Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
vielfältig, viele Farbfotos, Schwierigkeitsgrad für jedes Rezept angegeben, Rezepte gut erklärt |
| Kontra: |
viele Rezepte verlangen zu viele außergewöhnliche Zutaten |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Dieses Buch
"Vegetarisch Kochen"
kaufte ich, als ich noch Vegetarierin war, im Kaufhof für 10 Euro - diese Investition hat sich gelohnt, kann ich nur sagen, denn ich habe schon viele der Rezepte gekocht und war meistens begeistert vom Ergebnis :-) Auch für Veganer sind noch genug Rezepte enthalten, außerdem weiß man irgendwann, was man wie umwandeln kann (Hefeschmelz statt Käse zum Überbacken, Sojasahne statt normaler Sahne, Panade ohne Ei usw.).
Erstmal ist das Buch ein richtig großes Teil - ungefähr als A4-Format. Es ist gebunden, hochglanz und hat einen Schutzumschlag, auf dem das gleiche Motiv ist wie auf dem Buchdeckel (verschiedene Gemüsesorten auf grünem Untergrund). Das Buch ist sehr schwer, es warten also viele, viele schöne Rezepte darauf, ausprobiert zu werden :-)
Der Titelzusatz lautet: "Die besten Rezepte aus aller Welt" - es handelt sich also um ein Kochbuch mit internationaler Küche.
Aufbau
------------
Es gibt eine Einleitung, in der ganz kurze Informationen über die verschiedenen Stoffe enthalten sind, die der Körper so braucht und in der auf die Wichigkeit einer ausgewogenen Ernährung eingegangen wird. Dann wird kurz erklärt, welches Gemüse wie behandelt wird (Brokkoli - Strunk abschneiden, Weißkohl - Außenblätter entfernen usw.) und schließlich werden die verschiedenen Zubereitungsarten beschrieben, also was heißt eigentlich Garen, Dünsten usw.
Schließlich wird auf spezielle Zutaten eingegangen wie Hülsenfrüchte, Sojaprodukte, Fette und Öle.
Dann kommen ein paar Grundrezepte, die Bestandteil vieler Rezepte des Buches sind, z.B. frische Gemüsebrühe, Béchamelsauce oder ein Gurkendressing.
Benutzungshinweise erklären schließlich die verschiedenen Zeichen und Abkürzungen in den Rezepten.
Dann kommt das Wesentliche, die Rezepte! Das Buch ist unterteilt in:
-Suppen
-Vorspeisen
-Snacks und leichte Mahlzeiten
-Pasta und Nudelgerichte (wo ist der Unterschied? frage ich mich)
-Körner und Hülsenfrüchte
-Pfannengerührtes und Kurzgebratenes
-Schmortöpfe und Aufläufe
-Barbecues
-Salate
-Beilagen
-Desserts
Ein alphabetischer Index schließt das Ganze ab, sodass man hinten im Buch auch ganz gezielt nach einem Rezept suchen kann. Aber auch vorn im Inhaltsverzeichnis ist das nicht schwierig, wenn man weiß, zu welcher Kategorie ein Gericht gehört, denn dort ist unter dem jeweiligen Stichpunkt auch jedes einzelne Rezept aufgeführt.
Die Rezepte
------------------
Jedem Rezept ist eine extra Seite gewidmet, auf der man die Bezeichnung, einen einleitenden Satz (der einem oft den Mund wässrig macht!), Nährwertangaben, die Vorbereitungszeit, die Kochzeit, den Schwierigkeitsgrad, die Zutatenliste und eine detaillierte Beschreibung findet. Abschließend gibt es zu jedem Rezept entweder einen Tipp oder einen Variationsvorschlag. Und: zu jedem Rezept gibt es großes Farbfoto!
Der Schwierigkeitsgrad wird durch Kochmützen dargestellt. Eine Kochmütze bedeutet soviel wie, jeder, der Nudeln kochen kann, kann auch dieses Gericht kochen ;-) Na ja, ganz so einfach ist es dann oft doch nicht, aber man kann halt damit rechnen, dass so ein Gericht eher einfach zu kochen ist.
Eine Kochmütze bedeutet -einfach-, fünf bedeuten -schwierig-.
Die Beschreibung der einzelnen Vorgänge ist gut nachvollziehbar, da diese zum Einen durch numerierte kurze Texte, zum Anderen durch bis zu sechs, im Durchschnitt aber drei bis vier Farbfotos erklärt werden.
Ich empfinde die Rezepte als sehr vielfältig und die, die ich bisher gekocht habe (vor allem Hauptspeisen mit Nudeln und Kartoffeln und Desserts), sind mir fast alle geglückt, manchmal war es etwas schwierig, weil die Konsistenz eines Kartoffelküchleins oder eines Gemüseburgers z.B. zu weich war, aber das schreibe ich mal eher meinen nur mäßig vorhandenen Kochkünsten zu ;-)
Was ich nicht ganz so gut finde: viele Rezepte verlangen viele Zutaten, die man in einer durchschnittlichen Küche nicht zuhause hat. Da ich keine Lust habe, erst zig Euro auszugeben, damit ich etwas leckeres kochen kann, lasse ich diese Rezepte eher links liegen. Für so manchen Hobbykoch ist das aber sicher kein Grund zur Klage.
Alles in allem kann ich das Kochbuch nur empfehlen, ich weiß nicht, was es jetzt kostet, aber die 10 Euro, die ich bezahlt habe, war es auf jeden Fall wert.