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Erfahrungsbericht über den Studiengang Wirtschaftsinformatik-Betriebswirt (VWA) an der VWA-Trier.
Allgemein zur VWA Die VWA steht für Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie. Diese Akademien ermöglichen berufsbegleitendes Studieren (in der Regel freitagabends sowie samstagmorgens) auf Hochschulniveau. Insgesamt existieren zurzeit 110 VWAs in ganz Deutschland. Der Bundesverband Deutscher Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien legt die Qualitätskriterien für die Studienangebote fest und sichert so das wissenschaftliche Niveau (VWA, 2009).
Die Vorlesungen werden primär von Dozenten und Professoren der jeweiligen Universität sowie von erfahrenen Berufspraktikern gehalten. Als Vorlesungsort dienen in der Regel die Räumlichkeiten der Universität.
Aufbau des Studiengangs Wirtschaftsinformatik-Betriebswirt an der VWA-Trier Die Vorlesungen des Wirtschaftsinformatik-Betriebswirt fanden, wie bereits erwähnt, freitagabends sowie samstagmorgens statt. Das Studium ist in 5 Fachbereiche gegliedert: - Volkswirtschaftslehre, - Betriebswirtschaftslehre, - Wirtschaftsinformatik - Informatik und - Informatik bezogenes Recht
Die Fächer Volkswirtschafts- und Betriebswirtschaftslehre wurden im Audimax (Auditorium Maximus) zusammen mit den Hörern des Betriebswirt (VWA) abgehalten.
Die Voträge zur Makrowissenschaft waren sehr interessant. U. a. war der amtierende Professor Berater bei der Banquette des Deutschen Bundestages. Bei den meisten Themen gab er sehr gute Praxisbeispiele. Auch scheute er nicht an Kritik an staatlich eingesetzten Methoden zur Marktregulierung zurück.
Im Bereich der Betriebswirtschaftslehre wurden die Vorträge von mehreren Dozenten und Professoren gehalten. Sehr interessant waren die Vorträge mit Schwerpunkt Marketing und Marktforschung und strategische Unternehmensplanung. Auch hier gab es reichlich Beispiele und Erläuterungen an aktuellen Themen aus der Praxis.
In Wirtschaftsinformatik wurden die Schwerpunkte Wirtschaftsinformatik Grundlagen sowie die Erläuterungen zu Informationssystemen behandelt.
Im Fachbereich Informatik ging es um die Programmierung mit Java sowie den Aufbau von Rechnersystemen. Die Programmierübungen waren jedoch leider oftmals sehr Praxisfremd. Wer bereits Programmierkenntnisse hatte, war deutlich im Vorteil.
Bei Informatik bezogenes Recht stand im Vordergrund das Domain- und Internetrecht. Aktuelle Fallbeispiele wurden analysiert und erklärt, was das Thema sehr interessant machte.
Abschluss und Anerkennung - Diplom ist nicht gleich Diplom! Für jeden Fachbereich muss eine bestimmte Mindestanzahl von bestandenen Klausuren nachgewiesen werden, um zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Diese Klausuren werden in Form von „Scheinen“ nachgewiesen. Für jede bestandene Klausur gibt es somit einen Schein. Die Abschlussprüfungen wurden in Form einer Abschlussklausur von ca. 6 Stunden in jedem Fachbereich durchgeführt. Einschränkungen und Übungen im letzten Semester waren eine gute Vorbereitung auf die Klausuren. Jedoch gab es leider auch Professoren, die Wissen abgefragt haben, welches in den Vorbereitungsseminaren ausgeschlossen wurde.
Der grösste Nachteil liegt in der Anerkennung des Abschlusses: Die meisten VWAs vergeben nach erfolgreicher Prüfung ein sogenanntes VWA „Diplom“. Hierbei ist zu beachten, dass es sich nicht um ein herkömmliches Diplom handelt, welches man durch ein Vollzeitstudium an einer Universität bekommt. Es handelt sich um ein Diplom in Form einer „Urkunde“ (Studienleitung VWA, 2007). Demnach ist der VWA-Abschluss auch kein akademischer Grad. Der Titel darf daher nicht als „Dipl.“ vor dem Namen geführt werden.
Vereinzelt gibt es jedoch Standorte, welche den Abschluss Bachelor of Business Administration (BBA) vergeben bei gleicher Studiendauer (VWA Rhein Neckar, 2009). Man sollte sich daher gut überlegen, ob man nicht ein VWA mit anerkanntem Abschluss besucht. Vereinzelt gibt es auch Universitäten im Norden Deutschlands, welche einen Aufbaustudiengang für VWA-Studenten anbieten zum Diplom Betriebswirt. Die Dauer eines solchen Aufbaustudienganges beträgt 3 Semester. Weiterhin bietet die VWA Frankfurt für Absolventen des VWA-Diploms einen Bachelor Studiengang mit der Dauer von 2 Semestern an.
Weiterhin gibt es eine handvoll Universitäten im Inland, sowie der Grossteil der Universitäten in England, welche den VWA-Abschluss als Bachelor anerkennen und somit Studenten für einen Masterstudiengang zulassen.
Kosten Die Kosten für den Studiengang betrugen in den Jahren 2003 – 2007 pro Semester 560 €. Für das Prüfungssemester musste eine doppelte Gebühr bezahlt werden. Nicht in den Gebühren enthalten waren Skripte der Professoren, Fachbücher und sonstige Unterrichtsmaterialien. Die Skripte konnten meist vor den Vorlesungen für einen Preis von 5 – 10 € erworben werden.
Quellen Studienleitung VWA (2007) Rede „Anmerkungen zur Abschlussprüfung“ an der VWA Trier
VWA (2009) „Berufsbegleitendes Studium an über 100 Standorten“ (online) verfügbar auf http://www.vwa.de/ letzter Zugrif am 21.11.2009
VWA Rhein Neckar (2009)“Herzlich Willkommen auf der Seite der VWA Rhein-Neckar“ (online) verfügbar auf http://www.vwa-rhein-neckar.de/ letzter Zugrif am 21.11.2009