Verhandlungssache

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Verhandlungssache

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Ein inhaltlich brillantes Meisterwerk der Spannung

5  18.07.2002

Pro:
siehe text

Kontra:
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Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor

Spannung

Action:

Romantik:

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ripmaster2k

Über sich:

Mitglied seit:13.07.2002

Erfahrungsberichte:43

Vertrauende:6

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 17 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

"Verhandlungssache" greift ein sehr interessantes Thema auf. Es geht nicht nur um Geiselnahmen, sondern hauptsächlich um die Vermittler, die ihr Leben aufs Spiel setzen, um eine Geiselnahme unblutig zu beenden.
Ein sogenannter Vermittler ist auch Danny Roman (Samuel L. Jackson). Nachdem er an diesem Tag seinem Job erfolgreich beendete und damit verhindern konnte, dass eine Geisel stirbt, findet eine kleine Feier statt. Sein Freund Nathan Roenick (Paul Guilfoyle) sagt ihm, dass einige seiner Kollegen mit falschen Karten spielen und sich am Invalidenfond der Polizei bedienen. Nathan will sich nachts mit Danny treffen. Doch als Danny beim Treffpunkt ankommt, sieht er, dass Nathan schon erschossen wurde. Die Polizisten treffen ein und halten Roman für den Mörder. Dieser streitet natürlich alles ab. Doch die Polizei findet zudem noch fälschliche Beweise, die Danny untergejubelt wurden. Wie soll er seine nur Unschuld beweisen? Um nicht im Gefängnis zu landen, sieht Roman nur noch einen Ausweg - Er selbst wird zum Geiselnehmer...

Wie schon erwähnt ist das Thema sehr interessant. Geiselnahmen bekommt man in Hollywoodfilmen nicht allzu oft zu sehen. Aber hier bekommt man außerdem einen Einblick in das Vorgehen der Polizei und der Vermittler. Bisher habe ich einen Film, der sich so konkret mit dem Thema Geiselnahmen beschäftigt, noch nicht gesehen.
Es ist sehr spannend, wie die Vermittler versuchen, die Situation mit Worten zu bewältigen und wie sie die Täter psychisch fertig machen wollen.

Irgendwie ist es aber auch ein ziemlich gewagter Film. Ich denke nicht, dass der letzte Ausweg eine Geiselnahme sein sollte, egal was auch immer passiert ist. Negativ ist, dass dies meiner Meinung nach hier fast befürwortet wird. Ich meine, ich habe noch nie gesehen, dass ein Geiselnehmer nach seiner Tat unbestraft davonkam. Nach diesem Film sollte jedenfalls keiner denken, seine Probleme wären durch eine Geiselnahme zu lösen! Deshalb sollte "Verhandlungssache" auf keinen Fall ein Vorbild sein. Sonst kommt jeder, der in der Klemme steckt noch auf die tolle Idee, sich mit solch einer STRAFTAT zu behelfen. Diesen Punkt muss ich einfach kritisieren, da der Film einige Leute auf dumme Gedanken bringen könnte. Wäre Roman am Ende bestraft worden, hätte ich damit leben können, aber so nicht. Es kann nicht sein, dass nach seiner Tat alles wieder in Ordnung ist.

Tja, ich hoffe auch, dass die Polizei bei Geiselnahmen in Wirklichkeit nicht so vorgeht, denn sonst wären mit diesem Film ziemlich viele Tricks verraten.
Trotzdem wird die Vorgehensweise einiger "Rambo-Cops" in diesem Film, wie zum Beispiel auch in "Stirb langsam", kritisiert.
Dies ist sehr positiv, denn in Amerika meinen einige Cops, besonders bei Verfolgungsjagten, sich noch im wilden Western zu befinden. Wie Cowboys wird mit aller Kraft versucht, den Täter auszuschalten. Dabei wird dann nämlich kaum Rücksicht auf Verluste genommen.

Zum Plot lässt sich sagen, dass einige Sachen schon vorhersehbar sind. Zum Beispiel dass Danny den einen Cop nicht getötet hat, ist eigentlich klar. Er würde nie jemanden töten. Dies müsste jeder Zuschauer, nachdem er sich mit dem Charakter des Danny Roman vertraut gemacht hat, wissen.

Die Schauspieler sind teilweise weltklasse. Samuel L. Jackson und Kevin Spacey, die man beide zusammen auch schon in "Die Jury" sah, harmonieren hier wunderbar. Zuerst sind sie Gegenspieler und "attackieren" sich mit herrlichen Dialogen. Später arbeiten sie sogar zusammmen und machen auch dabei eine sehr gute Figur. Es sei noch gesagt, dass Jackson, den ich übrigens für den besten schwarzen Schauspieler überhaupt halte, nicht seine bekannte rauhe Synchronstimme bekommen hat. Dies war für mich etwas gewöhnungsbedürftig.
Auch der Rest der Darsteller spielt über dem Durchschnitt. Von arroganten Polizeibeamten bis hin zu Personen, die mit der ganzen Sache eigentlich nichts zu tun haben, sind alle Charaktere vertreten.

Fazit: "Verhandlungssache" ist ein Film, der dem Zuschauer einen kleinen Blick in die Arbeit eines Vermittlers verschafft. Das besonders spannende ist, dass Danny selbst ein Vermittler ist und dadurch alle Tricks kennt.
Ein Film mit herausragenden Gesprächen und Schauspielern. Ein Film, in dem ein "Guter" Maßnahmen ergreift, die auf keinen Fall nachgeahmt werden dürfen!

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DETAILS ZUR DVD:
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Label: 20th Century Fox
Freigabe: FSK 16
21 Minuten Making Of

Die deutsche DVD von Fox präsentiert den Film in Deutsch (Dolby Digital 5.1) und in Englisch (Dolby Surround), Untertitel gibt es in Deutsch für Hörgeschädigte. Als Bonusmaterial gibt es ein Making Of (20:55 Min.) mit vielen Interviews und den deutschen Kinotrailer (1:52 Min.). Das Bild ist, wie man es bei Fox-Veröffentlichungen kennt, exzellent. Der Film wird im Format 2.35:1 gezeigt.

mfg
ripmaster2k

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Ich schreibe Hauptsächlich nur zu Filmen!!!

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
lost_angel

lost_angel

18.07.2002 18:57

Genau das gleiche habe ich mich am Ende des Filmes auch gefragt. Wie kommt es, dass Danny ohne jegliche Strafe davon kommt? Immerhin sind wegen ihm fast ein paar Leute gestorben. Aber der Film hat ja anscheinend keine schlimmeren Auswirkungen gehabt. Die Anzahl der Geiselnahmen haben nicht zu genommen *g* Liebe Grüße lost_angel

Sid6.7

Sid6.7

18.07.2002 16:50

Genialer Film fand ich. Samuel L. Jackson und Kevin Spacey agieren wirklich sehr stark. sid

moritzman

moritzman

18.07.2002 16:50

Echt geiler Film. Kevin Spacey legt eine echt überzeugende Rolle hin...

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