Erfahrungsbericht über

VW Polo 1.9 TDI Fun

Gesamtbewertung (18): Gesamtbewertung VW Polo 1.9 TDI Fun

250 Angebote von EUR 1.630,28 bis EUR 12.290,00  

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Die neue Kraft des Kleinen

5  21.03.2002 (04.06.2002)

Pro:
sehr spritziger Motor, gutes Fahrwerk, sicher

Kontra:
hoher Preis

Empfehlenswert: Ja 

Jackrabbit

Über sich:

Mitglied seit:09.03.2002

Erfahrungsberichte:168

Vertrauende:41

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 71 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Als ich aus dem Fenster schaute stand da ein neues Auto. Ich weiß es kling vielleicht nicht besonders glaubwürdig, wenn man innerhalb von 2 Tage von 2 verschieden Probefahrten schreibt. Aber Fakt ist, dass es so gewesen ist.
Als ich also gestern von meinem Dachbodenzimmer herunter gegangen bin und kurz beim Fenster einen Blick in unsere Einfahrt warf sah ich einen schwarzen Polo stehen.
Mein Papa hatte mal wieder ein Spielzeug für mich mitgenommen. Den Tag davor hatte er einen neuen Ibiza dabei gehabt (Bericht bei mir).

Ich lief also sofort zum Auto hinaus (es strömte auf mich herab, als seien die Wolken geborsten). Kurz sah ich die schönen 16“ Alu Felgen auf 205/45 Bereifung (bei späterer näherer Betrachtung unter einem Dach sah ich, dass Bridgestone Potenza Reifen aufgezogen waren). Diese Felgen könnt ihr euch auf der VW Homepage ansehen.
Ich hatte die Funkfernbedienung beim Laufen schon betätigt und stieg sofort in den Wagen ein.
Kurz ein Ausritt zu Funkfernbedienung, wenn man die Öffnungstaste nur einmal drückt, dann entriegelt sich nur die Fahrertüre, bei 2-maliger Betätigung sperrt dann das ganze Auto auf. Wer das nicht will kann diese Funktion beim Händler umprogrammieren lassen.

Innen:

Ich setzte mich in die schönen Sportsitze. Die Nähte der Bezüge waren in Rot gehalten und auch die Fußmatten waren mit Roten Rändern bestückt. Die Sportsitze ließen mich in Verbindung mit der Climatronic (Klimaautomatik) auf die Highline (beste) Ausstattung schließen.
Die Instrumente (Tacho und Drehzahlmesser) waren in Chromringe gefasst, während die Zahlen mit blauer Beleuchtung hinterlegt waren. Das Lenkrad, der Schaltknauf und der Handbremshebel waren mit feinem Leder bezogen. Es griff sich alles sehr „warm“ und gut an.
Die Klimaanlage war endlich da wo sie sein sollte und nicht wie sonst bei VW immer zu weit unten verbaut. Die Temperatur konnte per Drehrad schnell eingestellt werden und leuchtete am Display auf. Mehr musste man im AUTO Modus nicht machen, die Gebläsestärke, Luftfeuchte, Sonnenstand und sämtliche andere Faktoren regelte die Klimaanlage von selbst.
Ein praktisches Ablagefach im Armaturenbrett bot sich für mein neues Handy gerade zu nur so an. Es war in der Mitte verbaut und mit rutschhemmenden Material bezogen. Auch alle anderen zahllosen Ablagen waren mit diesem Kunststoff ausgestattet, da rutschte nichts mehr herum.
Auf der Rückbank hatte man auch viel Komfort, es war zum Beispiel eine Mittelarmlehne für die Fondmitfahrer eingebaut. An Fußfreiheit konnte man sich auch nicht beklagen für einen Wagen dieser Klasse.

Außen:

Als ich mir den Wagen von außen betrachtete (ich war bei einem Freund unterm Dach), sah ich erst die Bulligkeit dieses Modells. Die Karosserie erfuhr durch die 16 Zoll Räder sehr viel mehr als nur das typisch brave Polo Aussehen. Der Wagen sah richtig dynamisch aus.
Die Farbe war mit Schwarz (Perleffekt) sehr gut für dieses Auto gewählt. Das Gesicht des Wagens wurde durch jeweils zwei Rundscheinwerfer geprägt. Ähnlich wie beim Lupo, nur größer und der Blinker sah unter den Abblendlicht und nicht im kleinen Spiegel. Dort war das Fernlicht verbaut. In der Schürze waren die Nebelscheinwerfer integriert. Das Licht geht übrigens sehr gut, auch bei schlechten Wetterlagen (wie es gestern bei uns war). Für eine normale H7 Birne ein tolles Ergebnis. Nur Xenon ist besser, aber das ist eh logisch.
Den von mir gefahrenen Polo zierten auch 4 Türen. Das Merkmal des 4-Türers war das dritte Fenster in der C-Säule. Die C-Säule ist die Blechpartie seitlich des Kofferraums. Durch dieses Fenster wird der Wagen innen „luftiger“. Der 2 Türer hat diese Fenster nicht, er hat dafür eine leicht ansteigende Fensterlinie, was einen sportlicheren Auftritt machen soll.
Die Heckleuchten des Polo sind sehr an den aktuellen Passat angelehnt. Das Begrenzungslicht ist auch wie im Passat mit dem Bremslicht in einer runden Linse verpackt. Wird die Bremse gedrückt und das Licht leuchtet, hat man durch die Linse das Gefühl ein viel größeres Lichtfeld zu sehen und reagiert als Hintermann schneller.

Motor:

Diesmal war es nicht ein 3 Zylinder (wie schon einmal von mir beschrieben), nein es war das 4 Zylinder Pumpe Düse Aggregat verbaut. Ich kenne diesen Motor sehr gut aus meinem Wagen (Fabia, auch mit Bericht) und war wie immer begeistert. Im Polo ist der Motor natürlich auf Grund besserer Geräuschdämmung noch leiser als im Ibiza oder Fabia und vibriert so gut wie gar nicht. Er verfügt über 100 PS und 240 Nm zwischen 1800 – 2400 Touren und beschleunigt den Polo (1200 kg) sehr zügig in 10,3 Sekunden auf 100 km/h.
Was aber erst das richtig tolle an diesem Motor ist, ist, dass man sehr schaltfaul Fahren kann. Das Drehmoment erledigt den Rest. Mit dem 5 Gang in der Stadt bei 50 km/h, kein Problem, beim Gasgeben wird dies mit Schub und keinem Stuckern verbucht.
Der Motor braucht etwa 6 Liter Diesel auf 100 km und ist Sauber nach D4.
Die Gänge lassen sich sehr leicht schalten und die Übersetzung ist gut gestuft. Bei 140 km/h dreht der Motor bei 2700 Touren.

Fahrwerk:

Trotz der riesigen 16 Zöller mit geringem Reifenquerschnitt federt der Polo noch immer sehr gut. Nur bei starken Straßenschäden stößt die Federung an ihre Grenzen.
Ich konnte das Fahrwerk leider auf Grund der dauernden Regenfälle der letzten Tag nicht ausreichend testen, aber auch bei harscher Gangart benahm sich der Polo bei diesen Bedingungen sehr zahm. Die Servolenkung ist übrigens Geschwindigkeitsabhängig in ihrer Härte, dies trug auch zum guten Fahrbahnfeeling bei. Das ESP bescherte den Rest, falls es doch mal zu viel wurde. Die Bremsen waren mit Bremsassistent und ABS in Kombination mit den großen Rädern eine Wucht. Fading kennen diese Bremsen nicht. Selbst bei oftmaligen Bremsen aus hohen Geschwindigkeiten ließ die Bremsleistung subjektiv nicht nach. Das Pedal wurde auch nicht „länger“.

Sicherheit:

Der Wagen verfügt in Österreich mit der genannten Highline Ausstattung über 4 Airbags. Kopfairbags sind in Vorbereitung und fließen ab Sommer 2002 in die Serie ein. ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung und Bremsassistent (4 Scheibenbremsen, vorne Innenbelüftet), Seitenaufprallschutz und diverse passive Sicherheitselemente. Zusätzlich ESP (Schleuderschutz). Im Crashtest bekam der Polo 4 Sterne (5 möglich), nach anfänglichen Problemen wurde eine zusätzliche Kunststoffplatte im Fußraum installiert um die Beine besser zu schützen.

Fazit:

Der einzige Nachteil am Polo den ich feststellte war der hohe Preis von fast 19000 € in der von mir getesteten Version. Wie sich die Zuverlässigkeit und Mängel des Wagens entwickeln bin ich sehr zuversichtlich, nachdem ja die Plattform zuvor 2 Jahre beim Fabia getestet wurde.


Hannes

:_:_:_:_: Update

Auf meiner page findet ihr auch noch wertvolle Infos zu anderen tollen Autos. Schaut mal rein und bringt Freude mit. Es sind z.B. die Plattformbrüder Seat Ibiza NEU und Skoda Fabia dabei


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
The_Groovy

The_Groovy

27.03.2002 17:22

dein lieblingsthema ist wohl AUTO ???? *g* wenn die net so teuer wären...aber nein *g* na egal schöner bericht...kannst ja mal über BMW schreiben ... meine absolute traummarke...groovy

AliAsAliAs

AliAsAliAs

25.03.2002 21:38

na auch ein sehr schöner Bericht. gruß vom alias

Dursty

Dursty

23.03.2002 01:04

Nun sag mir mal eins... wie soll ich mich denn bitte für ein Auto entscheiden, wenn du alle paar Tage begeistert von einem anderen erzählst??? ;) Aber naja... da ich mir eh erst in geraumer Zukunft eins leisten kann frag ich dich einfach dann, welches denn dein Favorit ist (wetten, du kannst dich gar nicht entscheiden ;-). Cya, Dursty!

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