Poker und Uno in Einem?!
15.03.2009
Pro:
Grundidee zwei Spiele zu vereinen
Kontra:
Sound, Grafik, wird schnell langweilig
Empfehlenswert:
Nein
 Simone59755
Über sich:
Mitglied seit:19.10.2004
Erfahrungsberichte:128
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 137 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Durch Zufall habe ich Uno 52 beim Surfen bei eBay entdeckt. Eigentlich war ich auf der Suche nach einem normalen Uno, welches man dann auch mal zu zweit spielen könnte. Dann fand ich aber Uno 52, las mir die eine oder andere Beschreibung des Spiels durch und wurde neugierig.
Beschreibung des Herstellers
Uno 52 bietet mit seiner Mischung aus Uno und Poker allen Fan's von Kartenspielen etwas völlig Neues.4 verschiedene Game-Modi kombiniert mit 10 unterschiedlichen Background-Themes sorgen für nahezu unendlichen Spielspass. Darüber hinaus kann der Spieler mit UNO 52 auch Solitaire gegen die Uhr spielen. Hierbei ersetzt das UNO-Kartendeck die Farben eines gewöhnlichen Solitaire-Spiels.
Features
- 4 verschiedene Spiel-Modi - Time, Challange, Endurance und Solitaire
- Passen Sie den Background und die Musik an Ihren individuellen Spiel-Stil an
- Fordern Sie Ihre Freunde über Nintendo WiFi zu einer Partie UNO auf
- Erhältlich für Nintendo DS und Gameboy Advance
Hersteller
ATARI Deutschland GmbH U.F.O. Carl-Benz-Straße 21 D-60386 Frankfurt am Main Telefon: 0 69 24 44 91 00 http://www.de.atari.com/
Steuerung
Wie mittlerweile ja jeder weiß, verfügt der Nintendo DS über eine Touchscreen-Steuerung. Diese eignet sich natürlich auch besonders gut für Kartenspiele. Uno 52 kann man also gan einfach über den Pen steuern, man kann es allerdings auch über die normalen Tasten spielen, das ist allerdings sehr viel komplizierter, deswegen empfehle ich jedem das Spiel auch mit dem Pen zu bedienen. Und wenn man mal ganz ehrlich ist… Deswegen hat man sich den DS ja auch gekauft, oder nicht? Seine Karten markiert man also mit dem Pen und schiebt sie dann dahin, wo man sie hin haben will, denkbar einfach und logisch also. Steuerung: 5 von 5 Sternen
Das Spiel an sich
Uno kennt ja eigentlich jeder. Auch in Uno 52 geht es darum seine Karten schnellstmöglich irgendwie loszuwerden. Man spielt mit einem normalen Uno-Kartenspiel, also ganz normal mit Aussetzen, Richtungswechsel und und und. Also bis hierher ist alles ganz normal. Jeder Spieler erhält 7 Karten, verdeckt, nur der Spieler selbst kann sie sehen. Vor einem jedem Spieler liegt dann das Pokerdeck. Offen, für jeden Spieler einsehbar. In der Mitte liegt noch der verdeckte Kartenstapel mit den weggeworfenen Karten. Sobald man an der Reihe ist, muss man also erst einmal den Kartenstapel bedienen. Liegt also eine rote 4 auf dem Stapel muss ich eine 4 oder eine beliebige rote Karte abspielen, kann ich dies nicht, so muss ich eine Karte ziehen. Der Nintendo markiert allerdings schon bei diesem Spielzug, welche Karten ich zum Bedienen des Stapels benutzen kann. Als nächstes kann ich meine Karten mit dem Pokerdeck tauschen. Hier will man ja natürlich auch noch ein gutes Blatt hinbekommen, zumal kann man hier auch noch schnell Karten loswerden. Auch hier gilt wieder, es können nur Karten gleicher Farbe, oder gleicher Zahl getauscht werden. Zum einen sieht man also wie immer bei Uno zu, dass man seine Karten, schnell loswird, zum anderen muss man nun aber auch noch auf ein gutes Pokerblatt achten.
Rangfolge der Pokerblätter (von gut zu schlecht): Royal Flush (10, Bube, Dame, König, Ass – alle Karten einer Farbe) Straight Flush (7, 8, 9, 10, Bube – alle Karten einer Farbe) Vierling (6, 6, 6, 6, K) Full House (10, 10, 3, 3, 3) Flush (3, 5, 6, 10, Ass – alle Karten einer Farbe) Straight (4, 5, 6, 7, 8 – EGAL welche Farben) Drilling (2, 2, 2, 5, 8) Two Pair (10, 10, Dame, Dame, 5) Paar (7, 7, 3, D, Ass) High Card Meistens ist es also gar nicht so einfach, ein gescheites Pokerblatt zu legen, da man die Karten, die man für sein Pokerdeck braucht, wie das nun einmal so ist, meistens für den Ablagestapel braucht. Schön ist natürlich, dass man die Pokerdecks seiner Gegenspieler offen sehen kann, so kann man sich hier immer gut einschätzen.
Vor jedem Spiel zahlt man einen Einsatz. Dieser teilt sich auf: Der Spieler, der als erstes alle Karten abgespielt hat, erhält einen Topf, der Spieler mit dem besten Pokerdeck, einen anderen, sollte der Spieler, der als erstes fertig war auch gleichzeitig das beste Deck haben, so bekommt er den 3. Topf. Dieser bleibt so lange im Spiel unberührt, bis ein Spieler beide Spiele gewonnen hat.
Spiel-Modi
Der Hersteller hat uns zur Freude ein paar verschiedene Spiel-Modi mitgeliefert. Ich gehe jetzt einmal nicht haarklein auf alle Modi ein, das würde den Rahmen sprengen. Man kann durch die Modi zum Beispiel verschiedene Spielkarten, ein- oder ausschalten, so kann man dann die nervige Aussetzen-Karten in einem Duell ausschalten, denn hier nervt sie eigentlich nur. In den Challange-Modus kann man sich verschiedener Herausforderungen stellen, zum Beispiel stellt man sich dort in einem Duell gegen einen mittelstarken Gegner, Ziel ist es dann zum Beispiel 10 Pokersiege zu erlangen. Die Möglichkeiten hier sind nahezu unbegrenzt. Dann gibt es auch noch den Solitaire-Modus, hierzu kann ich euch leider nichts sagen, denn da bin ich selbst noch nicht hinter gestiegen, vielleicht stelle ich mich auch einfach nur zu dämlich an, ist auch nicht auszuschließen.
Spielspaß Die erste Zeit hatte ich wirklich sehr viel Spaß an Uno 52, weil die Idee halt einfach total neu war und es irre Laune gemacht hat, parallel in 2 Spielen denken zu müssen. Witzige Idee. Auf der anderen Seite wird das Spiel schnell langweilig, nach einigen Tagen kann man es nicht mehr sehen und legt es erst einmal wieder für mehrere Wochen in die Ecke.
Auch die verschiedenen Spiel-Modi helfen einen hierbei dann nicht mehr weiter, weil das Spielprinzip an sich ja nun einmal bleibt. Wer Uno liebt und ein bisschen Ahnung von Poker hat, der könnte eventuell Spaß an dem Spiel finden. Ich könnte mir vorstellen, wenn man nicht weiß, was man mit dem Pokerdeck anzufangen hat, dass das Spiel dann noch viel schneller langweilig wird und man es schnellstmöglich versucht loszuwerden.
Spielspaß: 3 von 5 Sternen
Grafik und Sound
Bescheiden. Kurz und knapp einfach nur bescheiden. Keine witzigen Extras, nix, die Musik, oder eher gesagt das Hintergrundgedudel nervt extrem schnell, so dass man am besten ohne Sound spielt, und ich bin was den Sound angeht schon verdammt schmerzfrei, aber das ist echt die Hölle. Und auch die Grafik… Ich will nicht sagen, dass sie nervt, aber auch hier halten sich die Möglichkeiten stark in Grenzen, den Hintergrund kann man sich zu jedem Match neu einstellen, aber kein Grund zur Euphorie, hier ist wirklich kein Hintergrund dabei, der einen wirklich anspricht. Schön ist etwas anderes. Die Karten kann man gut erkennen, das ist auch das Einzige, was man in Sachen Grafik positiv hervorheben kann. Alles etwas arg lieblos gestaltet. Schade eigentlich, denn die Idee des Spiels an sich finde ich nach wie vor gut. Grafik und Sound: 1 von 5 Sternen
Multiplayer Nahe zu ausgeschlossen. Eigentlich hatte ich mir das Spiel gekauft, da ich es zusammen mit einer Freundin über diesen Download-Modus spielen wollte. Das ist bei Uno 52 allerdings ausgeschlossen. Um im Multiplayer-Modus gegeneinander antreten zu wollen, benötigen beide Spieler das Spiel. So ziemlich jedes DS-Spiel bietet diese Downloadgeschichte an, Uno52 leider nicht, dumm gelaufen, also hier:
Multiplayer: 1 von 5 Sternen
Preis
Ich habe für das Spiel gebraucht bei eBay inklusive Versandkosten so um die 12 Euro bezahlt. Der Preis ist in Ordnung, wie ich finde. Wenn man es allerdings neu bestellt, greift man aber gleich tiefer in die Tasche und zahlt so um die 30 Euro.
Fazit Die Grundidee, ein Spiel wie Uno mit Poker zu vereinigen wirklich super gut. Also mir gefällt die Idee. Die Umsetzung an sich ist Atari auch gelungen, aber alles Weitere lässt stark zu wünschen übrig. Sound und Grafik sind wirklich unter aller Kanone und haben bestenfalls GameBoy-Charakter.
Ich vergebe für das Spiel insgesamt 2 Sterne. Einen ziehe wegen der Grafik ab, einen weiteren wegen des Sounds. Und einen, da das Spiel auf Dauer gesehen wirklich arg langweilig ist, es wird nicht schwerer, keine Abwechslung, alles bleibt wie am Anfang. Zudem existiert der Multiplayer-Modus nicht, weswegen ich den Nintendo DS eigentlich so liebe. Screenshots konnte ich euch leider nicht einstellen, die Bilder ließen auch stark zu wünschen übrig, wen es aber dennoch interessiert, bei Google findet ihr welche. :o)
Ich spreche grundsätzlich keine Kaufempfehlung aus, es sei denn, man ist wirklich ein Uno-Freak, mag Poker und legt auf Grafik, sowie Sound keine Gewichtung. Ich danke euch fürs Lesen und Bewerten! Ich hoffe euch fehlt nix, wenn doch… PGB…. :o)
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04.04.2009 11:33
Macht eigentlich erst ab vier++ Spieler richtig spass. LG.
27.03.2009 17:46
UNO ... lieber echte Karten in der Hand, ...
27.03.2009 14:05
Klingt wirklich sehr interessant, hab nur leider kein Nintendo DS. Aber vielleicht gibt es das ja auch für PC?