Über sich:Nein, ich habe keine Lust auf Leserunden. Ich hoffe, dass meine Berichte aus Interesse gelesen und n...
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 115 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Bevor ich meine Mitgliedschaft beim Bertelsmann Buchclub beendete, musste ich jedes Quartal ein Buch kaufen. Zuletzt fiel meine Wahl auf diesen Bestseller, den ich vor wenigen Tagen zu Ende gelesen habe.
Das Buch
Titel: "Verblendung" Originaltitel: "Män som hatar kvinnor" Autor: Stieg Larsson Übersetzerin: Wibke Kuhn Seitenzahl: 687 Preis: 9,45 € Club Taschenbuch
ISBN der Verlagsausgabe: ISBN-10: 3453011813
Der Autor
Karl Stig-Erland Larrson (geboren 1954, gestorben 2004) war ein schwedischer Journalist, Schriftsteller und Herausgeber der antirassistischen Zeitschrift Expo. Erst nach seinem Tod wurden die drei Kriminalromane veröffentlicht, durch die er international bekannt wurde. Ursprünglich waren zehn Romane um das Ermittlerduo Blomkvist und Salander geplant. Er galt als ein sehr wichtiger Experte für Neonazismus und Rechtsextremismus.
Inhalt
Henrik Vanger 82 Jahre alt und der Chef des großen, erfolgreichen Vanger-Konzerns, eines riesigen Familienunternehmens. Was ihm seit über 40 Jahren das Leben schwer macht, ist das spurlose Verschwinden seiner geliebten Nichte Harriet. Es konnte trotz aller Anstrengungen nie aufgeklärt werden, was mit dem Mädchen geschah. Allerdings bekam Henrik all die Jahre zu seinem Geburtstag anonym eine getrocknete Blume geschickt. Diese Tradition hatte Harriet ein paar Jahre vor ihrem Verschwinden eingeführt, daher glaubt Henrik, dass der Mörder diesen Brauch weiter führt, um ihn zu quälen.
Henrik möchte jetzt nach all den Jahren noch ein letztes Mal versuchen, dieses Rätsel zu lösen. Dafür stellt er den Journalisten Mikael Blomkvist ein. Zuvor lässt er ihn freilich von einem privaten Sicherheitsdienst überprüfen. Diese Recherche übernimmt die 25-jährige Hackerin Lisbeth Salander. Sie ist eine sehr fähige Hackerin und ihre Methoden sind nicht ganz legal.
Mikael Blomkvist ist Mitte Vierzig, geschieden, Vater einer Tochter im Teenageralter und der Mitherausgeber der kritischen Zeitschrift "Millenium". Als er den mächtigen Großindustriellen Hans-Erik Wennerström als Kriminellen überführen wollte, tappte er in eine Intrige. Wennerström selbst ließ über Mittelsmänner "Millenium" gefälschte Beweismittel zu kommen – um diese Fälschungen dann in einem Gerichtsprozess auseinander pflücken zu lassen und damit seine Verfolger unglaubwürdig machen zu können. Somit wurde Mikael Blomkvist wegen Verleumdung verklagt und sogar zu drei Monaten Haft verurteilt.
Gemeinsam mit der Chefin von "Millennium" , Erika Berger, beschließt Blomkvist, sich zunächst offiziell von "Millennium" zurück zu ziehen, um das Image der Zeitschrift nicht weiter zu beschädigen.
Aber Henrik Vanger verspricht dem Journalisten geheimnisvolle Unterlagen, mit denen Wennerström schließlich doch noch endgültig als Verbrecher überführt werden soll. Diese Beweisstücke soll Mikael Blomkvist nach einem Jahr bekommen. Ein Jahr lang soll er sich laut Vertrag der Erforschung von Harriets Schicksal widmen. Außerdem verspricht Vanger, Teilhaber der Zeitschrift Millenium zu werden und somit diese vor dem Untergang zu bewahren. (Denn nach dem Desaster mit Wennerström sieht es für den Fortbestand von Millenium sehr finster aus.)
Als Mikael herausfindet, dass er von Lisbeth Salander im Auftrag von Henrik Vanger überprüft wurde, fordert er die junge Frau als Assistentin an. Gemeinsam finden die beiden schließlich den Schlüssel zu Harriets Verschwinden. Und geraten selber in Lebensgefahr, denn jemand hat offensichtlich etwas dagegen, dass die Tatsachen ans Licht kommen....
Meine Meinung
Dieser Roman war ja lange auf den Bestsellerlisten und hat sehr viel Lob erhalten, dem entsprechend hoch waren meine Erwartungen. Allerdings war das Buch für mich am anfang eher zäh zu lesen, über ca. 200 Seiten passiert meiner Meinung nach nicht viel dramatisches, ich empfand diesen Teil des Romans als trocken. Außerdem wird die Recherche, die Mikael auf der Insel führt, minutiös geschildert, jedes Detail des Tages, an dem Harriet verschwand wird mühsam rekonstruiert. Mikael muss sich mit dem ganzen Vanger-Clan befassen, und das sind ziemlich viele Personen. Über viele Seiten schreitet die eigentliche Spurensuche nicht wesentlich voran, aber die Familienmitglieder werden ausführlich beschrieben. Wobei die meisten Mitglieder ziemlich unangenehme Menschen sind (oder waren, auch die Verstorbenen werden noch ausführlich geschildert). Ich finde, dass man manches davon hätte kürzen können. Ungefähr ab dem Zeitpunkt, wo Mikael und Lisbeth zusammen arbeiten, wird es wirklich spannend. Da konnte ich dann das Buch kaum mehr aus den Händen lassen.
Die Figur der Lisbeth Salander finde ich ziemlich interessant, weil sie eigentlich in jeder Hinsicht dem Idealbild einer Romanheldin widerspricht. Sie ist ziemlich unangepasst und absolut nicht leicht zu handhaben. Am besten gefällt mir an ihr, dass sie so intelligent ist, intelligenter als Mikael. Aber ich finde, dass sie etwas zu viel Pech hat, ihr ganzes Schicksal wird ziemlich düster geschildert, meiner Meinung nach zu düster und zu traurig.
Der wichtigsten Person, Mikael Blomkvist, stehe ich eigentlich eher neutral gegenüber. Mich haben eigentlich immer andere Figuren der Handlung mehr interessiert. Wobei es dem Autor durchaus gelungen ist, Mikael Blomkvist als eine Figur mit Ecken und Kanten darzustellen. Aber Mikaels großen Erfolg bei allen möglichen Frauen finde ich unglaubwürdig. Besonders weil alle Frauen auf ihn zu gehen.
Die Vanger-Familie ist ein ziemlich kauziger Clan, von so vielen eigenartigen Menschen auf einmal liest man selten. Teilweise ist das spannend zu lesen, aber teilweise ist es einfach zu viel. Man erfährt z. B. Etwas über die Nazi-Vergangenheit bereits verstorbener Familienmitglieder. Diese Ausführungen werden auf eine interessante Weise geschildert, lenken aber vom eigentlichen Thema – Harriet – ab.
Eine Figur, die wohl als Sympatieträgerin geplant war, finde ich ziemlich dusselig: Es handelt sich um Cecilia Vanger, eine Frau über 50, die von ihrem gewalttätigen Mann getrennt lebt und von Henrik Vanger als eine der klügsten Personen des Vanger-Clans beschrieben wird. Mich hat genervt, dass diese reife Frau sich in Liebesdingen so albern verhält wie ein Teenager. Mal macht sie mit ihrem neuen Liebhaber Mikael Schluss, nur um dann umgehend wieder zurück zu kommen. Dann ist sie ihm schwer beleidigt, ohne ernsthafte Gründe dafür zu haben... Sie weiß überhaupt nicht, was sie will.
Der Originaltitel lautet ja übersetzt "Männer, die Frauen hassen". Und da kommt in diesem Roman wirklich eine ganze Menge an Frauenhass zusammen, gepaart mit der Unfähigkeit der Justiz. Somit hinterlässt dieser düstere Krimi schon einen bitteren Nachgeschmack.
Gut gefallen hat mir, wie das Problem mit dem kriminellen Wennerström schließlich gelöst wurde.
Weniger gut hat mir die Auflösung des Rätsels um Harriet gefallen. Ohne an dieser Stelle zuviel zu verraten: Das Verhalten von Harriet, das mit zu ihrem Verschwinden führte, habe ich als unglaubwürdig empfunden. Das hat meine Freude an diesem Roman getrübt.
Den zweiten Band der Serie werde ich aber bestimmt lesen, schon alleine, weil ich Lisbeth Salander so interessant finde.
...da kenn ich lediglich den Film von und hab erst im Nachhinein von der Triologie erfahren bzw. davon, dass es "sogar" Bücher dazu gibt. Hm. Somit für mich schon mal fast völlig uninteressant nun, obendrein kann ich mir nicht vorstellen, dass mich das Buch so sonderlich gereizt hätte.
schwunden, bleibt ihr Schicksal jahrzehntelang ungeklärt. Bis der Journalist Mikael Blomkvist und die Ermittlerin Lisbeth Salander recherchieren. Was sie zutage fördern, lässt al...
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03.05.2010 09:24
Ich werde es auch noch lesen. Lg
16.04.2010 16:38
BH.
15.04.2010 13:19
...da kenn ich lediglich den Film von und hab erst im Nachhinein von der Triologie erfahren bzw. davon, dass es "sogar" Bücher dazu gibt. Hm. Somit für mich schon mal fast völlig uninteressant nun, obendrein kann ich mir nicht vorstellen, dass mich das Buch so sonderlich gereizt hätte.