Dieser Erfahrungsbericht wurde von 99 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Die US-Amerikaner führen sich als Sherrifs dieser Erde auf, sie meinen, in jedem Winkel der Welt die Ordnung aufrechterhalten zu müssen - selbstverständlich ihre Ordnung: Verfügungsgewalt über wirtschaftliche Ressourcen. Dabei dient ihnen die UNO als ausführendes Organ, UNO-Truppen werden schnell eingesetzt, wenn ein amerikanischer Politiker (oder ein Vertreter einer anderen Nation als Hampelmann der USA) solches beantragt. Wenn die US-Amerikaner Erdöl für ihre weiterhin gierig benzinfressenden Autos brauchen, dann schickt man schnell mal Truppen nach Afganistan, die bleiben ja jetzt noch so lange, bis der angebliche Oberschurke gefangen ist, das heisst: bis immer - oder bis der letzte Tropfen Erdöl gefördert worden ist. Die Idee der UNO ist eigentlich ganz gut, sie könnte ja eines Tages wirklich zur Weltregierung werden, das würde zwar den internationalen Frieden besser sichern, der soziale Frieden würde aber dennoch ziemlich unstabil bleiben. Die EG hat ja auch lange Jahre gebraucht, bis sie ihrer Idee bessere Geltung verschaffen konnte. Nur besteht hier eine grosse Kluft zwischen Idee und Wirklichkeit. Die Zeit für eine weltumfassende Regierung ist wohl noch nicht gekommen, die Nationalstaaten beherrschen immer noch die Welt. Persönlich sähe ich gerne schon jetzt eine [uberall anerkannte Weltregierung, das würde zumindest in bezug auf Rassen, Religionen und Geburtsorten schon einen höhere Toleranz bedeuten. Und vor allem ginge, wie bei der frage der Gleichberechtigung der Geschlechter auch, keine Erngie mehr bei der Lösung transitorischer 'Probleme' verloren. Man könnte endlich das Wurzel allen Übels angreifen: die ungerechte Verteilung der Güter auf dieser Erde.
13.09.2002 12:07
*lach* ich hatte mit dem Spiel "uno" gerechnet!
10.09.2002 21:58
Sehr sehr interessant!!
10.02.2002 00:17
Eine ziehmliche Kontroverse hast du hier angezettelt! Ein bisschen kurz war dein Bericht auch. Ciao seiberl