Sehr guter VW Golf V 1.9 TDI
20.05.2011
Pro:
Sehr gute Fahrleistung
Kontra:
-
Empfehlenswert:
Ja
 Zimmi11
Über sich:
Mitglied seit:18.05.2011
Erfahrungsberichte:5
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 3 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als hilfreich bewertet
Golf 1.9 TDI mit 105 PS. Dieses Diesel-Knurren, das viele noch aus der Fahrschule kennen. Nur lauter, weil die bessere Dämmung des Neuen das Diesel-Nageln jetzt noch wirksamer versteckt. Das Konzept bleibt das alte. Während Konkurrenten wie der Peugeot 307 auf die laufruhigere Common-Rail-Technik setzen, hält VW an der sparsameren Pumpe-Düse-Technik fest, die jetzt auch Euro 4 schafft. Und will den Partikelfilter erst Ende 2004 bringen (562 Euro extra). Dafür entfällt in der jüngsten Golf-Generation die Diesel-typische Gedenksekunde vor dem Motorstart jetzt auch bei Minustemperaturen. Reinsetzen, starten, losfahren wie bei einem Benziner. Und plötzlich wird einem klar: So langweilig ist Golf fahren gar nicht ... Luftiges Raumgefühl für die Beifahrer
Es scheint nur so, dass wir den Fortschritt fast mit der Lupe suchen müssen. Zunächst stimmen vor allem kleine Dinge versöhnlich. Durch und durch nützliche Accessoires wie der VW-Flaschenöffner im Mittelfach zwischen den Sitzen, der nicht nur Kronkorken knackt, sondern als verschiebbares Mittelstück auch die Getränke in der Ablage fixiert. Wolfsburgs Antwort aufs Dosenpfand. Oder eine Ladeluke (155 Euro, Comfortline Serie) im Kofferraum, die wie eine Küchendurchreiche funktioniert: Klappe auf, und schon passen selbst die Carving-Ski in den Kompakten. Hat VW gut von seinen Gegnern kopiert ... Aber es ist nicht alles Golf, was glänzt. Dass VW mit spitzem Bleistift gerechnet hat, sieht man nicht nur am rauen Armaturenplastik, sondern spürt es spätestens beim ersten Probesitzen. Die neuen Sitze, von VW als großer Fortschritt gepriesen, wirken zu knapp: Die Rückenlehne gibt den Schultern keine Unterstützung, die Oberschenkel finden keinen rechten Halt. Man sitzt schlechter als im Vorgänger. Dass im Fond nur die Rückenlehnen klappen, aber nicht mehr die Sitzbank, wird noch viele Kunden ärgern.
Statt eines intelligenten Klappsystems spendiert VW seinen Beifahrern dafür ein luftiges Raumgefühl. Das Golf-Wachstum – 55 Millimeter in die Länge, 24 Millimeter in die Breite, plus 41 Millimeter Höhe – lässt besonders die Fondpassagiere erleichtert aufatmen. So golfen Familien ohne Handicap. Dafür nicht weniger sportlich. Werksangaben Motor (Bauart/Zylinder) R4-Turbo Einbaulage vorn quer Ventile/Nockenwellen 2 pro Zylinder/1 Hubraum 1896 cm³ kW (PS) bei U/min 77 (105)/4000 Nm bei U/min 250/1900 Höchstgeschwindigkeit 187 km/h Getriebe 5-Gang manuell Antrieb Front Bremsen (vorn/hinten) Scheiben/Scheiben Testwagenbereifung 205/55 R 16 W Abgas CO2 135 g/km Verbrauch (Werksangabe)* 6,5/4,3/5,0 l Tankinhalt/Kraftstoffsorte 55 l/D Vorbeifahrgeräusch 73 dB (A) Anhängelast (gebr./ungebr.) 1400/660 kg Testwerte 0 – 100 km/h 11,3 s 80 - 120 km/h 5. Gang 11,9 s Bremsweg aus 100 km/h kalt/warm 39,0/38,9 m *innerorts/außerorts/gesamt auf 100 km Aufwändige Vierlenker-Hinterachse
Zwar schlägt sich die neue Golf-Größe auf der Waage nieder (1405 statt bisher 1345 Kilogramm), aber nicht in schlechten Beschleunigungswerten. Der neue TDI (mit 105 PS) sprintet in 11,3 Sekunden von null auf 100 km/h (der Vorgänger in 11,5 Sekunden bei 100 PS), rennt 187 km/h Spitze und verbraucht 6,3 Liter (vorher 5,9). Gleichstand. Das Wachstum wird kompensiert durch den stärkeren Motor. Dass höheres Gewicht und größere Stirnfläche den Golf naturgemäß bremsen, werden wir beim Basis-Benziner (75 PS) noch zu spüren bekommen. Den größten Fortschritt machte nicht das Design, sondern die Technik. Unter den Golf schnallten die Ingenieure ein Fahrwerk mit aufwändiger Vierlenker-Hinterachse nach dem Vorbild des Ford Focus.
Zu spüren ist davon im Alltag wenig. Der Golf geht lässiger über Unebenheiten auf unseren Straßen hinweg. Dafür fühlt sich sein Fahrwerk aber längst nicht so fahrdynamisch an wie das vom Focus. Immerhin sorgt die neue Hinterachse dafür, dass der Golf schön bodenständig bleibt. Den Rest erledigt ESP. Und der Fahrer mit der leichtgängigen elektromechanischen Servolenkung in der Hand (keine Hydraulik mehr).
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20.05.2011 00:55
Das liest sich wie ein Werbetext. Schreib doch mal noch EIGENE Erfahrungen dazu, z. B. wielange DU dieses Auto schon fährst, gab es Probleme mit DEINEM PERSÖNLICHEN Auto, wie fährt es sich usw. LG! Andrea