Turniertanz (Standard)

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Liebe Ciao-Gemeinde, heute möchte ich euch etwas über das Turniertanzen in der Standardsektion erzählen. Ich selbst habe drei Jahre lang Standard bis in die B-Klasse getanzt! Nochmal zur Erinnerung an meinen ersten Bericht über das Turniertanzen in der Lateinsektion: Die Klassen sind eingeteilt ... Bericht lesen





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Wer bekommt da nicht Lust zu tanzen?
Erfahrungsbericht von eColi20 über Turniertanz (Standard)
25.07.2003


Produktbewertung des Autors:   


Pro: hält fit, schöne Musik (weiche Klänge), macht einfach Spaß
Kontra: sehr kostenintensiv das Ganze

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Liebe Ciao-Gemeinde,


heute möchte ich euch etwas über das Turniertanzen in der Standardsektion erzählen. Ich selbst habe drei Jahre lang Standard bis in die B-Klasse getanzt! Nochmal zur Erinnerung an meinen ersten Bericht über das Turniertanzen in der Lateinsektion: Die Klassen sind eingeteilt in die D- ; C- ; B- ;A- und S-Klasse (Sonderklasse).
So, nun aber etwas zum Standardtanzen, um welches es sich schließlich bei diesem Bericht handelt....


Die Tänze:
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Zu den Standardtänzen zählen der langsame Walzer, der Wiener Walzer, der Slowfox, der Quickstep und der Tango.
Der Tango? Fragen sich sicher jetzt viele..... Der kommt doch eigentlich aus Lateinamerika?! Richtig! Trotzdem zählt er aufgrund seiner geschlossenen Tanzform (also in einer festen Tanzhaltung, bei der die Tanzpartner nie kurzfristig getrennt voneinander tanzen) zu den Standardtänzen.
Bei den Turnieren wird stets die Reihenfolge langsamer Walzer, Tango, Slowfox, Wiener Walzer und Quickstep eingehalten, außer bei den Professional-Turnieren, die haben da etwas eigene Regeln. Da gibt es nämlich Turniere, bei denen der Wiener Walzer erst nach dem Quickstep getanzt wird.


Die Tanzkleidung und deren Preis:
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Die Kleidung der Dame ist ein langes Kleid mit schwingendem Rockteil. An diesen Rockteil wird meist noch eine Federboa genäht, welche den Stoff etwas schwerer macht und den Rock nicht zu weit schwingen lässt. Passend zum Kleid trägt die Dame dazu meist auch Ohrringe in der Farbe des Turnierkleides oder einfachen Strassschmuck. Die Standardtanzschuhe sind anders als die Lateinschuhe der Dame zu den Zehen hin geschlossen. Meist ist die Farbe der Schuhe ein Beige. Ich selbst empfehle hier die Tanzschuhe von Paoul, denn dieser Schuh unterstützt den Fuß und erleichtert so die nötige Fussarbeit (Technik) beim Tanzen. Das Komplette Outfit der Dame kann preislich so zwischen 2000.- bis 6000.- Euro liegen. Das Teuerste an diesem Outfit ist natürlich das Kleid, welches bis zu 5500.- Euro kosten kann (vielleicht auch mehr, denn es kommt vor allem auf die Machart an!). Die Ohrringe sind, vorausgesetzt sie sind in der gleichen Farbe wie das Kleid und mit dem gleichen Strass besetzt meist im Preis für das Turnierkleid mit enthalten. Strassohrringe kosten so um die 50.- Euro und die passende Kette dazu (sofern man eine tragen möchte) kostet so um die 80.- Euro. Die Tanzschuhe liegen preislich so bei 110.- Euro!

Die Kleidung des Herren besteht aus einer schwarzen Hose, einem weißen Hemd und einem Frack. Dazu trägt er schwarze Lackstandardschuhe oder matte Standardschuhe. Das Outfit des Herrn kostet ungefähr 1000.- bis 1500.- Euro plus dem Preis für die Schuhe, der wie bei den Damen circa 110.- Euro beträgt.

Natürlich ist zu beachten, dass es für jede Klasse Kleiderordnungen gibt! So ist es zum Beispiel erst ab der C-Klasse gestattet (für die Dame) ein Turnierkleid zu tragen. Für die D-Klasse muss sie Tageskleidung tragen (aber natürlich keine Hose!). Ab der ist es ihr dann erlaubt Strass auf ihr Kleid zu kleben!


Wie man sieht ist die Kleidung also ein recht teurer Spaß und dazu kommen dann noch die Clubbeiträge und teilweise (außer man ist besonders gut oder es steht bei den Turnieren im Tanzspiegel dabei) auch die Fahrtkosten. Tanzpaare, die im Landeskader sind bekommen soweit ich weiß die Fahrtkosten erstattet...?! In diesen Kader wird man berufen, wenn man außerordentlich gute Leistungen erbringt.


Turniere und deren Aufwand:
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Bei den Turnieren gibt es für die Tanzpaare einer Startklasse vorher die Möglichkeit sich einzutanzen, das heißt sich aufzuwärmen. Dabei kann man sich darauf einstellen, wie rutschig oder stumpf das Parkett ist, ob es ein Schwingboden ist oder nicht!
Je nachdem präparieren die Turnierpaare nämlich ihre Tanzschuhe, die eine Chromledersohle besitzen, die von Zeit zu Zeit immer wieder aufgeraut werden müssen, damit man nicht zu sehr rutscht beim Tanzen. Zusätzlich gibt es auch noch Wachs oder Haarspray oder sogar Nivea Creme, welche sich die Tänzer auf ihre Schuhsohlen schmieren und das alles um nicht zu rutschen! Bei manchen Turnieren ist das aber auch verboten, wegen der Hallenböden, da wird dann meist nur das Wachs auf der Tanzfläche (vom Veranstalter) gestreut!
Schließlich kommt es zum eigentlichen Turnier, welches je nach Anzahl der Turnierpaare in Vorrunde, Zwischenrunde und Endrunde aufgeteilt ist. In der Endrunde befinden sich höchstens noch sechs Turnierpaare. Bei Meisterschaften wird da jedoch manchmal eine Ausnahme gemacht und die Endrunde wird auf sieben Paare erweitert (dies geschieht beim Punktgleichstand zwischen Platz 6 und 7) oder aber auch um ein Paar verringert, so dass nur 5 Paare in der Endrunde (Finale) tanzen.
Die Rangfolge der Paare wird durch die Wertungsrichter festgelegt. In der Regel sind dies 5 Stück an der Zahl. Bei Meisterschaften können es bis zu 9 Wertungsrichtern sein (doch meist sind es dort 7). Die Wertungsrichter vergeben in der Vor- und Zwischenrunde Kreuze an die Paare, die sie gerne in der jeweils nächsten Runde sehen möchten (dabei sind mir deren Wertungskriterien nicht immer so besonders klar..... sie sind halt auch nur Menschen, die ihre Sympathie und Antipathie offen zur Schau stellen, zumindest ist das in deren Wertung zu erkennen....). In der Endrunde wird dann jedoch offen gewertet, das heißt die Wertungsrichter zeigen ihre Wertungstäfelchen. Sie vergeben hier ihre Reihenfolge von Platz1 bis 6 an die Turnierpaare und da können die Geschmäcker schon mal differieren und so auch die Wertungen. So kann es vorkommen, dass ein Turnierpaar von den Plätzen 1 bis 6 alles in seiner Wertung hat. Zum Schluss entscheidet dann das Mehrheitssystem über die Rangfolge. Sind Platz 1 und 2 geteilt kommt es zu einer Stichrunde, das heißt beide Paare müssen nochmal ran und alle 5 Tänze präsentieren. In der Regel wird hier eine endgültige Entscheidung über Platz 1 und 2 gefällt. Sollte es jedoch trotzdem vorkommen, dass nach dieser Runde kein Ergebnis zustande kommt, wird nach dem Skatingsystem der Rang festgelegt. Bei diesem System werden die gesamten Punkte der beiden Paare im Laufe des Turnieres verglichen. Das Paar, welches dann die meisten Punkte (Kreuze) hat ist dann der Sieger des Turniers!
Zum Schluss folgt dann noch eine Siegerehrung, bei welcher Pokale, Medaillen, Urkunden etc. vergeben!

Um ein Turnier zu veranstalten bedarf es oft eines hohen Aufwandes (gerade bei Meisterschaften...). Es ist notwendig sich um die Räumlichkeiten zu kümmern, also einen Saal anzumieten, diesen mit Deko auszustatten, zu Bestuhlen und Betischen usw.! Wichtig bei Turnieren ist auch die Verpflegung der Paare und des Publikums! Ich fand das immer ganz nett, wenn der Veranstalter so ein Tischchen (in den Umkleideräumen) mit frischem Obst oder auch mit Nervennahrung - Schokolade- für die Turnierpaare aufgestellt hatte....! (Das ist oft bei Ballturnieren der Fall; Das heißt hier ist das Turnier oder auch nur ein Teil des Turniers in einen Ball integriert (beispielsweise in einen Abschlussball einer Tanzschule, was automatisch weniger Aufwand für den ausrichtenden Verein bedeutet).
Für das Publikum wird oft ein Kuchenverkauf , Salatverkauf, Obstverkauf oder Würstchenverkauf ( je nach Tageszeit) organisiert. Für clubeigene Paare und Mitglieder kostet das Essen in der Regel nichts!
Desweiteren muss sich der ausrichtende Verein um die Einladung der Wertungsrichter, welche sie von einer zentralen Stelle zugewiesen bekommen, kümmern. Zudem werden die Wertungsrichter entlohnt. Sie bekommen die Fahrtkosten zurückerstattet und sie werden für die Anzahl ihrer Wertungszeit (stundenweise) entlohnt.
Deshalb verlangen viele Veranstalter Eintritt bei ihren Turnieren (meist nicht mehr als 5 Euro) oder sie erheben ein Startgeld, welches die Turnierpaare entrichten müssen. Dieses Startgeld liegt dann auch so bei 5 Euro, bei Meisterschaften in der Regel bei 10 Euro!
Wichtig ist außerdem bei Turnieren, dass jedes Mitglied im Verein mithilft, sei es beim Kuchenverkauf, sei es die Turnierleitung (das Mitglied muss jedoch zum Turnierleiter ausgebildet sein, denn dieser hat Regeln zu beachten...)! oder das Turnierbüro, bei welchem die startenden Paare ihre Startbücher zur Eintragung ihrer Punkte und Platzierungen abgeben.
Hier sei am Rande noch erwähnt, dass die Turnierpaare um Punkte und Platzierungen zum Aufstieg in die jeweils nächsthöhere Klasse kämpfen!


Meine Erfahrungen:
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Ich selbst trug immer ein dunkelblaues Standardkleid mit viel Strass und Federboa (welche auch dunkelblau war) und die passenden Ohrringe dazu. Mit meinem damaligen Tanzsportgerät äh Tanzpartner schaffte ich es schließlich bis in die B-Klasse, bevor wir getrennte Wege gingen.
Die Turniere und vor allem die Ballturniere haben mir immer großen Spaß gemacht! Auf Ballturnieren war die Atmosphere immer so toll. Jedes Paar hatte seine Fan-Ecke und manche auch 2, je nachdem wie es das Publikum begeistern konnte.... bei Lateinturnieren war die Stimmung jedoch meiner Meinung nach trotzdem besser! Liegt vielleicht auch daran, dass es mitreißender ist und weil ich viel lieber Latein tanze.
Sorry, wir sind ja hier bei Standard.... meine Lieblingstänze sind in dieser Sektion Tango und Quickstep!
Mit großer Wahrscheinlichkeit werde ich euch auch noch Berichte zu den einzelnen Tänzen liefern (sowohl in Standard als auch in Latein...)!

In diesem Sinne, tschüss bis zur nächsten Meinung!
LG,ecoli20   


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