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Gut Pfad,
so begrüßt man sich eigentlich immer bei den Pfadfindern. Ich selbst bin seit 1998 im Pfadfinder Stamm die „Falken“ der in Falkenberg nun mehr als 10 Jahre besteht. Da ich leider nur die Rubrik für christliche Pfadfinder Organisationen hier bei Ciao gefunden habe hoffe ich das ihr mir das nicht übel nehmt wenn ich den Bericht hier einordne?
Also erst einmal zu der Geschichte der Pfadfinder:
Der Gründer der Pfadfinder ist Baden Powell. Der am 22.2 1857 geboren wurde. 1907 gründete er die Boyscouts die nur für Jungs gedacht waren (was man ja auch aus dem Namen entnehmen kann) doch wollten auch Mädchen in die Boyscouts eintreten und so lösten sich dann auch die Boyscouts auf und die Pfadfinder entstanden. Auch unter der Abkürzung BdP (Bund der Pfadfinderinin und Pfadfinder) bekannt. Baden Paul war dafür das die Jugend nicht in ihrer Freizeit verkümmerte und deshalb gründete er die Pfadfinder.
Ich zitiere aus seiner Meißnerformel die er in Meißen veröffentlichte: „Die freideutsche Jugend will ihr Leben aus eigener Verantwortung in innerer Wahrhaftigkeit gestallten. Für diese innere Freiheit tritt sie unter allen Umständen geschlossen ein. Alle Veranstaltungen der Freideutschen Jugend sind Alkohol und Nikotinfrei.“
Die Pfadfindergruppen:
Es gibt Pfadfinderstufen:
- die Wölflinge - die Pfadfinder - Ranger/Rover - Altpfadfinder
Die Wölflinge:
Das sind die kleinsten in einem Stamm. Mit sechs darf man eigentlich in den Stamm eintreten und ab 12 wird man dann Pfadfinder. Die Wölflinge lernen eigentlich sehr viel aber das auf spielerische Art und Weise. Bei ihnen geht es wirklich erst einmal nur um den Spaß sie sollen sich noch nicht so anstrengen. Da jeder Pfadfinder ob Jung oder alt ein Halstuch hat haben auch die ganz kleinen eins ihres ist gelb.
Die Pfadfinder:
Wie schon gesagt wird man ab dem 12 Lebendjahr ein Pfadfinder. Bei den Pfadfindern geht es nicht mehr so um das Spielen sie sollen sich mit der Natur befassen und auch schon technische Sachen wie z.B. den Aufbau einer Kothe (darauf komme ich nachher noch zu sprechen) üben und auch wichtige Knoten lernen. Jeder Pfadfinder kommt in eine Sippe in der meist 5-7 Personen arbeiten es gibt einen Sippenführer (das bin ich) der alles organisiert und auch für die Sippennachmittage alles Planen muss. Am wichtigsten ist das er die Verantwortung für die Sippe übernimmt und ihnen auch etwas beibringt. Die Pfadfinder tragen ein blau/gelb gestreiftes Halstuch.
Ranger - Rover:
Man wird mit 16 Jahren Ranger bzw. Rover. Eigentlich organisieren Ranger Rover einen bunten Abend, sind Kassenwarte oder sogar Stammesführer. Das hängt jeweils vom Stamm ab. Die Ranger, Rover tragen genau das selbe Halstuch wie die Pfadfinder bis auf dass sie noch einen Aufnäher auf ihrem Tuch haben welcher deutlich hervorhebt das ein Ranger, Rover vor einem steht denn der Aufnäher ist rot.
Altpfadfinder:
Altpfadfinder wird man ab 25 Jahren und man trägt ein blaues Halstuch. Die Altpfadfinder sind eigentlich dazu da um den Jüngeren zu helfen und halten sich deswegen mehr gedeckt im Stamm auf.
Zu der Pfadfindersprache:
Da es ja einige Bergriffe in der Pfadfindersprache gibt die ein „Nichtpfadfinder“ nicht so leicht versteht möchte ich nun einmal ein wenig aufklären:
Kothe: Da ich ja vorhin sagte das ich euch diesen Begriff noch erklären wollte mache ich das nun mal. Also eine Kothe ist ein schwarzes Zelt was ein bisschen eine Form von einem Wickwam hat es passen ca. 6 Personen in eine Kothe die ausgebreitet schlafen können. In einer Kothe schlafen nur Pfadfinder.
Alex: Das Alex ist das Wölflingszelt. Ich kenne das Alex nur in weiß aber es gibt auch schwarze. In einem Alex schlafen nur die Wölflinge und ihr Meutenführer.
Jurte: Hier versammelt sich der ganze Stamm um z.B einen Liederabend zu machen oder um einfach nur gemeinsam zu essen. In der Mitte ist eine Feuerstelle die meistens dann beim Einbruch der Dunkelheit angemacht wird.
Juja: Die Juja ist eine Pfadfinderregenjacke wenn man das so nennen kann. Sie sieht ehr von der Form wie ein Pullover aus aber ist aus einem harten wasserabprallenden Stoff. Sie ist schwarz und auf der Kapuze ( die man auch noch umfunktionieren kann) ist ein Aufnäher der nocheinmal angibt ob Mädchen- oder Jungenjuja.
Hejk: Der Hejk ist eine große Wanderung die entweder mit dem ganzen Stamm oder mit der Sippe gelaufen wird. Beim Hejk weiß eigentlich keiner wo es hingeht nur die die den Hejk organisiert haben wissen es. Es ist wichtig nur das nötigste mitzunehmen denn meist geht ein Hejk über 20 km und da wird der Rucksack dann mit der Zeit doch schon schwer.
Stafü: Ist eigentlich nur die Abkürzung für den Stammesführer.
Lala: Ist die Ankürzung für Landeslader und das letzte Landeslager war im Mai 2002. Ein Lala findet aller 2 Jahre statt und es kommen alle Pfadfinderstämme aus dem selben Bundesland (z.B. alle Brandenburger)
Bula: Ist die Abkürzung für Bundeslager. Das letzte Bundeslager hieß „Globalis“ und fand im Sommer 2001 statt. Ein Bula ist aller 4 Jahre und es versammeln sich alle Pfadfinder aus Deutschland und auch noch ein paar Ausländische Pfadfinder. Beim letzten Bula waren um die 1000-1500 Pfadfinder wenn ich mich da nicht ganz stark irre.
Jambore: ( ich hoffe erst einmal das ich das jetzt richtig geschrieben habe) ein Jambore ist aller vier Jahre und man darf ab 14 Jahren da hin und darf allerhöchstens 18 sein. Erwachsene sind dort verboten. Das letzte Jambore war in den Weihnachtsferien 2002 und ging vier Wochen. Es war in Thailand.
Fazit:
Ich hoffe ich konnte euch ein wenig das Pfadfinderleben näher bringen und euch evt. auch dafür begeistern. Also ich kann das Pfadfinden einfach nur weiterempfehlen ich habe dabei riesen Spaß und ich denke alle anderen auch. Das tolle beim Pfadfinden ist das man sich wirklich ein wenig mehr mit der Natur befasst. Es ist nun nicht so das wir Maden oder irgendwelchen selbstgefangenen Tieren essen weil man das manchmal von Außenstehenden hört. Also wir sind eigentlich alle recht modern wir haben (zumindest unser Stamm) eine Radio, elektrisches Licht und eigentlich alles was man jeden Samstag für zwei Stunden braucht. Auch eine richtige Toilette und eine total ausgebaute Küche. Ich hoffe das ich so auch gleich ein paar Vorurteile aus dem Weg geräumt habe. Also der Spaßfaktor ist hoch und Langweilig wird es eigentlich nie. Falls ihr noch irgendwelche Fragen habt oder etwas nicht so richtig verstanden habt dann schreibt mir das in mein Gästebuch oder Kommentiert es. Ich danke euch schon im Voraus für das Lesen, Bewerten und Kommentieren.
Eure KnaeckieAuf der Internetseite www.pfadfinden.de findet ihr auch noch weitere Informationen die ihr über die Pfadfinder schon immer wissen wolltet
Ihr Beitrag bezieht sich anscheinend auf ein anderes "Produkt" (auch wen ich dieses Wort im Bezug auf Pfadfinderei zutiefst ablehne!).
Die von ihnen beschriebenen Halstücher gehöhren zum BdP nicht zum VCP.
Desweiteren ist ihre Pfadfindergeschichte vollkommen inkorrekt.
1. Die Boy Scouts wurden nicht aufgelöst, auch ein ähnlicher Prozess fand NICHT statt.
2. Da Baden Powell Engländer war war im der Begriff "Pfadfinder" nicht bekannt. Er nannte seine Arbeit "Scout" was in etwa "Späher" bedeutet.
3. Die Mädchenorganisation die sich wenige Jahre nach den Jungen gründete und von BPs Schwester und Frau geführt wurde nannte sich Guides (später auch Girl Scouts).
4. Diese Entwicklung fand so in England statt. In Deutschland ist die Entschtehungsgeschichte deutlich komplexer da eine Vermischung mit den s.g. Bündischen bzw. jugendbewegten Verbänden entstand.
5. Die Behauptung Pfadfinder seien als solches "Auch unter der Abkürzung BdP (Bund der Pfadfinderinin und Pfadfinder) bekannt." ist vollkommen falsch. Vielmehr ist der BdP einer der 4 weltweit anerkannten deutschen Pfadfinderorganisationen. Er gründete sich allerdings erst 1971.
6. Die Meisnerformel stamt NICHT von Baden Powell sondern wurde vom Kollektiv der "Freideutschen Jugend" einem Treffen Pfadfinderischer, Bündischer und Jugendbewegter Gruppen als Leitspruch entwickelt.
Außerdem: Eine Pfadfindersprache gibt es nicht. Es gibt lediglich Abkürzungen (von denen sie einige genannt haben) und Wörter die der Otto-normal-Bürger nicht kennt. Allerdings sind dies keine erfundenen Kunstwörter oder Ähnliches. Jurthe und Kothe (auch andere Schreibweisen sind möglich) sind gänige Begriffe die große und kleinere Zelte nach ihrer Bauart bezeichnen. Sie werden auch für die Zelte von anderen Völkern verwendet die als Vorbild für die Pfadfinderzelte dienten.
Bitte überarbeitet sie ihren Beitrag gründlich oder löschen sie ihn.
Hi, der Bericht gefällt mir, bin selbst in der DPSG aktiv. Klasse, dass es bei euch Altrover gibt, in der DPSG ist die Struktur doch sehr anders. Lg T.
19.10.2009 00:25
Ihr Beitrag bezieht sich anscheinend auf ein anderes "Produkt" (auch wen ich dieses Wort im Bezug auf Pfadfinderei zutiefst ablehne!). Die von ihnen beschriebenen Halstücher gehöhren zum BdP nicht zum VCP. Desweiteren ist ihre Pfadfindergeschichte vollkommen inkorrekt. 1. Die Boy Scouts wurden nicht aufgelöst, auch ein ähnlicher Prozess fand NICHT statt. 2. Da Baden Powell Engländer war war im der Begriff "Pfadfinder" nicht bekannt. Er nannte seine Arbeit "Scout" was in etwa "Späher" bedeutet. 3. Die Mädchenorganisation die sich wenige Jahre nach den Jungen gründete und von BPs Schwester und Frau geführt wurde nannte sich Guides (später auch Girl Scouts). 4. Diese Entwicklung fand so in England statt. In Deutschland ist die Entschtehungsgeschichte deutlich komplexer da eine Vermischung mit den s.g. Bündischen bzw. jugendbewegten Verbänden entstand. 5. Die Behauptung Pfadfinder seien als solches "Auch unter der Abkürzung BdP (Bund der Pfadfinderinin und Pfadfinder) bekannt." ist vollkommen falsch. Vielmehr ist der BdP einer der 4 weltweit anerkannten deutschen Pfadfinderorganisationen. Er gründete sich allerdings erst 1971. 6. Die Meisnerformel stamt NICHT von Baden Powell sondern wurde vom Kollektiv der "Freideutschen Jugend" einem Treffen Pfadfinderischer, Bündischer und Jugendbewegter Gruppen als Leitspruch entwickelt. Außerdem: Eine Pfadfindersprache gibt es nicht. Es gibt lediglich Abkürzungen (von denen sie einige genannt haben) und Wörter die der Otto-normal-Bürger nicht kennt. Allerdings sind dies keine erfundenen Kunstwörter oder Ähnliches. Jurthe und Kothe (auch andere Schreibweisen sind möglich) sind gänige Begriffe die große und kleinere Zelte nach ihrer Bauart bezeichnen. Sie werden auch für die Zelte von anderen Völkern verwendet die als Vorbild für die Pfadfinderzelte dienten. Bitte überarbeitet sie ihren Beitrag gründlich oder löschen sie ihn.
23.07.2004 14:35
Hi, der Bericht gefällt mir, bin selbst in der DPSG aktiv. Klasse, dass es bei euch Altrover gibt, in der DPSG ist die Struktur doch sehr anders. Lg T.
29.04.2004 20:56
Danke für den "Powell" ;-) . Und meine Juja is aus Kothenstoff.