"Tuvalu" ist ein wunderbarer, surrealistischer Spielfilm, der mit seinen schwarzweißen Bildern an die alte Stummfilmzeit erinnert.
Anton (Denis Lavant) lebt mit seinen Eltern in einem Schwimmbad. Für seinen blinden Vater hält er die Illusion aufrecht, dass der Badebetrieb in vollem Gange ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von kid_kid über Tuvalu (Film) 25.10.2004
Produktbewertung des Autors:
Humor
ziemlich humorvoll
Spannung
durchschnittlich spannend
Anspruch
anspruchsvoll
Action:
wenig
Romantik:
viel
Pro:
Lädt zum Träumen ein .
Kontra:
Nicht jedermanns Geschmack .
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
"Tuvalu" ist ein wunderbarer, surrealistischer Spielfilm, der mit seinen schwarzweißen Bildern an die alte Stummfilmzeit erinnert.
Anton (Denis Lavant) lebt mit seinen Eltern in einem Schwimmbad. Für seinen blinden Vater hält er die Illusion aufrecht, dass der Badebetrieb in vollem Gange ist. Doch dem ist nicht so. Es gibt kaum eine handvoll Gäste. Und von denen bezahlen einige sogar mit Knöpfen. Ein Tonband und Antons Anstrengungen täuschen den Vater allerdings über den maroden Zustand des Bades hinweg.
Antons Bruder Egon plant allerdings das Schwimmbad abzureißen, wie er es bereits mit anderen Gebäuden machte. Doch der blinde Mann denkt nicht ans verkaufen. Egon heckt deswegen üble Pläne aus.
Anton verliebt sich in die schöne - leicht frivole - Eva (Chulpan Khamatova). Und auch sie ist dem jungen Mann gegenüber nicht abgeneigt. Als sie durch Egon ihr Zuhause verliert, zieht sie heimlich zu Anton ins Bad. Allerdings wird ihr Vater dort von Egon getötet. Doch die Indizien weisen auf Anton als Täter hin. Jetzt stellt Egon Eva nach und ruft das Bauaufsichtsamt ins Schwimmbad.
Es kommt nun zu einigen Verwicklungen und Missverständnissen. Eva bestiehlt Anton sogar, um ihr Schiff wieder flott zu machen. Am Ende scheint alles vorbei und der blinde Bademeister stirbt. Egon scheint gesiegt zu haben, doch im letzten Moment eilt Eva Anton zu Hilfe ...
Mit "Tuvalu" gibt Regisseur Veit Helmer sein Spielfilmdebüt. Bekannt wurde er durch Kurzfilme und Werbespots, nun hat er den Sprung auf die große Leinwand geschafft. Dabei schwimmt er gegen den Strom. Versuchen andere Regisseure kommerziell und mit Blick nach Hollywood Filme zu machen, ist das Helmer egal. Er hat eine Idee, eine Vision, und setzt sie konsequent um. "Tuvalu" ist fast ein Stummfilm. Er kommt mit einer handvoll Worten aus, um ein modernes Märchen zu erzählen.
Die Figuren des Films sind exzentrisch bis surreal. Sie bilden die Fixpunkte in einer trostlosen Welt, sind stellenweise sogar überzeichnet. Es sind starke Persönlichkeiten in einer starken Kulisse. Das marode Schwimmbad zieht die Aufmerksamkeit der Zuschauer ebenso auf sich, wie die vielen Charaktere.
Vor allem die Schauspieler haben großartiges geleistet. Wo andere Darsteller sich auf Text verlassen können, müssen Helmers Schauspieler den Zuschauer alleine über die Mimik erreichen. Und das gelingt ihnen. Sie geben alles, spielen mit ganzem Körpereinsatz. Man gewinnt sie schnell lieb, die Helden der Geschichte.
Im Mittelpunkt stehen Anton und Eva. Er lebt zurückgezogen unter der Knute seines Vaters. Nie setzte er einen Fuß vor die Türe, denn in Badelatschen verlässt niemand das Haus. Anton spinnt die Illusion für seinen Vater, obwohl der das Spiel wohl lange durchschaut hat. Es braucht seine Zeit, bis sich Anton traut auszubrechen. Zaghaft, fast ängstlich geht das vonstatten.
Eva bildet das Gegenstück zu Anton. Jung und frech zieht sie durch die Welt, hat keine Angst, ihr Anliegen zu vertreten. Allerdings besitzt sie eine wunderbare Naivität, die sie eine Zeit lang in Egons Arme treibt. Leicht frivol spielt sie ihr Spiel mit Anton, der ihrer Nacktheit wegen leicht verstört wirkt. Eine der schönsten Szenen mit Chulpan Khamatova ist die Badeszene. Wie Gott sie schuf schwimmt sie im Bad, schwebt scheinbar schwerelos im Spiel mit einem Goldfisch.
"Tuvalu" lädt zum träumen ein. Die Musik von Jürgen Knieper trägt ihr übriges dazu bei. Die Stücke sind passend, untermalen die Bilder und begleiten die Geschichte auf ihrem Weg. Mal melancholisch, mal spannend und mal humorvoll, aber stets passend. Die Themen orientieren sich an alten Schwarzweißfilmen, sind dennoch frisch und modern.
Veit Helmer schwimmt mit "Tuvalu" gegen den Strom. Es präsentiert einen Film, der zum träumen verleitet und neue - alte - Wege geht, um den Zuschauer zu verzaubern.
Die DVD besitzt vollständig animierte Menüs, die passend zum Film gestaltet wurden. In den "special features" kann man Audiokommentare Veit Helmers einschalten und sich dessen Statements anhören. Außerdem wird der Zuschauer mit Produktionsnotizen verwöhnt und erfährt in einem "making of" mehr über die Herstellung des Films. Dieser Abschnitt ist sehr informativ. Man kann sich entfernte Szenen einblenden lassen, einen Blick hinter die Kulissen werfen und sich den Kinotrailer zu Tuvalu ansehen.
Im Bereich "cast & crew" sind Informationen über die Schauspieler nachzulesen und in "weitere filme" gibt es Trailer zu "Die Stunde des Lichts", "Das merkwürdige Verhalten geschlechtsloser Großstädter zur Paarungszeit", "Frauen lügen nicht", "Jenseits der Stille" und "Pünktchen und Anton".
"Tuvalu" ist ein schöner Film, der durch das Bonusmaterial abgerundet wird.
Pro: Witziges und originelles deutsches Kino Kontra: unbekannt
VORSPANN:
Ich war echt überrascht: Im Freiburger Programmkino 'Kandelhof' - hervorragend von M.Wiedemann geführt und aus unserer regionalen Kinolandschaft nicht weg zu denken - lief gestern um 21.30 Uhr ein völlig anderes Kino ab als sonst: T U V A L U ...
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Es geht in diesem wild grotesken Streifen nicht um den kleinen Inselstaat im Pazifik,
sondern um ein altes, verfallenes Hallenbad irgendwo in Bulgarien. Mit seinen Bretterverschlägen, abblätternden Farben, löchrigen Wänden und der alten
Impreial-Masch ...
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Ein Film, der über ein heruntergekommenes Schwimmbad auf einer Insel geht. Was soll man daraus schon machen? Nicht viel: Der Film ist langweilig, die Familienfehde höchstens geeignet für eine Daily Soap, aber nicht für einen Kinofilm. Der Film ist wirklic ...
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Pro: starke Bildsprache, klasse Darsteller, einmalige Kulisse Kontra: auf Video wahrscheinlich lange nicht so wirkungsvoll
Tuvalu ist ein wunderschöner Märchen-Stumm-Schwarz-Weiß-Film, das Regie-Debüt des Berliners Veit Helmer. Der Film wurde in Bulgarien in der Nähe von Varna gedreht und schwelgt in schönen Bildern eines halbverfallenen Schwimmbads, wo der Sohn des Bademeist ...
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In einer baufälligen Badeanstalt in einer verlassenen Stadt hausen ein alter blinder Bademeister und sein Sohn Anton (Denis Lavant). Nurmehr eine Handvoll skuriller Greise geben sich tatsächlich dem Badevergnügen hin. Während Antons gieriger Bruder Gregor ...
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...Es gibt Filme, die einfach fröhlich sind und fröhlich machen. Dieser ist einer von dieser seltenen Sorte. Er liebt seine Figuren, er kommt ohne einen Bösewicht aus, er spart die Schrullen der Leute nicht aus und macht sich gleichzeitig nicht über die Menschen lustig. Einige britische/irische Filme wie "Fish and Chips", "The Snapper" oder die "Commitments" haben dieselbe Fröhlichkeit und Leichtigkeit wie "Luna Papa".
Moritz Bleibtreu gibt einen überzeugenden "Rain Man", aber die Neuentdeckung Chulpan Khamatova spielt die wirkliche Hauptrolle, sie ist -im besten Sinne- ein bezauberndes Mädchen, voller Charme, Energie und mit Tränen in den Augen. Die junge Audrey Hepburne hatte diegleiche Ausstrahlung wie Chulpan Khamatova, die auch in "Tuvalu" eine Rolle übernommen hat.
Der Film ist leicht; einige Figuren verlassen auf überraschende...
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...Es ist schon lange her - so ca. 2 Jahre -, dass ich vorzeitig den Kinosessel gelüftet habe, weil der Film mich entweder langweilte oder verärgerte. Bei 'Luna Papa' war es die Langeweile... Also gleich zu Beginn mein völlig subjektives Urteil: Der Film ist ein Flop und trotzdem halte ich Moritz Bleibtreu immer noch für einen guten Schauspieler.
STORY
Die 17jährige Mamlakat (Chulpan Khamatova - unvergleichlich besser in 'Tuvalu') rast mit dem Vater (Ato Mukhamedshanow) und dem geistig behinderten Bruder (Moritz Bleibtreu als tumber Tor) durch das tadschikisch-usbekisch-kirgisische Grenzgebiet auf der Suche nach dem schauspielernden Verführer.
Der Fötus kommentiert aus dem Off (dem Körper seiner Mutter) die Irrungen und Wirrungen der jungen Mamlakat, die am Ende - so hab' ich gehört - mit dem fliegenden Teppich der einengenden...
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...Wow, nach DER MONDMANN jetzt einen Mond Papa! Ein multikultureller Film eines russischen Regisseurs mit Moritz ?Abdul? Bleibtreu und Chulpan Khamatova, dem Mega Bunny aus TUVALU. ?Schauen Sie sich das mal an!? - Was? Ja LUNA PAPA natürlich!
Der Film spielt in einem Dorf in Tadjikistian (ist zumindest da gedreht), wo die Zeit fast stehen geblieben scheint. Nur die Tatsache, dass ab zu mal ein Auto oder ein Flugzeug vorbei kommen weißt darauf hin, dass wir uns in der Gegenwart befinden. Die Geschichte wird uns von einer Stimme aus dem Off erzählt, der Stimme von Chabibullah! Nur ist Chabibullah zu dieser Zeit noch gar nicht geboren, ja noch nicht mal ansatzweise! Die Geschichte handelt von Mamlakat (Chulpan Khamatova) und wie sie zur Mutter von Chabibullah wird! Das hört sich weder interessant noch witzig an, na dann wartet mal ab...
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