Umweltschutz statt Umweltschmutz

2  13.06.2003

Pro:
kann umwelt schützen

Kontra:
große lobby steht entgegen

Empfehlenswert: Nein 

allescaro

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Hallo, lieber Leser,

in diesem Artikel möchte ich einige Aspekte der Umweltpolitik der Bundesrepublik Deutschland ansprechen und aus verschiedenen Sichtweisen (Wirtschaft, Verbraucher- und Umweltschützer etc.) beleuchten.

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1. Atomkraftwerke
2. Regenerierbare Energien
3. Mülltrennung
4. Ozonschicht
5. Fazit

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1. Atomkraftwerke

Kaum kam die SPD-Grüne-Regierung 1998 in Deutschland an die Macht, machte sich das neu eingerichtete Umweltministerium unter Jürgen Trittin an die Arbeit, das Netz der Atomkraftwerke aufzulösen. Am liebsten wäre es den Grünen gewesen, sämtliche Atomkraftwerke innerhalb von 5 Jahren vom Netz zu nehmen und "somit das Volk zu schützen" (J. Trittin). Dies wurde durch die ziemlich große Lobby an Energiekonzernen verhindert. Besser gesagt: verzögert.
Bis 2032 sollen nun alle Atomkraftwerke heruntergefahren werden, die ersten schon in diesem Jahr.

Die Problematik dieses Atomausstiegs sind aus meiner Sicht folgende:

1.) Sobald eine Regierung, die gegen den Ausstieg ist, an die Regierung kommt, also z. B. CDU/CSU/FDP, so kann der Ausstieg wieder gestoppt werden und sämtliche Ausgaben, die im Millardenbereich liegen werden (bis 2032), waren umsonst.

2.) Wo liegt der Schutz hinter dem Ausstieg, wenn in BaWü ein Atomkraftwerk geschlossen wird un nur 100km westlich an der Grenze zw. Frankreich und Deutschland ein neues aufgebaut wird. Es bringt nichts, denn die Strahlung würde auch bis zu uns reichen. Wenn schon, müsste ein solcher Ausstieg auf europaweiter Ebene, am besten auf internationaler / weltweiter Ebene stattfinden. Nur dann könnte er zu einem zufriedenstellenden Erfolg führen


2. Regenerierbare Energien

Im Gegenzug zum Verzicht auf die Atomenergie sollen dem Bürger nun die regnerierbaren Energien als das beste und aktuellste verkauft werden. Damit könnten wichtige Naturressourcen gespart werden. Einige Beispiele:

a) Windkraft

Vorteil: Durch Windkrafträder, die sich drehen, kann Storm erzeugt und gespeichert werden. Wind vergeht nicht, er wird auch nicht wirklich verwertet, sondern nur die Bewegung, die er erzeugt, wird in Storm umgewandelt und dann verbraucht

Nachteil: Windkrafträder sind sehr laut, sehr teuer, in Süddeutschland wegen des wenigen Winds sowieso unrentabel und vor allem können sie unter Epileptikern Anfälle auslösen, weil diese ja auf die ewigen Bewegungen oder deren Schatten nervös reagieren und dies zum Anfall führen kann.

b) Wasserkraft

Auch Wasserkraft kann in Zukunft, nach den Vorstellungen von Herrn Trittin, für Stromgewinnung genutzt werden. Und zwar flächendeckend.

Aber gerade das Argument der flächendeckenden Ausbreitungsmöglichkeit für Wasserkraftwerke ist schwachsinn, weil dafür erst mal Stauseen, Wasserfälle und Flüsse vorhanden sein sollen. Und auch bei uns gibt es trockene Gebiete. Also ist hier schon mal ein komisches Argument, das keiner versteht.

Weiterhin sind alte Mühlen nicht fähig, für die anderen Strom zu erzeugen, also müssen neue gebaut werden, sogenannte Wasserkraftwerke. Diese kosten im Durchschnitt einige Millionen bis zu 20 Millionen (in der Grundausstattung) Euro.

Ist es das überhaupt wert?

Vorteil: Wasser wird nicht verbraucht, auch hier wird nur die Energie des Wassers entnommen und kann mehrfach genutzt werden.

Nachteil: um wasser zurück zum ausgangspunkt zu pumpen, kann es - bei einem fluss - passieren, dass künstliche Energie reingepumpt werden muss. Weiterhin ist es sehr teuer, ein Wasserkraftwerk-Netz aufzubauen.


3. Mülltrennung

Man kann es glauben, aber schon unter der CDU/CSU/FDP-Regierung unter Kohl gab es Mülltrennung. Mülltrennung hat entscheidende Vorteile, ich kann keine Nachteile erkennen, außer dass bei der Einführung vor vielen Jahrzehnten Kosten entstanden sind, da separate Container und Mülleimer bereit gestellt werden mussten, aber damals hatten wir ja auch noch genug Steuereinnahmen.

Vorteil: dadurch können recyclebare Materialien schneller wiederverwendet werden. Das spart Geld, Energie und vor allem werden nicht mehr so viele neue Rohstoffe verbraucht. Das ist ein sehr guter Vorteil des Recycle-Systems, zu dem die Mülltrennung einen großen Beitrag leistet.


4. Ozonschicht

Abschließend möchte ich auf ein Thema eingehen, dass uns allen in den letzten Tagen auf schlimme Weise vor Augen geführt wurde.
Wisst ihr woran es lag, dass wir seit 1-2 Wochen eine dermaßen große Hitze haben? Ja? Genau! Es liegt an der erschreckend dünn werdenden Ozonschicht. Diese Schützt die Erde vor den gefährlichen Ultravioletten Strahlen (UV-Strahlen) der Sonne. Je dünner diese Schicht wird, desto mehr und desto höher konzentriert können gefährliche UV-Strahlen auf uns treffen und desto heißer wird es dann.

Ein Beispiel dafür ist nicht nur die erschreckende Hitze in unsren Reihen, sondern auch die Tatsache, dass die Pole der Erde, also Nord- und Südpole, die normalerweise mit die kältesten Punkte der Erde sind, abschmelzen. Dadurch wird das gesamte ökologische Gleichgewicht der Erde durcheinander gebracht.

Jetzt die Frage: was macht die Politik dagegen?
Antwort: sie holt sich Geld bei den kleinen und sagt: wenn ihr das Geld sparen wollt, dann fahrt nicht mit dem Auto etc. Das Problem ist: ein Auto ist ein Grundbedürfnis (das ist rechtlich festgelegt) und somit ist es nicht möglich, eine Autosteuer einzuführen (es gibt natürlich noch den Weg über die Mehrwertsteuer etc.) Deshalb hat sich die "nette" SPD-Grüne-Regierung unter Schröder eine Mineralölsteuer ausgedacht. Wenn schon Autos gebraucht werden, die Ressourcen des Rohstoffs Erdöl sowie unsere Ozonschicht immer mehr aufgebraucht wird, dann holen wir uns lieber noch Geld dafür von den kleinen.

Das Problem ist aber: was ist mit Formel1-Rennen? Es wurde berechnet, das habe ich gelesen, dass während eines Formel1-Rennens so viel CO2 ausgestoßen wird, wie auf 100km auf der Autobahn in einer Woche. Man sollte erst mal bei den großen ansetzen, denn diese gefährden unsere Ozonschicht mehr, viel mehr, als die kleinen Leute insgesamt! Denn die kleinen Leute haben eine Verantwortung dahinter, dass sie mit dem Autofahren, die geben dem Geld Staat, durch die Einnahmen mit dem Auto (Fahrt zum Arbeitsplatz, Geschäftsreisen etc.), aber Formel1 haben keine Verantwortung hinter ihren Rennen. Das ist ungerecht, aber das scheint Herrn Trittin so ziemlich scheißegal zu sein. Entschuldigt den Ausdruck, aber ich finde dieses Verhalten von unserem Minister für Umweltfragen ziemlich verantwortungslos!


5. Fazit

Umweltschutz muss sein, schön und gut, das weiß auch ich und ich möchte die Umwelt auch schützen. Allerdings dürfen die Grundbedürfnisse der Leute nicht durch Gesetze der Regierung, die im Zuge der Umweltpolitik, gemacht werdne, eingeschränkt bzw. ganz gelöscht werden.
Ich finde die Umweltpolitik im Moment ziemlich falsch, da keine geeigneten Konzepte für die Rettung unserer Umwelt da sind bzw. keine Konzepte für die Umsetzung der eventuell vorhandenen Pläne da sind, und solange es diese nicht gibt, ist die Arbeit des Ministeriums, die im Moment darin besteht, dass den Leuten Geld aus den Taschen gezogen wird, umsonst.

Ich danke dir für deine Aufmerksamkeit
und freue mich auf eine Bewertung oder einen Kommentar.

Gruß, allescaro
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anchi

anchi

27.10.2003 20:49

Moin, Moin - warum "nur" ein hilfreich. Also in einigen Dingen hast Du recht – andere Argumente fehlen: z. B. Windkraft hat einen entscheidenden Nachteil, sie ist nicht speicherbar und steht nur sofort zur Verfügung. Außerdem haben wir hier in Schleswig-Holstein eine inzwischen schon regelrecht verbaute „Spargellandschaft“ mit ab und zu einigen toten Vögeln unter den Windrädern.....-oder Wasserkraft: hier fehlt völlig, das jedes Wasserkraftwerk nachhaltig extrem negativ auf den Lebensraum Wasser wirkt. Nur einige Beispiele: Sie sind Wanderhindernisse, trennen Lebensräume, haben einen schlechten Wirkungsgrad usw. Aber zu deiner Ehrenrettung: dieses Thema ist so vielschichtig und mit teilweise enormen Vorurteilen behaftet, das ich persönlich es nicht besser hätte machen können. Gruß aus dem Norden......Anchi

wonurbistdu

wonurbistdu

04.10.2003 10:57

Hallo! Du hast vollkommen recht! Jeder kann auch etwas tun. Ein BenzinPKW hat bei 20000 km einen CO2 Ausstoss von 4000 kg (bei einem Verbrauch von 5 Litern Sprit auf 100 km). Ein Diesel bei 20000 km einen CO2 Ausstoss von 4800 kg (beim selben Spritverbrauch). Da Luft aber nie in kg gemessen wird sondern im Volumen ergibt das ein CO2 Ausstoss Volumen von 2476800 Litern bei 20000 Diesel Kilometern. Jeder der seine gefahrenen km reduziert, reduziert auch den Treibhaus effekt. Eine Gasheizung hat pro Jahr 4 Tonnen CO2 Ausstoss. Wer eine Solaranlage hat, kann den CO2 Ausstoss um 1 Tonne pro Jahr reduzieren. Jeder kann etwas tun. Ich habe bei etlichen Berichten viele Tipps gegeben.

Premiumgluecksfee

Premiumgluecksfee

15.06.2003 18:15

Umweltschutz ist wichtig, ich habe mich auch schon viel mit Windkraft, Wasserkraft und Sonnenenergie beschäftigt.

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