Erfahrungsbericht über

Unimet UD 587036 BIO Hornspa Aussen ORG-Pulv. 1000G

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Einfach den Garten zum Urwald machen

5  20.07.2011

Pro:
Natürlich, einfach, schnell und sehr effektiv düngen

Kontra:
Woher die Hornspäne nun genau von Unimet kommen kann ich nicht sagen

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Ergiebigkeit

Umweltverträglichkeit:

Wirkung


mmlstars

Über sich: ★✿¸ڿڰ ۣ✿ Nur Persönlichkeiten bewegen die Welt, niemals Prinz...

Mitglied seit:30.08.2010

Erfahrungsberichte:212

Vertrauende:36

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 69 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Ja, wir sind bekennende Laubenpieper!

Wir haben eine Scholle, einen Schrebergarten, Heimgarten, Kleingarten oder auch Pachtgarten gennatn.
Unser Kleingartenverein liegt nur einen Ort weiter und somit natürlich auch am Wasser.
Hier finden wir in unserer Nähe ein kleines Stück Garten nur für uns.

Wir teilen uns den Garten mit Obst, Gemüse, Zierpflanzen und Nutzpflanzen und natürlich auch einer Rasenfläche.
Neben der Laube haben wir natürlich eine Spielfläche für die Kinder. Doch auch wenn wir gute Luft haben und direkt an der Ostsee sind, so wachsen und gedeihen die zarten Pflänzchen nicht alleine von Luft und Liebe.

Jedes Jahr wieder wird es Zeit etwas zu düngen.
Dieses Jahr (und die letzten Jahre davor) habe ich mir die Unimet Hornspäne gekauft. Diese gab es im örtlichen Baumarkt für 5,99 Euro. In einem Sack findet1 Kilo Honrspäne von Unimet.




Der Hersteller:

Unimet GmbH & Co.
Zentral-KG
Postfach 1162
28872 Oyten


Was ist das?

Es handelt sich hier um Naturdünger der eingesetzt wird zur gezielten Stickstoffdüngung.
Man findet also 14 % Prozent organisch gebundenen Stickstoff.

Im Gegensatz zu chemischen Dünger werden hier die Nährstoffe nach und nach in den Boden abgegeben. So werden die Pflanzen und der Boden ganz langsam und schonend versorgt.
Ein weiterer Vorteil ist, das man nicht saisonal gebunden ist.


Düngen mit Hornspänen:

Wenn man einen Dünger kaufen möchte, so steht man im Handel vor der Frage aller Fragen: Biodünger oder Kunstdünger?

Ist Biodünger auch Biodünger? Doch dazu komme ich weiter unten.

Als Biodünger gilt hier alles, was aus nachwachsenden Rohstoffen (also natürlichen) ist.
Hornspäne sind also ganz genau ein organischer Stickstoffdünger.

Als ich also so vor dem Regal das erste Mal stehe, bringt mich die riesige Auswahl fast um den Verstand. Ich will doch nur düngen...
Zum Glück fiel mir noch rechtzeitig ein, das unser Kleingartenverein es nicht so gerne sieht, wenn man Kunstdünger nimmt.
Also griff ich beherzt zu den Hornspänen, den die hatte ich bei Nachbarn schon gesehen.

Wenn man sich mit dem Thema beschäftigt so bekommt man so viele verschiedene Informationen, so das ich hier versuche mal grob alles zu erklären.
Hornspäne sind als Alleindünger nicht immer ausreichend, doch kann man mit vielen kleinen Dingen aus dem Haushalt hier tricksen (Kaffesatz, Bananenschalen, Eierschalen use.), ohne auf teuren Kunstdünger zurück zu greifen.

Welchen Dünger man nur eigentlich braucht hängt von der Bodenbeschaffenheit, den Pflanzen und natürlich auch vom Klima ab.
Wir haben einen sehr lehmhaltigen Boden und brauchen dann und wann schon einmal Dünger um den Boden fit für die Saision zu machen.
Gerade im Gemüsebeet arbeite ich die Hornspäne im Herbst zusammen mit den Kompost ein.
Auch wenn wir jedes Jahr die Pflanzfolge wechseln, so haben die Pflanzen doch unterschiedliche Bedürfnisse. Unser Kohl gehört zu den Starkzehreren der den Boden alle Nährstoffe entzieht. Die Tomaten sind da nicht so, die nehmen nicht alles raus. Die Kräuter folgen auf den Kohl, den diese sind sogenannte Schwachzehrer.

Hornspäne kann man das ganze Jahr über als Dünger nehmen. Ich nutze sie pi mal Daumen zwei Mal im Jahr, besonders aber in der Wachstumsphase.
Im Gemüsebeet werden die Hornspäne im Herbst auf das Beet gestreut und dann mit einer Harke in den Boden untergearbeitet.
In Blumenbeeten verteile ich die Hornspäne meist 2 Mal im Jahr und zwar im Herbst und im Frühling. Sie werden auf dem Boden verteilt und mit einer kleinen Harke in den Boden gearbeitet.
Habe ich mir eine neue Pflanze gekauft oder eine ältere umgesetzt so hebe ich ein Loch für die Pflanze aus und gebe ca. eine Handvoll von den Hornspäne dazu. Pflanze rein, gut angießen und mein Dschungel kann wachsen.

Warum auch immer, wuchern meine Pflanzen als wenn ich den super-truper-duper Dünger nehme.
Meine ältere Gartennachbarin kriegt die mittlere Krise, wenn ich mit meiner Naivität da ran gehe und alles blüht als wäre es gedopt. Ich mach nichts, ehrlich!!!

Bei unseren Bäumen mach ich es ähnlich.
Hier nehme ich meinen Unkrautstecher und mache rund um den Baum vorsichtig ein paar Löcher. Dort kommen je nach Lochgröße eine kleine Menge Hornspäne rein, noch etwas Wasser dazu und das Loch wird wieder geschlossen.
Im Herbst streue ich noch Hornspäne auf den Komposthaufen, so kann der Stickstoff sich frei entfalten und meinen Kompost richtig schön machen. Immer wenn ich mal ein paar Hornspäne übrig haben, dann streue ich sie über den Komposthaufen.
In unserem Hochbeet haben wir Rindenmulch ausgelegt. Hier wird auch mit Hornspänen gedüngt. Rindenmulch entzieht dem Boden Stickstoff und ich führe den Stickstoff über die Hornspäne wieder hinzu.
Hornspäne kann man aber auch für Balkon- und Kübelpflanzen nehmen.

Einen kleinen Sack habe ich auch auf dem Balkon und meine Kästen gleichen einen Urwald - meine Nachbarn hassen mich deswegen, weil sie mir nicht glauben das ich nur Hornspäne reinmache :o)


Das große ABER:

Nun muss ich mal wieder etwas ausholen... seufz.

In unserer Kleingartenanlage haben wir eine Laubenpieperin die extrem ökologisch-pädgogisch wertvoll ist und uns allen mit ihren oberlehrerhaften Belehrungen auf den Keks geht.
Da sie aber schon etliche Abmahnungen bekommen hat, wird sie wohl bald ohne Garten sein.
Auch in einem Schrebergarten muss man sich an Regeln vom Verein halten.
Diese besagte Damen malträtierte uns damit, das man ja nichts anderes außer Hornspäne oder Hornmehl nehmen dürfen. Alles andere wäre ökologisch nicht korrekt.
Anbei sei bemerkt, dies ist eine vegane Tierschützerin.
Und nun komm ich... :o)

So nett und freundlich wie ich bin, habe ich meine kleine Nervensäge mal gefragt ob sie denn wüsste was Hornspäne denn seien und da kam meine Stunde des Triumphs.
Und da ich so unglaublich nett bin, habe ich meine unwissende Nachbarin in diesem Punkt mal aufgeklärt.

Hornspäne (auch Hornschrot genannt) stammen von den geschroteten und gesiebten (und teilweise gemahlenen) Hörnern und Klauen von den Rindern, Schafen usw.
Aber nun kommt es, diese stammen nicht vom Bio-Bauern -es sei denn man kauft sie dort, was meine Nachbarin aber nicht tat - sondern sie stammen vom Schlachthof!
In der Hornsubsubstanz sollen sich wohl noch Rückstände der ganzen Medikamente finden lassen, die die armen Rindvieher in ihrem kurzen Leben bekommen haben. Als Vergleich nimmt man hier oft das menschliche Haar, hier kann man Drogen ja auch über einen längeren Zeitraum nachweisen.
Allerdings gibt es in der Hornsubstanz kein Nervengewebe, so das es hier wohl nicht zu BSE oder ähnlichem kommen soll. Man weiß es nicht....

Das Gesicht meiner Gartenterroristin war zu schön!
Ja, ich kann ein gemeines Biest sein :o) (hat aber Spaß gemacht).

Man kann Hornspäne vom Bio-Bauern beziehen oder auf anderen natürliche Dünger zurückgreifen (z.B. Pferdemist und Pferdeäpfel).


Meine Erfahrungen:

Wir haben zwar vor unserem Haus einen Spielplatz, doch sind da oft die kleinen, widerlichen Tyrannen und deren Mütter. Um diesen aus dem Weg zu gehen wollten wir einen Garten. Ich wollte mich gerne gärtnerisch betätigen, was mittlerweile sogar als Therapieform anerkannt ist und nebenbei erhalten wir noch Obst und Gemüse das wir selber gezüchtet, gesät und geernet haben.
Für die Kinder ist es natürlich toll zu beobachten, wie alles wächst und teilweise natürlich besser als jeder Unterricht in der Schule.

Einen Garten haben wir schnell gefunden und so wurden wir Laubenpieper. Wir sprengen zwar den Alterdurchschnitt, aber unsere Nachbarn sind total nett.
Ein idyllisches Stückchen Land, das wir vom Kleingartenverein gepachtet haben. Der Stress der Arbeit kann hier abgebaut werden, man tut was sinnvolles und kann Kontakte knüpfen. Die Kinder können frei laufen und sich in allen Gärten frei bewegen.
Wer mehr über Schrebergärten wissen möchte, der kann unter
http://schreber-leipzig.de/ mal nachsehen. Eine schöne Seite vom ersten Schrebergarten in Deutschland.

Unser Schrebergarten wird auch bewirtschaftet, denn wir möchten ja Obst und Gemüse haben.

Ich gebe zu, zuerst habe ich mir auch keine großen Gedanken über die Düngung mit den Hornspänen gemacht. Diese sind gut und günstig, warum also nicht. Nach wie vor, nehme ich sie trotzdem, den die vom Bio-Bauern sind mir einfach zu teuer.

Die Vorteile bei den Hornspäne sind ganz klar, sie sind Boden verträglich.
Der Boden wird nicht übersäuert oder überdüngt. Wie bei allem kommt es auch hier auf eine ausgewogene Mischung an. Wir düngen mit Kompost, Hornspänen oder Hornmehl, Mist und auch Gründüngung.

Die Unimet Hornspäne werden in den Boden mit einer Harke eingearbeitet oder aber in das Pflanzloch gegeben. Mutter Natur übernimmt dann den Rest, für die Zersetzung der Hornspäne braucht man Geduld, Feuchtigkeit und etwas Wärme.

Logischerweise ist es kein Sofortdünger, sondern ein Langzeitdünger der nach und nach seine Nährstoffe abgibt. Bei uns kommt auch viel Kaffeesatz zum Einsatz, den hier findet man Mineralstoffe, Kalium, Phospor usw. und hat einen tollen Volldünger der eigentlich ein Abfallprodukt ist.

Die Hornspäne sind Körner.
Diese werden nach ihrer Größe sortiert und als Späne oder Mehl dann verkauft. Ich glaube ab einer Korngröße von 1 mm spricht man von Hornspänen.
Auch ist in den Hornspänen Phospor zu finden, der den Boden bereichern kann - wenn er den Phospor braucht.

Ich habe mir mal die Mühe gemacht und mich mit einer Waage bewaffnet um zu wissen, wieviel Hornspäne ich in ein Pflanzloch mache. Also, das sind ca. 100 Gramm wenn es sich um eine größere Pflanze handelt. Bei kleineren komme ich auf ca. 600 Gramm die ich meist nehme. Bei einem Sack mit einem Inhalt von 1 kg, komme ich also ganz schön weit damit.

Die Hornspäne sind und wirken ph-neutral, was für den Boden natürlich auch weniger belastend ist.

Wie leider bei so vielen Sachen gibt es auch hier eine EU-Richtlinie. Es darf also nur Horn- und Hufmaterial als Hornspäne verkauft werden und diese sind gesundheitlich als unbedenklich eingestuft.

Die Hornspäne sind wie schon erklärt, gröbere Körner.
Die Zersetzung dieser Körner kann einige Zeit dauern. Die Beschaffenheit des Bodens, die Temperatur, die Feuchtigkeit und auch die Bodenlebewesen spielen da eine große Rolle. So können sich die Körner zwischen einer Woche bis hin zu mehreren Monaten zersetzen.
Dafür ist eine Überdüngung nicht möglich! Also auch für die totalen Gartenlaien gut zu verwenden.
Sie sehen aus wie kleine, ganz kleine Kieselsteine und sie oft weiß und beige/hellbraun. Manche sind auch grau, doch es bewegt sich in dieser Farbskala.

Ein Rat aus eigener Erfahrung.
Hunde lieben die Hornspäne! Sie haben sie quasi zum fressen gern. Da sie klein und spitz sind, können sie die Speiseröhre und den Magen-Darm-Trakt beschädigen und sind auch nicht so gut bekömmlich für Hunde. An den Tagen wo ich weiß das ich Hornspäne verwende, nehme ich Frau Schmitt auch nicht mit in den Garten.

Die Unimet Hornspäne kommen bei uns zum Einsatz, das sie im örtlichen Baumarkt angeboten werden und sie einfach und leicht zu dosieren sind. Auch zuhause auf Balkonien verwende ich sie und meine wilde Urwald-Landschaft scheint mich im meinem Handeln zu bestärken.


Mein Fazit:

Die Unimet Hornspäne sind ein einfach und biologischer Dünger, wobei ich mir mit dem Wort biologisch nicht so sicher bin. Er wird als solcher deklariert und das lasse ich einfach mal so stehen.

Die Wirkweise ist einfach nur super. Alles wächst und gedeiht!
Die Hornspäne sind ph-neutral und übersäuern so den Boden nicht.

Für Garten-Anfänger zu empfehlen da man nicht viel (eigentlich nichts) falsch machen kann.
Man könnte alternativ auch die eigenen Nägel und Haare verwenden, man kann es aber auch sein lassen :o)

Ich säe hier mal 5 Sterne!!!
Eigentlich wollte ich nur 4 Sterne geben, denn ich bin mir mit dem Wort biologisch nicht so sicher. Doch die gigantische Wirkweise verdient schon alleine 5 Sterne und es ist kein künstlich hergestelltes Produkt, deshalb habe ich 5 Sterne gegeben.

Vielen Dank für das Lesen & Bewerten,
Melanie
(Ich hoffe es war nicht zu sehr langweilig)

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
straus07

straus07

30.09.2011 10:29

toll

jacquelinestauch

jacquelinestauch

08.08.2011 21:43

top

elguwi

elguwi

08.08.2011 14:00

Habe mit großem Interesse gelesen, da ich seit Urzeiten Laubenpieper/Kleingärtner bin. Du schreibst nicht nur äußerst hilf-, sondern zugleich lehrreich. Deine Waage als Waffe solltest du allerdings dem Schrotthändler zuführen.Vielleicht hast du dich nur vertan, und ich habe zu genau gelesen. ---- Ein kleiner Hinweis: Bei übermäßiger Verwendung von Hornspänen kann der Stickstoffanteil zu hoch werden, und die Pflanzen bilden übermäßig Blattwerk zum Nachteil der Früchte. BG elguwi

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