... Insofern hat dieser Bericht doch etwas mit Barcelona zu tun ;)
Es handelt sich um "Unheil" von Wolfgang Hohlbein, das sein düsterstes Buch sein soll. Also keine kindlichen Helden in fremden Welten, worauf ich jetzt keine Lust hatte. Also gab ich dem Buch eine Chance.
Handlung:
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Erfahrungsbericht von Cuchulainn1981 über Unheil / Hohlbein, Wolfgang 27. Dezember 2008
Produktbewertung des Autors:
Niveau:
anspruchsvoll
Unterhaltungswert:
hoch
Spannung:
ziemlich spannend
Humor:
durchschnittlich humorvoll
Aufmachung:
ok
Pro:
Spannende, unterhaltsame, abwechslungsreiche Geschichte
Kontra:
Hier da mal eine kleine Lücke in der Handlung
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Ich möchte meine Barcelona-Berichte mal kurz unterbrechen und meine Urlaubslektüre vorstellen. Immerhin hatte ich längere Busfahrten und den Flug vor mir, so dass ich ein dickes Buch gebraucht habe. Insofern hat dieser Bericht doch etwas mit Barcelona zu tun ;)
Es handelt sich um "Unheil" von Wolfgang Hohlbein, das sein düsterstes Buch sein soll. Also keine kindlichen Helden in fremden Welten, worauf ich jetzt keine Lust hatte. Also gab ich dem Buch eine Chance.
Handlung: --------------- Ein besonders grausamer Mörder treibt sein Unwesen in der Stadt. Mehrere junge Frauen sind ihm bereits zum Opfer gefallen. Mit Hilfe einer ausgeklügelten Technik hat er seinen Opfern das Blut ausgesaugt, bis sie verblutet sind. Deswegen wird er "der Vampir" genannt.
Conny ist Polizistin und arbeitet bei der SOKO Vampir mit. Die Tochter ihrer Freundin war das erste Opfer des Mörders und so wurde Conny in die Ermittlungen hineingezogen. Gegen den Willen des Leiters der SOKO, Eichholz, wurde sie in die Sonderkommission aufgenommen. Conny möchte alles tun, um den Mörder des Mädchens zu finden und zu bestrafen. Die Verachtung, die ihr von Eichholz entgegenkommt, macht ihre Arbeit nicht unbedingt leichter. Der Polizist Trausch scheint ihr einziger Kollege zu sein, der sie mag.
Ein Informant möchte Conny in einer Gothic-Disco treffen. Er behauptet, er wüsste, wer der Vampir ist. Allerdings möchte er nur mit Conny sprechen. Der geheimnisvolle Fremde, der sich Vlad nennt, zeigt ihr tatsächlich das Versteck des Vampirs und Conny kann einen weiteren Mord verhindern. Der Täter entkommt allerdings.
Vlad versorgt Conny mit weiteren Informationen und so können sie schließlich einen Herrn Aisler als den Vampir identifizieren. Mit Vlads Hilfe kann Conny den Vampir töten und wird damit zur Heldin.
Doch damit fangen die Probleme erst an. Trotz ihrer Erfolge schikaniert Eichholz Conny weiterhin, vor allem wegen des seltsamen Informanten, den noch niemand gesehen hat. Außerdem verschwindet Aislers Leiche aus der Gerichtsmedizin und einige Zeit später gehen die Morde weiter. Videokameras zeichnen Aisler auf - lebendig wie eh und je!
Für Conny beginnt ein nicht enden wollender Alptraum, denn Aisler schwört ihr Rache. Zusammen mit seinen Anhängern macht er Jagd auf Conny und Trausch, ihren einzigen Verbündeten. Und welche Rolle spielt Vlad in der ganzen Sache? Ist er wirklich ein Freund oder arbeitet er mit Aisler zusammen?
Die beiden Polizisten werden immer tiefer in eine Geschichte verstrickt, die jeder Vernunft spottet, und begegnen Wesen, die es eigentlich nicht geben dürfte.
Meinung: ------------- Das ist also Hohlbein düsterstes Werk. Und das stimmt auch. Düster ist das Buch wirklich. Wir haben hier eine Geschichte über Vampire, allerdings nicht mit strahlenden Vampirjägern, die mit Pflöcken und Silberwaffen bewaffnet sind. Diese Geschichte spielt in unserer Welt und handelt von einem grausamen Mörder.
Die Helden sind gewöhnliche Menschen. Conny ist eine einsame Frau, die ständig Ärger mit ihren Vorgesetzten hat und die erkennt, dass sie ihr Leben hätte anders führen müssen. Ähnliches gilt für Trausch. Man erfährt nicht viel über sie, aber genug um zu wissen, dass sie doch etwas traurige Figuren sind.
Die Orte sind genauso düster wie die Handlung. Dunkle Discos mit flackernden Lichtern und wummernden Bäsen, düstere Wohnungen, der Fenster mit schwarzen Folien verdeckt sind, Tiefgaragen, die noch nie Tageslicht gesehen haben. Über der ganzen Geschichte hängt ein Unheil verkündender Schleier.
"Unheil" ist wesentlich pessimistischer als andere Werke Hohlbeins. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass er aus seinem üblichen Muster ausgebrochen ist. Es geht nicht um die Rettung einer ganzen Welt, sei es nun die unsere oder eine fremde, sondern schlicht und einfach um die Ergreifung eines Mörders.
Es ist eine sehr actionreiche Geschichte, in deren Verlauf Conny und Trausch mehrmals angegriffen werden und ganz schön einen auf den Deckel bekommen. Bei Beschreibungen ist Hohlbein hier alles andere als zimperlich. Die grausamen Praktiken des Mörders sieht man geradezu vor sich und so kann die Geschichte dem ein oder anderen bei bestimmten Stellen schon auf den Magen schlagen.
Aber das Buch ist spannend, mitreißend, man will es nicht mehr zur Seite legen. Am besten liest man es, wenn es dunkel ist. Nicht, weil es besonders unheimlich wäre (das ist es nicht unbedingt), sondern weil der meiner Meinung nach pessimistische, beunruhigende Stil dann noch besser zur Geltung kommt.
Aber trotz allem schafft es Hohlbein auch, Humor in die Geschichte zu packen. So beschreibt er die Gothic-Fans in der Disco beispielsweise: "Schwarz auf schwarz und das Ganze geschickt zur Geltung gebracht mit ein paar schwarzen Accesoires." Auch die Personen untereinander tauschen immer wieder kleine Neckereien und Witze aus, die die Handlung auflockern und den Charakteren mehr Schliff verleihen. Manchmal hat man dann doch tatsächlich noch was zu lachen.
Aber bei all dem Lob muss es auch ein wenig Kritik geben. Leider ist die Geschichte stellenweise etwas verwirrend und leider gibt es die ein oder andere Lücke in der Handlung. Gerade am Schluss fallen diese Lücken auf, weil nicht alle richtig gestopft werden. Das soll jedoch nicht zu sehr stören und kann bei dem Rest der Geschichte durchaus akzeptiert werden.
Als ich das Buch in den Händen hatte, habe ich befürchtet, Vampire seien ein ausgelutschtes Thema, aus dem sich keine gute Geschichte mehr machen ließe. Aber anscheinend habe ich mich getäuscht. Es geht durchaus noch, Vampire in einer vernünftigen Erzählung zu verarbeiten.
Fazit: ------- Alles in allem kann ich "Unheil" nur ein dickes Empfehlenswert verabreichen. Wer sich für eine düstere Fantasygeschichte interessiert, die nicht in fremden Welten, sondern in unserer Realität spielt, ist mit "Unheil" gut bedient. Es ist vielleicht nicht das geniale Meisterwerk Hohlbeins, aber es ist eine spannende Lektüre, die den Leser nicht kalt lässt. Und die 600 Seiten spürt man auch nicht - sie sind recht schnell rum für die Menge.
In dem Sinne wünsche ich euch viel Erfolg bei der Jagd auf den Vampir und bedanke mich fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren.
Daten zum Buch: ------------------------ Titel: Unheil Autor: Wolfgang Hohlbein ISBN-10: 3492701566 ISBN-13: 978-3492701563 Verlag: Piper Preis: 19,90 Euro 608 Seiten
...~Meinung~
Es wurde gesagt, Unheil sei Hohlbeins düsteres und schnellstes Werk. Und das ich nicht ganz falsch erklärt. Der Roman spielt in keinem Fantasie-Land und es ist auch kein Kind der Held, wie man es aus vielen Hohlbein Büchern gewohnt ist. Polizistin Conny erhält in ihrem neuesten Fall wo es um einen Vampir geht, Hinweise von einem unheimlichen Mann namens Vlad. Ihn hat sonst kaum einer gesehen, er erscheint immer in merkwürigen Situationen ... ...zu versetzen, in der das Unheil regiert.
Auffällig ist bei diesem Buch wieder die Aufmachung des Covers. Es ist sehr gut gelungen und passt perfekt zu dem Buch. Auch wenn man das Cover vom Buch abnimmt, sehen die Buchrücken noch ansprechen designt aus. Dieser Roman sieht auch in der Schrankwand toll aus.
~Infos~
Preis: 19,90 €
Verlag: Piper
Erschienen: November 2007
Seiten: 640
~Fazit~
Unheil ist spannend und wird jedem Hohlbein Fan oder ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
...Hagens Heimat liegt im hohen Norden, doch seine Treue gehört König Gunther von Burgund, dessen Waffenmeister und engster Vertrauter er ist. Seine Liebe, wenn es je eine in seinem Leben gegeben hat, gehört Gunthers Schwester Kriemhild. Die Ankunft des Recken Siegfried von Xanten an Gunthers Hof in Worms kündet von drohendem Unheil. Nur zu deutlich wird Gunthers Schwäche offenbar - und nur zu bald die verhängsnisvolle Liebe zwischen Siegfried und der Thronerbin Kriemhild.
Der Autor
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WolfgangHohlbein hat sich seit Anfang der achtziger Jahre einen wachsenden Leserkreis in Fantasy, Horror und Science Fiction erobert und ist so zu einem der erfolgreichsten deutschen Autoren geworden. Zuweilen schreibt er zusammen mit seiner Frau Heike an einem Buch. Er lebt mit ihr und einem Heer von Katzen in seinem Haus in Neuss. (keine...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
sehr hilfreich 20.10.2005
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