Tsutenkaku Japanisches Sushi-Sashimi, Wien

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Tsutenkaku Japanisches Sushi-Sashimi, Wien

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Erfahrungsbericht über "Tsutenkaku Japanisches Sushi-Sashimi, Wien"

veröffentlicht 11.02.2017 | pinkdawn
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Freue mich sehr über die vielen tollen Bewertungen und freundlichen Kommentare. Bei mir muss übrigens niemand "gegenlesen" oder sich für ein bh bedanken. Danke allen, die durch ihr positives Feedback zu meinem neuen Diamanten beigetragen haben. ;-)
Ausgezeichnet
Pro Frisches, ausgezeichnetes Sushi, liebevoll zubereitet und von bester Qualität
Kontra etwas gehobene Preise, einfache Ausstattung, nicht immer offen, nur Platz für ca. 20 Personen
besonders hilfreich
Erreichbarkeit:
Übersichtlichkeit
Dienstleistungsangebot (Banken, Geschäfte etc.):
Abfertigungszeit und Pünktlichkeit:
Atmosphäre

""Zum Himmel reichendes Sushi""

Für viele das beste Sushi in Wien

Für viele das beste Sushi in Wien

Inzwischen sind sie längst fixer Bestandteil auch der westlichen Gastronomie, die Sushi-Häuser. Heute kann man sich kaum noch vorstellen, dass sie einst nur für „Auslandsjapaner“ gegründet wurden. So beliebt sind sie mittlerweile. Die mundgerechten Bissen aus gesäuertem, kaltem Reis und verschiedenen Zutaten wie Fisch und Gemüse haben ihren Ursprung in einer südostasiatischen Konservierungsmethode. Mittels derer wurde Süßwasserfisch durch Fermentierung für bis zu ein Jahr haltbar gemacht. Der bei diesem Prozess säuerlich gewordene Reis wurde vor dem Verzehr weggeworfen.

Die Kunst der Sushi-Zubereitung wurde allerdings erst in Japan zur Blüte gebracht. Wobei es sich um eine sehr lebendige Tradition handelt. Japanische Sushi-Meister bemühen sich ständig, neue Variationen zu kreieren. Klassischerweise wird Sushi aus der Hand gegessen. Im Westen ist es aber üblich, die Röllchen mit Stäbchen zu essen. Die Bissen werden in einem Stück verzehrt. Abbeißen ist nicht … ;-) Dazwischen neutralisiert man den Geschmack der einzelnen Portiönchen immer wieder mit Gari, dem eingelegten Ingwer.

Bei kaum einer Speise finden sich jedoch so große Qualitätsunterschiede wie beim Sushi. Der Name leitet sich übrigens aus einem altjapanischen Wort für „säuerlich“ ab.

Wie daheim in Osaka - authentisches Sushi-Haus

Als bekennender Sushi-Fan steht diese japanische Spezialität längst auf meinem Speisezettel. Ich habe Sushi schon in verschiedenen Qualitäten gegessen. Bei billigen Takeaway-Imbissshops, selbst aus dem Kühlregal von Supermärkten und natürlich in diversen Sushi-Lokalen, von denen es in Wien nicht wenige gibt.

Kostet man sich durch dieses Angebot, wird man sehr bald den Unterschied zwischen essbarem, durchschnittlichem und herausragendem Sushi erkennen. Natürlich auch am Preis.

Mein Lieblings-Sushi-Haus in Wien ist definitiv das Tsutenkaku in Wien-Mariahilf. Ich war vor kurzem das dritte Mal dort. Mein Ex hat mich netterweise dorthin zum Abendessen eingeladen, als er wieder einmal kurz in Wien weilte.

Das Lokal liegt in meinem Wohnbezirk, dem 6. Wiener Gemeindebezirk. Es befindet sich in der Nähe der großen Mariahilfer Straße, von WienerInnen gern „MaHü“ genannt. Von dieser belebten Shoppingmall zweigt ein ruhiges Gässchen mit einem seltsamen Namen ab: die Kollergerngasse – benannt nach einem Grundstück, dessen Form einem Speer, dem „Ger“, glich. In der Nähe liegt der Esterházypark mit dem Haus des Meeres. Öffentlich ist die Gasse gut mit der U3 (Station Neubaugasse) erreichbar.

Auf Nummer 4, einige Schritte die Gasse hinunter, findet sich das Tsutenkaku Sushi Haus. Das kleine Lokal ist leicht zu übersehen. Es ist in einem alten Haus untergebracht und wirkt vor allem unauffällig. Überhaupt, wenn man – noch geblendet von den urbanen Lichtern der Mariahilfer Straße – in das vergleichsweise schwach beleuchtete Gässchen einbiegt. Eine einfache Leuchttafel zeigt schließlich an, dass man sein Ziel erreicht hat.

Ich war zwar leider noch nie in Japan. Durch Fernsehen und Internet wissen wir aber alle ganz gut, wie es dort aussieht. Das Tsutenkaku hab ich immer als sehr authentisch empfunden. Das beginnt mit den unsäglichen Wachsmodellen von Maki, Sashimi & Co. in der Auslage – die essbaren Originale sind zum Glück viel appetitlicher …-und setzt sich im Gastraum fort, der schlicht eingerichtet ist, jedoch gerade deshalb echt japanisch wirkt. Hier gibt’s keinen Schnickschnack, keine kitschige Musik, kein innovatives Design. Nichts soll vom Wesentlichen ablenken, dem kulinarischen Genuss.

Zuerst wie immer Miso-Suppe …

Wirt Eddie erkennt uns sofort und begrüßt uns wie alte Freunde. Wir plaudern gern mit ihm – er spricht perfekt deutsch - und wissen daher, dass das Lokal ein Familienunternehmen ist, das seit 1978 existiert und nun bereits in dritter Generation weitergeführt wird. Und zwar von Eddie und seinem Bruder, der sich eher um „das Kaufmännische und so“ kümmert, während Eddie für das Sushi verantwortlich ist. Hin und wieder schaut jemand von den Altvorderen des rührigen Brüderpaars vorbei und sieht nach dem Rechten oder hilft mit. Letztes Mal hat uns Eddie stolz erzählt, dass heute seine Mutter die Miso-Suppe zubereitet hat.

Die muss natürlich immer sein. Ich meine natürlich die Miso-Suppe – als Vorspeise zum Sushi-Essen. So auch diesmal.

Miso-Suppe ist ein japanisches Nationalgericht. Es besteht aus Fischsud und Sojabohnenpaste (Miso). Als Einlage werden je nach Saison z. B. dünne, grüne Meeresalgen, Tofu oder Pilze verwendet. In Japan isst man diese pikante Suppe zum Frühstück, und zwar mit Stäbchen.

Schon bei diesem Klassiker der japanischen Küche zeigt sich der Unterschied zu „herkömmlichen“ Miso-Suppen. Die Suppe schmeckt frisch zubereitet. Neben den obligaten Tofu-Stückchen finden sich einige weiße Fischstücke. Sie machen den besonders mildwürzigen Geschmack, verrät Eddie.

Ich genieße die heiße Suppe an diesem trüb-kalten Winterabend mitten im Wiener Fasching. Ihr Aroma ist ausgewogen und fein. Sie ist reichhaltig, aber nicht zu fett. Und vor allem nicht zu salzig, wie man das leider sonst oft erlebt.

Zusätzlich wärmt mich ein heißer Sake.

Es ist halb sieben. Zunächst sind wir noch alleine im Lokal. Doch das ändert sich bald. Das Publikum, das hier verkehrt, besteht bezeichnenderweise aus vielen Stammgästen. Es ist ein gutes Publikum. Eddie freut sich, dass sie immer alles aufessen, wie er uns sagt. Er wirft nicht gern etwas weg. Schon gar nicht gutes Essen. Und er schätzt es auch, dass seine Gäste immer wiederkommen. Es schmeckt ihnen hier. Er empfindet das als Anerkennung für seine Bemühungen.

Eddie ist auch nicht irgendein Sushi-Koch, sondern Meister seines Faches. Seine Kunst hat er in Kalifornien bei einem berühmten Sushi-Meister aus Japan gelernt – und, ehrgeizig, wie er ist, ständig weiterentwickelt. Immerhin war er früher bei angesagten Haubenrestaurants wie Do&Co und Toni Mörwald Sushi-Koch und ist gefragt für exklusive Caterings. Daher empfiehlt es sich auch, vor einem Besuch im Tsutenkaku anzurufen, um sich zu versichern, dass der Wirt nicht gerade auswärts kocht. Dann ist nämlich geschlossen.

Das Lokal kann auch für kleinere Gesellschaften reserviert werden. Im Gastraum haben an die 20 Personen Platz – es gibt drei Tischreihen für je 6 Leute. Und einige Plätze direkt an der Sushi-Bar, für einzelne Gäste, eilige Gäste oder jene, die Eddie genau auf die Finger schauen wollen, wie er Maki und Sashimi gekonnt zubereitet.

Dass er sein Handwerk nicht nur perfekt versteht, sondern auch sehr gerne macht, sieht man sofort. An der Bar wartet frischer Fisch darauf, präzise geschnitten, zum Genuss für Gaumen und Augen zu werden. Eddie sucht seine Zutaten persönlich aus. Der Fisch stammt vom Fischmarkt. Das Angebot richtet sich nach dem, was gerade die beste Qualität am Markt ist: Makrele, Heilbutt, Aal, Thunfisch, Lachs, Lachskaviar, Jakobsmuscheln …

Omakase – der Koch bestimmt die Auswahl

Wir können und wollen uns nicht entscheiden und bestellen Omakase. Das heißt, wir überlassen dem Sushi-Meister die Auswahl. Unser Sushi wird in drei Gängen serviert. Während wir uns an einem Gang delektieren, wird der nächste frisch zubereitet.

Die Happen sind natürlich allesamt sehr bunt und malerisch anzusehen. Kunstvoll dekoriert und aufgefächert liegen sie auf ihren dicken Holzplatten. Die Frische schmeckt man. Der Fisch ist butterweich, aber bissfest, der Reis nicht zu sauer. Einfach köstlich. Sushi muss also nicht Fastfood sein. Es kann – richtig zubereitet – ein wahres Festessen sein.

Eddie weist uns darauf hin, dass der eingelegte Ingwer ebenfalls frisch von ihm selbst zubereitet ist. Er mundet uns so gut, dass wir eine Extraportion davon bestellen.

Exzellentes Sushi, wie es in Japan in guten Restaurants erhältlich ist, beinhaltet bereits genügend Würze, also auch Sojasauce und Wasabi. Es gilt daher als respektlos, hier „nachzuwürzen“, wie es sonst meist üblich ist. Ich muss gestehen, manchmal würde ich ein billiges, minderwertiges Sushi vom Takeaway ohne Sojasauce und Wasabi gar nicht runterbringen. Auch hier hab ich mir gestattet, einige Tropfen Sojasauce hinzuzufügen, weil ich den Geschmack einfach mag. Vom Wasabi hab ich nicht viel genommen. Die grüne Krenpaste war zwar gut und scharf, aber nicht zu scharf, doch hatte ich fast kein Verlangen danach. Außer bei den fetten Fischsorten wie Lachs.

Nach der reichhaltigen Miso-Suppe und dem dreigängigen Sushi sind wir so angenehm satt, dass wir auf ein Dessert verzichten.

Ich bin zwar eingeladen, kriege aber so am Rande mit, dass wir für all die Köstlichkeiten insgesamt etwa € 80,- bezahlen. Das erscheint für Sushi auf den ersten Blick nicht wenig. Aufgrund der herausragenden Qualität und Frische des Gebotenen halte ich den Preis allerdings für fair.

Tsutenkaku – zum Himmel reichendes Sushi

Es wird sicher nicht mein letzter Besuch im Tsutenkaku sein. Der Name ist übrigens wohl nicht zufällig gewählt. Tsutenkaku heißt auf Deutsch „zum Himmel reichender Turm“. Dabei handelt es sich um einen 103 m hohen, Fernseh- und Aussichtsturm in Osaka, der nachts in bunten Lichten erstrahlt. Der 1956 neu erbaute „Himmelsstürmer“ ist das Wahrzeichen von Osaka, der mit 2,6 Millionen Einwohnern drittgrößten Stadt in Japan. Eddie ist dieser Metropole besonders verbunden. Seine Großmutter stammt aus der alten Kaiserstadt.

Fazit

Außergewöhnlich gutes Sushi, Frische, die man schmeckt, hervorragende Qualität, freundlicher Wirt, der sein Handwerk versteht, angenehme Atmosphäre und ebensolches Publikum.

Das Tsutenkaku gilt bei vielen Sushi-Freunden als Geheimtipp und wird oft auch als „Best Sushi in Town“ bezeichnet. Im Internet ist es überall von zufriedenen Gästen ausgezeichnet bewertet. Es ist sicher kein Zufall, dass auch Japaner hier gern einkehren.

Unter der Internetseite des Lokals www.tsutenkaku.at fand ich keinen Eintrag. Auch keine Speisekarte. Offenbar setzt man eher auf Mundpropaganda und Stammgäste. Im Lokal gibt’s eine Speisekarte. Ich hab sie aber nur flüchtig angeschaut, weil wir ja „Omakase“ – der Koch bestimmt die Auswahl - bestellt haben, was sich hier sehr bewährt, da sich das Speisenangebot nach den täglich frisch eingekauften Rohstoffen richtet.

Ich hab das Sushi-Haus bei meinen Besuchen immer gut besucht erlebt, jedoch nie überfüllt.

Wer gern authentisches Sushi in hochwertiger Qualität genießen will, sollte das Tsutenkaku unbedingt besuchen. Alle fünf Sternchen und eine große Empfehlung.

Tsutenkaku Sushi Haus
Chow Ges.m.b.H.
Kollergerngasse 4
1060 Wien
Telefon: 5866698

(Anruf vor dem geplanten Besuch empfiehlt sich, weil das Lokal hin und wieder geschlossen ist, wenn der begehrte Sushi-Meister auswärts kocht)

eddie.yan@gmx.at
www.tsutenkaku.at (scheint derzeit nicht aktiv zu sein)

Quellen

http://www.123pages.at/de/erp?q=&url=http%3A%2F%2Fwww.firmenabc.at%2Ftsutenkaku-sushi-haus-chow-ges-m-b-h_Heky
https://de.wikipedia.org/wiki/Ts%C5%ABtenkaku
https://de.wikipedia.org/wiki/Sushi
https://de.wikipedia.org/wiki/Osaka
https://de.wikipedia.org/wiki/Miso-Suppe

Die Fotos stammen von meinen drei Besuchen im Tsutenkaku. Soll heißen, wir haben das alles nicht an einem Abend gegessen ... ;-)

© DMK 2/17

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • mathilde_de veröffentlicht 19.06.2017
    Sushi kenne ich nur aus München
  • LoloMay veröffentlicht 04.06.2017
    Lieber Gruß
  • Ciaochsi veröffentlicht 03.05.2017
    --> BH-Warteliste
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