Erfahrungsbericht über

Underworld (DVD)

Gesamtbewertung (21): Gesamtbewertung Underworld (DVD)

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Symbiose aus Blade, Matrix & Anne Rice

4  06.11.2004

Pro:
düster, kurzweilig, interessante, neue Ansätze

Kontra:
teils überladen

Empfehlenswert: Ja 

schranzkaenguruh

Über sich: Das Känguruh ciaot wieder!! In der Zwischenzeit haben sich Unmengen Lesungen angestaut, die ich nich...

Mitglied seit:21.04.2003

Erfahrungsberichte:160

Vertrauende:59

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 56 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Guten Morgen,

wie sicherlich die meisten regelmäßigen Känguruh-Stöberer wissen, verpasse ich die allerwenigsten, aus meiner Sicht lohnenswerten, Filme im Kino. Hin und wieder jedoch kann es schon einmal passieren, dass mir ein Film durch die Finger flutscht. Auf besonders tragische Weise hatte sich dies zur Laufzeit von „Underworld“ ergeben. Tragisch, wenn man meinen Faibel für düstere und mythische Atmosphäre, sexy Outfits in schwarzer Spitze und Lack und natürlichen Vampiren bedenkt.
Mein fataler Fehler, diesen Film zu verpassen, musste also mit dem Leihen der DVD Version ausgebügelt werden ...

:: U N D E R W O R L D ::
:: v a m p i r e s . v s . w e r e w u l f s ::


(1) Handlung
(2) Vampire
(3) Werwölfe
(4) Kommentar
(5) Horror & Gewaltfaktor
(6) DVD
(7) Fazit

:: (1) :: Handlung ::


Seit nunmehr 6 Jahrhunderten tobt im Untergrund eine Blutfehde zwischen Werwölfen und Vampiren: unerbittlicher Krieg.
Mit dem Tod von Lucien, dem Anführer der militanten Werwölfe, findet der primär tobende Krieg jedoch ein Ende. Craven aus dem Vampirvolk, für den Tod des Werwolfs verantwortlich, brachte ein Stück von dessen Haut mit einem besonderem Brandmal, um seinen Tod zu beweisen. Da Lucien aufgrund längst vergessener Ereignisse zwischen ihm und dem nun ruhenden Oberhaupt Viktor die Fehde am Leben erhielt, besteht für die Vampire nun keine drohende Gefahr mehr.
Die schöne Vampirfrau Celine, Adoptivtochter von Viktor, wird unterdessen drauf aufmerksam, dass die Werwölfe den jungen Mediziner Michael verfolgen. Aufgeschreckt von so viel Interesse ihrer Feinde an einem menschlichen Wesen, und von Michaels Wesen fasziniert, beschließt sie den jungen Mann zu retten, obwohl sie mit ansehen muss, wie er den verwandelnden Biss eines Werwolfs erhält.

Celine stockt der Atem, denn sie glaubt den angeblich toten Werwolfführer Lucien am Hals ihres geliebten Michael zu sehen. Ihr ohnehin schon aufgewühltes Misstrauen gegenüber Craven beginnt erneut aufzuflammen und sie glaubt an eine Verschwörung zwischen ihm und den Werwölfen. Während ein Orden Vampire auf dem Weg zur Vampirvilla ist, um den alten Herrscher Markus zu erwecken, ändert Celine eigenmächtig die Herrschaftsfolge und erweckt den Einzigen, dem sie vertraut: Viktor.

Schon bald sieht sich Celine nicht nur der Fehde zwischen Werwölfen und Vampiren und ihrer eigenen, verbotenen Liebe zu Werwolf Michael gegenüber, sondern auch einer Verschwörung im innersten ihres eigenen Ordens, der ihr alles zu nehmen droht, worauf sich ihr Leben stützt.

:: (2) :: Vampire ::


+ ZEITGEIST

Die Vampire aus „Underworld“ sind ein sehr gut organisierter Orden mit einem Hang zu Dekadenz und Arroganz. Sie leben, gleich des Zeitalters, in alten, edlen Gemäuern und lieben Dunkelheit und schwarze, sexy Stoffen. Ein opulentes Zeitalter aus Erotik, Verruchtheit und Geheimnis scheint in ihren Riegen nie untergegangen zu sein. Eine interessante Darstellung der immer sehr Vergangenheits-bezogenen Blutsauger.
Jedoch ist die Zeit nicht spurlos an den Vampiren vorbei gezogen: So sind sie nicht nur mit High-Tech Waffen, schnellen Autos und diversen technischen Spielerein im inneren ihrer Villa ausgestattet, sondern nutzen auch Handys und diverse andere Annehmlichkeiten der Moderne.
Diese Mischung aus althergebrachten und neuster Technologie gibt den charmanten Blutsaugern tatsächlich einen ganz neuen Reiz. Hier werden weder die übertriebenen Actionvampire aus „Blade“ wiedererweckt, noch die stets introvertierten Depressiven aus „Interview mit einem Vampir“ reanimiert. Eine gelungene Mischung aus den vielen bereits gezeigten Gesichtern der Vampirrasse.

+ HIERARCHIE

Wie bereits erwähnt, die Vampire leben in einem Orden zusammen. Hier haben sie klare Hierarchien und Richtlinien. Dabei gibt es jeweils drei Älteste, Markus, Viktor und Amelia, die immer abwechselnd herrschen: Zwei ruhen, einer herrscht. Auf diese Weise können sie ihre Kräfte möglicherweise besser schützen. Eine eindeutige Erklärung für diesen Umstand, lieferte der Film jedoch leider nicht.
Im Übrigen bleibt zu erwähnen, dass die Ältesten natürlich mit besonderen Kräften ausgestattet sind. Während „normale“ Vampire einem Werwolf ohne Diskuswaffen oder Schusswaffen kaum gewachsen sind, stellt er für Viktor keinen ernstzunehmenden Gegner dar.

+ WAFFEN

Wie bereits erwähnt, Pfeil und Bogen, Pflöcke und Silberkugeln sind out. Lediglich der Älteste Viktor benutzt ein besonderes Schwert, um sich gegen seine Angreifer zur Wehr zu setzen, wobei dieser aufgrund seiner Stärke auch eher weniger Gegenwehr zu erwarten hat. Die Übrigen des Vampirclans sind mit verschiedenen, hochmodernen Gerätschaften ausgestattet: Celine verfügt in einer Szene zum Beispiel über kleine Diskuswerfer, ganz ähnlich die aus dem Film „Alien vs. Predator“ ;). In den allermeisten Fällen jedoch wird auf besondere Schusswaffen mit Silberkugeln oder später auch flüssigem Silbernitrat zurückgegriffen.

+ FEHDE

Aus Sicht der Vampire ist die Blutfehde entstanden, weil die Werwölfe erbarmungslos alles niedermetzeln, was ihnen in den Weg kommt. So glaubt auch die schöne Celine daran, dass ihre Familie von Werwölfen dahingerafft wurde, bevor Viktor sie fand und zur Vampirin erschuf. Aus Hass um ihre verlorene Familie macht sie erbarmungslos Jagd auf die wolfsähnlichen Kreaturen, bis die Intrigen und Verstrickungen ihres eigenen Ordens plötzlich in Frage stellen, wer wirklich für den Tod ihrer Familie verantwortlich war...

:: (3) :: Werwölfe ::


+ ZEITGEIST

Über den Zeitgeist der Werwölfe ist wenig zu erkennen. Da sie für einen langen Teil des Filmes primär auf der gegnerischen Seite stehen, wird ihre Kultur leider sehr wenig beleuchtet. Sie wirken wilder und unorganisierter als die Vampire, haben sich in ihren Waffen aber auch der Moderne angepasst. Sie leben im Untergrund um ihren Führer Lucien, der sich aus einem Pakt mit Craven heraus, vor den Vampiren verbirgt.

+ WOLFSKÖRPER

Anders als die Vampire verfügen die Werwölfe natürlich über zweierlei Gestalten: Die Menschliche und die des Werwolfs. Wie uns verschiedene Filme des Genres bereits eindrucksvoll demonstrierten ist es sehr leicht die Kreaturen wie Peinlichkeiten in Fell anmuten zu lassen. An dieser Stelle sei Beispielsweise der Flokatisack mit unbeweglichen Hörnerohren aus „van Helsing“ oder auch der durchs Gebüsch geschobene Plastikkopf eines Wolfes aus „Bad Moon“ erwähnt. Wenngleich es sicherlich schwierig ist einen glaubwürdigen Werwolf darzustellen, ist es in den allermeisten mir bekannten Filmen nicht gelungen.
Die Werwölfe aus „Underworld“ jedoch haben gegenüber allen bisherigen Werwölfen einen rasenden Vorteil: Sie sind schnell, beweglich und lassen Ganzkörperdarstellungen zu. Etwas, was im Genre „Werwolffilm“ eher außergewöhnlich ist. Dies allein fand ich ziemlich positiv und begeisternd.
Die Gestalt der Werwölfe an sich hat mich zwar nicht vom Hocker gehauen, aber andererseits auch nicht enttäuscht. Neu ist, dass die Werwölfe nicht ganz so behaart sind wie normal, was sie vom ewigen Flokati Image befreit. Ihre Haut ist dunkel und der Körper stabil aber doch dem Wolf sehr nahe. Dieser Umstand hat mir persönlich sehr gut gefallen, da ich das vermenschlichen von Werwölfen nie besonderes realistisch fand. Durch den aufrechten Gang beispielsweise haben schon einige der tierischen Verwandten einiges an Beweglichkeit und Schrecken eingebüßt. Nicht in diesem Film: Die Werwölfe gehen, springen und schnellen auf vier Beinen los und strotzen so nicht nur vor Kraft und Energie, sondern auch vor Wendigkeit.
Die gute Umsetzung des Werwolfs ergibt sich für mich wirklich daraus, dass man den Werwolf hier zum Tier gemacht und nicht zur gleichberechtigten Symbiose aus Mensch und Wolf.
Der Kopf des Werwolfs, der mit Sicherheit darstellerisch schwierigste Teil, ist ebenfalls gut gelungen. Die Köpfe sind sehr massiv, wirken robust und nicht zu schreckenerregend. Auf großartige Entstellungen und zu bestialische Zähne wurde ihr zugunsten einer halbwegs realistischen Anatomie verzichtet, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Allein diese neue Art Realismus, mit der die hyänenartigen Tiere durch die Welt springen, verleihen ihnen einen ganz besonderen Schauder.

+ VERWANDLUNG

Ein weiterer kritischer Teil eines jeden Werwolf Spektakels: Die Verwandlung. Oftmals lächerlich, oftmals gut gelungen. Jedoch noch immer ein Element, durch das viele Filme ihren Reiz verlieren, wie ich finde. Wenn sich der Werwolf in umständlichen Attacken unglaubwürdig oder reißerisch verwandelt, nimmt der Schauder ab.
Besonders gut wird hier auf die erstmalige Verwandlung von Michael zum Werwolf eingegangen, die sich als sehr, sehr schmerzvoll erweist. Geübte Werwölfe jedoch sind nicht, wie sonst üblich, Sklaven ihrer animalischen Triebe oder gar an den Vollmond gebunden: Dieser wird nur zur erstmaligen Erweckung benötigt, während die Werwölfe danach eigenständig ihrer Verwandlung kontrollieren können und auch im Körper des Wolfes noch vollkommen Herren ihrer Sinne sind. Eine sehr schöne Alternative zu Allem, was wir bisher kennen.
Die Verwandlung an sich findet einmal als Schattenspiel statt, was mir persönlich unheimlich gut gefallen hat. Ihr sieht man das Schütteln des Körpers und die Veränderung der Gliedmaßen deutlich aber nicht zu deutlich. Manchmal ist es einfach reizvoller, etwas nicht zu sehen. Die Verwandlungen die man deutlich sieht fand ich mäßig bis einigermaßen in Ordnung aber nicht wirklich berauschend. Die Transformation des Kopfes hat eher wie eine Explosion gewirkt und lässt die Vorstellung, dass eine Rückverwandlung möglich ist, wirklich nur schwerlich zu. Ein kleiner Wermutstropfen der ansonsten so schön dargestellten Spezies.

+ WAFFEN

Auch die Werwölfe bedienen sich modernster Ballerwaffen. Neuste Errungenschaft gegen die Vampire sind besondere Kugeln, die UV Sonnenlicht enthalten. Weniger angenehm für die davon getroffenen Unsterblichen, die sofort wie unter Sonnenlicht verglühen. Aber auch der animalische Körper dient als Waffe, denn dem ist ein unbewaffneter „normaler“ Vampir nicht gewachsen.


:: (4) :: Kommentar ::


Underworld ist eine Symbiose aus vielen modernen Kultfilmen. Er erhebt die beiden bekanntesten Spezies des Horrorgenres nicht nur zu je einer eigenständigen Zivilisation und in eine verstrickte Blutfehde, sondern verleiht ihnen neben historischen Wurzeln auch modernste Züge. So jagen die Vampire im Stil vom Klassiker Matrix erbarmungslos mit High Tech Waffen, wortkarger Coolness und Latex Outfits durch den Untergrund, während die Werwölfe im Stil von Blade zwar brutal und zielstrebig aber doch eher pragmatisch agieren. Eine wunderschöne Kombination aus den großen Kultfilmen unserer Zeit, die überdies viele Klischees beider Spezies verbinden.

Gut gelungen ist auch die Theorie über die Entstehung beider Spezies, die ich hier jedoch nicht vorweg nehmen möchte. Wer jetzt die Hände über dem Kopf zusammenschlägt und an dümmliche Theorien aus „van Hesling“ denkt: Keine Angst, hier hat man sich doch etwas mehr Mühe gemacht.
Generell wirkte Underworld wie die gelungene Alternative zu van Helsing. Auch hier geht es um die Erschaffung einer neuen Spezies, um die Fehde zwischen Werwölfe und Vampiren (wenn gleich sicherlich sehr viel deutlicher und vordergründiger) und um die Verbindung verschiedener Horrormythen miteinander. Gleichermaßen sind beide Filme eher im Action- als im Horrorgenre anzusiedeln.
Wo van Hesling jedoch schnell mit einer schlechten, unschlüssigen Story und vielen Übertreibungen hinten ab fiel, von Logik wage ich nicht zu sprechen, konnte Underworld größtenteils bestehen und hatte immerhin eine schlüssige und konsequente Story zu bieten, wenngleich sich über deren Qualität sicherlich streiten lässt.

Über die Liebesgeschichte zwischen Michael und Celine war und bin ich allerdings sehr skeptisch. Im rasanten Actionfilm Underworld ist kaum eine Atempause gelassen, die eine wirkliche Verbundenheit der Beiden zeigt. Ein paar Minuten weniger Geballer und dafür mal eine heiße Kussszene mit einem Hauch von Erotik und nicht diese scheuen Teenieküsse, hätten diesen Aspekt des Filmes vielleicht mehr unterstrichen und so auch glaubwürdiger erscheinen lassen. Nein, ich bin kein Fan von Kitschszenen, um die Herzen zu besänftigen. ABER: Wenn mit einer solchen Story schon begonnen wird (und die nimmt im Film einen wichtigern Stellenwert ein, als man zunächst ahnt) sollte man sie zumindest auch konsequent durchführen. So war ich schon ein wenig enttäuscht, andererseits aber auch erleichtert, dass uns Herzschmerzarien a la Trinity erspart blieben. Trotzdem beharre ich auf meinem Standpunkt: Wenn das Ganze schon Teil der Story ist, sollte es auch etwas besser rübergebracht werden. Schade, eigentlich.


:: (5) :: Horror & Gewaltfaktor ::


Die DVD enthielt den Extended Cut des Movies, weshalb der Film auch nicht mehr jugendfrei war. Diese Version ist etwa 12 Minuten länger als die Kinofassung.
Da ich mich persönlich fragte, was den Film denn nun eigentlich „nicht jugendfrei“ macht, habe ich beschlossen hier auch mal Gewalt- und Horroraspekt des Films anzuschneiden, was eher ängstlichen Zuschauern vielleicht auch die Kaufentscheidung erleichtert.

Sicherlich enthält auch dieser Film, ähnlich wie Matrix oder Blade, Gewaltszenen. Doch selbst in der DVD Version, die ja wie gesagt nicht jugendfrei ist, konnte ich keine – für die heutige Zeit – übertriebene Gewalt feststellen. In nahezu jedem Film den ich in der letzten Zeit gesehen habe, zumal aus dem Genre Horror, werden einige Statisten runtergemetzelt, niedergeschossen oder einfach mal über den Haufen gemordet. So auch hier. Was den Film allerdings etwas abschwächt ist, dass hier hauptsächlich anonyme Personen sterben und dies, bis auf wenige Szenen, nicht übertrieben blutgierig dargestellt wird. Die Einstufung als nicht jugendfrei finde ich insofern sinnvoll, das sich Filme dieser Art Kindern generell nicht zugänglich machen würde. Schwachsinnig ist es allerdings insofern, dass viele Filme ab 12 oder 16 zum Teil schlimmere Gewaltszenen enthalten. Gewaltszenen gehen in der Schnellläufigkeit des Filmes sowieso größtenteils unter. Lediglich ein schräg gespaltener Kopf ist etwas gruselig, aber auch wiederum so schnell vorbei, dass sich das Wegschauen kaum lohnt.
Persönlich kann ich den Film guten Gewissens auch etwas Schwächeren Gemütern empfehlen.

Der Horrofaktor versinkt neben all der Action sicherlich im Hintergrund. Da die Protagonisten Werwölfe und Vampire sind, verlieren beide Species etwas von ihrem Schauder. Es ist also sicherlich kein Film, nachdem man das Licht für einige Zeit anlassen muss. Ich persönlich bin speziell nach Werwolf Filmen häufig geneigt etwas ängstlich zu sein, denke aber das „Underworld“ doch eher in der Riege der Actionfilme spielt und so unbedenklich ist.
Wer sich an Filme wie „Blade“, „Bram Stokers Dracula“ oder auch „John Carpenters Vampire“ nur mit Grauen erinnert, könnte sich „Underworld“ doch etwas unbedenklicher nähern und wird hier sicherlich eher auf seine nicht-allzu-gruseligen Kosten kommen. Vom Grusellevel her würde ich Underworld ähnlich einstufen wie „van Helsing“.
Also keine Angst vor durchzechten Nächten ;)


:: (6) :: DVD ::


+ QUALITÄT

Die Bildqualität der DVD lässt, ebenso wie der Ton, keine Wünsche offen. Zwar bin ich sicherlich kein DVD Experte, konnte aber keine qualitativen Störungen feststellen. Um meine Meinung etwas zu fundieren möchte ich hier auf einen aktuellen Bericht der Zeitschrift „Cinema“ (Ausgabe 11/04) verweisen, die Bild- und Tonqualität der DVD als „brilliant“ wertet.

+ EXTRAS

Die DVD bietet über 100 Minuten Zusatzmaterial, die ich mir allerdings nicht angesehen habe. Enthalten sind u.a. Audiokommentare, Trailer und Making Off’s. Die Extras der DVD werden vom Magazin „Cinema“ (Ausgabe 11/04) ebenfalls als exzellent bewertet.

+ EXTENDED CUT

Im Übrigen ist auf der DVD der Extended Cut des Movies enthalten, der nicht mehr jugendfrei und zwölf Minuten länger ist.

:: (7) :: Fazit ::


Eine schöne Mischung verschiedener Kultfilme: Blade, Matrix und Andere vereinigen sich in einem Film, der zusätzlich auch noch einige neue Komponenten liefert. Das Actionfeuerwerk mit düsterer Atmosphäre erzeugt Spannung, manchmal vielleicht einen sehr, sehr kleinen Schauer, Faszination und auch etwas Gefühl. Ein Film dem an und für sich nichts fehlt, der gute Elemente hat aber bei dem, zumindest ich, letztlich doch das Gefühl hatte, das irgendetwas doch fehlte.
Auch wenn also das große Highlight ausbleibt, ein sehr schöner, kurzweiliger Film, der die Genre Action und Horror gut mit einander verbindet und dabei doch noch zugänglich auch für schwächere Gemüter bleibt. Lohnenswert ist er auf jeden Fall.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
logan

logan

19.11.2008 18:33

Habe den Film jetzt endlich gesehen, nachdem ich vor einer halben Ewigkeit diesen Bericht hier las. Was soll ich sagen? Ist natürlich immer noch gut geschrieben, und den meisten Punkten kann ich dir beipflichten. Allerdings haben mich die Werwölfe in ihrer Wolfsgestalt nicht so ganz vom Hocker gehauen, und wie auch du bemängelt hast fehlten mir da einfach ein paar Hintergründe um sie verständlicher zu machen und mehr Identifikationsfläche zu bieten. Eigentlich finde ich die Viecher nämlich sehr faszinierend. Nun ja, und in der physischen Gestalt fand ich sie bei "Dog Soldiers" (2001) besser gelungen. Verglichen mit dem Sequel finde ich sie in "Underworld" im Großen und Ganzen aber noch recht gelungen. Gerade das Anonyme Statistensterben, aber auch die mangelnde Tiefe der etwas wichtigeren Nebenfiguren ist mir ziemlich bitter aufgestoßen. Und die "düstere Atmosphäre" fand ich dann so düster auch wieder nicht. Der Film setzte eben lieber auf Coolness und einige rasante Wendungen im Plot. Kurzweilig ja, aber leider nicht dramatisch genug. Dafür blieben mir die Figuren einfach zu blass. Was hältst du eigentlich von der Fortsetzung? Ich fand sie miserabel.

dominikweb

dominikweb

25.09.2005 20:25

Wirklich ein super Bericht über meinen Lieblingsfilm, ich kann dir in wirklich allen Aspekten nur noch Recht geben!!! Das einzige Manko ist wirklich: Kate Beckinsale wird im Fil zwar als "Celine" angesprochen(ich hätte es selber so geschrieben), aber es wird "Selene" geschrieben =) (Hab sonst keine Kritikpunkte finden können und das ist doch langweilig, oder^^) Aber deine Erläuterungen zu Vampiren und Werwölfen sind wirklich ganz große Klasse LG dominik

Skywalkeratwork

Skywalkeratwork

22.01.2005 13:37

Selten so einen guten DVD-Bericht gelesen!Gruß Sascha

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