Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
tolle Landschaft/malerische Orte |
| Kontra: |
im Herbst nur bedingt genießbar . . . |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Herbsturlaub
in Bad Arolsen am Twistesee
vom 10. bis 17.10.2009
1. Tag:
Am Samstag, den 10.10.09 machten wir uns nach zweijähriger Urlaubspause wieder mal auf in den Urlaub. Wir fuhren diesmal zu sechst, denn Klein-Amélie und Oma waren erstmals auch mit dabei. Unser Ziel war die kleine hessische Kurstadt Bad Arolsen am Twistestausee. Die Anreise sollte nur ca. 3 Stunden dauern, deshalb starteten wir erst am späten Vormittag.
Kurz vor der Abreise kam die Oma leider auf die blöde Idee, ihre Strümpfe im Stehen anzuziehen und zog sich so einen Hexenschuss zu, der uns noch den ganzen Urlaub über begleiten sollte.
Wir starteten mit zwei Autos, weil wir zu sechst doch einiges an Gepäck hatten.
Das Wetter machte uns leider keine Freude, auf der Autobahn konnte man vor lauter Regen kaum etwas sehen. Wir hielten nur einmal kurz an einer Raststätte und verspeisten dort unsere belegten Brötchen. Gegen halb vier kamen wir dann an der Rezeption des Ferienparks Twistesee an. Wir bekamen unseren Schlüssel und konnten sofort unser gemütliches Blockhaus beziehen. Die Autos waren schnell entladen. Es regnete leider immer noch und wir blieben erstmal drin und heizten unser Häuschen ein. Unser Großmütterchen entdeckte hinter dem Haus eine größere Menge Pilze, die natürlich sofort geerntet wurden. Das Abendessen für den 1. Tag war also schon mal gesichert.
Am frühen Abend fuhren Mama und Papa noch mal kurz nach Bad Arolsen zum Einkaufen, während der Rest der Familie schon mal die Pilze zubereitete. Nach dem gemeinsamen Abendessen verbrachten wir noch einen gemütlichen 1. Abend im Haus.
2. Tag:
Am Sonntag wollten wir uns erstmal den Twistesee anschauen. Wir gingen eine Weile durch den Ferienpark und entdeckten dabei noch Unmengen von Pilzen. Also wurden im Haus erstmal zwei große Schüsseln geholt und voll gemacht. Da unsere ältere Begleitung ;-) wegen ihrer Rückenschmerzen nicht mit spazieren gehen wollte und wir an einen klappbaren Rollstuhl nicht gedacht hatten, konnte sie sich um die Pilze kümmern, während wir nun endlich zum See konnten. Wir verbrachten eine Weile am Strandbad, wo wir mit Kastanien Mühle und Dame spielten. Gegen Mittag gingen wir zurück zu unserem Häuschen, wo wir erstmal überlegten wie wir den Nachmittag verbringen wollten. Nach Amélies Mittagsschlaf, den sie vor dem Haus im Wagen machte, fuhren wir nach Korbach, wo ein Mittelaltermarkt stattfand. Leider war das Wetter nicht das Beste und es nieselte die ganze Zeit. Da verkaufsoffener Sonntag war, konnte wir immer mal wieder ein verschiedene Geschäfte um uns aufzuwärmen. Valérie und Amélie fuhren zusammen auf einem mittelalterlichen Karussell, das von Hand angeschoben wurde. Wir alle stärkten uns bei einem mittelalterlichen Gebäck und standen lange nach einem Apfelpuffer an. Amélie war etwas unleidlich, da sie nicht im Wagen fahren, sondern lieber die ganze Zeit auf Mamas Arm wollte, was natürlich auf Dauer nicht ging. Deshalb hat sie ab und an mal ganz schön gebrüllt. Zum Abschluss schoss Amadeus noch mal mit Pfeil und Bogen und wir streichelten noch Ponys, als das Wetter dann doch zu ungemütlich wurde, gingen wir zurück zum Auto.
Am Abend gab es die am Vormittag geernteten Pilze und wir hatten wieder einen gemütlichen Abend im Haus.
3. Tag:
Am Vormittag wollte die Omama ihren Rücken doch auch lieber mal einem Mann vom Fach zeigen. Also suchten Mama und sie wir erstmal einen Allgemeinmediziner. Nach kurzer Behandlung und Stopp in der ansässigen Apotheke fuhren sie wieder zurück zum Rest der Familie ins Ferienhaus.
Mittlerweile war es schon Mittag. Wir hatten uns für den Nachmittag eine Fahrt nach Kassel vorgenommen. Also ließen wir das Mittagsessen ausfallen und fuhren gleich los. Amélie konnte auf der Hinfahrt ja ihren Mittagschlaf machen. Auf dieser Fahrt wurden wir gleich zweimal geblitzt und dann war es in Kassel auch noch schwierig ein Parkhaus zu finden. Deshalb waren wir bei der Ankunft alle schon etwas genervt. Oma Anitas Rückenschmerzen waren trotz Tabletten und ärztlicher Behandlung nicht besser und sie konnte kaum laufen, was die allgemeine Stimmung auch nicht hob. Also ging es erstmal in eine italienisches Café. Die Kinder aßen Eis und Crepes, für die Erwachsenen gab es Kaffee und Eis bzw. Obstsalat. Nachdem wir wieder etwas gestärkt waren, besuchten wir erstmal einen Spielzeugladen. Valérie kaufte sich ein 1000-teiliges Puzzle, Amélie bekam eine Kehrschaufel. Anschließend gingen wir mal durch die Stadt, hatten aber eigentlich kein richtiges Ziel, es war auch ziemlich kalt. Unsere Parkzeit neigte sich ehe schon dem Ende entgegen, also ging es zurück zum Auto. Etwas außerhalb von Kassel, im Ortsteil Wilhelmshöhe befindet sich das Herkulesdenkmal, das wir uns wenigstens noch anschauen wollten. Oma Anita blieb lieber gleich im Auto, wir anderen machten uns auf das Denkmal zu besichtigen. Herkules wurde jedoch leider gerade restauriert, also konnte man sich nur die Außenanlagen anschauen. Über hunderte von Stufen ging es wieder hinunter nach Kassel, wir beließen es aber bei der Hälfte. Sehr zum Unmut von Amélie, die lieber runter als hoch wollte. Also brüllte sie mal wieder ausgiebig, bis sie im Auto dann endlich einschlief.
Es war schon fast Abend und da wir den ganzen Tag noch nichts richtiges gegessen hatten, beschlossen wir, unser Abendessen mal in einer Gaststätte einzunehmen. Wir gingen in den „Saustall“ in Wetterburg, wo uns Anita zum Essen einlud.
Zuhause wurde dann gleich mit dem Puzzle begonnen.
4. Tag:
An diesem Morgen gab es außer der Oma leider noch einen weiteren Kranken in der Familie: Amadeus hatte leichte Magenprobleme. Er wollte heute mal lieber nicht mit aus dem Haus. Wir wollten aber unbedingt Ansichtskarten kaufen, deshalb fuhren wir ohne Großmutter und Ältesten nach Bad Arolsen. Zuerst wurden die Ansichtskarten gekauft, dann ging es zum Residenzschloss. Leider konnte man dieses nur mit Führung besichtigen, was wir aber nicht wollten. Wir entschlossen uns also zu einem Stadtbummel. Papa brauchte Schuhe, also hielten wir vor allem Ausschau nach Schuhläden. Gekauft haben wir letztendlich nix weiter, da Bad Arolsen wohl auch nicht so die Einkaufsstadt ist. Da das Wetter aber eigentlich noch ganz nett war, wollten wir keinesfalls gleich wieder zurück ins Ferienhaus. Dank Landkarte fanden wir dann bald zum Edersee, der weitaus größer und bekannter ist als der Twistesee. Wir fuhren eine Weile am Ufer entlang bis wir eine Seilbahn entdeckten. Man konnte mit einer Bahn aus dem Jahre ...., die also nicht wirklich einen modernen Eindruck machte, vom Edersee hoch fahren zum Schloß Waldeck. Die Kabinen waren so klein, dass wir jeweils zu zweit hoch mussten. Oben gab es einen kleinen Kiosk, an dem wir den ersten Glühwein der Saison tranken. Valérie bekam einen Kakao, Amélie aß ein Würstchen. Wir besichtigten also die Außenanlagen des Schlosses, die beiden Mädchen verbrachten dabei die meiste Zeit am Pranger J Von oben hatte man einen sehr schönen Blick über den Edersee.
Auf dem Rückweg kauften wir Amadeus noch ein kleines Souvenir, damit er nicht traurig war, dass er nicht dabei sein konnte. Wir mussten auch noch Zutaten für eine Pilzsuppe besorgen, da Anita und Amadeus vorhatten, alle Pilze des Ferienparks zu ernten.
Und das taten sie wirklich, sie hatten in unserer Abwesenheit eine riesige Kiste voller köstlicher Exemplare gesammelt.
Den weiteren Nachmittag verbrachten wir dann im Haus, in der Dämmerung wollte Amadeus noch mal mit seinem Papa zum Angeln, doch die beiden hatten wenig Erfolg. Na ja, Pilze und Fisch passen auch nicht so gut zusammen.
Am Abend sind wir dann wieder essen gegangen, da es in der Gaststätte „Waldsee“, die sich direkt am Ferienpark befindet an diesem Abend das Essen für die Kinder kostenlos gab und nur die Erwachsenen zu zahlen brauchten. Das Kochen der Pilzsuppe wurde also auf den nächsten Tag verschoben.
Außerdem wurde noch bis tief in die Nacht gepuzzelt und gespielt.
5. Tag
An diesem Morgen war wirklich richtig schöner Sonnenschein, doch leider war es sehr kalt. Wir hatten einen Spaziergang rund um den Twistesee geplant. Unser Großmütterchen wollte sogar mit, obwohl es ihm eigentlich immer noch nicht besser ging mit dem Rücken. Aufgrund der Kälte mussten wir uns mit dem Schieben des Kinderwagens abwechseln, da keiner von uns Handschuhe mithatte. Wir hatten zwar heißen Tee dabei, der uns aber auch nicht wirklich aufwärmte. Wir spazierten auch ziemlich gemütlich dahin, also konnte uns vom Laufen auch nicht besonders warm werden.
Nach ca. 2/3 des Weges kamen wir ans Seecafé, wo wir auch einkehrten. Für Mittagessen war es schon zu spät, dort gab es aber eine große Auswahl an Waffeln, die sich die Kinder und Papa auch bestellten, Amélie schlief dort noch in ihrem Wagen, als sie erwachte marschierte sie gleich in die Spielecke. Mama und Anita tranken aber nur einen Kaffee. Nun war es nicht mehr so besonders weit, wir kamen nur noch am Strand entlang, wo die Kinder noch etwas rutschten und baggerten. Amélie verweigerte wieder mal die Fahrt im Kinderwagen, deshalb dauerte der Rückweg noch ziemlich lange.
Im Haus angelangt, stand für Mama und Oma Anita die Zubereitung der Pilzsuppe an. Am Ende kamen dabei min. 3 Liter heraus, die an diesem Abend auch nicht ganz geschafft werden konnten.
6. Tag
Am Donnerstag war wieder schöner Sonnenschein. Oma Anita war der 7 km lange Rundweg am Vortag natürlich nicht bekommen und sie konnte uns heute wieder nicht begleiten. Laut Navigationssystem befanden sich ganz in der Nähe zwei Türme. Also ließen wir uns leiten und kamen in die Stadt Warburg direkt vor einem Turm an. Dieser war aber leider nicht begehbar. Die Stadt machte auf den ersten Blick aber einen ganz guten Eindruck, deshalb machten wir uns zu Fuß auf, die Stadt zu erkunden. Wir kamen dann insgesamt an 4 Türmen vorbei, welche alle nicht zu besichtigten waren, aber Warburg war dennoch eine sehr schöne Stadt, die einen Besuch wert war und ist. Bis auf Papa bekamen auch alles etwas nützliches gekauft, für die Kinder gab es Handschuhe, für Mama eine Jacke und für Amélie sogar noch mal eine weitere Ausgabe ihres Lieblingsteddys. Nur Papa bekam mal wieder keine Schuhe nach seinem Geschmack. In einem Café machten wir eine kurze Mittagspause. Als wir wieder im Auto saßen beschlossen wir, noch auf die Ruine Dresenberg zu fahren, dort wollten wir versuchen unseren Drachen steigen zu lassen, da es wirklich richtig windig war. Es hätte sicher auch geklappt, wenn wir nicht so einen Scheiß-Drachen gehabt hätten. Also sind wir hoch zur Ruine, wo wir doch tatsächlich noch in den Genuss einer Turmbesteigung kamen. Der Rückweg musste allerdings wieder schneller gehen, weil Amélie dringend auf den Topf musste. Zu guter Letzt mussten wir noch einen Bilderrahmen kaufen für das Puzzle von Valérie kaufen, sonst hätte sich der Heimtransport schwierig gestaltet. Wir fanden dann im x-ten Laden endlich eins in der passenden Größe und konnten beruhigt heimfahren um zu sehen, wie es der Oma in der Zeit ergangen war.
Am Abend ging es wieder in die Gaststätte „Waldsee“, wo diesmal Schnitzelabend war. Leider waren die Portionen nicht so üppig, deshalb aß Papa zwei verschiene Schnitzelvariationen!
7. Tag
Nach drei schönen Tagen schüttete es am letzten Urlaubstag wie aus Eimern. Wir hatten aber sowieso vor, das Freizeitbad Arobella zu besuchen. Dafür war schönes Wetter ja nicht notwendig! Wir lösten eine 4-Stunden-Karte, brauchten aber als Urlauber nur 2 Stunden zu bezahlen. Wir verweilten erst mal einen Moment am Babyplanschbecken, da Amélie anfangs noch etwas wasserscheu war. Sie brauchte eine Weile, bis sie sich im nassen Element wohl fühlte. Doch dann war sie nicht mehr zu bremsen, wollte ständig auf die Rutsche. Die meiste Zeit verbrachten wir in einem schönen warmen Whirlpool, es wurde aber natürlich auch geschwommen. So vergingen die 4 Stunden dann doch recht schnell und die Kinder wollten eigentlich noch gar nicht wieder gehen.
Als wir dann wieder im Ferienhaus waren, mussten wir schon langsam wieder mit dem Packen beginnen, denn am nächsten Morgen sollte bis 10 Uhr das Haus geräumt sein. Aus unseren Essensresten bereiteten wir noch einen großen Eintopf zu, wir wollten die angebrochenen Sachen ja nicht auch noch mit nach Hause schleppen.
So verging also auch der letzte Abend in Bad Arolsen.
8. Tag
An diesem Morgen weckte uns nach einer Woche mal wieder der Wecker. Wir aßen noch in Ruhe unser Frühstück, dann mussten die Betten abgezogen werden und all unser Gepäck musste in die 2 Autos verteilt werden, was aber kein Problem war, denn wir hatten ja genug Platz.
Die Heimreise verlief ohne besondere Vorkommnisse und wir kamen schon am frühen Nachmittag zu Hause an.
0
| weitere Erfahrungsberichte |
Ein toller See mit vielen Möglichkeiten
Bewertung für Twistesee, Bad Arolsen von
Karla_Kolumna1
Pro: sehr idyllisch, viele abgelegene Stellen, Kiosk und Imbiss, gute Parkmöglichkeiten
Kontra: das Wasser sagt mir nicht so zu, Geschmackssache
Hallo, ich wohne und arbeite in der Nähe von Bad Arolsen. In Bad Arolsen-Wetterburg liegt der Twistesee. Klar dass man da vor allem im Sommer den ein oder anderen Tag verbringt.
Also wo fange ich an? - Die Anfahrt: Man kann von sämtlichen Seiten an ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
28.09.2006
|