Fahrzeugbewertung des Autors:
| Pro: |
Robust, günstige Ersatzteile (Verwerter), preiswert |
| Kontra: |
wenige Sicherheitsmerkmale, nur Euro1 (jetzt D3) |
Erfahrungsbericht über unseren GolfII Pasadena BJ 1991
Was?
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Es handelt sich hier um einen viertürigen Golf II, der in seinem (vor)letzten Baujahr 1991 als Sondermodell Pasadena aufgelegt wurde. Es gab ihn mit verschiedenen Motoren, das hier betrachtete Auto hat einen 1,6 l-Motor mit 70 PS (51 KW). Das Sondermodell basiert auf dem Golf CL und wurde mit einigen Extras versehen, wie Sportsitze und Breitreifen.
Wir haben das Auto als Neuwagen gekauft, und wollten ihn 2001, mit mittlerweile zehn Jahren und 200 tkm wieder verkaufen. Da er aber einen stärkeren Hagelschaden (ca 30 Dellen) erlitten hat, wollte ihn keiner haben, so daß ihn jetzt unsere Tochter fährt und der Tacho mittlerweile über 220 tkm anzeigt. Und ein Ende ist nicht in Sicht.......
Warum?
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Eigentlich war es Zufall. Es war einfach so, daß der VW-Händler den besten Inzahlungnahmepreis für einen älteren Toyota zahlte, und der Golf relativ günstig angeboten wurde, wei er schon auf dem Hof des Händlers stand. Einschließlich des (nicht empfehlenswerten) VW Radio/Cassettenspielers, des Metalliclacks und dem Schiebedach kostete der Viertürer (ohne Inzahlungnahme) damals etwa 24 500 DM.
Ausstattung
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Da die CL-Ausstattung praktisch die leicht verbesserte Grundausstattung ausmachte, musste man mit den Dingen wie Hartplastikarmaturenbrett, oder nicht teilbare Rücksitzlehne leben.
Immerhin wurde das Sondermodell durch die Recarosportsitze aufgewertet, und die 185/60 14" großen "Breit"reifen und die Doppelscheinwerfer taten immerhin der Optik gut.
Dazu kommen noch so praktische Dinge wie die 4fach-Muskelklimaanlage mit stufenloser Einstellung (= mechanische Kurbelscheibenheber) und die manuell von innen zu verstellenden Aussenspiegel.
Zu dem serienmäßigen Drehzahlmesser (es war ja ein "Sportsondermodell") und dem Komfortlenkrad (vom GL) kamen als Extra noch besagtes Stahlschiebedach (ebenfalls muskelbetrieben) sowie die Metalliclackierung und das Radio.
Der Radio-Cassettenrecorder von VW hatte allerdings die unangenehme Eigenschaft, sich nach längerem Betrieb ungewöhnlich zu erhitzen, und da der Klang über die zwei eingebauten Serienlautsprecher eh nicht berauschend war, wurde er nach einiger Zeit ersetzt.
Karosserie und Platzangebot
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Der Golf hat ja die nach ihm benannte Klasse quasi erfunden. Beim 2er bedeutete das eine Außenlänge von knapp vier Meter bei einer etwas kantigen Karosserie mit relativ steilen Fensterflächen vorn und hinten. Der Vorteil dieser Karosserieform ist auch heute noch das für die Größe ungewöhnlich gute Platzangebot, die gute Übersichtlichkeit beim Einparken, und die geringe Aufheizneigung im Sommer. Wenn vorne nicht gerade Riesen sitzen, haben hinten zwei Erwachsene viel Platz, subjektiv sogar nicht weniger als in den neueren (und längeren) Gölfen.
Der Kofferraum bietet gut nutzbare 345 l mit einem darunter liegenden Notrad.
Die Recarositze des Sondermodells Pasadena sind uneingeschränkt empfehlenswert, sie sind straff, bieten besten Seitenhalt, und sind auch nach über 220 tkm weder durchgesessen noch verschlissen. Nachteilig ist nur, daß es nur eine abgespeckte Höhenverstellung gibt, bei der der Sitz sich nur um einen Drehpunkt bewegt. Das bedeutet, daß kleine Leute dann das Gefühl haben, sie würden auf das Armaturenbrett gekippt. Große Personen sitzen dafür sehr gut mit guter Oberschenkelabstützung. Bei dem Lenkrad hat sich VW die Höhenverstellung gleich eingespart, was es zwangsläufig bei manchen Personen schwierig macht, eine optimale Sitzposition zum Lenkrad zu finden.
Die Rücksitzbank ist nur im Ganzen umklappbar, wobei man nach dem Umklappen der Sitzfläche immer die Rücksitzgurte neu einfädeln muß. Daß man dabei keine Kopfstützen entfernen muß, liegt einfach daran, daß VW diese nicht mitlieferte. Immerhin lassen sich, wenn man die hohe Ladekante überwunden hat, auch recht sperrige Gegenstände problemlos transportieren.
Kleinere Gegenstände kann man entweder im Handschuhfach oder den Türtaschen (vorne) unterbringen. Dort befindet sich auch je ein weiteres Fach mit Deckel für Dinge etwa bis zur Größe eines Apfels.
Die sonstigen Ablagen bestehen lediglich aus dem Aschenbecher und einem offenen Fach in der Mittelkonsole, so daß beispielsweise das Warndreieck und der Verbandskasten im Kofferraum festgezurrt werden müssen.
Motor und Fahrleistungen
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Der 70 PS-Motor mit geregeltem Kat. (Euro 1) ist ein braver Alltagsmotor. Er hat lediglich 2 Ventile pro Zylinder und einen für heutige Verhältnisse antiquierten elektronischen Vergaser.
Das höchste Drehmoment von 118 Nm wird schon bei 2600 U/min erreicht, und auch die Maximalleistung fällt schon bei, für Benziner moderaten, 5200 U/min an. Entsprechend durchzugskräftig gibt sich der Motor, der schon kurz oberhalb der Leerlaufdrehzahl ordentlich zieht, um allerdings ab 4000 U/min ebenso ordentlich nachzulassen. Die Übersetzung ist so lang gewählt, daß die Höchstgeschwindigkeit praktisch in zwei Gängen erreicht wird. Nimmt man den fünften Gang, zeigt der Drehzahlmesser bei den angezeigten 170 km/h lediglich ca 4300 U/min an. Das ist also fast Dieselniveau, so daß man auf der Autobahn bei geringen Geräuschen und Verbrauch mit 150 km/h dahinrollen kann.
Das klappt zumindest bis der nächste Berg in Sichtweite ist. Dafür kann man sich dann, falls gewünscht, auf der anderen Bergseite mit Tacho 190 den Berg "herunterstürzen".
Die gefühlte Beschleunigung lässt die Werksangabe von 13,8 s (0-100 km/h) glaubhaft erscheinen und subjektiv fühlt man sich meist ausreichend motorisiert, zumal die Elastizitätswerte auch auf Grund des relativ niedrigen Gewichts trotz der langen Übersetzung nicht enttäuschen.
Etwas frustrierend ist höchstens das durch die Doppelscheinwerfer recht gute Überholprestige auf der Autobahn, dem man (da ja kein GTI) leider nicht entsprechen kann.
Dazu kommt ein durch schnittlicher Verbrauch von ca 7,5 l Normalbenzin, wenn man es nicht allzu zügig angehen lässt. Die Verbrauchsspanne liegt zwischen 6 l (macht keinen Spaß) und 10 l (5. Gang kenn ich nicht).
Eine unangenehme Eigenschaft des Motors ist das Verhalten nach dem Kaltstart. Der Motor springt zwar bei jeder Temperatur sehr gut an, die Gasannahme danach ist allerdings mangelhaft, was ich auf den elektronischen Vergaser zurückführe. Diese Unsitte äußert sich durch unrunden Lauf und nach dem Einkuppeln, bei leicht unsensiblem Gasfuß, durch "Bocksprünge".
Bei warmem Motor ist davon nichts mehr zu spüren.
Fahrverhalten und Fahrkomfort
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Im Golf Pasadena hat VW lediglich breitere Reifen montiert, ohne das Fahrwerk sonst zu verändern.
Leider blieb es auch bei der servolosen Lenkung, die trotz indirekter Übersetzung zumindest im Stand gut trainierte Oberarme verlangt. Der Austausch der Räder in die schmalere Größe 175/70 13" brachte hier eine wesentliche Besserung, ohne sich nachteilig auf das Kurvenverhalten auszuwirken.
Das Fahrverhalten ist frontantriebstypisch untersteuernd. Bei zu hohem Kurventempo bremst sich der Wagen über die Vorderräder schiebend ab, zeigt allerdings durch starke Seitenneigung, daß ihm derartige Fahrweise nicht behagt. Das könnte dann auch der zu Seekrankheit neigende Fahrer oder Beifahrer behaupten, dem eine unangenehme Wankbewegung um die Fahrzeuglängsachse auf den Magen schlägt, an der vermutlich die Verbundlenkerachse hinten nicht ganz unbeteiligt ist.
Insgesamt ist das Fahrwerk relativ weich abgestimmt. Kleinere bis mittlere Unebenheiten werden gut absorbiert, allerdings kommt es bei längeren Bodenwellen zum Nachschwingen der Karosserie.
Wenn man sich an die servolose Lenkung gewöhnt hat, und den Wagen trotz seines sportlichen Outfits seiner Bestimmung als Familienkutsche entsprechend bewegt, wird man an dem Fahrverhalten trotzdem wenig auszusetzen haben.
Außer dem, sich auf der Lenksäule befindlichen Warnblinkschalter, sind die Bedienungselemente ergonomisch günstig angeordnet. Das Abblendlicht ist durchschnittlich; das Fernlicht (Doppelscheinwerfer) ist sehr gut. Erwähnenswert ist sicher die Heizung, die nach nur wenigen hundert Metern in einer Art und Weise wärmt, daß man den Vergleich zu einer Sauna ziehen könnte.
Sicherheit
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Für heutige Maßstäbe ist das ein dunkles Kapitel beim Golf II. Er hat leider weder ABS noch Airbags, noch Seitenaufprallschutz, noch Gurtstraffer,.....
Dabei muß man bedenken, daß der Golf eben schon ab 1983 verkauft wurde, und somit nur den damaligen Sicherheitsanforderungen entsprechen musste.
Dafür macht die Knautschzone ihrem Namen alle Ehre. Ein vor einem halben Jahr auf unseren stehenden GolfII auffahrendes Nachfolgemodell (Golf III) schaffte es, durch Verbiegen der Stoßstange und des Heckbleches einen Schaden von 1200 € zu verursachen. Die am auffahrenden Golf III eingedellte Frontstoßstange nahm wieder ihre Ursprungsform an, so daß äußerlich kein Schaden mehr sichtbar war. Manchmal ist Kunststoff eben doch besser als Metall....
Kosten
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Der Wagen kostete mit der beschriebenen Ausstattung 1991 etwa 24 500 DM (ca.12500 Euro).
Der heutige Gebrauchtwagenpreis liegt nach dem Gutachten eines Sachverständigen (vor einem Jahr, also 2003) bei ca 1100 Euro.
Ein künftiger Wertverlust kann vernachlässigt werden; allerdings besteht bei einem derart alten Auto immer das Risiko einer teuren Reparatur, die den Fahrzeugwert schnell übersteigt.
Abgesehen von den durchschnittlichen Kosten für ca 7,5 l Normalbenzin auf 100 km sind die Kosten für Steuer und Versicherung nicht unerheblich.
Versicherungseinstufung: VK: 10 TK: 16 Haftpfl: 18 Neue Einstufung: VK: 10 TK: 13
ab 10/2004: Tk 14 statt 16 - Rest gleich
Bei alten Versicherungsverträgen gelten die ersten Werte. Durch Umstellung der Verträge kann man die neue Einstufung in Anspruch nehmen. Es gibt hier allerdings lediglich 25 statt 40 verschiedene Klassen. Bei unserem Golf lohnt sich das nicht, zumal er eh nur noch die Haftpflichtversicherung besitzt. (hier gibt es keine geänderten Klassen)
Jahressteuer: 173,44 Euro ab 2005: 242,08 Euro
Wie man sieht, greift der Staat ab 2005 bei den Euro1-Benzinern erneut kräftiger zu. Beim Golf lässt sich durch den Einbau eines kleinen Teils (sog. Kaltlaufregler) eine Einstufung in D 3 erreichen, wodurch nur noch 108 Euro fällig werden. (s.update unten)
Mängel und Auffälligkeiten
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Abgesehen von den üblichen Wartungsarbeiten, inklusive des Zahnriemenwechsels bei 120 000 km und 200 000 km wurden folgende Teile ersetzt:
- Wasserpumpe (undicht innerhalb der Garantiezeit)
- Endschalldämpfer (2x)
- Vorschalldämpfer
- Bremsbeläge (2*)
- Bremsscheiben (2x)
- Stoßdämpfer
- Kupplung
- Zylinderkopfdichtung
- Frontscheibe (nach Hagel)
- Autoreifen (3*)
- Batterie (2*)
- Bremsschläuche vorn
- Anlasser
- ein Radlager hinten
- Lichtschalter (s.u.)
- Achsmanschette links aussen (s.u.)
Abgesehen von der Wasserpumpe, Anlasser und der Zylinderkopfdichtung wurden praktisch nur Verschleißteile gewechselt. Obwohl es häufig vorkommt, daß es durch eine defekte Wasserpumpe zu einer Überhitzung des Motors inklusive defekter Zylinderkopfdichtung kommt, gab es hier keinen Zusammenhang.
VW-typisch ist das Einlaufen der Bremsscheiben, was bedeutet, daß beim Wechsel der Beläge auch meist die Scheiben fällig werden. Die Bremsschläuche gelten hier auch eher als Verschleißteil. Mit entsprechendem Alter werden sie porös, was auch der Laie beim Abknicken derselben leicht feststellen kann.
Aufgrund der hohen Laufleistung schwitzt der Motor etwas Öl aus, was aber für einen so alten Motor normal ist, und auch vom TÜV nicht bemängelt wird. Daß die Menge nicht groß sein kann, ergibt sich auch aus dem Ölverbrauch von durchschnittlich 0,1 l/1000 km, was für einen mechanisch gesunden Motor spricht.
Die Türgriffe an sich sind robust, nicht jedoch die kleinen Entriegelungshebelchen darunter. Diese sind nämlich insbesondere bei unregelmäßiger Schmierung recht hakelig.
Rost findet man trotz des Alters von 13 Jahren lediglich als Flugrost an den Radaufhängungen. Für eine gute Rostvorsorge spricht auch das Konservierungswachs, welches trotz des Alters im Sommer immer noch aus den Entlüftungen der Heckscheibe läuft.
Nur der Vollständigkeit halber möchte ich das Quietschen beim Loslassen der Bremse erwähnen, das wohl jeder Golf II-Fahrer kennt, und welches keinen Defekt beschreibt, sondern höchstens akustisch etwas störend sein kann.
Technische Daten
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Maße: L= 3,99 m B= 1,67 m H= 1,41 m
Leergewicht: 910 kg Zuladung: 450 kg
Radstand: 2,47 m
Wendekreis: 10,60 m
Luftwiderstand: cw= 0,34 A= 1,89 m² cw*A= 0,64
Kofferraum: 345 l bei umgelegten Rücksitzen: 705 l dachhoch: 1145 l
Motor: 4 Zylinder Ottomotor mit elektronisch geregeltem Vergaser, hydraulischem Ventilspielausgleich, je zwei Ventile, 1598 ccm Hubraum, 51 kw bei 5200 U/min (70 PS), 118 Nm bei 2600 U/min, 5 Gang Schaltgetriebe mit Schoncharakter.
Schadstoffklasse: Euro 1
Wartungsintervalle: Ölwechsel: alle 15000 km Inspektion: alle 30000 km
Verbrauch im DIN-Drittelmix: 7,7 l Normalbenzin
Reifengröße: 185/60 HR 14 (original) 175/70 TR 13 (umgerüstet)
Höchstgeschwindigkeit: 162 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 13,8 s (Werksangabe)
max. Dachlast: 75 kg
max. Anhängelast: ungebremst: 470 kg gebremst: 1200 kg
Fazit
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Der GolfII Pasadena mit 70PS ist ein robustes Auto mit genügend Platz für vier Personen mit Gepäck, sehr haltbarem Motor, praktisch rostresistenter Karosserie, und narrensicherem Fahrverhalten.
Die Unterhaltskosten sind, abgesehen von der Steuer, recht niedrig, Ersatzteile gibt es günstig bei jedem Schrotthändler, und Wertverlust ist kein Thema mehr. Dank praktisch fehlender Elektronik ist auch hier kein Defekt zu erwarten.
Wenn man sich mit der fehlenden Servolenkung anfreunden kann, das etwas hausbackene Armaturenbrettdesign nicht stört, und man nicht zur Seekrankheit neigt, so ist der Golf ein empfehlenswertes Einsteiger- bzw. Anfängerauto. Aktuelle Sicherheitseinrichtungen fehlen aber völlig.
© Reiner1 (03.06.2004)
Update (10.08.04/18.08.04)
Vor einigen Wochen wurde der Golf mit dem KLR (Kaltlaufregler) der Firma TwinTec ausgerüstet. Hierbei wird während des Kaltlaufs des Motors zusätzliche Luft zugeführt, wodurch das Abgasverhalten in diesem Betriebszustand verbessert wird. Damit erreicht der Golf statt der Euro1-Norm die D3 Norm. Das Startverhalten ist unverändert, allerdings benötigt der Motor subjektiv etwas mehr "Gas" beim Einkuppeln. Der Einfluß ist aber gering.
Nachtrag (25.05.2005): Durch den Einbau verschlechtert sich insbesondere das Anfahrverhalten im Winter bzw. bei kalter Witterung allgemein. Anfahren ist dann nur mit höherer Drehzahl möglich, ohne daß der Motor gleich wieder abstirbt. Damit dürften sich die Abgase durch den Umbau eher verschlechtern.
Die KFZ-Steuer verringert sich auf 108 € jährlich.
Die Kosten betrugen inklusive Einbau, obligatorischer AU, und Eintrag in die Papiere etwa 198 €.
Ein Frontschaden (defekter Kotflügel, Scheinwerfer) konnte kostengünstig für etwa 40 € behoben werden. 15 € für den Scheinwerfer vom Verwerter und den Rest für Spachtelmasse und Sprühdose.
Update 15.09.04
Der Golf war gerade beim TÜV (43,50 Euro), der eine defekte Manschette (s.o.), Ölverlust, eine beschädigte Frontscheibe, poröse Bremsschläuche, und eine defekte Auspuffhalterung (Gummi) bemängelte.
Die Manschette habe ich beim Vertragshändler wechseln lassen (93 Euro), die Halterung für den Auspuff wechsle ich selbst, und den Rest lasse ich, wie er ist. Dazu möchte ich anmerken, daß die "porösen" Bremsschläuche vor zwei Jahren gewechselt wurden, und eingentlich nicht zu beanstanden sind, obwohl das eine VW-Krankheit zu sein scheint.
Da das Abblendlicht nachts plötzlich den Dienst verweigerte, musste der Lichtschalter getauscht werden. (19 Euro).
Die Zuverlässigkeit habe ich daher auf gut abgewertet.
Update 11.12.05
Durch einen Defekt am elektronischen Vergaser (eines der vielen Heizelemente hatte sich verabschiedet) blieb der Wagen durch stark erhöhten Verbrauch mit leerem Tank auf der AB liegen. Die nach dem Abschleppen sich anschließende Vergaserreparatur betrug etwa 250 € und bestärkte meine bisher schon vorhandene Meinung, daß elektronische Vergaser nicht der Weisheit letzter Schluß sind. Bei der Gelegenheit war auch noch der Endschalldämpfer abgebrochen, was man aber ebenso wie den Durchgerosteten Vorschalldämpfer als normalen Verschleiß ansehen kann.
So langsam macht sich bei mir die Erkenntnis breit, daß man der nächsten größeren Reparatur durch Verschrottung zuvorkommen sollte....
Update 22.12.05
Der Austausch von Mittel- und Endschalldämpfer kostete (bei Pitstop) 270 € und war in 1/2 Stunde + Wartezeit erledigt.
Wegen dem Ausfall habe ich die Zuverlässigkeit auf ok geändert.
Update 29.08.06 Das Ende....
Vor einigen Tagen hat sich der Wagen entschlossen, sich nur noch im Bonanzastil fortzubewegen. Eine Untersuchung meinerseits kam zu dem Ergebnis, daß der Drosselklappensteller des elektronischen Vergasers defekt ist. Da der Golf mittlerweile knapp 250 tkm auf der Uhr hat und außerdem TÜV und ASU fällig sind, war die Bereitschaft für eine weitere Investition nicht sehr groß. Meine Tochter, die den Wagen zuletzt fuhr bekommt jetzt den Mitsubishi Colt. (s. Erfahrungsbericht) Der Golf wird vermutlich ausgeschlachtet.
Update 2.11.06 und Schluß...
Alle Versuche, den Golf oder Teile davon zu verkaufen schlugen fehl. Selbst der Verwerter nahm den Golf nur mit der Bedingung kostenfrei an, daß er vollständig ist. Schade um die fast neuwertigen Reifen....Mittlerweile hat er wohl sein Ende im Schredder genommen. Eigentlich schade wenn man bedenkt, daß eine kleine Reparatur die Lebensdauer eventuell um Jahre verlängert hätte (kein Rost!). Da bekommt der Begriff "Wertverlust" greif und fühlbare Dimensionen...
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