Über sich:Grüitzie Leutz~wir sind's~wünschen kreative und schreibwütige Stunden!!!~
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Alles fing damit an, dass unser Deutschlehrer uns mitteilte, wir würden einen Film im Rahmen des Unterrichts anschauen. Die Wahl fiel, da es eine Mediensatire sein sollte, auf DIE TRUMAN SHOW. Bereits in der nächsten Deutschstunde begannen wir den Film anzusehen. Gebannt sahen alle Schüler auf den Bildschirm, auch die, die den Film schon einmal gesehen hatten. Am Ende waren wir, Martina und Diana, schwer beeindruckt.
***Der Inhalt***
Truman Burbank hat eigentlich ein perfektes Leben. Eine hübsche, sich um ihn kümmernde Ehefrau, einen gutbezahlten Job bei der Versicherung, einen besten Freund, der immer für ihn da ist, namens Marlon und eine liebenswürdige Mutter. Sein Leben auf der Insel Sea Haven "der schönste Ort der Welt" ist geordnet und ohne Überraschungen. Dennoch liegt auch ein Schatten über seiner Vergangenheit. Sein Vater starb bei einem Segelunfall als Truman noch ein kleiner Junge war und seitdem hat er eine stark ausgeprägte Phobie gegen große Gewässer.
Doch eines Tages, Truman ist gerade auf dem Weg zur Arbeit, fällt ihm ein Scheinwerfer genau vor die Füße. Auch wenn die Ursache ein Teile verlierendes Flugzeug sein sollte, bleibt Truman skeptisch. Vor allem, da sich immer mehr seltsame Vorfälle, wie zum Beispiel das plötzliche Wiederauftauchen seines Vaters als Obdachloser, häufen. Langsam merkt Truman, dass mit seiner so perfekten Welt etwas ganz und gar nicht stimmen kann...
Produzenten: Scott Rudin, Andrew Niccol, Edward S. Feldman, Adam Schroeder
Drehbuch: Andrew Niccol
Musik: Burkhard Dallwitz, Philip Glass
Kamera: Peter Biziou
Ausstattung: Dennis Gassner
Schnitt: William Anderson, Lee Smith
Kostüme: Marilyn Matthews
Oscar-Nominierung für 1998 für Ed Harris (Nebendarsteller) Oscar-Nominierung für 1998 für Peter Weir (Regie) Oscar-Nominierung für 1998 für Andrew Niccol (Drehbuch-Original)
Die Dreharbeiten begannen am 9. Dezember 1996 in Seaside, Florida. Im März 1997 zog die Crew weiter, um in LA die letzten Innenaufnahmen zu drehen.
***Die Darsteller***
Jim Carrey als Truman Burbank
Jim Carrey wurde am 17. Januar 1962 in Newmarket, Ontario, Kanada geboren. Mit 16 versuchte er sich, nicht gerade von Erfolg gekrönt, in einem Comedyclub. Doch er lässt sich nicht unterkriegen. Mit 22 ist er inzwischen so weit, dass er seinen Lebensunterhalt mit Komikeinlagen unterhalten kann. In den 90er gelingt ihm der Durchbruch in den USA. Seine wohl bekanntesten Filme waren Die Maske und Dumm und Dümmer und natürlich auch Die Truman Show, für die er sogar seinen ersten Golden Globe erhielt.
**Charakterisierung des Truman Burbank**
Truman ist ein richtiger Durchschnittstyp, ohne besondere Merkmale. Er ist immer freundlich zu seiner Familie, seinen Freunden und auch zu seinen Nachbarn. Auch hat immer einen lustigen Spruch auf den Lippen. Jedoch wirkt Truman etwas naiv, er scheint noch nicht sehr reif und erwachsen zu sein. Als seine heile Welt plötzlich Risse bekommt, ist er verwirrt und vor allem sehr neugierig. Er wird immer mehr zu einem gebrochenen Mann, der einem wirklich Leid tun kann. Je näher er der Wahrheit über sein Leben kommt, desto willenstarker wird er und Truman wird endlich erwachsen.
*Jim Carreys schauspielerische Leistung*
Wer hätte diesem "Dummschwätzer" zugetraut eine so schwere Rolle so glanzvoll darzustellen? Jim Carrey übermittelt die Gefühle des Trumans so real, dass man ihm jede Regung abkauft. Die Naivität am Anfang und der Wechsel zur wahren Reife nimmt man ihm jede Filmsekunde ab. Man merkt, dass Jim viel Spaß hatte und ihm diese Rolle wichtig war, dass er sie richtig gelebt hat.
Laura Linney als Meryl Burbank und Hannah Gill
Geboren wurde Laura am , 5. Februar 1964 in New York City, USA. Sie kam über das Theater zum Film. Nachdem sie erst eine Ausbildung an der Brown University absolvierte, sammelte sie später an der Julliard School erste Broadwayerfahrungen. Die ersten beiden Filme, in denen sie die Hauptrolle spielte, wurden jedoch kein großer erfolg, dennoch wurden ihre schauspielerischen Leistungen hoch gelobt. Mit der Truman Show hatte sie dann ihren ersten ganz großen Erfolg.
**Charakterisierung der Merryl Burbank/Hannah Gill**
Hannah Gill ist die Schauspielerin von Merryl Burbank. Sie spielt die Ehefrau von Truman, eine etwas hysterische, aber freundliche Krankenschwester. Zu Anfang ist sie noch sehr zufrieden mit ihrer Rolle, mit der Zeit jedoch ist sie von Truman nur noch genervt. Als er ihr gegenüber auch noch handgreiflich wird, möchte sie am liebsten alles hinschmeissen. Merryl verlässt Truman und diesem wird sofort eine neue Partnerin "hineingeschrieben".
*Laura Linneys schauspielerische Leistungen*
Laura Linneys Interpretation der leicht durchgeknallten Merryl ist köstlich und ein Genuss beim Zusehen. Besonders schön sind Szenen, in denen sie für jegliche Produkte wirbt, aber natürlich so "unauffällig", dass es der naive Truman nicht mitbekommt. Die Aufgabe zwei Personen gleichzeitig zu spielen, gelingt ihr mit einer Leichtigkeit, dass man fast neidisch werden könnte.
Ed Harris als Produzent Christof
Geboren wurde er am 28. November 1950 in Tenafly, New Jersey, USA.
Ed Harris hat an der Staatlichen Oklahoma-Universität Schauspielunterricht belegt und ging dann ans California Institute of the Arts. Am Off-Broadway hat er großen Bühnenerfolg und mehrere Preise gewonnen. Verheiratet ist der wenig skandalträchtige Harris bereits seit 1982 mit Kollegin Amy Madigan mit der er eine Tochter hat. Weitere bekannte Rollen sind unteranderem: 1982-Ed Harris spielt den Söldner in "Under fire" 1988-Jacknife 1989-Abyss
**Charakterisierung des Produzenten Christof**
Als Regisseur, Entdecker und Produzent der Truman Show kennt er Truman sein Leben lang und hat somit eine fast väterliche Beziehung seinerseits zu ihm aufgenommen. Sein Leben besteht aus Einschaltquoten, Skandale und den ständigen Drang nach Perfektionismus. Zwar wirkt er sehr kalt und gefühllos. Welcher Mensch ist in der Lage einen anderen sein ganzes Leben über einzusperren ohne ein schlechtes Gewissen zu haben? Dennoch hat er auch weiche Züge, man merkt ihm gerade im letzten Drittel des Films an, dass er sich schon um Truman sorgt.
*Ed Harris' schauspielerische Leistung*
Seine Rolle ist eine Schlüsselfigur, die aber dennoch nicht so häufig gezeigt wird. Erst zum ende hin, erfährt man mehr über den Produzenten. Ed Harris spielt die Rolle perfekt. Einerseits wirkt er kalt, andererseits doch liebevoll gegenüber Truman. Seine Mimik ist eine der überzeugendsten des letzten Jahrhunderts. Er übertreibt es nie und Christof wird daher zu einer echten Figur mit Ecken und Kanten. Die Idealbesetzung!
Natascha McElhone als Lauren Garland und Sylvia
Natasha McElhones wichtigeste Filme sind: 1996: "Mein Mann Picasso" (Regie: James Ivory) 1997: "Mrs. Dalloway" (Regie: Marleen Gorris) 1998: "Ronin" (Regie: John Frankenheimer), "The Truman Show" (Regie: Peter Weir) 2003: "Solaris" (Regie: Steven Soderberghs), "City of Ghosts" (Regie: Matt Dillon
**Charakterisierung der Sylvia**
Obwohl Sylvia nur selten im Film zu sehen ist, bildet sie doch eine Schlüsselfigur. Eigentlich war sie als Statistin vorgesehen. Eine High-School Liebe war jedoch nicht geplant. Dennoch hatten die Produzenten nichts dagegen, denn so was hebt die Quote. Als sie jedoch anfängt Truman über die wahre Begebenheit seines Lebens aufzuklären, zumindest versucht sie es, Truman bleibt zuerst jedoch skeptisch, wird sie mit Gewalt aus der Szene gerissen und Truman wird erzählt, sie sei verrückt. Man sieht sie nur noch ab und zu als Fernsehzuschauerin. Auch ruft sie beim Sender an, um sich über die Zustände zu beklagen. Außerdem bleibt sie Trumans heimliche große Liebe und auch sie hat immer noch starke Gefühle für ihn.
*Natasha McElhones schauspielerische Leistung*
Die Rolle ist ihr wie auf den leib geschnitten. Die pure Skepziss sieht man in ihren Augen, wenn sie gebannt vor dem Fernseher sitzt und Trumans Leben verfolgt. Man nimmt ihr ihre Gefühle gegen über Truman ab wie niemandem sonst. Man fiebert mit ihr mit, sie bringt die Rolle großartig rüber. Ob sie es schafft, mit Truman wieder zusammen zu sein?
***Die Regie***
Peter Weir wurde 1944 in Sydney geboren. Er drehte Kurzfilme bis er mit Filmen wie Picknick am Valentinstag, Gallipoli, Ein Jahr in der Hölle und Der einzige Zeuge den großen Durchbruch schaffte. Mittlerweile wurde er mehrmals für den Oskar nominiert und gehört zu den ganz großen in Hollywood.
Die Nominierungen: Oscar-Nominierung für 1985 als Beste Regie in "Der einzige Zeuge"
Oscar-Nominierung für 1990 als Beste Regie in "Green Card - Schein-Ehe mit Hindernissen"
Oscar-Nominierung für 1990 als Bestes Drehbuch in "Green Card - Schein-Ehe mit Hindernissen"
Oscar-Nominierung für 1993 als Beste Regie in "Fearless
Peter Weir drehte bis jetzt folgende Filme:
1974: Die Autos, die Paris auffraßen 1975: Picknick am Valentinstag 1977: Die letzte Flut 1979: Wenn der Klempner kommt 1981: Gallipoli 1982: Ein Jahr in der Hölle 1985: Der einzige Zeuge 1986: Mosquito Coast 1988: Der Club der toten Dichter 1990: Green Card - Schein-Ehe mit Hindernissen 1993: Fearless - Jenseits der Angst 1998-06-05: Die Truman Show
***Regie DIE TRUMAN SHOW***
Die Regie ist äußerst clever. Er lässt den Zuschauer in der ersten Stunde des Film genauso wie Truman im Dunkeln tappen. Man erfährt nur etwas über Trumans Leben, befindet sich quasi mitten im Geschehen. Aber der Mitte wird man dann endlich klüger und plötzlich sieht man alles aus der Sicht der Zuschauer. Obwohl es keine Spezialeffekte gibt und auch sonst wenig Action herrscht brodelt die Spannung unter der Oberfläche und man ist wie gefesselt, es gibt kein Entrinnen vor Peter Weirs Regieführung in DER TRUMAN SHOW!!!
***Kameraführung***
Die Kameraführung ist äußerst geschickt. Mal sieht man nur Truman, mal die Zuschauer oder die Produzenten und manchmal wird aus den versteckten Kameras, sei es im Auto oder im Badezimmerschrank, das Geschehen beobachtet. Oft sieht man Truman in Großaufnahme, zum Beispiel beim Schlafen. Es ist als wäre man einfach da bei: Ob als Produzent, Zuschauer oder Truman selbst!
***Ausstattung***
Truman lebt in den guten alten 50ern. Nie sieht man Merryl ohne Pettycoat und nettem Häubchen. Auch Truman ist immer sehr korrekt gekleidet, genauso seine Freunde und Familie. In ganz Sea Haven gibt es keinen Menschen, der nicht in dieses Schema passt. Auch die Häuser sind kleine aneinander gereihte spießbürgerliche hübsche Einfamilienhäuser. Nichts fällt aus der Reihe. Ganz anders die Zuschauer. Die einen sitzen in einer mehr schlecht als rechten Kneipe. Und auch Sylvias Wohnung gehört nicht zu den oberen Zehntausend. Die Menschen sind eher modern bzw. für die heutige Zeit normal gekleidet, wenn auch vielleicht manchmal etwas schlampig. So wie die Realität eben gekleidet ist.
***Hard-core Big Brother???***
Der Film ist eher harter Tobak und nicht die flockige leichte Komödie wie viele denken. Dieser Film hat eine starke und nicht allzu versteckte Aussage. In der heutigen Zeit sind Dinge wie Big Brother (leider) Alltag, niemand wundert sich mehr darüber. Da ist ein solches Ausmaß wie bei der Truman Show doch eigentlich nur sichere nächste Station. Quoten sind alles-die Moral bleibt auf der Strecke. Gefällt dem Held seine Frau nicht, so bekommt er einfach eine neue hinzugeschrieben. Die Zuschauer wollen eine perfekte Welt sehen und die muss geliefert werden, egal auf wessen Kosten. Die Zuschauer wollen keinen Rebellen, sie wollen den naiven "perfekten?" Truman, der genau so ist, wie sie es gerne sein wollen. Und Truman-der kriegt 30 Jahre nichts davon mit. Alles ist gespielt: die Liebe seiner Frau, die Freundschaft von Marlon, der Tod des Vaters, seine ganze Existenz. Das einzige was zählt sind die Gelder, die mit Werbeverträgen der internen Schauspieler nur noch vergrößert werden. Und über alledem steht Christof, der Mann, bei dem alle Fäden zusammenlaufen. Und bei uns?
***Eigene Meinung***
Der Film ist eine perfekte Mischung aus Mediensatire, Spannung, guten Schauspielern und einer gewissen Brise Komik. Die Schauspieler könne alle vollkommen überzeugen. Der Film wird nie langweilig und auch wenn viele den Anfang beim ersten Sehen etwas langatmig und überflüssig einstufen, trägt er dennoch entscheidend zur Handlung bei. Die alles entscheidende Frage bleibt: Spielt alles nur in einer fiktiven Zukunft oder wird es Schritt für Schritt immer mehr zur
14.06.2004 01:20
TOP Bericht, über einen wirklich bewegenden Film. Dein Bericht lässt sich sehr gut lesen, nicht zu letzt durch die gute Struktur. MFG
06.06.2004 00:12
NH ? hat der nen Schuss ? *kopf schüttel*
30.05.2004 21:48
Der erste Bericht und dann gleich ein Volltreffer! Gratulation. Herzlich willkommen bei Ciao. LG