja schließlich meine Herausforderung. Und sollte ich mal den ein oder anderen Tipp brauchen, dann gibt’s den sicherlich irgendwo im Internet zu finden ;-)
GRAFIK
Liebevoll, malerisch, detailgetreu und hübsch atmosphärisch ist die Grafik. Neu ist, das es einen tag- du Nachtmodus gibt. Der karibische Flair kommt bestens zur Geltung. Top! Kein vergleich zur ersten Tropico-Version. Nun, das wäre auch schlimm, denn diese ist ja bereits einige Jahre alt. Von der Grafik bin ich wirklich sehr angetan. Besonders gut gefällt mir mein Palast im Abendlicht ;-)
TAKTIK
Taktisches Geschick ist hier gefragt um die 15 Missionen erfolgreich zu meistern. Der Schwierigkeitsgrad des Spieles ist für mich am Anfang des Spielgeschehens am höchsten, dann, wenn kein Geld da ist. Mit der Zeit wird es einfacher und es muss nur noch an Kleinigkeiten gearbeitet werden, Feinheiten ausgebügelt werden. Der Spielspaß nimmt für mich hier dennoch nicht ab. Man merkt schnell, dass sich die getroffenen Entscheidungen nicht kurz-, sondern langfristig auswirken. Etwas Vorausdenken und Planen ist hier also gefragt.
Vieles gibt es zu beachten - von Elektrizität über Ölraffinerien, Tourismus und Auslandshilfe bis über Gebühren und Ausgaben, Wahlen und Fraktionen, Rebellenangriffe, Aufstände und Putschversuche… Langweilig wird es hier nicht so schnell.
GEBÄUDE & ERLÄSSE
Vom Restaurant über den Sportkomplex bis zum Reisebüro, vom Sägewerk über die Schmufabrik bis zum Hafen, vom Kraftwerk über das einwanderungsbüro bis zum diplomatischen Ministerium stehen Unmengen an verschiedenen Gebäuden zur Verfügung. Wieviele genau es sind, kann ich nicht sagen, denn bei 50 habe ich mit dem Zählen aufgehört…
Auch jede Menge verschiedener Erlässe von der Prohibition über die gleichgeschlechtliche Heirat bis zur Kommunikationsüberwachung, vom Atomwaffentest über die Steuersenkung bis zu den pan-karibischen Spielen gibt’s eine Menge Auswahl. Und alle diese Erlässe haben ihre ganz eigenen Auswirkungen und beeinflussen das Spielgeschehen…
DAS HANDBUCH
Das beiliegende Handbuch ist sehr übersichtlich gestaltet und gibt Informationen zu allem, was der Spieler wissen muß.... Von der Einleitung über das Büro des Piratenkönigs, verschiedene Edikte, Pirateneinsätze, Charaktere bis zur Außenwelt, Sieg, Niederlage und Punktzahl, Steuerung, Hilfe, Informationen, dem Erstellen eigener Szenarien... Es gab noch nichts, was ich nicht gefunden habe - und ich halte das Handbuch für überaus gelungen. Mein einziger Kritikbuch am knapp 70-seitigen Heft ist dass eine dunkelgraue Schrift auf hellgrauem Grund das Lesen nicht in jedem Fall erleichtert…
ÜBERSICHTLICH
Für meinen Geschmack ist das Spiel recht übersichtlich gestaltet. In der Hauptübersicht gibt’s eine Minikarte und man hat die durchschnittliche Zufriedenheit, seine Bevölkerung, das aktuelle Datum und vor allem die Finanzen im Blick. Mehr braucht man nicht wirklich um ein erfolgreicher Diktator zu sein.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch das so genannte Jahrbuch, das einen genauen Überblick über das gesamte Spielgeschehen samt Politik, Wirtschaft, Bewohner und allem, was irgendwie wissenswert ist gibt.
MEINE BÜRGER
Alle meine Bürger haben vollkommen unterschiedliche Bedürfnisse, die es zu befriedigen gilt um einer Revolution vorzubeugen. Sie wollen Nahrung, sie wollen Spaß, sie wollen Gesundheit und Erholung. Manche sind leichter zufrieden zustellen als andere. Manche neigen zum Protestieren, andere sind gleichgültiger. Natürlich bleibt mir immer noch die Möglichkeit die unzufriedenen einfach einzusperren., zu bestechen oder zu Ketzern zu erklären…
Meine Bürger arbeiten auch, und je länger sie in ihrem Job tätig sind, umso besser werden sie darin. Ich kann sie ausbilden lassen, ihnen neue Jobs zuweisen, ich kann ihnen Schlafbaracken, Wohnhäuser oder Eigentumswohnungen bauen bauen und Straßen, die die Fortbewegung erleichtern.
FEHLERFREI
Ohne zu ruckeln, abzustürzen und ohne irgendwelche Bugs läuft das Spiel bei mir. Probleme gab es bisher noch keine. Und falls doch mal irgendein Fehler auftreten sollte, gibt’s ja schließlich den Kundenservice.
KUNDENSERVICE
Rund um die Uhr an sieben Tagen der Woche kann man sich per email oder telefonisch an den Kundenservice wenden. Die Kontaktdaten finden sich zum Einen in der beigefügten Bedienungsanleitung, zum Anderen auf der Website. Da ich den Kundenservice bisher nicht in Anspruch nehmen musste (und auch hoffe, dass es so bleiben wird), kann ich natürlich auch nichts darüber sagen, wie gut man hier weiter geholfen bekommt.
WEBSITE
Wie wohl fast jedes andere Spiel, hat natürlich auch Tropico 3 seine eigene Website, die Ihr unter http://www.tropico3.com findet. Hier gibt’s jede Menge Infos rund um das Spiel.
DEMO
In einer kostenlos herunterladbaren Demo könnt Ihr in zwei Missionen Euer politisches Können als El Presidente ausprobieren. Das komplette Tutorial findet Ihr hier ebenfalls. Einen Download (156,238 MB) findet Ihr z.B. unter http://www.gamezone.de/download_detail.asp?dlid=2837.
Während El Presidente in der ersten Mission gerade erst an die Macht gekommen ist und sich um den Aufbau seiner Insel kümmern will, wird er schon in der zweiten Mission durch einen Putsch aus dem Amt und von der Insel gejagt. Nun startet er mit einigen gefolgsamen Tropicanern ein neues Glück auf einer anderen Insel. Denn so einfach gibt ein demokratisch gewählter Diktator nicht auf...
El Presidente hat natürlich eine Menge zu tun - vom Besuch eine Produktionsgebäudes oder eines Dienstgebäudes bis zur Verbesserung ausländischer Beziehungen. Er kann eine Rede halten oder, falls er sich gerade im Baurausch befindet, den inseleigenen Arbeitern selbst Befehle erteilen, damit sie schneller bauen als gewöhnlich.
MEINE MEINUNG
Tropico 3 ist ein Strategiespiel, ein gelungener und würdiger Nachfolger seines Vorgängers, in dem vorausschauend zu planen ist. Anfangs hat El Presidente mit Geldproblemen zu kämpfen, ist diese Anfangsphase erst einmal überstanden, gilt es alle zu optimieren, vorauszuschauen und entsprechend zu planen, abzuwarten, was die eigenen politischen Entscheidungen bringen. Auch für Einsteiger ist dieses Spiel meines Erachtens nach geeignet, denn hier muss man nicht in Unmengen von Tabellen nachschauen, muss nicht seitenlang Anleitungen lesen - hier kann man einfach spielen. Der zwar recht komplexe, dennoch übersichtliche und benutzerfreundliche Einstieg ist meiner Meinung nach nicht zu kompliziert. Auch die Steuerung mittels der Maus und der Tastatur ist nach einer gewissen Eingewöhnungsphase ebenfalls einfach. Ich habe mich recht schnell zurecht gefunden. Wer bereits eine der Vorgängerversionen gespielt hat, wird hier sicherlich keine großen Schwierigkeiten haben. Wer noch nie Tropico gespielt hat, für den mag es anfangs angesichts der vielen Möglichkeiten vielleicht etwas unübersichtlich sein, aber man lernt es schnell :-).Tropico 3 ist ein Spiel mit vielfältigen Möglichkeiten, das wirtschaftliches und taktisches Geschick erfordert, in dem man viel Zeit damit verbringt Gebäude zu errichten und Produktionsreihen zu erstellen um möglichst viel Geld zu erwirtschaften. Denn Geld bedeutet macht.
Liebevoll und mit viel tropischem Flair und wunderschöner Atmosphäre umgesetzt, voller Humor und jeder Menge politischer Unkorrektheiten ist das Geschehen und insgesamt ist Tropico 3 eine tolle und ansprechende Wirtschaftssimulation, deren Kauf ich nicht bereut habe. Wer Aufbau- und Strategiespiele mag ist hiermit bestens bedient. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist hier stimmig.
Es gibt ein mehr Abwechslung als in Tropico 1 und 2, welche ich bereits mit Begeisterung gespielt habe, es gibt nun Straßen, die es den Inselbewohnern ermöglichen sich schneller fortzubewegen, es gibt Möbel, eine Ölindustrie und weitere Armeegebäude, es gibt unzählige Möglichkeiten und Herausforderungen. Für mich ist’s ein sehr gelungenes Spiel mit wirklicher Langzeitmotivation und einen gewissen Suchtfaktor. Die Zeit vergeht bei diesem Spiel wirklich wie im Flug. Ich vergebe, was nach dem Lesen meines Berichtes wohl kaum überraschen wird, die volle Punktzahl und eine Empfehlung!
19.02.2010 23:03
Hört sich interresant an.mfG
05.11.2009 11:33
schöner Bericht, wäre aber nix für mich
17.10.2009 20:53
BH nachgereicht. LG Annette