Über sich:dieser meiner Berichte würde sich enorm über noch ein paar Lesungen freuen > http://www.ciao.de/Z...
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In den letzten Tagen habe ich folgendes Buch gelesen:
„Verflucht sei dein Name“
von Olivier Descosse
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Der Autor ------------
Olivier Descosse wurde 1962 in Marseille geboren, arbeitete als Anwalt in Paris und den USA, lebt aber heute wieder in seiner Geburtsstadt.
Neben dem hier vorgestellten Thriller schrieb Descosse auch folgende Marseille-Krimis:
„Die Spur des Korsen“ „In der Höhle des Kraken“ „Blutspiegel“
Seine Marseille-Krimiserie wurde mit dem „Prix de Polar de Cognac“ ausgezeichnet.
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Das Buch ------------
„Verflucht sei dein Name“ (orig. „ L´ordre noir“ 2007) erschien als Deutsche Erstausgabe im März/April 2009 beim Blanvalet Verlag. Das 542-seitige Taschenbuch trägt die ISBN 978-3-442-37070-2 und kostet 8,95 €.
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Rückentext --------------
Luc Vernon arbeitet in der Kanzlei seines Vaters, der in ein mysteriöses Koma gefallen ist. In dessen Büro findet er einen Schlüssel, der eine Büchse der Pandora aus Mord und Habgier öffnet.
Besteht eine Verbindung zwischen einer Zeichnung aus dem 16. Jahrhundert im Tresor des Vaters und den Zeichen, die eine unbekannte Schöne nach einem One-Night-Stand mit dem Messer auf Lus Körper hinterlassen hat?
Von Europa aus dringt Luc in die Unterwelt New Yorks und schließlich ins grüne Herz Amazoniens ein, wobei er schnell vom Jäger zum Gejagten wird…
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Inhalt & Meinung -----------------------
Luc Vernon, der als Anwalt in der Kanzlei seines Vaters arbeitet, findet nach dessen mysteriöser Viruserkrankung einen versteckten Schlüssel und eine Zeichnung, die eine Folterszene zeigt. Kurz darauf läßt er sich mit einer Unbekannten ein und erwacht mit eigenartigen Hautritzungen. Als dann auch noch der Haushälter des Vaters grauenvoll ermordet wird, macht sich Luc zu einem geheimnisvollen Treffen nach Amsterdam auf, um in den Besitz einer weiteren Zeichnung zu kommen.
Etwas wirr und daher unglaubwürdig konstruiert scheinen hier die Ereignisse aneinandergereiht, die Luc dazu bewegen, in die Fußstapfen seines Vaters zu steigen, der während seiner Kindheit eigentlich nie recht die Vaterolle übernommen hat. Es ist für den Leser schon nachvollziehbar, daß Luc die Geheimnisse des Vaters lüften will, um zu erkennen, was für ein Mensch er wirklich war, aber muß man sich deswegen gleich in ein tödliches Abenteuer stürzen?
Luc reist von Frankreich aus quer durch Europa, aber auch nach Nord- und Südamerika. Merkwürdig fand ich, daß er die Kanzlei so einfach im Stich läßt, gerade jetzt, als sein Vater im Koma liegt. Er, der Luc gegenüber stets wenig Interesse gezeigt hat, scheint dennoch sehr wichtig für Luc zu sein. Doch um die Lüftung eines Familiengeheimnisses dreht sich dieses Buch nicht.
Thematisiert wird in „Verflucht sei dein Name“ die Kunst, hier speziell eine Serie von Zeichnungen, die angeblich schon für Hitler von Interesse waren. Die letzte der Zeichnungen birgt ein Geheimnis. Mit Hilfe irgendwelcher Codes kann man aus ihr schließen, wo genau im brasilianischen Urwald ein wertvoller Goldschatz vergraben liegt. Hierhin verschlägt es Luc und die unbekannte Schöne vom One-Night-Stand, die sich als Detektiven entpuppt, die Lucs Vater engagiert hat.
Das gesamte Buch ist eine Aneinanderreihung kleinerer Geschichten, die für den Leser kaum nachvollziehbar sind. Sie passieren einfach, vorhersehbar ist hier nichts. Der Spannungsaufbau bleibt dadurch zu sehr auf der Strecke. Ebenso kann man nicht behaupten, vom Buch gefesselt zu sein, denn ein Eintauchen in die Story ist schier unmöglich, da es Descosse zu keiner Zeit schafft, beim Leser tieferes Interesse zu wecken. Da helfen auch die vielen Leichen nicht weiter, die Lucs abenteuerlichen Weg pflastern.
Was ich auch sehr schade fand, daß man sich mit der Hauptfigur des Buches in keinster Weise identifizieren kann. Man kann ja noch nicht einmal sein Handeln nachvollziehen. Außerdem verliert sich Descosse immer wieder in Belanglosigkeiten. Er beschreibt die Orte, die Luc aufsucht, sehr detailliert, aber von Interesse ist das nicht. Wichtig für die Story sind diese Beschreibungen nur sehr bedingt. Dafür aber gibt es so etliche Dialoge, in denen man mit unglaubwürdigen Neuigkeiten überhäuft wird. Aber auch danach flacht die Story wieder ab und langweilt beim Lesen mehr, als daß sie unterhält.
In „Verflucht sein dein Name“ geht es um alte Seefahrergeschichten, um das Wirken der Nazis und um bizarre Kunst. Aber auch wieder nicht, da es stets nur oberflächliche Teilgeschichten sind, die man nicht logisch miteinander verknüpfen kann. Hitler wird erwähnt, ja sogar der Haider, aber unterm Strich hat das Buch keine Info für den Leser. Knapp 550 Seiten nur sinnloses Blabla, welches zudem mit unglaublich vielen Druckfehlern geziert wird.
Und wessen Namen nun verflucht ist, weiß ich nach Auslesen des Buches auch nicht. Von daher kann es natürlich keine Lese-Empfehlung von mir geben, denn es ist einfach nur enttäuschend.
gut, dass ich von dieser wortansammlung noch nie was gehört habe - diesen roman werde ich sicherlich nicht durchschmökern =) prima bericht! liebe grüße!
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08.09.2009 14:21
Ok - damit ist die Entscheidung gefallen - ich wills nicht ;o)
30.08.2009 21:46
Danke für die Warnung. Liebe Grüße, Elena
25.08.2009 22:30
gut, dass ich von dieser wortansammlung noch nie was gehört habe - diesen roman werde ich sicherlich nicht durchschmökern =) prima bericht! liebe grüße!