ich bin immer ein Teilnehmer am Straßenverkehr.

4  16.07.2009

Pro:
Mit Respekt bringt mir alles Spaß .

Kontra:
Ein paar ganz wenige  .  .  .  .  .  .  .

Empfehlenswert: Ja 

jr4478

Über sich: Hallo Uli, wir haben unseren Steuerbescheid. Null null null und keine Sorgen. Wir haben eben nichts...

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602

Der Verkehr muss laufen


Das Verhalten im Straßenverkehr.


1. Ich bin leidenschaftlicher Fußgänger (auch Läufer).
2. Ich bin leidenschaftlicher Fahrradfahrer (auch Tandem).
3. Ich bin leidenschaftlicher Kraftfahrzeugführer (Pkw, Lkw, Bus).


Harmoniert das überhaupt? Ein klares Ja. Ich kann alles sehr gut von einander trennen und bin auch bereit, mich die gegebenen Verhältnisse anzupassen. Das bedeutet auch für mich, dass ich respektvoll mit den anderen Verkehrsteilnehmern umgehe. Oder besser gesagt, ich arrangiere mich.

Als Fußgänger


Es gibt Situationen, da bleibt mir nur, den Weg zu Fuß zurück zulegen. Dafür haben wir Bürgersteige, Fußwege und Fußgängerzonen. Schon da gibt es einiges, das dringend verbessert werden muss. Hier erwarte ich auch von meinen anderen Verkehrspartnern etwas mehr Respekt.

Beispiel. Der Fußweg ist schmal. Eine Familie, größere Gruppe kommt mir entgegen. Die Gruppe unterhält sich und ich als entgegen kommender störe. Wer muss Platz machen? Meist schlängele ich mich an der Gruppe vorbei oder verlasse den sicheren Bürgersteig.

Ein Auto parkt auf dem Gehsteig. Nur mal eben schnell etwas kaufen, besorgen oder sonstigen unwichtigen Grund. Die Mutter mit dem Kinderwagen kommt nicht vorbei. Der Rollifahrer ebenfalls hat keine Chance. Und das kleine Kind mit dem Bobbycar erst recht nicht. Der Autofahrer aber fühlt sich im Recht. Er oder Sie wollen ja nur mal eben schnell etwas erledigen. Das andere erheblich dadurch behindert werden, ja, das ist Ihnen Egal. Stell ich mich nun mit dem Kinderwagen oder einem Rolli unmittelbar vor das Auto und behindere diesen Zeitgenossen, dann ist es eine Nötigung. Das darf ich nicht. Es lege ja auch kein Grund vor. Und mal ehrlich, das will ich auch gar nicht. Respektvoller Umgang ist mir inmmer noch wichtig.

Als Radfahrer


Ich bin kein Kurierfahrer. Die berechtigten Vorwürfe liegen vor und deshalb hier ganz klar, die Gruppe von Radfahrern haben ihre Regeln, die auf gar keinem Fall mit meinem Rechtsempfingen harmonieren. Diese Gruppe, welche eigene Vorstellungen haben, sind keine Radfahrer!

Als Radfahrer (im Urlaub in Dänemark auch Tandemfahrer), bin ich ebenfalls sehr gerne unterwegs. Es bringt Spaß mit Muskelkraft relativ schnell von A nach B zu gelangen. Deshalb bin ich auch viel in meinem Stadtteil unterwegs. Die Öffentlichen Verkehrsmittel sind einfach für Kurzstrecken zu teuer und es lohnt sich nicht. Komme ich doch mit dem Fahrrad (ohne Wartezeiten) nur 4 Minuten später an.

Jetzt könnte es einen ganzen Roman geben. Ich sagte schon zu beginn, dass ein respektvoller Umgang mit anderen Verkehrsteilnehmern für mich

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Der Fährt auch noch.
ein unbedingtes muss ist. Deshalb halte ich mich an die entsprechenden Regeln. Das fällt mir nicht schwer und ist einfach zu Händeln.

Wenn ich in die City mit dem Fahrrad fahre, sind Radwege vorhanden. Der Zustand aber ist katastrophal. Glasscherben, parkende Autos, Kleiderständer, der Gemüsehändler steht ewig neben dem Radweg und versperrt diesen durch seine geöffnete Tür. Der Kunde vom Bäcker Becker steht mit dem Pkw in der Fahrradfurt auf der Straße. Die Post oder DHL, dann UPS hat seine Sackkarre zum Beladen auf dem Radweg abgestellt. Mülleiner, Wertstoffsäcke die immer nach der Abholung noch schnell hingestellt werden. Die Mutter mit Kinderwagen und dem Kleinkind auf dem Dreirad. Ich übertreibe nicht, wenn 75 Prozent meines Radweges blockiert werden. Weil die Stadtplaner nichts kapiert haben und weil die Mehrzahl der Bürger ja nur mal eben schnell etwas erledigen wollen.

Liebe Fußgänger und Autofahrer, schaut Euch den Radweg Bremer Straße mal an. Denk mal nach. Und stellt Euch einmal vor, ein Radfahrer oder Fußgänger würde sich so auch „Eurer“ Straße verhalten.

Als Autofahrer


Ich habe Benzin und Diesel im Blut. Und ich bin bequem. Deshalb fahre ich auch gerne mit dem Auto.

Leider nutze ich auch das Auto für meinen täglichen Weg zur Arbeit. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln wäre mein Arbeitsweg zu umständlich. Außerdem kann ich entspannt sitzen und mich dem Verkehrsfluss anpassen. Für mich kein Problem.
Problem allerdings macht es mir schon, wenn ich auf einer Tempo 70 Straße in Hamburg befinde und meine Geschwindigkeit bei 80 Km/h halte. Dann kommt von hinten ein Fahrzeug bis auf drei Meter. Dieses Drängeln ist für mich nicht mehr nach vollziehbar. Wenn ich selbst hinter einem Fahrzeug herfahre, macht es keinen Sinn, auch meinen Abstand erheblich zu verringern. Es bringt nichts.
Dass in der letzten Zeit schweren Unfälle nur durch zu dichtes Auffahren geschehen, zeigen uns täglich die Bilder auf der Autobahn.

Ein Sinnloser Vorschlag?


Bei zweispurigen Straßen fällt mir immer wieder auf, der rechte Fahrstreifen wird kaum benutzt. Auf der Autobahn, so meinen viele Zeitgenossen, ist die Hauptfahrspur (das ist die Rechte!) nur für Lkw. Deshalb wird diese Spur gerne gemieden. In geschlossenen Ortschaften sieht es oft nicht anders aus. Paketdienste stehen neben einer leeren Parklücke, mal ist eine Baustelle. Es gibt immer wieder einen Grund, nur die Linke Spur zu nutzen. Kaum wird die rechte Spur benutzt. Warum? Wenn die Spur durch irgendeinen Grund versperrt ist, wird ein Einordnen immer zum Risiko. Links gefahren, bedeutet leider für viele, wer Rechts fährt, hat selbst Schuld.

Gerade diejenigen, die auch die rechte Spur benutzen, sorgen für einen besseren Verkehrsfluss.

Der Vorschlag?


Die rechte Spur als Parkfläche einrichten? Zum Be –und Endladen? Macht das Sinn? Nein auf gar keinen Fall.
Also, zwei Spuren sind bezahlt, also auch zwei Fahrspuren bitte benutzen. Und es geht wirklich. Nur muss der letzte Dickschädel auch mal den Fuß von Gas nehmen, wenn er bemerkt, in hundert Meter steht ein Paketdienst und entlädt sein Fahrzeug. Dann kann doch nur die Folge sein, dass der rechts fahrende Kraftfahrer sicherlich auf die linke Spur möchte. Oder? Ist doch ganz einfach. Wer sich an diese einfache Regel hält, entzerrt den Straßenverkehr auch etwas.
Oder noch etwas zum entzerren.
Der Rechtsabbieger will auf eine Mehrspurige Straße abbiegen.

1. Die übliche Variante: scharf rechts und dann 10 Meter weiter auf die linke Spur wechseln.

2. Die bessere und schnellere Variante: der erste Abbieger biegt in einen großen Bogen gleich so ab, dass sein Fahrzeug auf der linken Spur landet. Das Fahrzeug dahinter biegt scharf ab und bleibt auf der rechten Spur. Folge, zwei Fahrzeuge konnte so gleichzeitig abbiegen.

Ganz einfach. Und es funktioniert so bestens. Jeden Morgen mache ich das so an einer stark befahrenen Straße. Und mein Partner hinter mir macht es dann genauso automatisch. Hat er doch einen Vorteil. Das nun wirkt sich auf alle nachfolgenden Fahrzeuge aus. Ein weiterer Vorteil, Durch diese unkomplizierte Manöver habe ich auch einen besseren Blich zu den Radfahrern.

Fazit


Ich bin gerne ein Teilnehmer am Straßenverkehr. Egal wie ich mich fortbewege, Respekt untereinander ist ein wesentlicher Bestandteil, dass ich bisher immer gesund nach Hause kam. Klar, Unfälle haben auch mich nicht verschont, aber letztlich hatte ich immer das Pech, das andere Verkehrsteilnehmer es nicht ganz genauso sahen. Verhindern konnte ich keinen Unfall. Oder damit, ich wäre nicht unterwegs gewesen.

Ein wichtiger Punkt ist auch das vorausschauende Fahren. Etwas mitdenken. So lassen sie auch einige Unfälle vermeiden. Auch auf das eigene Recht mal verzichten. Auch mal lachen, ein freundliches Gesicht. Eine nette Geste. Es ist alles so leicht.

4. Für mich als leidenschaftlicher Fußgänger (auch Läufer).
5. Für mich als leidenschaftlicher Fahrradfahrer (auch Tandem).
6. Für mich als leidenschaftlicher Kraftfahrzeugführer (Pkw, Lkw, Bus).

Danke!

Info


Überall!


Oder noch was, aber aus einer völlig anderen Sicht:

in kleines Nachwort aus dem Berufsleben:


Diesel im Blut habe ich! Bereits in jungen Jahren (1970) durfte ich als gerade einundzwanzig Jähriger mit einem 40 Tonnen Büsing von Hamburg nach Berlin auf der alten „B5“ fahren. Es war schon ein kleines Abendteuer.

Später dann habe ich 11 Jahre mit der „Grünen Mina“ (das ist in Hamburg der Gefangene Transporter) so manchen Ganoven ins Hotel gebracht. Das hin und wieder Sonderrechte in Anspruch genommen werden musste, war ganz normal. Normal allerdings war das Verhalten einiger weniger Verkehrsteilnehmer auf gar keinen Fall.

So kann ich mich sehr gut an einen Vorfall erinnern: Auf der Reeperbahn nicht um halb eins war es. Also gegen ca. 22:00 Uhr. Ich hatte meine Fahrgäste vor der weltberühmten Davidwache, dem heutigen PK 15, einsteigen lassen und ab ging die Fahrt. Leider nicht sehr weit. In einem Seitenstreifen stand ein Bus des KVG und wartete auf seine Fahrgäste, die im Operettenhaus „Cats“ genossen. Leider stand der Bus etwas unglücklich und ich kam beim besten Willen nicht vorbei. Also stieg ich aus und bat die Busfahrerin, ob sie nicht einen Meter weiterfahren könnte.

„Nein, ich bleib hier stehen!“

„Warum, können sie nicht einen Meter weiterfahren?“

„Hier steigen meine Fahrgäste ein und deshalb bleibe ich hier stehen!“

„Bitte fahren sie nur einen Meter weiter, meine Fahrgäste sind eingestiegen und wir können hier nicht den Verkehr blockieren!“

„Das ist mir egal. Ich fahre nicht weiter!“

„Okay, wir sehen uns noch! Und dann fahren sie bestimmt weiter!““

„Das ist mir egal, ich bleibe hier stehen!“

Etwas bedröbbelt ging ich zu meinem Fahrzeug zurück, stieg ein. Mein Beifahrer wollte nun die Busfahrerin bitten, weiterzufahren. Ich winkte ab.

„Das mache ich auf meine Art.“

Ich schaltete das Blaulicht ein und gab eine Tonfolge „da dü da da“ ab.
Der Bus setzte sich nun ohne Fahrgäste in Bewegung und fuhr vor mir die gesamte Straße am Spiebudenplatz ab bis zur nächsten Querstraße.
Dann konnte ich der Busfahrerin einen freundlichen Hand Gruß zuwinken.
Warum ist die Busfahrerin nicht einen Meter nur weitergefahren? Nun Es hätte gereicht. Nein, Sturheit, einen Meter weiter fährt sie nicht. Übrigens, meine Kleidung war eine Normale!

Aber es geht noch weiter:
Eine kleine Straße nur ist der „Neue Wall“ in Hamburg. Hier wird nicht bezahlt, hier lässt man zahlen. Die teuersten Geschäfte stehen hier. Und Platz ist nur wenig. Ich muss verkehrsbedingt durch diese Straße. Komme aber nicht weit, da mitten auf der Straße ein Rover steht. Ich bleibe hinter ihm stehen und schalte den Motor aus.
Wer so stehen bleibt, kommt gleich wieder. Ich habe Geduld. Meine Fahrgäste vermutlich ebenfalls. So stehen wir mit der „Grünen Mina“ gut Fünf Minuten. Dier ersten Gaffer bleiben stehen und wundern sich über die Geduld des Fahrers im Polizei Fahrzeug. (der „ grünen Mina“). Mein Kollege steigt aus. Schaut sich um und geht zu dem Rover. Beugt sich zur Fahrerseite hin und fängt an zu sprechen. Komisch, mit der Seitenscheibe ein Gespräch? Das kann nicht sein.

Inder Zwischenzeit bleiben noch mehr Gaffer stehen und irgendwann kommt eine Dame (ob es eine Blankeneser Bergziege war, konnte ich nicht erkennen), mit einem kleinen Tütchen, schaut den Polizeibeamten Verachtungsvoll an, steigt auf der Beifahrerseite und ab geht die Fahrt.

Wir können auch weiterfahren.

Dass waren nur ganz kleine Erlebnisse aus meiner Vergangenheit. Ich habe es also gelernt, steht’s geduldig zu sein.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Kjeldi

Kjeldi

24.07.2009 21:51

Wie wahr. BH. LG

renol

renol

21.07.2009 14:43

b.h.

tapio-maunzi

tapio-maunzi

21.07.2009 10:39

Ich wünschte mir auch manchmal so ein Blaulicht. *grins*. Gruß Doris

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