Fahrzeugbewertung des Autors:
| Pro: |
Fahrkomfort, Qualität |
| Kontra: |
Preise für die Insprektion flür einen Kleinwagen hoch |
Obwohl es bereits mehrere Berichte zu diesem schnuckligen Auto gibt, möchte ich gerne "meinen Senf" dazu geben.
Ich habe meinen Polo seit Mitte August 2002. Ausschlaggebend war mein Vater, der mich damals seit ca. einem halben Jahr angenervt hat (er kann sehr hartnäckig sein), dass ich dringend ein neueres Auto bräuchte. Zu dem damaligen Zeitpunkt fuhr ich seit 3 1/2 Jahre (am Ende 4 Jahre) einen Golf II (Baujahr 1989 und ganz am Ende mit über 230tkm) und war eigentlich glücklich und zufrieden, da ich fast keine Probleme damit hatte und die Reparaturen sich sehr in Grenzen hielten.
Bei der Frage "Was für ein Auto soll´s werden?" schieden sich unsere Geister - meine Mutter hat sich wohl wissend rausgehalten. Es reicht schon, dass sich Vater und sein einzigstes Kind in der Wolle hatten und sie sich sehr ähnlich sind. :-)
Am Ende habe ich mich durchgesetzt, dass es kein Auto äusländischen Fabrikats wird, sondern wieder ein VW - zuerst war ein gebrauchter Golf im Gespräch, aber da die Autos, die preislich in Frage gekommen wären in zwei Kategorien einzuordnen waren, die aber nicht zu 100% in die Vorstellung passten: entweder zu alt (damals 5 Jahre und älter) und wenig Kilometer oder noch jung, aber sehr viele Kilometer (ca. 100 000 und mehr).
Schließlich kam eine neue Strategie bei raus: ganz neues Auto, aber dafür Reimport und ein wenig kleiner (also nun Polo oder Lupo). Der Lupo schied dann recht schnell aus, da er beim direkten Vergleich zum Polo durchgefallen ist (vor allem im Preis-Leistungsverhältnis, der Lupo war einfach zu teuer in der Anschaffung).
Am Ende fiel die Entscheidung auf den Polo IV, der mich unter dem Strich 12 850 Euro gekostet hat (tatsächlich eigentlich ein wenig mehr, da ich das Auto teilweise kreditfinanziert habe).
Das Auto ist mit mehreren sehr angenehmen Dingen ausgestattet (Aufzählung folgt), der bei einem "normalen" Autohaus ca. 3000 Euro mehr gekostet hätte.
Auf folgende Daten werden viele schauen, um sich ein besseres Bild zu machen:
Otto-Motor (Benziner)
Hubraum: 1198 cm3 (Achtung: zu diesem Hubraum gibt´s zwei verschiedene PS-Stärken!! Selten, aber wahr!!)
Leistung kW bei min-1: K47/5400
Maße: Länge: 3897mm, Breite: 1650mm und Höhe 1465mm
Leergewicht 1157kg; Zulässiges Gesamtgewicht 1550kg
Bereifungsmöglichkeiten:
165/70R14 81T; 185/55R15 82T M+S (Alufelgen auch möglich, habe ich aber noch nicht ausprobiert)
Farbe: Metalliklakierung in einem dunklen blau-grau; VW Farbe "7"
Auto entspricht der Euro 4 Norm (in der ersten Zeit war damit das Auto - logischerweise- steuerfrei). Die steuerfreie Zeit habe ich zwischenzeitlich leider schon hinter mich gebracht - habe das Auto nun schon seit 4 Jahren...
So, nun zu den teilweise kostenpflichtigen Einbauten von VW - aber ohne Garantie auf Vollständigkeit:
Klimaanlage!!!! Wer VW kennt, weiß, dass es mehrere Versionen gibt, die auch unterschiedlich viel kosten. Mir sind 3 verschiedene bekannt (eine ganz einfache, eine genauere und eine mit elektronischen Display für die Temperatur, die mir bisher nur beim ganz neuen Passat und beim Vorgängermodell "über den Weg gelaufen sind", aber nicht bei einem Polo IV). Ich habe bei meinem Auto die "mittlere" Ausführung (ich glaube, die heißt Climatronic?), bei der man als Anhaltspunkt insgesamt drei Temperaturanzeigen hat, wenn man über den Drehschalter die gewünschte Temperatur einstellt. Bei einer Klimaanlage "normal" ist die Anwesenheit der Umluftfunktion.
Das "Sicherheitspaket" (alle Bezeichnungen werden mir nicht einfallen und daher gibt´s keine Gewähr auf Vollständigkeit):
neben dem Fahrer- und Beifahrerairbag haben Fahrer- und Beifahrersitz extra Airbags auf der jeweiligen Seite zur Karosserie. Ebenso gibt´s ESP und noch eine andere Fahrsicherheitskomponente (Name entfallen).
Für die Fensterscheiben der Fahrer- und Beifahrerseite hat das Auto elektrische Fensterheber. Für die Fenster "in zweiter Reihe" gilt das Kurbeln per Hand (VW bietet auch ein Paket an, bei dem alle vier Fenster mit elektrischem Fensterheber versehen sind - kostet aber mehr).
Es gibt auch eine Halterung für Getränkedosen und Getränkebecher mit extra Verschluß (vor allem von amerikanischen Schnellrestaurants), die man in gut erreichbarer Greifnähe (aus Sicht des Fahrers) in Richtung Beifahrer geneigten Winkel aus der Mittelamatur oberhalb der Radiovorrichtung zu öffnen ist und das Getränk bleibt gut arretiert dort, wo es sein soll (kein umkippen in Kurvenlage oder kurzfristigen Fahrrichtungswechsel).
Für den Fahrer hat man auch etwas für den Fahrkomfort getan, was mir als vergleichsweiser kleinen Person ("nur" 1,60m groß) zum Vorteil wird (im Gegensatz zu älteren/anderen Modellen):
1. das Lenkrad ist verstellbar (in der Höhe) und
2. der Sitz (Fahrer- wie Beifahrersitz) läßt sich nicht nur vor und zurückstellen, sondern auch in der Höhe (das obligatorische Sitzkissen für noch kleinere Fahrer kann somit wegfallen).
Dies ist nicht nur für kleine Menschen von Vorteil, auch sehr große Menschen können sich ihren Sitz so einstellen, dass sie ihre Kniegelenke nicht mehr anstoßen werden.
Im Winter nicht zu verachten sind die beheizbaren Außenspiegel. Sehr praktisch - kein mühsames freikratzen mehr bis zum letzten Eck mehr. Das Auftauen von gefrohrenen Spiegeln geht sehr schnell - Schnee muss weiterhin ganz weg sein, damit man was sieht. Bequem ist auch der Umstand, dass man sich auch den Beifahrerspiegel bequem vom Fahrersitz elektronisch einstellen kann.
Zum Verstehen des Cockpits braucht man im ersten Moment das Handbuch. Das erste Symbol, das ich gelernt habe, war die Hinweisleuchte für einen nicht ganz geschlossenen Kofferraum (obwohl ich davon ausging, dass ich ihn nach der Begutachtung auch WIRKLICH GANZ geschlossen hatte - so kann man sich täuschen).
Absolut geil finde ich auch die -leider ein wenig klein geratenen Schubladen unter den Fahrer- und Beifahrersitzen, dass man Kleinigkeiten verstauen kann. Eine gefüllte (und damit größere) Handtasche hat da leider keinen Platz mehr. Der Hersteller sagt, dass man einen CD-Wechseler darin verstauen kann - wie das genau gehen soll, weiß ich nicht. Habe nämlich keinen CD-Wechseler im Auto. Vom Platz her wird es für neuere, kleinere Modelle reichen. Ich benutze den Platz, um darin mehrere Stofftaschen für den nächsten Einkauf (oder Einkäufe) zu deponieren.
Der Kofferaum ist (leider) eine Sache für sich. Hier nehme ich Bezug auf meine Überschrift, die ich auf die Einkäufe und die Verstaumöglichkeiten nehme.
Ich kenne VW und dies ist im Laufe meines Fahrerlebens nun mein dritter VW (zuerst alter Passat (wäre nun 25 Jahre alt), dann Golf II und nun das hier erwähnte Gefährt).
Wenn ich die Lehne der Rückbank an seinem eigentlichen Platze belassen habe, so bin ich mit der Größe des Kofferraums bei meinen Single-Monatseinkäufen gerade so, mit Ach und Krach hingekommen - zuviel Grtränke habe ich dann nicht einkaufen dürfen, denn sonst habe ich auf der Rückbank weiter stapeln müssen mit den Einkäufen. Da hilft auch nicht der Umstand, dass man die Möglichkeit hat die beiden Teile der geteilten Rückbank (1/3 und 2/3 Größe) einzeln umzuklappen. Das Hauptproblem ist, dass man die Rückbank nicht so umklappen kann, dass eine durchgehend ebene Fläche entsteht. Die Rückenlehne liegt dann auf dem Unterteil des Sitzes und man hat zum Fahrer- und Beifahrersitz eine Art Anstieg und man kann auf der Rücklehne keine Kästen und andere Einkäufe richtig beladen. Dafür ist dieses Auto absolut ungeeignet. Bei anderen Modellen aus dem Hause VW ist das möglich und man hat zwischen Rückseite Fahrer- und Beifahrersitz und Kofferraumdeckel eine ebene Fläche.
Da ist das Auto absolut ungeeignet, wenn man mehrere Einkäufe (damit meine ich Einkäufe im Supermakrt) und zusätzlich z.B. einen Kinderwagen (und dann logischerweise mit Kind(er)) transportieren will. Ohne Kinder, aber "nur" mit Partner ist das Auto natürlich o.k.. Natürlich auch dann, wenn die "lieben Kleinen" "aus dem Gröbsten raus sind" und keinen Kinderwagen mehr brauchen - es macht mit dem Auto dann trotzdem keinen Spaß für eine mehrköpfige Familie einzukaufen.... .
So, um meinen Bericht nicht ins uferlose ausarten zu lassen, noch den ein oder anderen Vor- und Nachteil in Kurzform:
Vorteile:
-relativ günstige Einstufung in der Versicherung (für den Hubraum von 1,2 Liter). Für Vollkasko mit 500 Euro Selbstbeteiligung, Teilkasko 150Euro Selbstbeteiligung bei 80% ca. 650 Euro/jährlich.
-die geringe Steuerlast, die das Finanzamt einzieht. Euro 4 Norm sei dank.
-geringe Wartezeit auf Ersatzteile. Bei mir war das Auto bisher max. 3 Tage in der Werkstatt.
Nachteil:
-Kosten für Inspektion;
-Kosten für Ersatzteile.
Mein Auto hat zur Zeit 68 000km und war bisher zwei Mal zur Inspektion und auch wegen drei Dingen zur Reparatur. Die dazugehörigen Kilometerangaben weiß ich nicht mehr.
1. Reparatur: der Standmotor der Klimaanlage war nach zwei Jahren hinüber. Wurde bei der Inspektion festgestellt. Kosten: knapp 100 Euro, die aber unter die Garantie/Kulanz fielen und ich nicht bezahlen musste (Kulanz, weil das Auto Ende Mai 2002 ausgeliefert wurde, ich aber das Auto -wegen dem Reimport Mitte August 2002 angemeldet habe und ich im Juni 2004 in der Werkstatt war, zwei Wochen nachdem die Herstellergarantie abgelaufen war - ursprünglich "nur" wegen der ersten Inspektion).
2. Reparatur: der Keilrippenriemen war mir auf der Autobahn im Mai 2005 kaputt gegangen. Reine Kosten durch eine freie Werkstatt wieder ca. 100 Euro. In diesem Preis ist das Abschleppen nicht mit dabei und die Kosten für ein Ersatzauto auch nicht - damals hatte die Panne einiges in sich: rund 200km von zu Hause weg und Panne an einem Sonntag!!! Diese Kosten hat mein damaliger Automobilclub übernommen (insgesamt: ca. 450 Euro - Abschleppen von der Autobahn und Auto für mehrere Tage)
3. Reparatur: irgendwas, was mit dem Motor zusammenhängt, weiß es aber nicht mehr ganz genau, was es genau gewesen ist. Konnte zwar noch fahren - aber eingeschränkt und der Mechaniker hat mich zur Schnecke gemacht, dass ich überhaupt noch mit dem Auto noch einen Meter gefahren bin.... . Das war im November 2005. Bei den Kosten bin ich mir nicht mehr ganz sicher, da auch gleich die anstehende Inspektion mitgemacht wurde und so eine Gesamtsumme von rund 350 Euro zusammengekommen ist.
Seit diesem Zeitpunkt habe ich glücklicherweise nichts mehr an Reparaturen am Auto.... *auf Holz klopfend*.
Seit der letzten Reparatur kann ich jedem VW-Fahrer ans Herz legen, bei der Inspektion bei einem VW-Händler auch auf den Austausch des Luftfilters für die Klimaanlage einzufordern. Das ist nicht bei jeder Werkstatt "Standard". Ich habe von dem befreundeten Mechanikermeister den vollkommen "zuen" Filter unter die Nase gehalten bekommen, mit der Bemerkung: "Den haben sie bei der Inspektion vor 1 1/4 Jahren nicht ausgetauscht." Mein Vater hatte vor mir den Filter zu Gesicht bekommen und er konnte sich nicht die Frage verkneifen: "Wo bist du mit deinem Auto bloß rumgefahren, dass der Filter SO zu war???" Der Filter war "nur" insgesamt ca. 50 000km und 3 1/4 Jahre drin.... .
So, ich hoffe, der Spaß beim Lesen war da und ich denke, dass ich nichts wesentliche und wichtige vergessen habe.... .
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chessdancer
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09.10.2001
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Nickl1982
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02.05.2002
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