Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
außergewöhnliche Rezepte, schöne Fotos |
| Kontra: |
sehr aufwändig (sic ! ) und kompliziert |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Wie diejenigen, die häufiger meine Meinungen lesen, wissen, ernähre ich mich vegetarisch. Und das seit mittlerweile etwa fünfzehn Jahre. Ein ganz schön lange Zeit, in der ich eine Menge Erfahrungen mit der vegetarischen Küche gemacht habe.
Während vor fünfzehn Jahren die Auswahl im Restaurant und auch die Akzeptanz in Bezug auf eine vegetarische Ernährungsweise (immer seltener muß ich mich mit Vorurteilen oder schlechten Scherzen wie Körnerpicker-Titulierungen auseinandersetzen) viel geringer war, findet die vegetarische Küche, nicht zuletzt auch aufgrund der immer wiederkehrenden Fleischskandale immer mehr Anhänger, bzw. immer mehr Menschen verzichten oder schränken ihren Fleischgenuss ein. Gesunder Ernährung ist für viele ein wichtiges Thema. So ist es auch verständlich, dass sich diese Ernährungsform über die Jahre (auch kulinarisch) verändert und verbessert hat.
Wer auf der Suche nach schmackhaften Rezepten ist und wenig Erfahrung darin hat, vegetarisch zu kochen, sieht sich vielleicht auf dem Buchmarkt um und möchte sich Anregungen aus vegetarischen Kochbücher holen. Für diejenigen schreibe ich diesen Artikel.
Inhalt
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Aufbau des Buches
Die Rezepte
An wen richtet sich das Buch?
Was mir fehlt
Fazit
Aufbau des Buches
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Die ersten sechs Seiten dieses Buches beschäftigen sich mit der Küchenpraxis. Der erste Teil setzt sich mit dem Thema vegetarischer Ernährung auseinander. Es werden Vorurteilen begegnet und ein Plädoyer für eine genussvolle Küche gesprochen. Es folgt die Erklärung wie ein Gemüsefond – die Grundlage der feinen vegetarischen Küche – zubereitet wird. Dann wird beschrieben, wie man Gemüse, Hülsenfrüchte und Sprossen richtig vorbereitet und zum Schluss werden verschiedene Gewürze und Kräuter vorgestellt.
Danach folgt der eigentliche Rezeptteil dieses Buches. Wie schon im Titel des Buches erwähnt, werde vegetarische Gerichte aus der ganzen Welt vorgestellt. Insgesamt finden sich in diesem Buch 100 Gerichte aus 33 Ländern. Zuerst werden die Gerichte aus Europa vorgestellt, dann auch dem Nahen Osten, Asien, Australien und zum Schluss aus Amerika.
Am Ende wird dann noch auf Küchengeräte eingegangen. Allerdings handelt es sich hierbei nur um ein Foto, auf dem 27 Geräte und Hilfsmittel abgebildet, mit Nummern versehen und am Rand stehen dann die Bezeichnungen. Fand ich persönlich ein bisschen zu wenig...
Und ganz zum Schluss befindet sich dann das Register, in dem alle Rezepte noch mal in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt sind. Die warenkundlichen Hinweise und verarbeitungstechnischen Informationen sind zur Unterscheidung kursiv gedruckt.
Die Rezepte
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Jetzt kommen wir endlich zum Wesentlichen: Den Rezepten!
Jedem einzelnen Rezept wird mindestens eine Seite eingeräumt. Sie sind immer gleich aufgebaut: Unter der Überschrift steht ein erläuternder Zwischentitel. Danach folgen ein paar erklärende Sätze zu einem der Hauptbestandteile, dem Gericht im Allgemeinen oder eine Kurzbeschreibung des Gerichtes. Im Anschluss daran werden die Zutaten aufgeführt (nach den einzelnen Komponenten sortiert). Danach folgt die Zubereitung übersichtlich in die verschiedenen Arbeitsschritte unterteilt. Es gibt zu jedem Gericht ein ansprechend gestaltetes Foto und meistens noch Hinweise zu den Zutaten oder Tipps, welche die Zubereitung betreffen.
Die Gestaltung der Rezeptseiten ist sehr übersichtlich. Man kann auf einen Blick erfassen, welche Zutaten benötigt werden. Wie bei allen anderen Kochbüchern ist es auch bei diesem empfohlen das Rezept erst bis zum Ende durchzulesen und dann erst zu beginnen. Wenn man die einzelnen Zutaten (abgewogen) und die benötigten Küchengeräte griffbereit hingestellt hat, ist die Zubereitung schon sehr viel unkomplizierter!
Schon im Klappentext des Buches wird darauf hingewiesen, dass sich vegetarische Küche (und damit Gesundheitsbewusstsein) und Genuss nicht ausschließen. So ist dieses Buch ein Gourmetbuch geworden, in dem vegetarische Rezepte für Feinschmecker zusammengetragen wurden. Das hat dann leider zur Folge, dass die Zubereitung ist zum Teil sehr aufwändig (das sieht so blöd aus mit ä) und kompliziert ist. Es wird von den typischen Produkten der jeweiligen Region ausgegangen (was manchmal dazu führt, dass die Zutaten nur schwer zu bekommen sind), so dass sich ganz neue Horizonte auftun.
Wer sich vor dem zum Teil recht großen Aufwand (und auch den Ausgaben, den es werden zum Teil so wertvolle Zutaten wie Trüffel verwendet) nicht fürchtet, wird mit herrlichen Speisen belohnt. Die Rezepte, die ich nachgekocht habe, haben alle sehr gut gemundet und funktionierten auch. Die Beschreibungen sind gut verständlich geschrieben und nachvollziehbar. Schritt für Schritt befolgt sollten sich geübteren Köchen keine große Schwierigkeit bereiten.
An wen richtet sich das Buch?
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Die Rezepte sind alle ovo-lacto-vegetarisch. Das heißt, dass für ihre Zubereitung auch Eier und Milchprodukte verwendet werden. Hier werden also alle fündig, die kein Fleisch und Fisch essen bzw. wenigstens ab und zu mal darauf verzichten wollen. Rein vegane Rezepte in der Minderheit und leider auch nicht extra gekennzeichnet.
Wie schon weiter oben beschrieben, versteht sich dieses Kochbuch als Gourmetbuch. Es werden raffinierte und sehr schmackhafte Gerichte vorgestellt und das länderübergreifend. Meines Erachtens ist dieses Buch weniger für Anfänger geeignet, da die Waren- und Gerätekunde nur dürftig ausfällt. Es sind keine Rezepte für den Alltag, da die Zubereitung in den meisten Fällen zu lange dauert und zu aufwändig ist. Denn wer hat schon jeden Tag die Zeit Kleine Spinat-Pies zuzubereiten für die ein Teig gemacht werden muss, der dann in kleinen Formen blind vorgebacken wird, dann ein Belag zubereitet (aus frischem Spinat, der geputzt werden muss), um dann noch einen Guss vorzubereiten und das dann alles zusammengebaut noch mal zu überbacken – versteht ihr, was ich meine?!
Meiner Meinung richtet ist das Buch also für geübte Köche geeignet, die sich auch nicht vor komplizierten und aufwändigen Rezepten scheuen. Die Belohnung folgt auf dem Fuße, denn die Gerichte sind köstlich, raffiniert und zum Teil wirklich exquisit!
Was mir fehlt
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Es sind in diesem Buch fast nur Hauptmahlzeiten zu finden. Ein paar Gerichte können zu Vorspeisen abgewandelt werden, es sind aber beispielsweise keine Vorschläge für Menüs abgedruckt und auch Desserts sucht man leider vergeblich.
Außerdem finde ich die Rezept zu wenig alltagstauglich (habe ich ja weiter oben schon ausführlich beschrieben), die Zutaten sind zum Teil sehr teuer und nur schwierig zu bekommen und die Zubereitung ist meistens sehr zeitintensiv. Schade finde ich auch, dass auf die Kennzeichnung von veganen Gerichten verzichtet wurde und auch keine Angaben zu Nährwerten und wie lange die Zubereitung insgesamt dauert gemacht wurden. Ach ja, und ein anderer Punkt, der mir auch nicht gefällt ist, dass die Original-Namen nicht erwähnt werden. Sehr schade, dass einem nicht verraten wird, wie die Gerichte in der jeweiligen Landessprache heißen.
Fazit
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Dieses Buch ist ein wirkliches Gourmetkochbuch. Bei der Zubereitung der Gerichte sollte man keine Mühen und Kosten scheuen ;-) Die raffiniertesten und schmackhaftesten Rezepte aus aller Welt werden hier vorgestellt. Die Zubereitung ist meistens nicht ganz unkompliziert, aber die Mühe lohnt sich. Auch langjährige Vegetarier werden hier noch viele Anregungen und neue Rezepte finden.
Wer allerdings auf der Suche nach einem alltagstauglichen vegetarischen Kochbuch ist, sollte die Hände davon lassen, denn dafür sind die vorgestellten Gerichte einfach zu wenig praktikabel.
Die gebundene Ausgabe hat 216 Seiten und ist in der Teubner Edition bei Gräfer und Unzer in München erschienen. Das Buch ist in diesem Jahr erschienen und kostet 15,- Euro. Die ISBN lautet 3774228310
| weitere Erfahrungsberichte |
Das beste Buch überhaupt
Bewertung für Vegetarisch. Die 100 besten Rezepte aus aller Welt (Gräfe & Unzer) / Teubner, Christian von
Clausch
Pro: Gliederung, 100 Gerichte, 100 Bilder, einfach nachzukochen, Gerichte, die man nicht überall findet
Kontra: rein gar nichts
Nicht nur, dass "Vegetarisch" sehr gut strukturiert ist (nach Ländern), es ist auch wahnsinnig gut beschrieben und zu jedem rezept gibt es eine kleine Anekdote. Z.B:, welchen Stellenwert das Gericht in dem jewqeiligen Land hat, zu welcher Gelegenheit man es ißt und soweiter. So erhält man zusätzlich noch ein paar interessante Informationen, die einem auch gut weiterhelfen können. Generell sind in diesem auch Buch Rezepte, die sogar ich, als langjähriger ... ...hier finden sich wirklich exotische Gerichte, die aber relativ einfach zuzubereiten sind. Mein Lieblingsrezept ist das griechische Mussaka.
zum Allgemeinen: Das Buch hat 212 Seiten mit (wie der Titel schon sagt)100 Rezepten aus 33 Ländern.
Eine kulinarische reise um den Globus!!!
Die rezepte sind immer für 4 Personen angegeben. Zu jedem Rezept ist ein Foto von dem Gericht abgeblidet, was ich persönlich sehr schätze, da es zum einen einfach anschaulicher ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich |
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hilfreich

19.08.2000
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Absolut Lecker
Bewertung für Vegetarisch. Die 100 besten Rezepte aus aller Welt (Gräfe & Unzer) / Teubner, Christian von
atina
Pro: Gesund - Genuss - Wertvoll - Frisch - Kreativ - Phantasievoll
Kontra: OHNE Fleisch
Eines der wenigen Bücher, die wirklich leckere Rezepte ohne Fleisch bieten. Ich bin seit einem Jahr Vegetarierin und noch dazu Köchin. Da meint man, ich müsste doch genug finden. Doch mein Beruf hat auch ein Hadicap: Ich bin sehr heikel. Ich mag nicht alles. Erstens muss es gut aussehen, dann muss es schmecken und es muss gesund sein - nicht zu viel Fett, Mehl...! Zweitens muss man die Speisen einfach und schnell bereiten können, d.h. nicht ZU viel ... ...Österreich leicht bekommen. All das bietet dieses Buch. Es sind zwar ein paar exotisch Rezepte darunter, doch die schmecken ebenfalls sehr lecker.
Etwas zur vegetarischen Küche:
Wurden früher die Anhänger der fleischlosen Kost noch als *Körnerpicker* belächelt, hat die vegetarische Küche heute - auch kulinarisch - einen ganz anderen Stellenwert. Nicht mehr allein weltanschauliche oder religiöse Gründe sind ausschlaggebend für eine fleischarme oder ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich |
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07.08.2000
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