Ab einem bestimmten Alter stellt sich für die Frau natürlich die Frage, welches Verhütungsmittel möchte ich verwenden. Ich habe mich auch für die Pille entschieden, aber heute möchte ich euch auch über andere Verhütungsmittel informieren!
Welches Verhütungsmittel ist für mich das Beste? Die Frage kann man etwas leichter herausfinden, wenn man einige Informationen weiß.*** Allgemeine Infos zum Spermium ***
Ein Spermium ist eine männliche Samenzelle. Wenn es zum Geschlechtsverkehr zwischen Mann und Frau kommt, werden die Spermien aktiviert. Unbändige Kräfte treiben sie (insgesamt 458823712 Spermien) ihrem Ziel – die weibliche Eizelle- entgegen. Wenn ein Spermium eine weibliche Eizelle findet, kommt es zur Befruchtung und es entsteht ein Baby. Wer es nicht so weit kommen lassen möchte, sollte jetzt genau aufpassen und darauf achten, was für wen das Richtige ist.*** Kondom ***
Das Kondom ist ein dünner Gummischutz, der wie eine zweite Haut über das steife Glied gezogen wird. Der Samen wird in einem Reservoir oder im oberen Abschnitt des Kondoms aufgefangen und gelangt somit nicht in die Scheide. Da bereits vor dem Samenerguss einzelne Samenzellen austreten können, muss das Kondom vor der Berührung mit der Scheide übergestreift werden. Nach dem Orgasmus muss das Glied mit dem Kondom noch vor Erschlaffen des Gliedes aus der Scheide gezogen werden. Das Kondom ist bei richtiger Handhabung sicher. Jedoch nicht zu 100%. Man muss aufpassen, dass ein Kondom nicht mit spitzen Fingernägeln bearbeitet wird. Es kann außerdem reißen und so eventuelle Folgen auslösen.Das Kondom ist das einzige Verhütungsmittel für den Mann und bietet darüber hinaus als einziges Verhütungsmittel gleichzeitig auch Schutz vor Aids und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten. Es gibt verschiedene Kondomarten von unterschiedlichen Qualität. Kondome müssen entweder die vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte erteilte Genehmigungsnummer tragen, oder auf Grund des EG-Rechts, das mit dem Medizinproduktgesetz in deutsches Recht umgesetzt wird, die Kennzeichnung CE aufweisen, der eine Nummer der Prüfstelle hinzugefügt ist. Außerdem ist jedes Kondom mit einem Verfallsdatum versehen, das nicht überschritten werden darf , sonst können Risiken entstehen. Das Kondom ist zwar einfach zu handhaben, der Umgang damit muss aber sorgfältig geübt werden, denn die Sicherheit ist stark davon abhängig, wie gut die Handhabung mit dem Kondom gelingt. Von manchen Männern und Frauen wird es als unerwünschte Unterbrechung des Liebesspiels empfunden. Ich empfinde es auch so, denn es ist einfach nicht aus der Lust heraus. Es stört irgendetwas.
Wo zu kaufen?
Kondome gibt es problemlos in Apotheken, Drogerien und Supermärkten. Ihr braucht auch keine Scheu haben vor dem Kauf, denn es ist mittlerweile doch etwas ganz normales. *** Pille ***
Die Pille verhindert den Eisprung durch die Hormone Östrogen und Gestagen, so dass die Samenzellen erst gar kein befruchtungsfähiges Ei finden.Die Pille muss täglich eingenommen werden. Es erfordert also etwas Disziplin. Die Einnahme darf auf keine Fall vergessen werden, sonst besteht kein Empfängnisschutz. Bei den meisten Pillenpräparaten nimmt die Frau an 21 Tagen täglich eine Pille. Danach folgt eine Einnahmepause von 7 Tagen. Das genaue Lesen und einhalten der Hinweise auf dem Beipackzettel ist Bedingung für einen sicheren Schutz.
Eventuelle Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Übelkeit, Sehstörungen, GewichtsschwankungenWo erhältlich?
Die Pille muss von der Frauenärztin oder vom Frauenarzt verschrieben werden und ist dann auf Rezept in der Apotheke erhältlich.
Fazit: Ist sehr sicher (bei der Beachtung der richtigen Einnahme und Nebenwirkungen)!*** Diaphragma ***
Das Diaphragma ist ein biegsamer Ring, der mit einer Gummimembran überspannt ist. Er wird auf der Innenseite mit spermaabtötenden Verhütungsmittel bestrichen und vor dem Geschlechtsverkehr vor den Gebärmuttermund gesetzt, so dass die Samenzellen nicht in die Gebärmutter gelangen können. Das samenabtötende Mittel erhöht die Sicherheit, dass kein Samen den Weg zur Gebärmutter findet.Das Diaphragma gibt es in verschiedenen Größen. Es muss vom Arzt/Ärztin individuell angepasst werden. Das Diaphragma wird maximal 2 stunden oder unmittelbar vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide eingeführt. Nach dem Geschlechtsverkehr muss es mindestens 6 Stunden und darf nicht länger als 24 Stunden in der Scheide bleiben. Bei mehrmaligem Verkehr hintereinander muss vorher immer wieder mit Hilfe eines Einführstabes spermaabtötende Creme oder Gel in die Scheide eingespritzt werden, ohne dass dabei die Lage des Diaphragmas verändert wird. Nach Gebrauch wird es gewaschen und kann bei guter Pflege bis zu zwei Jahre benutzt werden. Allerdings ist bei erheblicher Gewichtsveränderung und nach der Geburt eines Kindes eine erneute Anpassung des Diaphragmas notwendig. Richtig angepasst und eingesetzt ist es sowohl von Frau und Mann während des Geschlechtsverkehrs nicht spürbar.
Wo erhältlich?
Das Diaphragma wird in der Arztpraxis oder in einer Beratungsstelle angepasst und kann in Apotheken gekauft werden.Fazit: Es gilt bei richtiger Handhabung als sicher.
*** Schaumzäpfchen/ Gels/ Cremes ***Sie bilden in der Scheide einen zähen Schleim, der entweder die Samenzellen abtötet oder zumindest die Beweglichkeit der Samenfäden in der Scheide hemmt. In Kombination mit anderen Verhütungsmitteln ergibt sich ein relativ sicherer Schutz. Allerdings muss beim Kondom auf die Verträglichkeit des Mittels mit Gummi geachtet werden. Einige Präparate können das Gummi eines Kondoms angreifen. Die problemlose Kombination mit einem Kondom muss ausdrücklich auf der Packungsbeilage vermerkt sein.
Die Anwendung ist einfach. Man sollte jedoch die Packungsbeilage aufmerksam lesen. Die Zäpfchen entfalten ihre Wirkung erst mit entsprechender Körperwärme, daher müssen sie mindestens 10 Minuten vor dem Kontakt des Penis mit der Scheide tief in die Scheide eingeführt werden. Vor jedem neuen Geschlechtsverkehr muss erneut ein chemisches Mittel angewandt werden.Nebenwirkungen:
In der Scheide oder am Penis kann es bei bestimmten Präparaten zu unangenehmen Wärmegefühl und Brennen kommen. In solch einem Fall sollte ein anderes Präparat ausprobiert werden.
Wo erhältlich?
Es ist rezeptfrei in jeder Apotheke, Drogerien und Warenhäusern erhältlich.Fazit: Allein angewendet sind sie sehr unsicher.
*** Spirale ***Die Spirale wirkt durch das Kupfer, das in kleinen Mengen abgegeben wird und die Beweglichkeit der Samenzellen hemmt, so dass sie die Eizelle nicht erreichen können. Des weiteren stört das Kupfer den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, so dass sich kein befruchtetes Ei einnisten kann. Sie ist wegen ihrer Nebenwirkungen ungeeignet für Frauen, die noch Kinder bekommen möchten.
Die Spirale ist ein 2,5 bis 3,5 cm kleines Kunststoffgebilde und ist mit einem Kupferdraht umwickelt. Sie darf nur durch den Frauenarzt in die Gebärmutter eingesetzt werden. Sie kann etwa drei bis fünf Jahre in der Gebärmutter liegen bleiben. Eine regelmäßige Kontrolluntersuchung in halbjährigen Abstand sichert den richtigen Sitz der Spirale.
Nebenwirkungen:
Verstärkte Regelbeschwerden, anfangs verstärkte verlängerte Blutung. Auch treten gelegentlich Unterleibsentzündungen mit möglicher Unfruchtbarkeit als Folge auf.
Wo erhältlich?
Die Spirale wird wie gesagt nur von dem Arzt eingesetzt.Fazit:
Sie gilt als sicher.
*** Natürliche Familienplanung (NFP) ***Diese basiert auf der Ermittlung der fruchtbaren Tage, an denen sich Samenzelle und Eizelle vereinigen können und es zu einer Schwangerschaft kommen kann.
Täglich muss die Aufwachtemperatur gemessen und der Schleim, der sich im Gebärmutterhals bildet, untersucht werden. Nur die Kombination beider Methoden gibt einen relativ sicheren Hinweis, wann die fruchtbaren Tagen eintreten. An den fruchtbaren Tagen ist Geschlechtsverkehr tabu oder ein anderes Verhütungsmittel erforderlich. Zur Sicherheit kann zusätzlich noch als weiteres Körperzeichen der Muttermund beobachtet werden, dessen Veränderungen ebenfalls die fruchtbaren Tage zu erkennen geben. Dies erfordert strenge Disziplin, einen regelmäßigen Lebensstil und ein vertrautes Umgehen mit dem eigenen Körper. Wichtig ist es, die Daten richtig auswerten zu lernen. Für junge Frauen, deren Zyklus noch unregelmäßig ist, ist diese Methode ungeeignet. Dies ist eine sehr natürliche Verhütungsmethode, die ein hohes Maß an Verständnis und Unterstützung vom jeweiligen Partner erfordert.Wo erhältlich?
Eigentlich überall. Thermometer gibt es in Apotheken und Kurvenblätter in Beratungsstellen.
Fazit:
Bei strikter Anwendung ist sie relativ sicher.*** Koitus interruptus ***
Auch besser bekannt als * Aufpassen *Aufpassen ist keine richtige Verhütungsmethode. Bereits vor dem Samenerguss können viele Samenzellen in die Scheide der Frau gelangen und so die Eizelle befruchten.
Das Herausziehen des Penis aus der Scheide kurz vor dem Samenerguss und die Angst, den richtigen Zeitpunkt zu verpassen, wirken häufig sexuell abtörnend. Es kann zudem passieren, dass der Mann sein Glied nicht rechtzeitig herauszieht. Die Frau ist der scheinbaren Selbstkontrolle des Mannes völlig ausgeliefert. Fazit: ES IST KEINE VERHÜTUNGSMETHODE und daher sehr sehr unsicher!
*** Pille danach ***Die Pille danach ist kein Verhütungsmittel und nur für den Notfall gedacht. Durch einen hohen Hormongehalt verhindert sie die Einnistung eines eventuellen befruchteten Eies; dies führt allerdings auch häufig zu Nebenwirkungen.
Die Pille danach muss vom Arzt verschrieben werden. Will man nach einer Verhütungspanne oder einem ungeschützten Geschlechtsverkehr eine Schwangerschaft verhindern, müssen zwei Tabletten innerhalb von höchstens 48 Stunden eingenommen werden, zwei weitere Tabletten müssen noch mal 12 Stunden später folgen. Da die Pille Danach die Einnistung auch eines befruchteten Eies verhindert, ist sie als reguläres Verhütungsmittel abzulehnen.Nebenwirkungen: erbrechen, Schwindel oder Übelkeit
Wo erhältlich?
Im Notfall sollte man sich an den Arzt oder die Krankenhausambulanz wenden. Sie darf nur gegen ärztliche Verschreibung in der Apotheke ausgegeben werden.Fazit:
Sie verhindert eine Schwangerschaft nur relativ sicher und ist nur für DEN NOTFALL gedacht!
*** Mein Urteil ***
Wie oben schon gesagt, nehme ich die Pille, da sie mir am sichersten erscheint. Ich muss nur an die tägliche Anwendung denken und an sonst nichts. Auch weitere Untersuchungen oder Beachtungen fallen weg. Also, ich bin zufrieden mit der Pille.Die Tipps, die in meinem Text stehen, solltet ihr wirklich beachten und euch dann für ein Verhütungsmittel entscheiden.
Ich denke, ich konnte doch einige Tipps geben und die Entscheidung fällt leichter.Ich hoffe der Text war nicht zu lang, aber es war mir wichtig die allerwichtigsten Methoden zu nennen und einen kleinen Einblick zu geben.
Also bis dann und Gruß die Caro
03.04.2003 01:55
von meinem Lieblingsverhüungsmittel LEA contraceptivum hast Du leider nix geschrieben.
10.11.2001 07:47
Wenn du schon die Schleimmethode nennst , dann hättest du auch beschreiben müssen, wie der Schleim sich an den fruchtbaren und unfruchtbaren Tagen verändert. Gruß matita
06.09.2001 20:41
Genau 458823712 Spermien? Hast Du die alle einzeln gezählt? ;-) Ein schöner und ausführlicher Bericht. Ergänzend könnte man lediglich noch Implanon gegen das "Vergessen der Pille" erwähnen. Gruß Andreas