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Hallo ihr Lieben! Nun will ich euch mal von einem Buch berichten, welches ich heute ausgelesen habe. Es wird hier heute um das Buch „Verblendung“ von Stieg Larsson gehen. Das ist das erste seiner bekannten Reihe. Ich bedanke mich nun schon mal für Lesungen, Bewertungen und Kommentare.
„Stieg Larsson, 1954 in Umea, Schweden, geboren, war Journalist und Herausgeber des Magazins EXPO. 2004 starb er an den Folgen eines Herzinfarkts. Er galt als einer der weltweit führenden Experten für Rechtsextremismus und Neonazismus. 2006 wurde er postum mit dem Skandinavischen Krimipreis als bester Krimiautor Skandinaviens geehrt. Sein Debürtoman Verblendung wurde vom schwedischen Buchhandel zum besten Buch des Jahres 2005 gewählt. Es ist der erste Band einer Trilogie, die der Autor vor seinem Tod vollenden konnte und die bei Heyne erscheint.“
„Was geschah mit Harriet Vanger? Während eines Familientreffens spurlos verschwunden, bleibt ihr Schicksal jahrzehntelang ungeklärt. Bis der Journalist Mikael Blomkvist und die Ermittlerin Lisbeth Salander recherchieren. Was sie zu Tage fördern, lässt alle Beteiligten wünschen, sie hätten sich nie mit diesem Fall beschäftigt.“************************ -=[Meine Meinung]=- ************************
Nun komme ich mal wieder zu meiner Meinung. Als erstes will ich euch wie immer über den Aufbau berichten. Ich war ja am Anfang geschockt, dass es in diesem Buch so wenige Kapitel gibt und ich dachte schon, dass ich super lange brauche um einen Punkt zu finden das Buch mal aus der Hand zu legen. So war es aber nicht, denn in den Kapiteln gibt es immer noch Abschnitte, bei denen man auch mal eine Pause machen kann. Diese Abschnitte kommen nicht nur bei Orts- und Zeitwechsel, sondern auch wenn es spannend wird. Die Abschnitte können auch mal
Bilder von Verblendung / Stieg Larsson
Verblendung / Stieg Larsson
eine halbe Seite lang sein, sodass man das Buch auch mal zur Seite legen kann, auch wenn man nicht bei einem Kapitel ist. Ich lasse mich ja schon eine Weile nicht mehr vom Cover beeindrucken. Auch für dieses Buch habe ich mich nicht wegen dem Cover entschieden, sondern weil mein Chef von den Filmen erzählt hat. Ich habe mir dann lieber die Bücher gekauft, weil ich lieber lese als Filme zu schauen. Das Cover ist auch eigentlich nicht besonders spektakulär. Es ist in einem blau gehalten und man kann eine Situation mit Statuen sehen. Es ist nicht sehr spannend und hat irgendwie auch nichts mit dem Buch an sich zu tun, das finde ich eigentlich nicht so gut, aber nun ja, kann man nicht ändern.
Okay, an dieser Stelle berichte ich euch eigentlich immer etwas über die Story. Das ist in diesem Fall aber ehrlich gesagt ein wenig kompliziert. Ich habe ja durch die Erzählungen von meinem Chef gedacht, dass es sich um einen puren Krimi handelt, aber da hat er doch einige Informationen weggelassen. Als ich mit dem Buch anfing wurde ich erst einmal komplett mit der Wirtschaft von Schweden erschlagen. Man muss dazu wissen, dass ich zwar in einem Steuerbüro arbeite, aber nicht unbedingt die schwedische Wirtschaft ab 1992 im Kopf habe, denn da war ich erst vier Jahre alt. Es gibt ja auch Bücher, bei denen sich die Sachverhalte von selbst erklären, aber dieses Buch gehört leider nicht davon. Ich habe wohl einige Dinge interpretieren können und auch halb verstehen können, aber ich war komplett entsetzt und auch ein wenig ängstlich vor dem Rest des Buches, denn ich hätte das Buch wohl nicht durchgestanden, wenn es die ganze Zeit so weiter geht. Aber zur Mitte hin fing es dann mit der richtigen Story an. Es geht um den Industriellen Henrik Vanger, der schon über 80 Jahre als ist, einen großen Konzern hatte und der mit seiner riesigen Familie eine ganze Insel bei Hedestadt bewohnt. Er ist aus dem Konzern ausgetreten und sucht nun seit knapp 40 Jahren nach seiner Nichte Harriet, die vor 40 Jahren verschwand. Keiner weiß, was mit ihr passiert ist, wo sie geblieben ist, ob sie tot ist oder nicht. Er kann es sich nicht erklären und bittet Mikael Blomkvist um Unterstützung herauszufinden, was denn nun mit Harriet passiert ist. Dafür würde er dem Journalisten und Besitzer einer Zeitung seinen ärgsten Feind ausliefern mit allen krummen Geschäften, die von ihm jemals getätigt wurden. Keiner geht davon aus, dass Mikael es schaffen wird, neue Anhaltspunkte zu finden, denn auch die Polizei kam in den 40 Jahren nicht weiter. Ob er es nun schafft und wie die Story ausgeht werde ich nun nicht verraten, weil es bestimmt noch einige gibt, die dieses Buch lesen wollen oder auch den Film sehen wollen.
Nun will ich euch auch noch ein wenig über die Charaktere in dem Buch berichten. Es geht erst einmal hauptsächlich um den Journalisten Mikael Blomkvist, der die Story für Henrik Vanger auflösen soll. Mikael ist Besitzer einer Zeitung und hat sich mit einem Enthüllungsartikel über einen Industriellen ins eigene Fleisch geschnitten, denn er kann seine Anschuldigungen nicht beweisen und belegen. Also wird er zu drei Monaten Gefängnis verurteilt wegen Verleumdung. Seine Zeitung ist nicht mehr glaubwürdig und muss ich nun von dem Schock erholen. Also nimmt er auch den Auftrag an, für dessen Erledigung er den Mann dran kriegen kann, der ihn wegen Verleumdung in den Knast gebracht hat. Weiterhin ist die Familie Vanger in der Story sehr wichtig, jedoch besteht sie aus über 40 Personen, die ich hier nicht alle erklären will. Sie alle kommen in der Geschichte über die verschwundene Harriet vor und gelten alle als verdächtig. Außerdem gibt es noch Lisbeth Salander, die Mikael einschließt, als er Hilfe bei der Auswertung aller Daten braucht. Sie ist einfach nur komisch. Heute würde man sie als einen Emu bezeichnen, jedoch ist sie auch ein Computerfreak, vollkommen emotionslos, schwer erziehbar und verschlossen.
Nun will ich zu einem sehr wichtigen Teil eines Buches kommen und zwar zum Schreibstil. Ich persönlich bin ja der Meinung, dass ein Schreibstil an einem Buch alles zerstören oder aufwerten kann. Es ist vielleicht sogar das wichtigste an einem Buch. Es ist wichtig, dass man die Geschichte, die man erzählen will, auch vernünftig rüber bringen kann. Man kann keinen Thriller im Stil eines Liebesromanes schreiben und so weiter. Bei diesem Buch kann ich ja zum ersten Teil schon mal sagen, dass ich den Anfang sehr kompliziert geschrieben finde. Okay, das kann auch was mit dem Thema – der schwedischen Wirtschaft in den 90 ern – zu tun haben, aber ich finde, man hätte doch einige Dinge erklären können. Es erklärt sich nichts von selber und der Autor geht davon aus, dass man alles so versteht und einige Dinge einfach weiß. Woher soll ich wissen, wie eine Wirtschaft aufgebaut ist und wie sie sich verhält. Aber nun gut, das war ja nur der erste Teil des Buches. Der lief ehrlich gesagt auch sehr beschreibend und erzählend ab. Ab der Mitte habe ich ja schon gesagt, dass es spannender wird. Und schon ändert der Autor auch gleich seinen Schreibstil und seine Formulierungen. Er erzählt nicht mehr, sondern baut Spannungsbögen auf. Er nimmt kein Wissen vorweg, sodass man nur noch verfolgt WIE sich alles auflöst, sondern er lässt den Leser auch unwissend, also will man auch wissen IN WELCHER ART sich die ganze Geschichte auflöst. Ich kann hier nur ein wenig in Rätseln sprechen, denn ich will euch die Spannung ja auch nicht nehmen. Ich nehme nur schon mal vorweg, dass die Story ab der Mitte wirklich spannend wird und der Schreibstil perfekt angepasst wird. Diese Spannung hält sich auch bis zum Schluss, bis auf die letzten gefühlten 5 Seiten, mit denen er das Buch ausklingen lässt und einen Abschluss findet. Was mir ehrlich gesagt nicht so gefällt ist, wie er das Ende ausklingen lässt. Ich weiß nicht warum, aber Larsson wird zum Ende immer unrealistischer. Es gibt die Theorie, wenn alles sehr kompliziert ist und man es nicht aufklären kann ist die leichteste Erklärung meist die richtige, in diesem Fall aber nicht. Es fühlt sich so an, als ob Larsson noch einen Aufhänger braucht um die letzten 70 Seiten zu füllen, obwohl das gar nicht hätte sein müssen. Ich bin ja für Bücher, die realistisch sind – außer ich lese Vampirgeschichten, die die Realität ja eh schon ausschließen. In diesem Buch fehlt mir der Realismus schrecklich auf den letzten Seiten. Alles dreht und wendet sich noch mal so, dass ich sagen muss, dass ich nur das dritte Viertel des Buches so richtig gut finde. Ich mag nun schon sehr kritisch sein, aber nun gut, ich habe auch viel von dem Buch erwartet, denn man kann überall darüber lesen und die guten Kritiken hatten mich eigentlich auf ein wenig mehr vorbereitet. Ich werde die anderen zwei Bücher dieser Reihe aber auf jeden Fall noch lesen, denn die habe ich schon zuhause.
Bei meinem Fazit angekommen kann ich also noch mal sagen, was ich denn nun zusammenfassend von dem Buch halte. Ich muss leider sagen, dass ich mir mehr davon erhofft habe. Ich habe so viel Gutes darüber gelesen und gehört dass ich dachte, es haut mich nun wirklich vom Hocker. Das kann ich aber leider nicht behaupten. Ich weiß, dass einige mich nun als „nicht ernstzunehmen“ abstempeln, aber aufgrund der fehlenden Spannung und dem verwirrenden Schreibstil am Anfang und der Wendung der Geschichte zum Ende hin,
vergebe ich für dieses Buch gerade Mal drei von fünf Punkten.
Vielleicht sind Band zwei und drei ja eher was für mich.
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ger? Während eines Familientreffens spurlos verschwunden, bleibt ihr Schicksal jahrzehntelang ungeklärt. Bis der Journalist Mikael Blomkvist und die Ermittlerin Lisbeth Sa...
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09.11.2011 08:38
BH
28.10.2011 09:04
Brilliant...
17.10.2011 10:19
Verdientes BH! ;-) LG