Trujillo, Honduras

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Trujillo, Honduras

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Erfahrungsbericht über "Trujillo, Honduras"

veröffentlicht 08.01.2017 | celles
Mitglied seit : 27.02.2011
Erfahrungsberichte : 2213
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Über sich :
Ausgezeichnet
Pro sehr historisch
Kontra die nervigen Begleiter
besonders hilfreich
Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

"Trujillo, eine wahre Perle in Honduras !"

Catedral San Juan Bautizta - Trujillo, Honduras

Catedral San Juan Bautizta - Trujillo, Honduras

Grüß Gott aus Wien !

Wir waren 2016 mit der Holland America Line in Trujillo, Honduras und das war für uns das erste Mal auf Festland Honduras. Vorher waren wir nur auf der Insel Roatan. Trujillo wurde von Kolumbus auf seiner 4.Reise betreten und dies im Jahre 1502. Gegründet wurde der Ort 1524 und zählt heute rund 30.000 Einwohner und gilt heutzutage als einer der sichersten Orte von Honduras.


ANREISE

Die Anreise ist nicht so leicht. Zwar hat Trujillo einen eigenen kleinen Flughafen, aber dieser dient nicht für Linienflüge. Rund 2 Stunden Fahrt entfernt findet man in La Ceiba den Golosón International Airport. Von dort hat man nationale und internationale Flüge mittels

AeroCaribe de Honduras: Puerto Lempira Airport, Roatan, Guanaja
Aerolineas Sosa: Brus Laguna, Grand Cayman, Guanaja, Puerto Lempira Airport, Roatan, San Pedro Sula,Tegucigalpa, Útila Airport Cayman Airways: Grand Cayman
Lanhsa Airlines: Guanaja, Roatan, Puerto Lempira Airport, Útila Airport
Sunwing Airlines: saisonal nach Montreal

Am einfachsten ist es mit dem Schiff zu kommen, momentan anscheinend (fast ??) nur mit der Holland America Line und es handelt sich um einen Tenderport.


GESCHICHTE

Trujillo hatte sogar eine führende Rolle unter spanischer Kolonialherrschaft, denn es wurde zur Hauptstadt, wurde aber leider im 17.Jahrhundert oft von Piraten überfallen und auch im Zuge öfters zerstört. 1821 wurde Trujillo die Stellung als Hauptstadt wieder entzogen und es wurde dann Comayagua. Die heutige Hauptstadt ist Tegucigalpa.


LAGE

Nachdem Trujillo bei 16° Nord liegt (und 86° West) fällt es in die tropische Zone. Die Temperaturen bewegen sich im Extrembereich um die 35 Grad und im Mittelfeld um die 25 Grad. Der heißeste Monat ist der April und der Mai, der kälteste der Dezember und der Jänner zwischen 19 und 25°C.

Die meisten Niederschläge fallen mit 13 mm im September und mit 1 mm im gesamten Frühling die wenigsten Niederschläge. Die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit liegt um die 60-75 %, also es ist nicht zu überschwül.


HAFEN

Wie bereits gesagt, ist der Hafen ein Tenderhafen und wir mussten vom Schiff weg rund 15 Minuten mit dem Tenderboot anlanden. Überraschenderweise war der Hafen sehr schön und brandneu und dieser hat auch Platz für Boote und der Steg ist auch barrierefrei dank der Rampen und die Abzäunung ist grün und das Hafengebiet ist überdacht mit einem braunen Schrägdach. Unter einem Strohdach hat auch eine Truppe für und traditionelle Tänze vorgeführt.

Zwischen den Hafenbauten gibt es eine sehr große Grünfläche mit wenigen Palmen und sandigen Wegen als auch Steinumrahmungen. In offenen Hütten und auch in nicht ganz fertig erscheinenden Häusern haben sich Händler eingefunden, die aber ziemlich alle das Gleiche verkaufen wollten und dies erstreckte sich von T-Shirts über Tücher bin hin zu Souvenirs, teils der kitschigen Art und auch aus Massenproduktion.

Wir mussten rund 7 Minuten gehen, um den Hafen verlassen zu können. Dort lauerte auch schon ein Farbiger, der nicht mehr loszuwerden war und uns auch den klaren Weg in das Zentrum wies und dem wir nachher am Fort 5 USD gaben, damit er Leine zog.


UFERSTRASSE

Die Uferstraße war staubig, aber teils asphaltiert, nur merkte man dies nicht überall. Sie war ganz eben und das Gehen war kein Problem. An der dem Meer zugewandten Seite befinden sich zahlreiche gastronomische Einrichtungen wie das Carmida Club Café. Dieses zeigt sich in zartrosaner Farbe und mit weißen Lettern über dem Eingang und auch kann man vorne sitzen, aber man setzt mehr auf die schöne, strohbedeckte Meeresterrasse .

Das Restaurant El Delfin war noch kurioser und dieses steht auf Stelzen und hat eine gelbe Fassade und drei Stöcke mit Außengängen oder sollen es Terrassen sein, keine Ahnung, auch woher all die Gäste kommen sollten.


DIE ANHÖHE

Das Fort sieht man bald und das ist auch die Hauptsehenswürdigkeit. Es liegt hoch über dem Hafen und man muss eine Anhöhe hochsteigen. Die ist durch einen Trampelpfad garantiert, der aber sehr steil und rutschig ist. Viel besser ist es, die paar anfänglichen Stufen zu nehmen und danach geht es in wenig ansteigenden, dafür lang gezogenen Parallelserpentinen den Abhang hoch. Dieser Weg ist betoniert und durch rote Ziegeln unterbrochen. Auch hat man diesen schönen Weg sehr schön mit diversen Bäumen gut beschattet und auch stehen in sehr knappen Abständen neue Holzbänke nebeneinander. Der letzte Teil ist fast wie Kopfsteinpflaster und geht neben dem Fort etwas steiler bis zum Hauptplatz hoch.


PLAZA CENTRAL

Die Plaza Central ist sehr groß und auch in verschiedenen Teile, wie den Park oder die Kathedrale unterteilt.

Der Boden ist mit ziegelroten Bodensteinen bedeckt und auch ist alles sehr sauber und sieht echt spanisch und kolonial aus. Diesen Eindruck gewann ich schon durch die gelben und großen Torbögen der Banco Atlantica. Diese hat sogar Palmen an der Vorderfront stehen und all die Häuser ebendort haben eine rotes Ziegeldach.


CATEDRAL SAN JUAN BAUTIZTA

Die Catedral San Juan Bautizta bildet das Herzstück der Plaza Central. Sie sieht so aus, wie man sich eine alte spanische Kathedrale vorstellt mit einer fast nur gelben Fassade, die nur durch weiße, horizontale Streifen unterbrochen wird. Sehr schön fand ich auch die pyramidenförmigen Turmspitzen, die links im Kreis die Jahreszahl 1930 stehen haben und rechts eine kreisförmige Uhr, die wie eine alte Bahnhofsuhr aussieht. Am Giebel zwischen diesen beiden Türmchen steht ein schwarze, kleine Glocke. Auch unter den beiden Türmchen ist jeweils eine Glocke.

Über dem eher kleinen Kirchenportal ist eine runde Öffnung mit weißem Rahmen und auch das Portal ist von zwei schmalen, weißen Säulen flankiert. Im Sakralraum ist teils ein roter Boden bei den Holzbänken und eine gelbe Innenfassade und an dieser sind viele, sehr schöne Jesusdarstellungen.

Der Altarbereich ist so gemacht, dass er weiße Bodenfliesen hat und auch dieser unter einem braunen Giebeldach steht. Der Altar ist cremefarben gestaltet und hat drei Öffnungen mit Josef, Jesus in der Mitte und Maria rechts. Außen flankieren noch zwei Heiligenstatuen den Altar. Das braune Kirchenportal hat auch viele Wappen und Zahlen.


PARQUE CENTRAL

Der Zentralpark ist fast quadratisch und bietet einen runden, blauen Brunnen mit drei Tellern und einer Steinumrandung, kleine Wege und kleine schöne Rasenflächen. Auch weiße Statuen habe ich dort gesehen. Auch gibt es dort mehr normale Bäume als Palmen.

Optisch schön ist auch das hellblaue Eckgebäude, das auf Betonstelzen steht und welches nicht nur schöne, weißgerahmte Fenster bietet, sondern auch im Stelzenbereich ein sehr gut beschattetes Café mit eingezäuntem Gastgarten.

Auch die gelbe Jefetura Municipal sieht mit ihrem roten Dach und den kleinen Palmen davor sehr gut aus.


MIRADOR

Der Mirador ist der Aussichtspark hinter dem Hauptplatz und dieser wird auch von einem kleinen Weg durchzogen. Am Abhang haben sich einige urige Restaurants und Cafés mit WLAN angesiedelt. Auch geht dort das gratis WLAN der Stadt am besten.

Sehr beeindruckend fand ich die hohe, weiße Büste des Juan de Medina. Dieser gilt als der Gründer der Stadt Trujillo im Jahre 1525 und dies ist auch auf der schwarzen Plakette auf spanisch abzulesen und dieses Denkmal wurde 1990-94 errichtet und steht auf einem roten Ziegelweg mit nostalgisch aussehenden Straßenlampen.

Die Aussicht aufs Meer und über die vielen Hütten ist schon sehr schön, aber man zeigte uns auch die Hauptattraktion ebendort. Das ist die Figur von Christoph Kolumbus, der mit dem Rücken zu einem steht mit seinem blonden Haar und der Matrosenmütze in Weiß und mit rechter, horizontal ausgestreckter Hand aufs Meer deutet und dabei einen schwarzen Umhang trägt mit einem goldenen Rückenpolster.


PLAZA LAS AMERICAS

Die Plaza wurde 2015 errichtet und hat eine große schwarze Gedenktafel am Boden liegen. Diese wird dreiecksartig von hohen Fahnen flankiert.


PARQUE COLON

Der Park ist von diversen, alten Gebäuden flankiert und ist eigentlich eine große Grünfläche an der die Kasse vom Fort liegt und auch diverse Händler Postkarten und Souvenirs verkaufen können. Dieser Park ist provisorisch eingezäunt. Auch eine Büste von Gerneral Morazan in weiß ist zu sehen, aber etwas verlottert.

Bei den Geschäften habe ich auch kurz vorbeigesehen, aber die boten meistens nur T-Shirts, Hüte und Sandalen, also nichts, was ich als Authentisch ansehen würde.


FORTALEZA DE SANTA BARBARA

Die Fortaleza de Santa Barbara liegt am Parque Colon und ist nur mit 3 USD Eintritt zu betreten. Von außen sieht man die alten, grauen Außenmauer mit dem runden Eingangsbogen und den paar Ornamenten darüber. Beiderseits sind drei alte Kanonen etwas schlampig platziert.

Manche Kanonen wurden auch auf die niedrige Außenmauer einfach so hingelegt. Das Fort wurde zwischen 1575 und 1599 errichtet und die Spanier haben es als Gefängnis verwendet. Dies war auch so in der republikanischen Ära.

Am schönsten fand ich den Part des Forts, wo alten Steinbögen nebeneinander stehen und auch teils verfallene Mauern zu sehen sind. Innen sieht man noch einen Wachturm und die ehemaligen Zellen und alles mit rotem Ziegelbogen. In einem Raum sind noch Trommeln ausgestellt. Die Geschichte von Trujillo wird auch anhand von alten Artefakten erzählt.


PLAZA ESPANA

Das ist ein kleiner Teil beim Fort mit einer Gedenktafel, die an die Begegnung der zwei Welten 1492 erinnert und zur 500Jahrfeier 1992 errichtet wurde und unter zwei hohen Palmen steht.


DOWNTOWN

Downtown liegt hinter der Plaza Central und geht auch teils ziemlich bergauf. Wir haben auch kurz auf der Post vorbeigesehen. Diese war in einem sehr heruntergekommenen Zustand und drinnen war es düster und man konnte nicht viel sehen und ein Mann an einem wackligen Tisch wollte uns Briefmarken verkaufen, aber wir wollten nur Postkarten und diese waren dort nicht zu haben.

Auch eine kleine weiße evangelische Kirche in Weiß haben wir dort entdeckt und ein paar Banken und sonst viele bunte Häuser, meistens mit Wellblechdach. Auch einige Häuser waren noch alte, wacklige Holzhütten.

Der gelbe, große Bazar ist vielleicht am Auffälligsten und bietet viel an Schirmen, Plastikwerk, Eis, Lebensmittel und auch Spielzeug. Der Supermercado Popular sah viel wüster aus und war nicht sehr einladend. Wir haben uns dort nicht allzu lange aufgehalten und sind nach 2 Stunden wieder aufs Schiff zurückgegangen.


FAZIT

Der Ausflug nach Trujillo hat sich echt ausgezahlt und der Hafen war auch der schönste der gesamten Kreuzfahrt. Mich hat es erstaunt, wie man die Stadt (für die Touristen?) so herausgeputzt hat und auch, dass es viel zu sehen gab.

Die Plaza Central war total heimelig und ich habe mich dort sehr sicher gefühlt. Auch die Kathedrale war ein echter Augenfang und das Fort war sehr spannend mit seinen dicken, grauen Mauern und die dahinter sich verbergende bewegte Geschichte der Stadt Trujillo.

Der Weg zum Schiff ist auch recht kurz und man sollte auch alles zu Fuß abgehen, um es besser erleben zu können.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • Landeivomwald veröffentlicht 04.10.2017
    Jau
  • Ciaochsi veröffentlicht 19.06.2017
    in BH-Warteliste
  • dieanke veröffentlicht 26.01.2017
    :)
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Produktdaten : Trujillo, Honduras

Produktbeschreibung des Herstellers

Ciao

Auf Ciao gelistet seit: 09/02/2016