Unter Null
Es gestaltet sich offenbar schwierig, Bret-Easton-Ellis-Romane adäquat zu verfilmen. Scheinen die beiden Filme „American Psycho“(2000; Regie: Mary Harron,) und „Die Regeln des Spiels“ (2002; Regie: Roger Avary) noch wenigstens teilweise ihren literarischen Vorlagen gerecht ... Bericht lesen
Sub Zero - Unter Null
Ein Satellit mit Geheiminformationen zu einem neuartigen Waffensystem ist den Bergen ... mehr
abgestürzt. Schnell wird ein Team aus erfahrenen Bergsteigern und Special-Forces Soldaten zusammengestellt, um die brisante Ladung zu bergen. Schneestürme und unüberwindbare Gletscher machen die Aufgabe zu einem Todeskommando. Doch die Zeit drängt: Russische Terroristen haben von dem Absturz Wind bekommen und sind ebenfalls auf dem zu dem Himmelskörper. Wenn die Waffe ihnen in die Hände fällt, kann kein Militär der Welt sie mehr aufhalten...
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Erfahrungsbericht von Athomzombie über Unter Null 19.07.2004
Produktbewertung des Autors:
Pro:
Spader
Kontra:
der ganze dumme Rest
Empfehlenswert?
nein
Kompletter Erfahrungsbericht
Unter Null
Es gestaltet sich offenbar schwierig, Bret-Easton-Ellis-Romane adäquat zu verfilmen. Scheinen die beiden Filme „American Psycho“(2000; Regie: Mary Harron,) und „Die Regeln des Spiels“ (2002; Regie: Roger Avary) noch wenigstens teilweise ihren literarischen Vorlagen gerecht geworden zu sein (Schelte haben auch sie bekommen), kann man der Filmfassung des Ellis-Erstlings „Less Than Zero“ allerdings nur eines konstatieren: „Unter Null“ ist das Paradebeispiel eines zu Tode verfilmten Romans.
Wenn Ellis die verzweifelt hedonistische Welt von Kindern reicher Eltern in Los Angeles, einen Lebensstil, unter dessen luxuriöser und ekstatischer Oberfläche die schiere Sinnlosigkeit verborgen ist, beschreibt, so macht er diesen Zustand nachhaltig sichtbar und spürbar, indem er niemanden, auch nicht den sein Unbehagen reflektierenden Ich-Erzähler, aus der kollektiven regressiven Gleichgültigkeit herausnimmt. Im Buch ist der Punkt möglicher Erkenntnis, Umkehr und Veränderung längst überschritten, die emotionale, soziale, ethische Temperatur lange schon (eben) „unter Null“ gesunken, der höchste Wert die Stimulation der Sinne, durch Drogen, Sex und immer mehr durch sadistische Gewalt, repräsentiert durch Snuff-Film und dessen teilweise Nachahmung. „Emotionale Vergletscherung“ ist der Begriff, den Michael Haneke für seine Filmtrilogie: „Der siebente Kontinent“, „Bennys Video“ und „Funny Games“ wählte. Nicht zufällig kommt er Ellis’ Buchtitel so nahe. Denn alle diese Werke handeln von Menschen, die ihren Gefühlen so wenig mehr trauen wie anderen Menschen, ja, wie irgendeinem menschlichen Projekt überhaupt.
Als der „Unter-Null“-Protagonist Clay im Roman von seiner Ex-Freundin Blair gefragt wird, ob er sie jemals gemocht habe, antwortet er: „Ich will überhaupt nichts mögen. Wenn ich irgendwas mag, dann wird’s dadurch nur noch schlimmer, dann muss ich mir darum auch noch Sorgen machen. Und das kann weh tun, Und deshalb lass ich’s lieber gleich sein.“
Der junge Clay im Buch versucht seine innere Leere wie alle anderen mit Kokain, Alkohol, Tranquilizern, Psychopharmaka, Partys und homo- oder heterosexuellen Ausschweifungen zu bekämpfen. Nur ein vager Rest-Instinkt lässt ihn manchmal an Flucht denken (Aber auch das Ziel dieser Flucht, die Universität an der Eastcoast, ist eine potenzielle, andere, Hölle. In den „Rules of Attraction“ hat Ellis auch darüber geschrieben).
Der Clay des Films von Regisseur Marek Kanievska nun ist im Prinzip alles, was der Roman-Clay nicht ist: Er liebt seine Ex-Freundin Blair sogar, wie er es mehrfach verbalisiert, er versucht sie und seinen Freund Julian aus den Fängen der bösen Drogen, die für ihn Ursache des Desasters seiner Generation sind, zu befreien. Einzig die Figur des Clay bleibt im Film ein Bild von einem Saubermann: Keine Drogen, kein promiskuitiver Sex, und wenn mal einer während des Entzugs ein wenig aus der Rolle (und Erbrochenes aus seinem Mund) fällt, setzt Clay eine angewiderte Miene auf, und sieht dabei aus wie eine spießige Frau im Klimakterium. Andrew McCarthy, bekannt aus typischen 80-er Jahren-Teenagerfilmen wie „Pretty In Pink“ (wo er auch einen Upper-Class-Schnösel mit gutem Herzen verkörpert) macht bravourös die letzten kleinen Gestaltungsmöglichkeiten zunichte, die das völlig verfehlte Drehbuch seiner Figur noch gelassen hat. In des Filmes besten Momenten, nämlich wenn Moralwachtel McCarthy mit seinem wunderbar arrogant agierenden Kollegen James Spader zusammentrifft, wirkt er wie ein weggelassener Auftritt im herzerweichenden „Pretty in Pink“, wo die beiden fast die gleichen Widerparts mimen. Auch wenn sich Robert Downey Jr. (in diesem Film sogar einmal zusammen mit Robert Downey Senior) redlich um seine verkokste Filmfigur bemüht, und gelegentlich dabei fast gut spielt, so macht das die Maske damit kaputt, dass sie ihm zu tiefe Augenringe verpasst, zu viele Schweissperlen auf die Stirn träufelt und ein widerlich eitriges chronisches Herpesbläschen in seinem Mundwinkel platziert – Drogen machen wirklich eklig krank - Overacting und Klischees, wo man auch hinsieht. Der Film „Unter Null“ ist in seinen schlechtesten Momenten (und die machen ca. 99 Prozent aus) angestrengt verlogen und etwa so witzlos gegenüber dem ursprünglichen Sujet, wie es eine moralische Entrüstung gegenüber einem Erdbeben wäre.
Denn die allgemeine Katastrophe, die das Buch manchmal demonstrativ, meistens aber nüchtern und lakonisch registriert, besteht darin, dass ihr mit gutem Willen und einem ärztlich überwachten Drogenentzug eben nicht zu entkommen ist. Sie ist eine menschliche Katastrophe, der Zusammenbruch eines kulturellen und sozialen Gefüges, eine Krankheit der Substanz.
Der Film jedoch reduziert das unüberschaubar große und doch so verwechselbare und ausnahmslos haltlose Personal des Romans auf drei Kernfiguren, erfindet ein Gut und Böse, wo es nur Verlorenheit gibt und überspringt oder verklebt die schwärzesten Abgründe der schwarzen Vorlage, indem er z.B. da eine nette Familien-Weihnachtsfeier organisiert, wo sie im Buch nie stattfindet, indem er einem, im Buch abwesenden, Vater sogar die Empathiefähigkeit schenkt, sich mit seinem Sohn zu versöhnen (mit dem er im Buch sich noch nicht einmal verkracht hätte, weil Verkrachen ja auch schon Emotionalität erfordern würde), also indem er so tut, als gebe es ein Draußen, wo es nur ein Drinnen gibt, als gebe es Gefühle, da, wo nur Leere ist: Überall eben in diesem Beverly Hills. Das verändert die Handlung der Vorlage bis zur Unkenntlichkeit, macht daraus einen jener pädagogisch wertlosen Drogenaufklärungsfilme Marke Hollywood.
Hollywood und L.A.: gleichzeitig der Schauplatz von „Unter Null“. Der Roman outet die hollywooder Film-Upper-Class: Filmproduzenten, Regisseure als dekadente (und wegen ihrer Gleichgültigkeit als Eltern versagende) Spezies. Wie aber kann oder will gerade diese Spezies daraus einen Achtziger-Jahre-Hollywoodfilm machen? Gar nicht. Eben. Also dreht sie das Ding, so wie sie will und wie sie es ertragen kann, ohne einen genauen Blick auf sich selbst werfen zu müssen. Deshalb hat der Film „Unter Null“ nichts mit dem Roman „Unter Null“ zu tun. Aber letzteren sollte man sich schon mal antun.
Andreas Thomas/athomzombie
Dieser Text ist im Januar 2004 bereits in der www.filmzentrale.com erschienen
Unter Null
LESS THAN ZERO
USA - 1988 - 95 min.
Literaturverfilmung, Drama
FSK: ab 16; feiertagsfrei
Verleih: 20th Century Fox
20th Century Fox (16 mm)
CBS/Fox (Video)
Erstaufführung: 28.4.1988/Februar 1989 Video
Fd-Nummer: 26668
Produktionsfirma: Avnet/Kerner (f20th Century Fox)
Pro: Thematik, Gesellschaftskritik, man kommt nicht wieder von dem Buch los Kontra: kaum Handlung, was mich aber nicht gestört hat
...Heute berichte ich euch nun ein vorerst letztes Mal über ein Buch von Bret Easton Ellis. Der Grund ist einmal, dass Ellis bisher nur fünf Romane veröffentlicht hat und "Unter Null" der letzte ist, über den ich noch nicht berichtet habe... Fast zumindest: Einzig und allein dem "American Psycho" habe ich noch keinen Bericht gewidmet, doch da ich dieses Buch vor fast einem Jahr gelesen habe, möchte ich euch einen unvollständigen Bericht bestehend aus Erinnerungsfetzen lieber ersparen (Bericht folgt, wenn ich das Buch noch mal lese, doch das kann dauern).
Ihr mögt es komisch finden, dass ich über den Debütroman des Autors zum Schluss berichte, aber ich hab die Romane ja auch nicht nach der Reihenfolge gelesen und da sie voneinander zumindest die Handlung betreffend vollkommen in sich geschlossen sind, macht das nichts aus.
Bevor ich jedoch...
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Pro: - Kontra: lieblos, niveaulos und ohne Anspruch
...ALLGEMEIN
"Unter Null" ist ein Taschenbuch mit 188 Seiten, das im Kiepenheuer & Witsch Verlag im Januar 2006 erschienen ist. Das Buch im Original ist allerdings schon 1985 erschienen und nannte sich "Less Tham Zero". Erhalten hab ich das Buch bei amazon.de für 8,95 ? inklusive Versand. Das Buch ist ebenfalls als DVD erschienen, wobei ich mir da nicht so sicher bin, ob die Handlung des Buches identisch mit dem des Filmes ist.
AUTOR
Der Autor ist Bret Easton Ellis, der 1964 in Los Angeles geboren wurde. Bei "Less Tham Zero", bzw. "Unter Null" handelt es sich um sein erstes Buch, das eigentlich seine Abschlußarbeit für einen creative-writing-Kurs sein sollte. Seine Lehrer waren damals aber so begeistert, dass er das Manuskript an einen Verlag geschickt hatte, wo es dann 1985 auch erschien...
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Pro: mal was ganz anderes, erschreckend, leicht zu lesen, verrückte charaktere Kontra: etwas krass teilweise. nicht für sehr junge leute geignet!
...Den ersten Kontakt zu dem Autoren Bret Easten Ellis bekam ich durch sein wohl bekanntestes Buch „American Psycho“. Dieses Buch war wirklich ein Knüller, um es mal ganz deutlich zu sagen und ich begann mich für den Autoren, der dieses Buch geschrieben hatte, zu interessieren. Und so wünschte ich mir zu meinem Geburtstag drei weitere Bücher von ihm. Sein Erstlingswerk mit dem Titel „Unter Null“ habe ich nun während zweier Bahnreisen verschlungen. Warum ich es so gut finde, möchte ich euch heute einmal erzählen.
Übersicht:
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1. Der Autor Bret Easten Ellis und sein Erstlingswerk
2. Die Geschichte
3. Meine Erfahrungen mit dem Buch
4. Meine Meinung
5. Fazit und Fakten
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1. Der Autor Bret Easten Elli...
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