USA, Au-Pair

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...auf die Idee nach der Schule Au Pair zu werden, kam ich schon relativ früh. Durch einen Schüleraustausch mit Alabama in der 10. Klasse wußte ich, dass ich zurückkommen wollte, um dieses Land näher kennenzulernen. Nach meinem Abschluss beworb ich mich also als Au Pair. Ich ging damals ... Bericht lesen





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1-6 von 35 Erfahrungsberichten    
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Ein Jahr Drillinge?! Ja oder nein...
Erfahrungsbericht von Safiya über USA, Au-Pair
14.04.2005


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Erfahrung
Kontra: -  -

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

...auf die Idee nach der Schule Au Pair zu werden, kam ich schon relativ
früh. Durch einen Schüleraustausch mit Alabama in der 10. Klasse wußte
ich, dass ich zurückkommen wollte, um dieses Land näher kennenzulernen.
Nach meinem Abschluss beworb ich mich also als Au Pair. Ich ging damals
über EF Au Pair, das heute Cultural Care ist. Inzwischen ist das ganze
schon wieder fünf Jahre her und doch lebe ich noch heute von dieser
Erfahrung, erinnere mich sehr gerne zurück und habe auch nach wie vor
Kontakt zu meiner Au Pair Familie in den USA.
Es war eine wundervolle Erfahrung, eine der besten meines Lebens. Ich habe
in dem Jahr Erfahrungen gesammelt und fürs Leben gelernt, ich habe neue
Perspektiven gefunden, die Welt mit anderen Augen gesehen und eine
unglaubliche Leidenschaft fürs Reisen, andere Länder und Kulturen
entwickelt. Für mich hat dieses Jahr Weichen gestellt.

Der Bewerbungsprozess
Rückblickend war er eigentlich relativ einfach. Die Bewerbungsunterlagen
wurden von EF zugeschickt, man reichte sie ausgefüllt ein und wurde
anschließend zu einem Bewerbertag mit kurzem persönlichen Interview
eingeladen. Nach Aufnahme ins Programm hat EF mir eine passende Familie in
den USA gesucht. Diese war auch schnell gefunden, lebte in der Nähe von
New York City und hatte Drillinge im Kleinkindalter. Eine echte
Herausforderung. Meine potentielle Gastfamilie hat mich angerufen, etwa
eine Stunde mit mir telefoniert und eine Woche später wußte ich, dass sie
mich nehmen wollten.

Die Entscheidung
Familie und Freunde erklärten mich für verrückt...Drillinge?! So kleine
auch noch?! Sie wollten mir alle abraten. Mein Gefühl sagte mir, dass
diese Familie genau richtig ist, zu mir passt und ich auch die Drillinge
schon irgendwie beschäftigen würde. Mein Gefühl hatte mich nicht
getäuscht...

Anreise
Von der Gastfamilie wurde mein Flug bezahlt, den EF gebucht hat. Nach
Ankunft in New York ging es erst mal für eine Woche an die Au Pair School
auf Long Island. Das Programm war straff, Frühstück, Unterricht, Ausflüge,
Kinoabende, Dinner. Heimweh kam so nicht auf, man hatte gar keine Zeit
dazu. Nach einer Woche kam ich zu meiner Gastfamilie, die mich mit
Ballons, Kuchen etc. empfangen hat. Die drei Kleinen waren auch wirklich süß und wir haben uns gleich von Anfang an sehr gut verstanden.

Das Jahr
Meine Gastfamilie gab mir Zeit mich einzuleben, sie und ihre Kinder sowie Verwandten und die Umgebung kennen zu lernen. Ich hatte jegliche Unterstützung, sie motivierten mich zum Reisen und dazu Land und Leute zu erleben. Mit den Kindern kam ich schnell sehr gut klar, auch wenn die Tage oft lange und anstrengend waren. Man muss sich schon darüber im Klaren sein, dass man eine verantwortungsvolle Aufgabe hat und zum "Arbeiten" und nicht nur zum Vergnügen in den USA ist. Kindererziehung verlangt einem viel ab, ich wollte auch aktiv einen Beitrag dazu leisten und nicht nur an meinen eigenen Nutzen denken. Anders funktioniert das auch nicht. Man muss Kinder schon sehr mögen. Ich arbeitet in der Regel Montag bis Freitag, ab und an auch Samstag Vormittag oder Nachmittag, der Sonntag war frei, sowie ein langes Wochenende im Monat. Meine täglichen Aufgaben bestanden darin mit den Kindern zu spielen, wir gingen spazieren, auf den Spielplatz, in Krabbelgruppen, eine Musikstunde, hatten "Play Dates" mit anderen Kindern, fuhren in die Mall, usw. Gelegentlich habe ich auch abends babygesittet, damit die Eltern mal alleine ausgehen konnten. Mit dem Geld kam ich sehr gut aus, ich konnte viel reisen und zum Einkaufen hat es auch noch gereicht. So war ich an den Wochenenden oft in New York oder Boston, und habe auch andere Teile und Städte der USA kennen gelernt.

Sprache
War kein Problem. Mein Schulenglisch war ausreichend und ich habe jeden Tag neu dazu gelernt und kam mit perfekten Englischkenntnissen zurück ;-)!

Meine Erfahrungen
Ich hab in diesem Jahr so viel gelernt, wurde viel selbstständiger, wusste nach dem Jahr auf einmal was ich wollte und was nicht. Ich hatte die Möglichkeit ein anderes Land kennen zu lernen, hatte Städte wie New York, Washington, Orlando etc. gesehen und kam völlig verändert zurück - zum Positiven. Das Jahr hat mein Leben beeinflusst und ich würde jedem so ein Jahr im Ausland empfehlen. So lange man sich bewusst ist, was auf einen zukommt und bereit ist sein Leben ein Jahr lang vor allem "seinen" Kindern zu widmen. Sie nehmen einen Riesenstellenwert ein, rund um die Uhr, werden fast wie eigene Kinder. Ich habe nach wie vor Kontakt zu "meinen". Sie gehen inzwischen in die Schule, können lesen und schreiben und freuen sich jedes Mal, wenn ich zu Besuch komme für zwei, drei Wochen. Nach wie vor stehe ich im engen Kontakt zu meiner Familie dort und immer wenn ich wieder da bin, ist es als wäre ich nach wie vor ein Teil ihrer Familie.

EF Au Pair
Die Organisation hatte so ihre Haken...was einem alles in Deutschland als gegeben versprochen wurde, war nicht unbedingt dann so gegeben. Monatliche Meetings mit dem Local Childcare Coordinator und anderen Au Pairs fielen oft aus, ständiger Personalwechsel erschwerte den Kontakt. Da ich keine Probleme mit meiner Gastfamilie hatte, war dies nich so tragisch. Wer aber Probleme hatte, musste beharrlich sein und einige Geduld aufbringen.

Viel Erfolg für Dein Jahr als Au Pair ;-). Ich hoffe, das Lesen hat die Entscheidung etwas erleichtert.
Grüße,
Safiya
   

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