What time is it in the world? - SHOWTIME!!
24.08.2010
Pro:
U2 !
Kontra:
evtl . Ticketpreise
Empfehlenswert:
Ja
 KingSparko
Über sich:
1:1? PGB! - Aber nur, wenn ihr anfangt. Ich lass mich nich mehr veralbern. Kann man diese Produktli...
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13 Jahre ist es her, dass ich bei der Popmart Tour von U2 in den ersten Reihen stand. Unglaubliche 67 Mark habe ich dafür bezahlt. Ein Vermögen, wenn man 16 ist. Unbezahlbar das Treffen mit der Band am nächsten Tag. Seither bin ich dieser Band verfallen. Ende 2009 hielt Futzi100 mir ein Ticket unter die Nase. U2. Frankfurt. August 2010. 114 Euro! AUTSCH! Aber ich wusste, die Jungs sind das wert....U2 360° TourWenn U2 auf Tour gehen, ist das grundsätzlich etwas anders als bei anderen Bands. Während andere 50 Gigs machen, verteilt aufm ganzen Globus, macht Bono das anders. Er baut eine Bühne samt Konzept, die für sich schon ein Vermögen kostet und anschliessend zieht er damit 2-3 Jahre um die Welt. Anfang 2009 erschien das aktuelle Album No Line On The Horizon und schon kurz darauf startete Bono mit seiner Kapelle auf einen Siegeszug sondersgleichen. Europa, Nordamerika, Europa, Nordamerika. Reicht nicht, Ozeanien wird spontan noch Ende 2010 nachgeschoben, Lateinamerika wird auch noch kommen.Wenn die Tour vorbei ist, haben U2 die Stones vom Sockel geschubst und dürfen sich rühmen, mit 750 Mio Dollar die umsatzstärkste Welttournee gespielt zu haben.
Das Bühnenkonzept360 Degrees ist Programm. Die Bühne ist eine riesige Kralle mit 4 Beinen, die aus den meisten Stadien oben rausguggt. Auch in Frankfurt. Und das war, soweit ich weiss, nicht mal die größere der drei...Aufbauzeit: 6 Tage.Volle Einsicht von allen Seiten, ein zerlegbarer Rundumvideoscreen. Ein Äusserer Ring mit Abstand um die Bühne, verbunden durch zwei bewegliche Laufstege. Zwischendrin: der Karnickelstall für die ganz harten. Seitlich ausserhalb des Rings: Red Zone. Die teuersten Tickets. Für die, die 5min vor der Angst kommen und trotzdem Bono die Schuhe besohlen wollen, wenn er vorbeiläuft. Ca. 270 Euro Ticketpreis - inkl Spende an ONE & RED. Bono nennt die Bühne sein Raumschiff. Obenauf ragt ein Sendemast in den Himmel - um Liebe in die Welt zu funken. Ja, das ist Bono.Wir saßen in einem der unteren Blöcke, seitlich der Bühne (bei Edge) und hatten gute Sicht auf die Jungs, nur genau in der Fluchtrichtung der PA zu sitzen war etwas suboptimal, der Bass war nämlich übersteuert...
Tour 2010Es ist das zweite Konzert des eigentlich 4. Legs. Das dritte Leg, Nordamerika im Juni/Juli, musste ein Jahr verschoben werden. Wer auch immer die Tournee versichert, er wird im Mai tausend Tode gestorben sein, als bekannt wurde, dass Bono sich bei den Proben verletzt hat und in München am Rücken notoperiert wurde. Millionen Fans bangten, doch Müller-Wohlfahrt hat ihn wieder zusammengeflickt. 2 Monate Ruhe wurden verordnet. Noch heute sind 4 Std. Physio täglich Pflichtprogramm.Am 6.8. startete die Tour in Turin, IT, und dank Twitter kann man heutzutage auch da live dabei sein. So kannte ich die Setlist, aber bei Bono ist kein Konzert wie das andere... Nordamerika wird Sommer 2011 nachgeholt und weil ihm sonst langweilig wird, wurde gerade bekannt gegeben, dass Nov/Dez Australien und Neuseeland dran kommen. Der Leg wird vermutlich Anfang 2011 auf Südamerika ausgeweitet, selbst Peru ist in Planung.
Frankfurt, Commerzbank-Arena, 10. August 2010Unsere Fahrt zum Stadion stoppte eine Haltestelle vorm Ziel. Wir krabbelten aus der dritten Strassenbahn, die dank eines Falschparkers nicht weiterkamen. Der wird sich sicher freuen über die Rechnung. Hunderte Menschen strömten zum Stadion, es war kurz nach 18 Uhr. Vorm Gelände eine S-Bahn Unterführung - etwas mulmig wurde mir schon, zumal hier der einzige Futterstand ausserhalb des Stadions stand. Aber U2 Fans sind cool. Alles ruhig, gelassen, easy going. Wir stopften uns eine Bratwurst ins Gesicht, kippten uns einen halben Liter Cola rein und wackelten zum Einlass. Kurzer Blick ins Täschlein, ratsch, Ecke vom Ticket ab, drin waren wir.Wir orientierten uns auf dem Lageplan und wackelten nach links los, wir sassen auf der Gegentribüne. Vor den Aufgängen waren wir gegen 19 Uhr angekommen und reihten uns am Merchandise Stand ein - endlich wieder ein U2 T-Shirt! Um uns herum häppchenweise Grüppchen mit iPads und weissen Silikonarmbändern. Die Vertreter von ONE. Nein, die iPads wurden nicht von Spenden bezahlt, die hat Steve Jobs so rausgerückt, weil Bono mal umsonst mit Vertigo einen iPod Werbespot gedreht hat. Es war 19 Uhr und laut Ablaufplan sollten Kasabian schon spielen. Die kamen dann 19.15 angetrollt, während wir gerade unsere Plätze eingenommen hatten. Die Kralle nahm mehr als die Hälfte des Innenraums ein. Obwohl
Bilder von U2 - Konzertberichte
Kasabian auf Platte nicht mal so schlecht klangen, fand ich den Live Auftritt ziemlich öde. Sie wirkten etwas arrogant und der schlechte Sound steuerte den Rest zur Langeweile bei. Gegen 20 Uhr waren die Herren dann weg und fleissige Helferlein räumten geschäftig auf der Bühne rum. Ein paar Minuten später wurde eine Horde Presse in den Graben geführt. Jungs kletterten in Sitzplätze von hängenden Kontrollstationen, die direkt wieder an den Innenseiten der Krallenbeine hochgezogen wurden. Irgendwer muss ja die etlichen Kameras koordinieren... Permanent liefen Verkäufer mit Getränken, Eis und Blinkstäben umher. Uns war langweilig, also fing das Stadion an, LaOla zu spielen. Wir wurden ungeduldig und riefen und gröhlten nach Bono. Der war original für 20.15 geplant, kommt aber erfahrungsgemäß selten vor 21.15 raus. Zehn vor 9 hatten wir es geschafft, Space Oddity von David Bowie dröhnte aus der PA... "...ground control to Major Tom..."Und Plötzlich ging alles ganz schnell...4 Jungs einer Schülerband aus der Dubliner Mount Temple School schlupften aus den Katakomben und stiegen auf die Bühne....
U2 - 360 - Das Raumschiff hebt abEdge, Adam und Larry bezogen ihre Positionen, Licht aus, Spot an. The Return of the Stingray Guitar heisst der instrumentale Rocker, der uns aufs Ohr gedrückt wird. Bono tritt seinen Begrüßungszug an, wandert auf der Bühne umher, läuft Show auf dem Aussenring...."Hey Deutschlääääänd!!!" Er tänzelt. Grinst. Läßt sich feiern. Verlangt nach unserem Gebrüll. Und 50.000 tun, wie er verlangt.Beautiful Day folgt nahtlos als erster Song und spätestens jetzt hält es auch auf den Rängen niemanden mehr auf dem Hintern. Das Stadion springt, klatscht, tanzt und singt aus Leibeskräften mit. Und schon überrascht Bono mit der Setliständerung. Ohne Atempause ertönt New Year's Day aus den Boxen und das Stadion tobt. Das Stadion ist längst in anderen Sphären. 50.000 Menschen aus Irland, England, Polen, Italien, Dänemark, Tschechien, Österreich, Holland, Schweiz - sogar aus den USA! Völkerverständigung genau nach Bonos Geschmack.The future needs a big kiss! Get on your boots - die erste Single des aktuellen Albums, geht mit einem Mordstempo an den Start. Und spätestens jetzt fällt auf: Bono bewegt sich langsam, zurückhaltend. Er macht sich doch Sorgen um seinen Rücken. Und man kann deutlich sehen: 2 Monate stillsitzen haben sich gerächt und einige Pfunde auf die Hüften geladen *kicher*. Komplett in Leder auf der Bühne zu stehen, wäre jetzt aber auch nichts für mich. Aber Bono ist ja sowieso anders! "Wie gäähts???" fragt er und die Antwort fällt erwartungsgemäß aus. Langsam ist es dunkel, als Magnificent ertönt und die Kralle wechselt in bunten Lichtern ihr Outfit."Oh! Ah!" - Bono quiekt und die Band stimmt Mysterious Ways an. Im Eiltempo durch über 30 Jahre Karriere. Und hier nun auch das erste Mal, wofür die Band berühmt ist: Snippets. Am Ende des Songs trällert er fröhlich My Sweet Lord. Sie lieben Schnipseleien. Nun holt auch Bono mal Luft. Bedankt sich, dass wir gekommen sind, um seine Raumstation zu sehen. Die er nur gebaut hat, damit sie näher an uns dran sind. Er bedankt sich bei Kasabian. Und ganz artig bedankt er sich auch bei den deutschen Ärzten, die ihn zusammengeflickt haben, ohne die er heute nicht hier stehen würde. Feinste, deutsche Ingenieurskunst hält ihn jetzt zusammen. Danke danke dankeschön! "I have a Made in Germany sticker on my ass!" - Die Menge gröhlt. Er wechselt direkt in die Bandvorstellung: "I feel like a Mercedes Benz!....Edge, he's more the Audi-man - on Guitar: the Audi-man The Edge! Adam, speedin' with the ladies - our BMW, Adam Clayton on the bass! And don't forget about the small cars, the make a good deal....our very young Trabant, Larry Mullen jr. on drums!" Und jetzt - ein Lied, das das ganze Stadion zum Gröhlen bringt. Bono hört nach zwei Zeilen einfach zu singen auf. Wir sind laut genug. I still haven't found what I'm looking for - Der videoscreen zeigt eine Nahaufnahme von Bono. Still steht er da, sein Blick abgeschweift und ein seliges Grinsen im Gesicht. Ja, das gefällt ihm. Fünf Minuten lang singt das Stadion aus Leibeskräften, klatscht, johlt. Er weiss, er kann noch soviele Platten machen, ohne die großen drei braucht er nicht auf die Bühne zu treten. Das ist der erste....er beendet ihn mit einem Snippet von Movin' on up. "Hier kommt ein neuer Song. Ein rockiger. So 70er Jahre mäßig. Er heisst Glastonbury." Edge quält die Gitarre, Larry zerkloppt seine Drums und Bono wackelt mit dem Hintern. An dieser Stelle wurde ein zweiter neuer Song, North Star, weggelassen. Kam wohl doch nicht zu gut an in Turin. Glastonbury (ein Stadtteil von Dublin) haut rein, eine geile Rocknummer. Bono schrieb den Song, als er gezwungenermaßen flach lag und somit nicht beim Glastonbury Festival auftreten konnte. Das Publikum lauscht gespannt - der Song kommt an. Ich warte sehnsüchtig auf die angekündigte Rockplatte, wo er hoffentlich drauf ist. Songs of Acent darf er ruhig noch verschieben, wenns nach mir ginge.Ein wohlbekanntes Gitarrenriff bohrt sich ins Ohr. Ooooh....Ohhhhh..... Elevation !!! Und 50.000 brüllen.... "...a mole, diggin in a hole, diggin up my soul [...] E-le-va-tion!!" Genug gerockt, etwas Entspannung bitte. In a little while taucht das Stadion in Ruhe und sanftes Licht. Mir tun die Füße weh und ich setz mich erstmal wieder. Der riesige Videoscreen hilft, trotzdem nichts zu verpassen. Dank schlechtem Sound kann ich Bono zwischen den Songs gar nicht verstehen und muss die deutsche Übersetzung auf dem Screen lesen. Suboptimal. Aber dank seiner Großzügigkeit gibt es Bootlegs und dort versteh ich ihn jetzt hervorragend im Nachhinein. Frank DeWienne von der ISS wird in einem Clip eingespielt. 2009 wurde bei den meisten Konzerten LIVE in die ISS geschaltet und mit den Astronauten gesprochen. "What can we do, down on earth?" Miss Sarajevo, ein Song, den er einst original mit seinem guten Freund Pavarotti aufnahm. Wunderschön gespielt, auch wenn er nicht zu meinen Favoriten zählt. Es folgt Until the end of the world, nahtlos reiht sich der Klassiker The Unforgettable Fire an. Und jetzt rächt sich der Sound - Bono zitiert Goethe. Auf deutsch. Ergo: ich verstehe kein Wort und auf der Leinwand steht nichts. Ich habe mittlerweile rausgefunden, was er sagte: "Was immer du tun kannst, oder erträumst zu können, beginne es! Kühnheit besitzt Genie, Macht und magische Kraft." Oder auch: Kuhnhait besitzt Käniee, Maakt und magiske Kraft. Er muss noch etwas üben, bis der Made in Germany Sticker gerechtfertigt ist ;)Jetzt springe auch ich wieder auf, scheiss auf die schmerzenden Knochen (wir waren vorher anderthalb Tage durch FFM gewatschelt) - City of blinding lights und die Kralle strahlt in bunten Farben, die Band rockt und das Stadion feiert. Und mir fällt es schwer, die Kamera fürs Video ruhig zu halten *g* "What about some Spanisch lessons??......Unos, dos, tres, catorce!!!" (1,2,3,14!) Vertigo und die gesamte Commerzbank-Arena hüpft im Takt. Am Ende tönt ein Snippet mit mir wohlbekanntem Text. Tatsächlich! It's the end of the world as we know it (and I feel fine) - und das nicht von ungefähr. Wie wir hinterher erfuhren, war R.E.M.'s Michael Stipe ebenfalls an diesem Abend im Stadion. Der nimmt grad in Berlin ne neue Platte auf und ist ein sehr guter Freund von Bono.Vom nächsten Track bin ich persönlich jetzt nicht zwingend begeistert. Zwar ist I'll go crazy if I don't go crazy tonight an sich eins meiner Lieblingssongs, aber hier wird uns ein schräger Remix dargeboten, mit dem ich mich persönlich nicht so sehr anfreunden kann. Discotheque hat er zusätzlich noch reingeschnippelt. Unseren Spass haben wir bei dem Song natürlich trotzdem, Bono ist mittlerweile etwas mutiger geworden und rennt hin und her, tanzt und klettert aufs Schlagzeug. Ohne Vorwarnung beginnt sogleich Larrys berühmtestes Marschgetrommel und das etwas ältere Publikum springt auf und gröhlt. Sunday Bloody Sunday - einer meiner absoluten Lieblinge. Die Arena brüllt aus Leibeskräften mit, die Band rockt. Edge und Adam tun es Bono gleich und wandern umher, über die Laufstege, den Ring entlang, immer wieder.Jetzt wird die Antenne des Raumschiffs angeknipst. Bono möchte Liebe rausschicken, nach Birma, für die Menschenrechtlerin Aung San Suu Kyi. Einer der wohl kürzesten U2 Tracks MLK, fast a capella, geht nahtlos über in Walk On, während Helfer mit Lampions auf die Bühne kommen und den gesamten äusseren Ring damit bedecken. Passend das anschliessende Snippet You'll never walk alone - Bono kann nicht anders. Er will und muss auf Mißstände hinweisen und die Leute zum Nachdenken bringen. Die Antenne des Raumschiffs funkt von nun an in bunten Farben unsere Liebe in die Welt und nach Birma. Anschliessend folgt ein Videoeinspieler. Referend Desmond Tutu hält eine Ansprache. "Die selben Menschen, die aufstehen und protestieren, sind die selben, die für Menschenrechte kämpfen und die selben, die heute abend hier sind. Wir sind EINS!" (original dauert die Ansprache 3min) - One - obwohl es in diesem Song um Trennung geht, ist er Synonym für Bonos Menschenrechtsaktivismus geworden. Das beseite geschoben ist es einfach ein fantastischer Song, der natürlich lautstark vom Fanchor begleitet wird.Er kann es nicht lassen und bietet uns die erste Strophe Amazing Grace, ganz allein, mit ein klitzekleinwenig Gitarre. Und auch hier läßt sich der Fanchor nicht lumpen, während die Band im Hintergrund das Spielen beginnt. Es folgt Nummer Zwei der großen Drei Where the streets have no name - und wieder hält es niemanden mehr auf seinem Sitz, es wird im Takt geklatscht und das Stadion hält gebannt den Atem an, wann Bono zu singen beginnt. Selbstverständlich begleiten wir ihn lauthals. Päusken. Auf dem Videoscreen erscheint ein Comicraumschiff mit zwei ulkigen Figuren. Einer pfeift noch das letzte Lied, während der andere unverständlich vor sich hin brabbelt. Begleittext übersetzt das ausserirdisch: "Was für eine tolle Show! Meine Füße bringen mich um! Hey, was ist das denn?" - Ein Raumschiff nähert sich und verschwindet. "Jetzt ist es weg. Egal." - Nix da. Das monströse Raumschiff verschluckt die beiden ulkigen Herrschaften einfach und bumm, da steht er. Im LED Anzug, am hängenden und leuchtenden Mikro. Und die Überraschung des 3. Legs (ok, ich wusste es ja vorher) - Hold me, thrill me, kiss me, kill me ertönt im Rund. Der Batman-Song von 1995 verblüfft das Publikum und Bono traut sich jetzt sogar, sich am Mikro hochzuziehen und durch die Gegend zu schweben. Wenn auch nur kurz."What time is it in the world? Showtime!" - Und während Bono noch vor sich hin brabbelt, rollt die Band leise von hinten heran - und stimmt den dritten der großen Drei an. With or without you Na, was denkt ihr? Natürlich, die gesamte Arena singt mit, aber vorsichtig, denn sonst könnten wir Bono übertönen, der ganz ruhig und fast leise murmelt. Andere bezeichnen Bonos Gesang in diesem Lied vermutlich als gelangweilt. Ich würde mal sagen, hingebungsvoll in Gedanken. Oder er hat Rücken ;) Schweren Herzens stelle ich fest, jetzt isses gleich vorbei. Bono hält Ansprache, bedankt sich, für die besondere Beziehung, die die Band seit Jahren mit Deutschland hat und er hofft, dass die schreckliche Tragödie der Loveparade uns nicht vergessen läßt, dass Musik etwas ist, das man gemeinsam friedlich zusammen erleben sollte und dass der ursprüngliche Gedanke der Loveparade bestehen bleibt. Er spielt seinen letzten Song für die Opfer und ihre Angehörigen: Moment of Surrender. Einer meiner absoluten Lieblinge als Finale. Die Arena singt ergriffen, laut und leidenschaftlich mit. Bono animiert uns, im Takt zu klatschen. Wir folgen artig.Thank you! Good night! Und die Band ist längst weg, da applaudieren wir immer noch. Auf dem Screen erscheinen Fanfotos, mit Händen voller Botschaften, zu denen U2.com aufgerufen hat. Ich zieh mir meine Jacke über und wir trollen uns langsam aus dem Stadion, umschiffen geschickt die Fernsehkameras, die wissen wollen, wie das Konzert war. Und zwischen tausenden anderen trampeln wir quer über den Fussballrasen (entschuldigung!) und rollen Richtung Ausgang. Als wir uns am Rande eines großen Trupps Richtung Strassenbahn schieben, rollt neben uns ein schwarzer Nightliner die Straße entlang...
FazitDanke Bono! Hätte ich es mir leisten können, ich hätt sogar die Red Zone bezahlt. Hinrissig, über 500 Mark für ne Eintrittskarte! Aber ich glaube ganz persönlich, U2 sind solche Preise wert. Da kommt nicht irgendwer auf die Bühne und spult sein Programm runter. Bei U2 bekommt man was geboten. 2 Stunden Love Peace und Happiness. Eine nie zuvor dagewesene Bühne, gewaltig und beeindruckend. Eine Band, spielfreudig und genauso beeindruckend. Songs aus 30 Jahren, untrennbar mit dem eigenen Leben verbunden und daher unbezahlbar, live zu hören. Nächstes Mal stell ich mich morgens für den Karnickelstall an. Und das nächste Mal wird keine 13 Jahre entfernt sein! Das schwör ich bei Bonos Stimme. Diese Band ist einfach nur beeindruckend. Seit 34 Jahren Rockmusik ohne Skandale (wie langweilig) - bei dem Ausspruch Sex Drugs and Rocknroll fehlen bei dieser Band eindeutig zwei Faktoren. Gottseidank dann auch bei den Fans. Ich habe noch nie zuvor so gesittet Menschen in oder aus einem Stadion watscheln sehen und ich war auf vielen Konzerten.Als erste Band haben sie es geschafft, die Rose Bowl in Pasadena mit über 92.000 Plätzen auszuverkaufen. Dieses Konzert erschien gerade auf DVD und wer nicht selber hingehen kann, sei dringend angehalten, sich diese DVD zu kaufen. Wer selber da war, wird mir zustimmen, dass es einfach nur wahnsinn ist. Ja, Bono war zurückhaltend in Frankfurt, der Sound war nicht so optimal und offenbar war er leicht angeschlagen, ging stimmlich nicht immer aus sich heraus und er trank zwischendurch immer wieder viel Wasser. Ich beschwer mich darüber aber nicht. Ich habe kein anderes Konzert der Tour gesehen. Von daher ist es mir egal und ich fand die Show genial. Sind ja auch nur Menschen. Ich hoffe, Bono macht noch ganz ganz lange Musik. Die Setlist hat sich in Dänemark übrigens schon wieder verändert... Und zum Schluss ein Ausspruch von Bono, der wunderbar aussagt, was in mir vor geht, wenn diese Band auf die Bühne tritt:"Your knees go weak, your adrenalin starts to go crazy, your bones just seem to rattle and blood shoots up your veins. You think, 'Right, there is something about this band.'" Natürlich erhalten die Jungs von mir volle Sterne und eine absolute Empfehlung. Noch gibt es Restkarten für Wien, Zürich, Brüssel und München. Wer die Chance hat, sollte zugreifen!KingSparko/LittleSparko 2010
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16.02.2012 20:58
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11.02.2012 14:23
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09.11.2011 11:46
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