Die "Umstände" bringen mich nun zu meinen ersten Updates, wie versprochen.
//_/ Update I v. 16.12.2002 s.u. \_\_\_
//_/ Update II v. 06.03.2003 s.u. \_\_\_
So wie schon in meinem allgemeinen Bericht zum Polo angekündigt, hat es sich der „Kleine“ verdient, einen eigenen Bericht zu bekommen. Er ist schließlich nicht nur der kleine Bruder vom VW Golf, sondern ein eigenständiges vollwertiges Auto.
So nun ist er also da.
Schwarz und stark!
Äh, das war eher mein Kaffee – der Polo ist zwar schwarz, aber richtig stark ist er nicht mit seinen 55 PS. Er sieht aber stark aus.(©Powermick)
//_/ Warum ich mich für den VW Polo entschieden habe \_\_\_
Für mich war klar, dass ich mir einen „Kleinwagen“ als Winterfahrzeug zulegen wollte.
Ich renne jetzt schon seit fast einem Jahr durch die Autohäuser und befasse mich mit Kleinwagen, obwohl ich doch eher an großen Autos interessiert bin. (klingt ein bisschen größenwahnsinnig, oder? Ist aber nicht so gemeint)
Ich habe mir Auto von japanischen, französischen, italienischen, deutschen und vielen anderen Herstellern angesehen und bin auch viele probegefahren. Bei einigen war ich vom Auto enttäuscht, bei anderen wiederum vom Preis-/ Leistungsverhältnis.
Ich hatte bestimmte Vorstellungen: nicht so viele PS, ein Radio, gute Sicherheit und eine Klimaanlage (besserer Wiederverkaufswert im Sommer!).
Im Juli bekam ich dann eine „Entscheidungshilfe“ von einem Bekannten, in Form der neuen „Auto-Bild“, in der „Der König der Minis“ gesucht wurde.
Insgesamt 10 Kleinwagen wurden hier getestet, und siehe da, auf den ersten drei Plätzen lagen auch meine Favoriten:
1. Seat Ibiza
2. VW Polo
3. Skoda Fabia
Der Seat gefiel mir in seinem neuen Outfit auf Anhieb. Sehr sportlich und chic. Der Polo war schon ein bisschen „zahmer“ und der Fabia schon fast bieder. Aber mit Blick auf die Preise konnte es eigentlich nur der Fabia werden.
Der VW-Konzern hat sich die Verkaufsfelder schön aufgeteilt. Obwohl alle Autos im gleichen Segment angeboten werden, kann man sie kaum miteinander vergleichen. Der Skoda ist der günstigste mit knapp unter 11.000,- €, dann kommt der Polo mit 11.500,- € und der teuerste der drei ist der Ibiza mit über 12.500,- € Grundpreis. Dabei sind aber verschiedene Ausstattungen inklusive, auf die ich jetzt aber nicht weiter eingehen möchte – wie gesagt: kaum miteinander zu vergleichen.
Ich hatte mich schon mit dem Fabia angefreundet (weil günstigste Variante) und schon ein paar Autohäuser abgeklappert um Vergleichsangebote einzuholen. Der Winter naht ja schließlich.
Da flatterte mir eine Wurfsendung ins Haus, in der ein nahegelegenes Autohaus sein 50jähriges Jubiläum anpries und in diesem Zusammenhang auch einige Sondermodelle. Und siehe da, auch ein Polo Spezial war dabei.(©Powermick)
Mein Weg führte am nächsten Tag schon dorthin (es gab ja auch Getränke und Häppchen).
Mit einem Verkäufer kam ich ins Gespräch und er macht mir ein Angebot für den Polo, so wie ich ihn mir vorstellte. Natürlich pokerten wir noch ein bisschen um den Endpreis, doch irgendwann lag ich noch etwa 600,- € über dem besten Fabia-Angebot.
Das weitere Wochenende drehte sich natürlich nur ums Auto. Und was soll ich sagen: im Hinblick auf den zu erwartenden besseren Wiederverkaufswert entschließ ich mich zum Kauf des VW Polo. (sonst würde ich ja auch nicht in dieser Kategorie schreiben)
Das Liefer-Datum: 08.11.2002 wurde problemlos eingehalten!
//_/ Der Wagen \_\_\_
Ich möchte jetzt nicht alles aufzählen, nur die wichtigsten Dinge.
Modell: Polo 9N, 1,2 l, 40 kW/55 PS, 5 Gang, 3-Wege-Kat, Frontantrieb
Grundausstattung: vollverzinkte Karosse, Airbags (Fahrer, Beifahrer, Seitenairbags), ABS, Servolenkung, Seitenaufprallschutz, elektronische Wegfahrsperre, uvm.
Extras: Farbe schwarz (!), Klimaanlage, Radio Alpha, Komfort Sicherheitspaket.
Man kann ihn mit Benzin bleifrei betanken, was ja doch ein paar Cent ausmacht.
Preis: glatte 11.200,- € (inkl. Überführung, Anmeldung und Wunschkennzeichen)
//_/ Der erste Eindruck \_\_\_
Zuerst musste natürlich der Schreibkram im Büro erledigt werden und ich mich von meinem Geld trennen.
Danach führte mich der Verkäufer mit den Worten „ich hab ihn ´mal ins warme gestellt“ in eine Nebenhalle, in der der „Kleine“ schon auf mich wartete.
Sehr guter Service, wenn man das regnerische Wetter draußen betrachtete.(©Powermick)
Schön sah er aus, und auch das von mir ausgesuchte Nummernschild (ganz wichtig für mich, da ich eine Art „Nummernschildfetischist“ bin) war ´drangeschraubt.
Mir wurden noch in aller Ruhe die Funktionen erklärt, obwohl sich das meiste für sich allein sprach. Als VW-Fahrer hat man ja den Wiedererkennungseffekt.
Der Verkäufer wünschte mir noch eine gute Fahrt, übergab mir noch ein Waschgutschein, für eine Textil-Waschanlage in unserer Nähe und öffnete dann das große Tor.
Mit ein bisschen Aufregung startete ich den Motor und verlies das Firmengelände.
Klasse Gefühl!
//_/ Innenraum \_\_\_
Dieser Geruch! Ich liebe diesen Neuwagen-Geruch und würde ihn mir am liebsten in Flaschen abfüllen, um länger etwas davon zu haben.
Insgesamt ist der Innenraum sehr großzügig gestaltet. Kein Vergleich zu seinen drei Vorgängern.
Das Armaturenbrett ist benutzerfreundlich gestaltet und gut ablesbar.(©Powermick)
Die Armaturen selber sind, mittlerweile ja VW-üblich, in blau und rot beleuchtet. Ich gebe zu es ist Geschmackssache, doch dass Nachtdesign ist schon klasse.
Genügend Ablageflächen und –fächer sind vorhanden ud diese habe ich mittlerweile auch schätzen gelernt.
Rund ums Radio sind waagerechte und senkrechte Ablagemöglichkeiten, in denen man von der Sonnenbrille bis zum Kaugummi alles unterbringen kann.
Das Handschuhfach ist trotz Airbag relativ geräumig. Hier befindet sich auch die Möglichkeit mit dem Zündschlüssel den Beifahrer-Airbag auszuschalten, wenn man einen Baby-Maxi-Cosy auf dem Beifahrer-Sitz transportieren möchte.
Die Sitze sind nicht zu weich gepolstert und geben guten Halt. Sie sind höhenverstellbar, so dass sich jeder Fahrer eine individuelle Sitzposition einstellen kann. Sowohl vorne als auch hinten befinden sich Kopfstützen.
Als Mitfahrer im Fond hat man ein recht großzügiges Platzangebot. Ein Zweimeter-Mann hätte bestimmt seine Probleme, aber für Kinder reicht es allemal.
Ich habe mittlerweile eine Art "Familienfahrt" mit zwei Kindersitzen (und Kindern) hinter mir. Die Kinder haben ausreichend Platz und die Fahrer-/Beifahrersitze muss man auch nicht weit nach vorne machen.
Der Kofferraum bietet dem Benutzer 270 Litern Platz, die unverbaut genutzt werden können. Das macht 25 Liter mehr aus, als beim Polo III. Hier bekommt man locker drei Sprudelkisten rein. (oder Bier???)
Mit umgeklappter, geteilter Rücksitzbank stehen einem sogar 1030 Liter zu Verfügung.
Die Aussicht wird nicht durch irgendwelche verbauten Holme gestört. Die großzügigen Scheiben erleichtern dem Fahrer wirklich die Übersicht
//_/ Außenansicht \_\_\_
Mein Auto hat drei Türen (inkl. Heckklappe), er ist aber auch als Fünftürer erhältlich.
Wie schon erwähnt, sieht der Polo nicht ganz so sportlich aus, wie sein Verwandter aus dem VW-Konzern, der Seat Ibiza. Und doch gefällt mir sein Äußeres.
Das freche Frontdesign mit den Doppelscheinwerfern, die schon dem Lupo gut zu Gesicht stehen, machen ihn schon ein bisschen bissig. (©Powermick)
Der Abstand der Reifen zu den Radkästen ist ein bisschen hoch, was sich zwar durch eine Tiefelegung regulieren lässt, aber auch gleichzeitig den Stand im Geldbeutel tieferlegt.
Die Heckansicht ist ebenfalls freundlich. Die dritte Bremsleuchte ist im kleine Heckspoiler eingebaut.
Insgesamt sieht er schon aus wie ein kleiner Golf V, der ja auch demnächst auf den Markt kommt.
//_/ Fahrgefühl \_\_\_
Einen Neuwagen sollte man ja schonend einfahren, so dass ich jetzt noch nichts über Höchstleistungen erzählen möchte.
Die Höchstgeschwindigkeit ist mit 152 km/h angegeben, meistens bringt ein VW aber doch etwas mehr auf den Tacho. (mittlereile getestet: knapp über 160 km/h, lt. Tacho)
Das Gefühl, dass der Polo mir vermittelt ist aber klasse. Sehr leise bewegt er sich über den Asphalt.
Das fünfgängige Schaltgetriebe arbeit VW-gewohnt rund.
Obwohl ich ihn noch im unteren Drehzahlbereich bewege, reagiert der Polo spritzig (©Powermick)
auf seine Vorgaben und bleibt trotzdem angenehm ruhig.
Der 3-Zylinder-Motor ist zwar von Hause aus etwas lauter, aber der Polo besitzt eine gute Innenraumdämmung.
Ebenso angenehm empfinde ich die Einstellung der intelligenten Servolenkung, die mir vom Verkäufer als revolutionär angepriesen wurde. Die Griffigkeit regelt sich je nach Geschwindigkeit: besonders leicht beim rangieren und ein etwas größerer Widerstand fördert die Kontrolle bei höheren Geschwindigkeiten.
//_/ Verbrauch \_\_\_
Der Tank fasst ca. 45 l Benzin (Werksangabe). Mein erstes Tanken erfolgte nach 521 gefahrenen Kilometern. Der kleine hat rund 34 l Benzin bleifrei verbraucht (= 6,53 l auf hundert Kilometer). Das ist allerdings kein Richtwert, da der Wagen ja noch neu ist und ich doch relativ ruhig gefahren bin.
Die Werksangabe liegt im Drittelmix bei 5,5 – 6 l, allerdings bei Super bleifrei, das man ebenfalls tanken kann. ©Powermick
Im Moment hat sich der Benzinverbrauch bei knapp über 6 l auf 100 km eingependelt. Das geht ja mittlerweile und wenn man daran denkt, dass man ja doch den ganzen Tag mit Licht durch die Gegend fahren muss...
//_/ erstes Fazit \_\_\_
Soviel zu meinen ersten Eindrücken. Ich weiß, nach nur einer Woche kann man noch kein Auto hundertprozentig mit einem Erfahrungsbericht bewerten (Gruß an ein paar meiner Kritiker), doch ich habe mir vorgenommen, diesen Bericht als „lebenden“ Erfahrungsbericht zu gestalten, d.h. ich werde meine Eindrücke immer erneuern und sobald ich irgendetwas über Werkstattbesuche und deren Kosten weiß, werde ich das hier einbauen (was die Werkstattbesuche betrifft, dauert das hoffentlich noch etwas).
Bis jetzt habe ich meinen Kauf noch nicht bereut, wie denn auch nach knappen 550 gefahrenen Kilometern???
Glückauf PM
geschrieben am 15.11.2002 (1.342 Wörter - mittlerweile mehr)
//_/ Update I v. 16.12.2002 \_\_\_
Ich fahre den Polo jetzt seit fünf Wochen und habe mittlerweile über 3000 (!) Kilometer hinter mir. Mir macht es Spaß ihn zu fahren, immer noch und er ist auch noch nicht auseinandergefallen (@sirjethro).
Es klappert noch nichts, es rappelt noch nichts und doch gibt es einen großen Unterschied seit ein paar Tagen: Ich habe meinen ersten Diamanten für Ihn bekommen und zwar hier bei CIAO!. Danke schön.
Zum Auto selbst bleibt zu sagen, dass ich ihn auch schon mal an seine Grenzen gebracht habe - das fällt aber auch nicht schwer, da die 55 PS nicht allzu spritzig sind und bein 160 km/H ist das auch Ende.
Aber das wußte ich ja vorher schon, dass der "Kleine" kein PS-Bolide ist.
Die restliche Überarbeitungen findet man im Bericht selber.
Glückauf PM
16.07.2012 08:28
von mir auch ein bh und LG
28.06.2012 17:21
BH
09.05.2012 16:53
Glückwunsch zum Diamanten! LG