Nachdem wir im März 2000 eine Golf Highline 1.6 (3-türige Limousine) als Ersatz für meinen Audi 80 kauften, hatten wir mit diesem Wagen reichlich Ärger (s. Bericht unter VW Golf IV 1.6). Zum anderen begeistert der Wagen aber auch. Als unser zweiter Wagen (ein Polo) ersetzt werden sollte, entschieden wir uns also noch einmal für den Golf. Dieses mal jedoch als Variant, da wir durch unsere Hobbies bedingt auch einmal sperrigere Sachen transportieren müssen, ohne dabei gleich einen Lastwagen zu brauchen. Mittlerweile sind wir uns darüber im klaren, dass es eine falsche Entscheidung war, noch einen Golf zu kaufen.
Wir kauften einen sieben Monate alten Wagen, der die ersten drei Monate seines Lebens auf das VW-Werk zugelassen war. 2.800km hatte er auf dem Tacho und war anscheinend 4 Monate gelagert worden, bevor wir ihn entdeckten. Der Preis war nicht schlecht und da er aussah wie ein Neuwagen, feilschten wir noch etwas und schlugen zu. Die Qualität schien um Welten besser als bei unserem 3-Türer. Auch nach den ersten 30.000 km ist von Klappern und Rappeln nicht viel zu hören. Alles ist sauber und ordentlich verarbeitet.
Der Variant wurde in Wolfsburg gebaut und unser 3-Türer in Brüssel. Vielleicht liegen darin schon Unterschiede begründet.
Ohne Probleme geht es aber auch beim Variant leider nicht! Und diese Probleme sind leider grösserer Natur als bei unserem 3-Türer. Dazu weiter unten mehr.
Motor (16V, 105 PS):
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Der Motor ist drehfreudig aber im unteren Drehzahlbereich durchzugsschwach. Dreht man ihn nicht hoch, so bleibt er sehr sparsam, ansonsten nimmt er aber gerne einen ordentlichen Schluck. Damit erklären sich auch die realitätsfernen Testverbräuche in den Tests mancher Autozeitschriften.
- Verbrauch in der Stadt: 6.8-7.8 l
- Landstrasse 5.8-6.8 l
- auf der Autobahn jenseits von 130km/h ab 7.5 l aufwärts (der 3-Türer ist immer ca. 0.3l sparsamer).
Der Motor ist auf teures Super-Plus ausgelegt. Man kann bei geringem Leistungsverlust und Mehrverbrauch auch Super fahren. Wer den Motor aber nicht quält, wird von Minderleistung und Mehrverbrauch nichts merken. Super Plus (schwefelfrei) sollte allerdings derjenige fahren der an die Umwelt denkt (s. auch meinen Bericht zu "Shell Optimax").
Maximal soll der Wagen 192km/h laufen, ebenso wie der normale Golf. Der Variant braucht dazu etwas mehr Anlauf. Die Nadel bewegt sich kaum über 200km/h und die Dachreling pfeift ab 170km/h ordentlich dazu. Ein Dauertempo von 150km/h ist aber problemlos und stressfrei möglich, wenn man den Spritpreis verdrängt, denn bei schnellerer Autobahnfahrt wird der Wagen doch ziemlich durstig.
Apropos Umwelt - Schadstoffklasse 4 ist ja heute selbstverständlich (zumindest bei deutschen Fabrikaten) und damit auch die Steuerbefreiung von über 4 Jahren.
Niedertouriges Fahren (ab ca. 55km/h im 5. Gang) ist problemlos.
Der Motor ist sehr leise. Im Leelauf (nur 600 U/min) ist er fast nicht zu hören und wird auch sonst nie aufdringlich. Entweder ist der Variant einfach leiser oder VW hat hier etwas verbessert, denn unser 3-Türer dröhnt ausgerechnet bei Tempo 130 satt aus dem Auspuff.
Den 75 PS Motor kann man nur denjenigen empfehlen, die es wirklich ruhig angehen lassen wollen. Mit 105 PS kann man gut leben, wenn man kein Durchzugswunder erwartet. Der TDI mit 90 oder 100 PS ist eine Überlegung wert. Anschaffung und Unterhalt sind teuerer aber der Verbrauch ist niedrig und der geringere Wertverlust muß unbedingt in Betracht gezogen werden.
Fahrwerk, Bremsen:
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Der Wagen ist sehr komfortabel ausgelegt. Dadurch wird er nicht gerade zum Slalomkünstler, bleibt aber trotzdem handlich. Unser 3-Türer macht mehr Spaß, wirkt aber nicht ganz so „satt“. Die Lenkung ist direkt und die Bremsen sind O.K.
Soweit ich weiß, wurde der Variant nicht mit 175er Reifen ausgeliefert, und von denen ist wegen der schlechten Bremsleistungen auch grundsätzlich abzuraten. Unser
Bilder von VW Golf IV Variant 1.6
Wagen hat 195er Reifen auf Alufelgen "Avus II" (genauso elend schlecht zu reinigen wie die "Avus I" auf dem 3-Türer).
Breitere 205er Reifen (bis April 2001 Serie beim Edition, danach hatte auch der Alufelgen mit 195ern und hiess Special, das aktuelle Sondermodell heisst glaube ich Pacific) sehen zwar gut aus, machen den Wagen aber etwas unkomfortabler.
Innenraum und Funktion:
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Dazu ist schon viel gesagt worden. Wer die Unterschiede zu Ford und Opel spürt, der wird sich in diesen nach einer ausführlichen Fahrt mit dem Golf nicht mehr so richtig wohl fühlen. Wer sie nicht spürt, der kann mit diesen beiden Alternativen etwas günstiger fahren. Der Golf wirkt in allem etwas hochwertiger als die Konkurrenz. Aber es ist eben nur die Fassade! Deswegen ist der Wagen natürlich nicht unbedingt besser.
Das Platzangebot vorne ist gut, das Lenkrad ist serienmäßig in Höhe und Reichweite verstellbar. Jeder müßte dort eigentlich eine passende Sitzposition finden. Auch Sitzriesen stoßen nicht ans Dach. Ausnahme: Comfortline mit hochgepolsterten Komfortsitzen und Schiebedach. Für wahre Sitzriesen kann das knapp werden.
Der Kofferraum ist nicht riesig aber gut nutzbar. Der Deckel über dem Reserverad ist aus Blech und kann mit einem Aufsteller (wie eine kleine Motorhaube) arretiert werden. Hinter dem Ersatzrad befindet sich auch noch eine Kunststoffmulde als Ablagefach. Im Kofferraum sind links und rechts geschlossene Fächer für Warndreieck etc. enthalten. Links kann auch der CD-Wechsler versteckt werden. Es gibt vier verchromte Verzurrösen in satter Metallqualität.
Ist das Gepäcktrennnetz eingebaut, kann man die rechten 2/3 der Sitzbank nicht mehr separat umlegen. Dazu muß man die Mechanik ausbauen. Das geht zwar fix, aber der Balken mit der Aufrollautomatik ist heftig schwer und solide (wirkt irgendwie unzerstörbar).
Über die Blau/Rote Beleuchtung ist schon viel diskutiert worden. Sie ist zumindest originell und man gewöhnt sich schnell daran. Das Display des VW-Radios ist allerdings im dunklen etwas kontrastarm.
Der Golf ist schon als Basismodell mit vielen kleinen Nettigkeiten ausgestattet (auch wenn neuerdings bei vielen Modellen der Dosenhalter eingespart wurde).
Mittlerweile (2002) hat VW durch den Konkurrenzdruck die Serienausstattungen erheblich verbessert (z.B. Klima für Highline, Zentralverriegelung für alle) allerdings auch ein paar Kleinigkeiten, wie die Leselampe für den Beifahrer und Steckdosen im Kofferraum bei manchen Modellen eingespart. Unsere Autos wurde noch vor diesen Änderungen gebaut und mussten deshalb mit den Austatattungspaketen aufgerüstet werden.
Glücklicherweise war unser Wagen (ein Comfortline) so ziemlich mit allem Wichtigen und Unwichtigen ausgestattet:
- Winterpaket (Sitzheizung, beheizte Waschdüsen, Scheinwerferreinigung): Sehr nützlich!
- Technikpaket: (Funk für die Zentralverriegelung, Bordcomputer, Alarmanlage): Sehr nützlich
- Multifunktionslenkrad und Tempomat (mit Radioanzeige oberhalb des Bordcomputers): Spielerei. Der Tempomat arbeitet aber bemerkenswert sanft.
- Regensensor und automatisch abblendender Innenspiegel: Regensensor funktioniert gut, der einstellbare Intervall der sonst vorhanden ist tut es aber auch. Der Innenspiegel blendet manchmal viel zu stark ab - nicht zu empfehlen, da nicht abschaltbar. Tipp: mit Karosseriekitt oder Knete den Sensor unter dem Spiegel "zustopfen". Dann glaubt er, es wäre dunkel und keiner blende ;-)
- 3 Kopfstützen hinten und Dreipunkt-Sicherheitsgurt für den mittleren Platz: Nur für den empfehlenswert, der wirklich mit 5 Personen fährt. Die 3. Kopfstütze schränkt die Sicht nach hinten ein und die praktische Mittelarmlehne mit Staufach fehlt im Rücksitz.
- Die Klimaautomatik arbeitet gut, ist aber zu tief angebracht und umständlich zu bedienen.
Sonstiges:
Die Sitze sind im Comfortline gut gepolstert aber haben wenig Seitenhalt. Der Velourbezug ist nur sehr schlecht abzusaugen (zum Haare raufen!!!!).
Beim Umlegen der Rücksitze muß der Fahrersitz nach vorne geschoben werden. Für große Menschen wird der Wagen (wie viele andere Fahrzeuge der Konkurrenz ebenfalls) damit auf langen Strecken NICHT MEHR BRAUCHBAR! Die Rücksitzbank kann zur Behebung dieses Problems nicht (wie bei der normalen Limousine) einfach ausgebaut werden, da Lehne und Bank zur Stabilisierung ineinandergreifen und die Bank verschraubt ist. Die Teilung der Sitzbank hätte sich VW wahrscheinlich sparen können. Selbst wenn man nur die rechten 2/3 umlegt, muß man den Fahrersitz nach vorne schieben, da die Lehne sonst nur mit Gewalt daran vorbeipaßt.
Das Schiebedach kann man vergessen, wenn man die Klimaanlage hat - bei voller Öffnung entstehen unangenehmen Schwingungen, weshalb VW auch die „Komfortstellung“ erfunden hat: In dieser Stellung ist das Dach einfach nicht ganz geöffnet.
Die Vollverzinkung hat die Konkurrenz schon nachgeahmt. Ein beruhigendes Gefühl. Nach Erfahrungen mit einem 10 Jahre alten Audi 100 kann ich sagen, daß man Rost an der Karosserie getrost vergessen kann. In den Hohlräumen sind alle VW zusätzlich mit Heisswachs geflutet worden, so daß auch Rost in den Tiefen der Karosserie keine Gefahr mehr darstellt.
Preis / Unterhalt:
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Darüber möchte man am liebsten schweigen. Mit allen oben erwähnten Austattungen und Perleffektlackierung kam man im Jahr 2000 auf rund 47.000DM. Wir haben natürlich erheblich weniger gezahlt, da es ja kein Neuwagen mehr war. Nach meiner Erfahrung sind rund 11% Rabatt bei Neufahrzeugen möglich - natürlich nur, wenn man nicht finanziert oder least. Wer einen Focus oder Astra gleich ausstattet (wenn die Ausstattung überhaupt angeboten wird) fährt nicht sehr viel billiger! Bei einfacherer Ausstattung kann das aber anders aussehen.
Die Versicherungseinstufungen und die Steuern (s.o.) sind extrem günstig. Der Wertverlust ist äußerst gering. Hier holt man den höheren Neupreis gegenüber der Konkurrenz meistens wieder herein. Ein Golf hat nach 6 oder 7 Jahren noch einen richtigen Wert. Ein Japaner oder Franzose sieht da schlechter aus - auch wenn das eigentlich nicht unbedingt gerechtfertigt ist und sich mit Sicherheit in den nächsten Jahren ändern wird.
Wartung und Ölwechsel werden nach Intervallanzeige fällig. Die Intervalle können bis zu 2 Jahren oder 30.000km betragen. Das gilt aber nur bei Verwendung des teuren Longlife Öls mit VW-Freigabe. Man könnte es bei den Preisen auch als flüssiges Gold bezeichnen. Mittlerweile gibt es dafür aber mehrere Anbieter und die Preise sinken etwas.
Alternativen:
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Opel Astra und Ford Focus sind bekannt. Zu den Autos gibt es bei Ciao genügend Berichte. Wer besonders viel Platz benötigt sollte sich den Skoda Oktavia anschauen. Der ist etwas weniger edel in den Materialien aber technisch fast identisch zum Golf. Der Kofferraum ist ein ganzes Stück größer. Wir sind ihn zur Probe gefahren - alles O.K., aber in der interessanten Ausstattung Ambiente ist sein Interieur entweder schreiend bunt (das Blau in den Sitzen ist viel zu grell) oder so trist, daß man Depressionen bekommt.
Eine tolle Alternative könnte der Peugeot 307 als Kombi sein. Er ist dem Golf schon als Limousine überlegen, macht qualitativ einen sehr guten Eindruck und der Preis stimmt. Ich vermute, dass schon allein deswegen VW die Auststattungen seiner Fahrzeuge verbessert hat.
EU-Fahrzeuge
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Sicherlich ist ein EU-Fahrzeug in Betracht zu ziehen. Man sollte aber auf die Schadstoffklasse achten. Oft bekommt man nur D3 (Umschlüsselung wird vom Hersteller trickreich verhindert) und verliert damit den Steuervorteil.
Der Wiederverkauf ist schlechter (VW-Händler haben die Anweisung, bei Inzahlungnahme 10% weniger zu bieten. EU-Fahrzeuge sind anhand der ausgenullten Identnummer in den Fahrzeugpapiere immer zu erkennen!).
Es kann auch zu Unterschieden in der Ausstattung kommen. Mal fehlt das ESP, mal die Seitenairbags und manchmal ist auch ein VW-Radio nicht lieferbar, dafür aber eine Radiovorbereitung im Lieferumfang enthalten. Handelt man beim VW-Händler um die Ecke einen guten Preis heraus, ist der EU-Wagen oft schon uninteressant, zumal man die Autos selber importieren oder manchmal auf Vermittlung bei einem ausländischen Händler abholen muss (Fahrtkosten!). Bei anderen Fabrikaten kann das allerdings ganz anders aussehen! Dort sind die Preisunterschiede sehr viel grösser.
Qualität/Mängel:
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- Seit 06. 2001 Leichtes Knarren in der Mittelkonsole (auf Behebung wurde nach den Erfahrungen mit unserem 3-Türer verzichtet, da nur temporär erfolgreich)
- Seit 06. 2001 leuchteten immer wieder mal Warnlampen im Armaturenbrett auf, die nach einem erneuten Start dann wieder dunkel blieben. Augenscheinlich hatte das etwas mit dem Tempomaten zu tun. Beim Auslesen des Fehlerstatus konnte die Werkstatt nur feststellen, dass es einen sporadischen Fehler bei der Datenkommunikation auf dem CAN-Bus gab. So recht wollte keine Werkstatt sich an die Beseitigung dieses seltsamen Fehlers machen. Eine haben wir dann doch noch mit "sanfter Gewalt" überredet - schliesslich hatten wir noch ein paar Tage Garantie. Nach Ratschlag von VW wurde das Steuergerät ausgetauscht und danach herrschte Ruhe.
- Seit 08. 2001: Lautes Knarren aus dem Bereich der hinteren Rücksitzlehnen beim Überfahren von Bodenwellen (die Ursache werde ich demnächst mal ausfindig machen)
- 01. 2002: Hintere Scheibenwaschanlage funktioniert nicht. Im Übergangsbereich Dach/Heckklappe war ein Verbindungsstück im Schlauch gelöst, das Wasser lief in die Heckklappe (in Eigenleistung beseitigt, dazu mussten die Verkleidungen der Heckklappe ausgebaut werden.)
- 03. 2002: Der Waschwasserbehälter leert sich extrem schnell. Neben dem rechten Vorderrad bildet sich eine Pfütze. Nach Überprüfung des Waschwasserbehälters, der Pumpen und der Leitungen kein Befund - alles trocken (man muss schon einiges abschrauben, um an den Behälter zu kommen). Nach Besichtigung des Fahrzeugs von unten hat sich wahrscheinlich die Scheinwerferreinigungsanlage als Ursache herausgestellt. Noch hat der Wagen eine Gebrauchtwagengarantie mit 100 DM Selbstbeteiligung.
- Seit 03. 2002: Das Problem mit dem Tempomaten und den Warnleuchten ist wieder da. Unser Händler wird wieder aktiv und nimmt Kontakt mit VW auf. Wir sind gespannt, was dabei herauskommt.
- Es ist zweimal vorgekommen, dass der Bordcomputer beim Start dunkel bleib. Erneutes Anlassen behob das Problem.
- 25.06.2002: Mit einer Selbstbeteiligung von 35Euro wurde die Scheinwerferreinigungsanlage repariert. Es wurden zwei Steuergeräte ausgetauscht. Seitdem gab es keine Fehlermeldungen mehr. Hoffen wir, dass das so bleibt!
- Stand 08. 2002: Es sind wieder Fehlermeldungen bei der Betätigung des Tempomaten aufgetreten. Der Händler und VW wissen nicht weiter. Ich habe die Nase voll! Die Gebrauchtwagengarantie ist nun auch abgelaufen und ich werde nichts weiter unternehmen, da der Fehler nur sehr sporadisch auftritt und nicht weiter stört - solange er nicht schlimmer wird. Aber viel fehlt nicht mehr und die Gölfe werden verkauft...
- Stand 10.2002: Wir waren mit dem Wagen in der Toscana. Er hat sich als absolut reisetauglich herausgestellt. Er läuft ruhig und angenehm. Katastrophal ist die Durchzugsschwäche bei niedrigen Drehzahlen. Alpenpässe werden so doch ziemlich stressig. Man muss bergauf ständig in kleinsten Gängen und mit höchsten Drehzahlen fahren. Der Tempomat nimmt bei starken Bodenwellen kurzzeitig Gas weg, was bei den starken Querfugen auf italienischen Autobahnbrücken zu einem unangenehmen Schaukeln führen kann. Einmal schaltete er sich sogar selbständig aus. Ansonsten hatte er nur einen einzigen seiner üblichen Aussetzer. Auf den langen Strecken ist er in Verbindung mit dem Multifunktionslenkrad wirklich sehr praktisch.
-Stand 01.2003: Er läuft noch immer problemlos, aber irgendwie traue ich dem Frieden nicht. Vertrauen habe ich in das Auto nicht mehr so recht!
Fazit:
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Ich kann den Wagen nicht mehr unbedingt wärmstens empfehlen. Perfekt ist kein Auto aber ich habe die Befürchtung, dass das mit den Mängeln so weitergeht und der Wagen sich so horrormäßig entwickelt wie unser 3-Türer (s. Bericht unter Golf IV 1.6). Wir waren schon nahe dran, unsere beiden Gölfe einfach zu verkaufen.
Keiner der Defekte war wirklich tragisch, aber die Menge nervt einfach. Diese Qualität bekomme ich bei anderen Marken mit Sicherheit preiswerter.
14.07.2003 Das Ende ist da:
Der Wagen wurde verkauft und gegen einen Toyota Avensis D4-D Kombi T25 ausgewechselt. Der neue Bericht kommt!
06.10.2005 11:28
Super Bericht. Doch, wenn ich mehrere tausend Euro mehr für dieses Auto ausgebe, als für vergleichbare Konkurrenten, dann erwarte ich auch , dass mich der Wagen in Ruhe lässt und nicht mit Knarren und diversen Ausfällen auf den Wecker fällt.
30.10.2004 20:43
Super Bericht, vorallem sehr ausführlich. Da bleibe ich doch lieber bei meinem Toyota Yaris, auch wenn dieser etwas klein ist.
20.01.2004 21:51
Da sieht man mal, wie's einem ergehen kann. Vor wenigen Jahren hast du meinen Mängelbericht zm Golf-IV als "Emotionale Überreaktion" tituliert. Von dem ganzen Schlamassel hattest du damals noch recht wenig wissen wollen. Zu der Entscheidung, ein ordentliches Auto aus Japan gekauft zu haben, kann man dich allerdings nur beglückwünschen. Gruß Wolf Blank