Utopia - Thomas Morus
Utopia ist ein zweiteiliger Dialog. Das erste Buch zeichnet das Bild einerkorrupten ... mehr
Gesellschaft in England und Europa. Scharf wird die zeitgenössischeEigentumsordnung kritisiert. Die Dialogfigur Thomas Morus appelliert füreine mehr bürgerliche politis...
Utopia, Thomas Morus
189 Seiten, Maße: 9,7 x 14,9 cm, Taschenbuch, DeutschUtopia ist ein zweiteiliger Dialog. ... mehr
Das erste Buch zeichnet das Bild einer korrupten Gesellschaft in England und Europa. Scharf wird die zeitgenössische Eigentumsordnung kritisiert. Die Dialog...
Utopia - Thomas Morus
Thomas Morus' "Utopia", eine Mischung aus philosophischem Traktat, Gespräch und Erzählung, ... mehr
ist die erste literarische Utopie der Neuzeit und blieb bis ins 20. Jahrhundert für zahlreiche Philosophen und Schriftsteller prägend. Das Buch ist angelegt als ...
Utopia - Thomas Morus
Mit seinem Hauptwerk, der staatsphilosophischen Schrift 'Utopia'(d.h. "Nirgendwo"), 1516 ... mehr
in lateinischer Sprache erschienen, wurde Morus - Richter, Parlamentarier, Diplomat und Märtyrer der Römischen Kirche - zum Schöpfer des Begriffs und der Gattung d...
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Konflikte und Kultur von Kindesbeinen an -- so muss sie aussehen, die beste aller möglichen Welten. Nie wieder wurde ein Staatsroman mit ähnlich menschenfreundlicher Phantasie erdacht wie "Utopia".
Zauberklang verloren. Die Welt ist vermessen, der Bericht von einem unentdeckten Ort, an dem sich besser leben läßt, müßte heute aus dem Weltall zu uns dringen, um wenigstens minimale Chancen auf Glaubwürdigkeit zu haben. In dieser Hinsicht hatte es der Londoner Rechtsgelehrte Thomas More vor fast 500 Jahren einfacher. Amerikas Entdeckung lag 24 Jahre zurück, da schrieb er einen Bericht über ein Gespräch mit einem Seefahrer, der ein Land gesehen haben wollte, in dem "Menschen in vernünftig und weise geordneten Verhältnissen" leben. Wenn das keine Entdeckung war! Utopia nannte More dieses Land, wobei er die griechische Vorsilbe für "schön" zum gleichklingenden englischen "U" verkürzt. Höchstes Ziel der Utopier: das Glück. Billigstes Mittel: die Lust. Also "jeder Zustand des Körpers oder der Seele, in dem zu leben ein Genuß ist und zu dem die Natur uns den Weg wies". Sie verachten Gold und Edelsteine, Grausamkeiten an Mensch und Tier, und die wenigen Gesetze sind derart klar bestimmt, daß jeder sie versteht. Das Gemeinwohl steht den Utopiern über alles. Sicher, in diesem Buch steckt eine erhabene Anleitung des öffentlichen Lebens, die mit unserer gesellschaftlichen, politischen und ethischen Realität sowenig zu tun hat wie mit der Aussicht auf ihre Verwirklichung. Möglicherweise aber täuschen wir uns, wenn wir annehmen, das wäre damals anders gewesen. Neben Machiavellis Handbuch für den modernen Machtmenschen, Der Fürst, das zur selben Zeit geschrieben wurde, erscheint Morus' Plädoyer für das Utopische schon zur Wiegenstunde dieser geistesgeschichtlichen Kategorie altmodisch. Grund genug, dieses so wirkungsvoll wirkungslose Buch auch heute immer noch Ernst zu nehmen. --Nikolaus Stemmer
Ideengeschichte, einseitig bedruckt, Note: 1,0, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Sprache: Deutsch, Abstract: Das 1516 veröffentlichte Werk "Utopia" von Thomas Morus hat den Utopien ihren Gattungsbegriff verliehen und damit ein völlig neues literarisches Genre hervorgebracht. In "Politische Utopien" von Prof. Dr. Waschkuhn wird sogar von einem epochalen Einschnitt gesprochen, da die "Utopia" ein neues politisch-soziales Idealbild darstelle, welches insgesamt einem neuem Weltverständnis, dem der Neuzeit, entspreche (vgl. Waschkuhn 2003, S. 44).Aus diesem Grund verwundert es nicht, dass Morus¿ Schrift in den vergangenen Jahrhunderten Gegenstand verschiedenster Interpretationsansätze geworden ist. Jenny Kreyssig stellt in ihrer Publikation "Die Utopia des Thomas Morus" (1988) bereits fünf verschiedene Rezeptionsvarianten vor. Eine der wohl bekanntesten ist die kommunistische Rezeption des Politikers Karl Kautsky. Der bekannte Verfasser des theoretischen Teils des Erfurter Programms (1891) der Sozialdemokraten widmete sich in seinem Buch "Thomas More und seine Utopie" von 1887 hauptsächlich der in der "Utopia" vorgestellten Alternative zur bürgerlichen Gesellschaft. Kautsky erkannte, als Schüler von Karl Marx, den Kommunisten in Thomas Morus und "feiert ihn als Begründer eines nationalstaatlichen Kommunismus" (Kreyssig 1988, S. 21) bzw. "als Vorläufer des utopischen Sozialismus" (ebd.). Verwunderlich bleibt nur, dass Karl Marx zwar selbst die "Utopia" des Thomas Morus studierte, sich aber vielmehr für die politökonomischen Aussagen interessierte und das Werk als ökonomisches Dokument der Anhäufung des Kapitals in der Frühen Neuzeit bezeichnete (vgl. Saage 2006, S. 37). Von einem Vorläufermodell des modernen Sozialismus war seinerseits jedoch nicht die Rede.In den folgenden Ausführungen werden daher zunächst einige Grundsätze des Marxismus (Punkt 2) genannt, bevor im Gliederungspunkt 3 die kommunistische Utopia-Rezeption von Kar
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