Viva la Revolution!!!!
12.12.2010
Pro:
Steuerung per Pad funktioniert, gute Grafik, eine Aufbau - Sim auf der Xbox360 ! ! !
Kontra:
zu kurzer Sountrack, Sprachsamples wiederholen sich oft, teilweise schlechte Performance
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Grafik
Sound
Multiplayer:
Bedienung
mehr
 solid-snake
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:42
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 24 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
In Tropico 3 erhält der Spieler (wie übrigens auch in den Vorgängern) die möglichkeit einen karibischen Inselstaat zu regieren. Ob er sich dabei als grausamer Despot aufspielt oder volksnah und sozial handelt bleibt dabei ihm überlassen. Ich würde das Spiel als klassische Aufbau-Simulation im Sinne eines Anno oder Siedler beschreiben. Es gilt zunächst Unterkünfte und Verpflegung für die Bevolkerung zu errichten. Die so zufrieden gestellte Bevölkerung sorgt dann in Fabriken, Plantagen, Bergwerken und ähnlichem für funktionierende Produktionsketten, die einen blühenden und lukrativen Export ermöglichen. Ist die regierte Insel nicht gerade reich an Rohstoffen und wächst darauf buchstäblich nicht einmal unkraut, kann die Insel zu einem Touristenziel ausgebaut werden.
Das Ganze hört sich jetzt ersteinmal zumindest für Aufbau-Sim-Experten recht einfach an, doch bauen und Produzieren ist nicht alles! Beinahe jede Handlung des Spielers, ob es die Erhöhung von Steuern oder der Bau von Sozialwohnugnen ist, wird entweder dem Kapitalistischen oder dem Kommunistischen Gedankengut zugerechnet. Das wiederum sorgt dafür, dass sich das Klime zu den Weltmächten UDSSR und USA jeweils verbessert oder verschlechtert. Ist das politische Klima gut, winken Subventionen und damit Geld. Verscherzt man es sich jedoch mit einer der Mächte kreuzt schonmal eine Invasionsflotte vor der eigenen Insel, die Kubakrise lässt grüßen. Doch neben den Außenpolitischen Richtungen, sollte man auch auf die politischen Fraktionen im eigenen Land achten. Die Intellektuellen sind nicht gerade begeistert, wenn sich die Insel in einen Polizeistaat verwandelt, die kommunisten ärgern sich über zu hohe Mieten und die Religiösen verlangen nach einer Kathedrale und womöglich sogar nach dem Besuch des Papstes. Werden die Bedürfnisse der einzelnen Fraktionen nicht erfüllt droht sogar eine bewaffnete Revolution. Schließlich stellen sich unserem absolutistischen Herrscher auch noch einige tückische Naturgewalten in den Weg. Der Ausbruch der "Lama-Grippe" vergrault die Touristen, ein Erdbeben legt die Halbe Insel in Schutt und Asche und ein Tornado kann schonmal eine finanziell dringend benötigte Fabrik zum Einsturz bringen. Um dem ganzen Herr zu werden, verfügt der Spieler über das sogenannte Erlass Menü. Hier kann der gewünschte Papstbesuch vereinbart werden, ein Bildungsprogramm kann verabschiedet werden und auch dem Naturschutz kann durch bestimmte Emissions-Vorschriften genüge getan werden. Auch die diplomatische Richtung zu den beiden Weltmächten wird in diesem Menü bestimmt, es ist z.B. möglich die eigene Insel gegen bares Geld für einen Atomtest zur Verfügung zu stellen!
Als Spielmodi findet sich zunächst ein Kampangnen-Modus. In jedem Kapitel gilt es ein bestimmtest Spielziel auf einer Insel zu erreichen, erschwert wird dies Beispielsweise dadurch, dass die jeweilige Insel verflucht ist (andauernde Naturkatastrophen etc.) oder die Ölquellen der Insel versiegen. Die einzelnen Kapitel hängen jedoch lose aneinander und sind durch keinerlei Story Verknüpft. Daneben findet sich noch der allseits bekannte Sandboxmodus, in dem nach Herzenslust gebaut werden kann. Der Schwierigkeitsgrad der im Sandboxmodus gespielten Insel, die Länge des Matches und Optionen wie der sog. Gott-Modus sind frei konfigurierbar. Schließlich lassen sich noch einige einzelne Challenges, in denen ein bestimmtes Ziel erfüllt werden muss spielen. Die Präsentation des Spiels ist recht gelungen und vor allem für ein Aufbausim-Spiel recht detailreich. Teilweise kommt es jedoch zu Framerate einbrüchen und Texturen werden beim (stufenlosen) zoomen verspätet geladen. Das Installieren das Spiels kann dazu beitragen, die Performance zu erhöhen. Der Soundtrack, in Form eines Radiosenders, ist zwar durch karbische Stimmungsmusik passen, wiederholt sich aufgrund der kürze jedoch recht schnell und wird so auch schnell nervig. Davon abgesehen kam es bei mir häufig dazu, dass die komplett hintergrund-Musik, bis zum Neustart des Spiels stumm blieb. Leider wiederholen sich auch die Sprachsamples des Radiomoderators recht häufig.
Zum schluss das (beinahe) wichtigste. Ich konnte mir kauf vorstellen, dass ein Spiel von der Machart eines Tropico 3 sich mit einem Konsolen-Kontroller statt einer Maus spielen lässt. Ich muss sagen ich wurde positiv überrascht. Zwar erscheint einem am Anfang die Steuerung etwas überladen, doch schon nach dem Tutorial beginnt man sich mit ihr anzufreunden und nach spätestens einer Stunde Spielzeit geht die Steuerung locker von der Hand. Fazit: Tropico 3 ist allein schon wegen des Mangels an Alternativen auf der Xbox für jeden Aufbau-Sim-Fan ein Absolutes muss. Auch Genre-Neulinge dürften dank der Gelungenen Steuerung und der insgesamt Stimmigen Präsentation ihre Freude an dem Spiel haben. Der Umfang ist gut und der Sandbox Modus bietet auch nachdem die 1000 Gamerscore abgeräumt wurden noch einen gewissen Wiederspielwert. Schade, dass die Technik in Sachen Framerate manchmal etwas schwächelt. Außerdem wäre es wünschenswert gewesen die Kampagne durch eine spannende Story zu verknüpfe .
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13.12.2010 19:47
SH ;)
12.12.2010 17:50
Ich Liebe Tropico. Aber nur Teil 1 und 3 für den PC. Schöner Bericht. LG aus dem Saarland
12.12.2010 17:46
SH! ;o)