Der "Fuss der Nation" fällt aus...

1  26.05.2010 (27.05.2010)

Pro:
+  jetzt haben die "Jungs" erst Recht nichts zu verlieren .  .  .  .

Kontra:
-  sportlich eine deutliche Schwächung der Nationalmannschaft  -  Taktik muss umgebaut werden

Empfehlenswert: Nein 

Hollgo

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... oh graus, oh graus. Dies waren wohl bei vielen Fussballfans die Reaktionen , nachdem die Hiobsbotschaft von der Verletzung des Kapitäns der deutschen Fussballnationalmannschaft bekannt wurde. Ist damit die WM schon verloren ? Scheidet das Team um Jogi Löw und Hans-Dieter Flick (der nicht bei seinem eingebürgerten Namen "Hansi" mehr genannt sein möchte) jetzt deswegen etwa schon in der Vorrunde aus oder ist in Wahrheit alles nur halb so schlimm ? Auf diese Fragen gehe ich in meinem nachfolgenden Bericht mal ein wenig näher ein...

Wie kam es zur Verletzung ?

Nunja, dieses Thema bietet durchaus Stoff für Verschwörungstheoretiker. Das böse Foul, welches den Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, angesichts seiner 33 Lenze, die Michael Ballack mittlerweile zählt, vermutlich um seine letzte Chance des Gewinns eines WM-Titels als aktiver Spieler gebracht hat, wurde von einem auch in Deutschland sehr bekannten Spieler begangen. Sein Name: Kevin Prince Boateng.
Im letzten Spiel der englischen Saison, dem FA-Cup Finalspiel Chelsea gegen Portsmouth, geschah das Foul in der 37. Spielminute. Boateng(Portsmouth) trat dabei Ballack (Chelsea) von schräg hinten links kommend auf den Knöchel des rechten Fusses. Die Folge: Riss des Innenbandes im rechten Fussgelenk und Anriss des Syndesmosebandes des Sprunggelenks. Die niederschmetternde Diagnose, ausgestellt von Dr. Müller-Wohlfarth, u.a. Vereinsarzt des FC Bayern München: mindestens 8 Wochen sind mit dieser Verletzung keinerlei sportliche Aktivitäten für Michael Ballack mehr möglich. Der WM-Traum, zumindest für Ballack - geplatzt.

Etwas für Verschwörungstheoretiker - und für die Bild-Zeitung

Wie gesagt, ein gewisser Kevin Prince Boateng foulte Michael Ballack, eben jener Spieler, der, nicht zuletzt wegen stark schwankender Leistungen und teilweise auch grob unsportlichen Auftretens, nie den Sprung in die deutsche Fussball-Nationalmannschaft als Stammspieler schaffte. So spielte er zwar durchgängig im Kader der DFB-Jugendmannschaften (41 Länderspiele), als Stammspieler der DFB-Elf konnte er sich aber nichtmal im Entferntesten durchsetzen.
Noch mehr "Material" für die Freunde von Verschwörungstheorien dürfte die Tatsache bieten, dass Kevin Prince Boateng dagegen fest im Kader der ghanaischen Nationalmannschaft steht - eine Mannschaft, die "unser" Gruppengegner der WM-Gruppenphase am 23. Juni sein wird.
Soviel zum "Futter" für Verschwörungstheoretiker und für einige Redakteure der Bild-Zeitung, die Boatengs "Brutalo-Grätsche" just mit genannten Tatsachen in Zusammenhang brachten.

Natürlich sind anhand dieser genannten Umstände durchaus Meinungen im Umlauf, die Kevin Prince Boateng unterstellen, Ballack mit purer Absicht verletzt zu haben. Bestärkt wurden diese Meinungen vom Spielerberater Ballacks, der zumindest die Prüfung rechtlicher Schritte gegen Boateng in Aussicht stellte.
Man muss andererseits dem entgegen setzen, dass Verletzungen und Fouls leider zum alltäglichen Geschäft einer Sportart wie dem Fussball dazu gehören. Kevin Prince Boateng hat sich unterdessen bei Ballack entschuldigt und die genannten Unterstellungen weit von sich gewiesen. Im Gegenzug gab er an, von Ballack vorher bei einer von Schiedsrichter des Spiels nicht erkannten Szene im Gesicht getroffen und anschließend beschimpft worden zu sein. Ob nun dieses Foul eine Art "Revanche" mit weitgehenden Konsequenzen war, diese Frage muss sich Boateng m.E. nach allerdings schon gefallen lassen. Auch diese Art Fouls sind das Alltagsgeschäft des Fussballs und wäre von daher auch nichts ungewöhnliches.
Sei es wie es sei: fest steht: Michael Ballack fällt für die WM aus - basta !

Das Ballack-Aus und die Folgen

Die Reaktion von "offizieller" DFB-Seite fiel vergleichsweise nüchtern aus. Offenbar schien es für den Trainerstab um Jogi Löw kein "Weltuntergang" der Art zu sein, wie es viele Boulevardmedien dem gemeinen Fussballfan nahe zu legen beliebten.Zwar bedauerten die "Herren" den Ausfall des Kapitäns, hielten eine Nachnominierung eines Spielers für den verletzten Kapitän aber nicht für notwendig. Dies mag mag durchaus kritisch hinterfragen, denn....

...der Kader ist schon vor dem ersten WM-Spiel arg dezimiert

Michael Ballacks Ausfall war längst nicht der erste "Schlag ins Kontor" für die Überlegungen des Bundestrainers
Bilder von Verletzt! WM-Aus für Michael Ballack
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Verletzt! WM-Aus für Michael Ballack Verletzt! WM-Aus für Michael Ballack
Der WM-Spielplan hängt bei mir schonmal...
zur Teamaufstellung. Schon vorher hatte sich die "gedachte Nr. 1" im deutschen Tor, Rene Adler, verletzungsbedingt abgemeldet. Ein Rippenbruch verhinderte seine Nominierung in den Kader. So rückte Torwart Jörg Butt (FC Bayern München) als 3. Torwart nach, während der Kampf um die "Nr. 1 " im deutschen Tor nun zwischen Manuel Neuer (FC Schalke 04) und Tim Wiese (Werder Bremen) aufgenommen wird.
Am Pfingstmontag folgte gleich die nächste Hiobsbotschaft. Christian Träsch (VfB Stuttgart) verletzte sich in einem 2x30 min kurzen Testspiel gegen den italienischen Drittligisten FC Südtirol - die Diagnose: Kapselanriss des rechten Fussgelenks. Auch Träsch, der zeitweise auch als "Nachfolger" in der Position von Michael Ballack gehandelt wurde, wird demnach ausfallen
Nach dem Ausfall des Kapitäns und eines gehandelten Nachfolgers, wie ihn Christian Träsch für einige Experten zumindest darstellte, stellt sich aber nun die Frage, wer denn als Alternativspieler auch nur entfernt in Frage käme.
Die Fachkreise diskutieren nun für die "Nachfolge" Ballacks im Team folgende Namen :

Sebastian Schweinsteiger...

... oder "Schweini", wie ihn viele seiner Fans nennen, ist auch beim FC Bayern, ähnlich, wie es Michael Ballack für den FC Chelsea ist, ein kreativer Spieler, der flexibel eingesetzt werden kann und auch,ähnlich wie Ballack, auch mal ins Angriffszentrum wechseln kann. Taktisch wäre also Schweinsteiger als Alternative zumindest denkbar.In der Nationalmannschaft zeichnete er sich bei der WM 2006 vor allem im Zusammenspiel mit dem aktuell eher schwächelnden Lukas Podolski aus. Das Duo Schweini-Poldi wurde damals regelrecht von den Medien gefeiert. Das war aber eben "damals" zu Zeiten des "Sommermärchens". Andererseits hält der "Schweini" im direkten Vergleich zu Ballack nur bedingt stand. Ein gewisser Klassenunterschied ist zwischen beiden, dazu noch recht unterschiedlichen Spielernaturen, durchaus noch festzustellen. Während man von Michael Ballack Führungsqualitäten immer und immer wieder verlangt, ist Schweinsteiger eine derartige "Leaderrolle" eher fremd. Er ist ein Mannschaftsspieler, der nicht die Aufgabe beim FC Bayern hat, seine Jungs dauernd zu neuen Leistungen hochzupeitschen. Diese Rolle füllt beim FC Bayern eher ein Spieler wie Mark van Bommel aus. Daraus ergibt sich für mich die Frage, ob es in den verbleibenden knapp zwei Wochen sinnvoll ist, einen zwar international sehr erfahrenen, aber in der Rolle als Mannschaftsführer doch eher unerfahrenen Mann wie Schweinsteiger dahingehend "umzupolen", oder ob man hier nicht lieber nach anderen Alternativen suchen sollte wie z.B.

Sami Khedira

Der Mann vom VfB Stuttgart ist die Rolle des Spielmachers eher gewohnt als Sebastian Schweinsteiger. Er ist in der Lage, die Bälle aus dem Mittelfeld zu holen, und ist deshalb auch im Sturm gefährlich. Sein Mannschaftskamerad und ehemaliger Nationaltorwart Jens Lehmann lobt Khedira jedenfalls in höchsten Tönen. Sein größtes Manko im Vergleich zu Sebastian Schweinsteiger dürfte seine aktuell noch nicht vorhandene, internationale Erfahrung sein. Während der 23-jährige Deutsch-Tunesier bei seinem VfB Stuttgart schon zu den Leistungsträgern gehört, konnte er sich mit seiner Mannschaft bislang noch nicht international in Europa- oder Championsleague - wie zuletzt eben Sebastian Schweinsteiger- messen. Daher dürfte Sami Khedira für Löws Taktik eventuell eher schlechtere Karten in Bezug auf die Position des Mannschafskapitäns haben.
Diese Aufgabe würde ihn m.E. nach vielleicht ganz einfach auch überfordern und zu eher schlechteren als besseren Leistungen führen. Gerade nach dem Ausfall von Christian Träsch, seinem Stuttgarter Vereinskameraden, dürfte Löw wohl Khedira neben Schweinsteiger aufstellen, um so die Lücke, die der Ausfall Ballacks im Mittelfeld reissen dürfte, durch die Kombination Khedira-Schweinsteiger einigermassen aufzufüllen.

Ballack fällt aus - ist der Traum vom WM-Gewinn damit zerplatzt ?


Die Stärken und Schwächen des Michael B.
Der Ausfall eines so international erfahrenen und mit großartigen Fähigkeiten (die er , was ich durchaus als Kritik verstanden wissen möchte, nicht in jedem Spiel auch wirklich abgerufen hat) als Fussballer ausgestatteten Mannes wie Michael Ballack wirkt natürlich schwer.Dabei ist Michael Ballack kopfballstark, Freistösse kann er gefährlich treten und auch das kreative Passspiel zeigt Ballack zumindest dann und wann schonmal. Er ist nicht unbedingt jemand, der es auf Ärger anlegt. Großes Anecken gab es - bis auf eine Ausnahme (s.u.) eher selten. Durch den Verlauf seine bisherigen Karriere bedingt mag man kritisch anmerken, dass Ballack als Spieler ein wenig der Makel des "ewigen Zweiten" anhaftet. Dieser Eindruck besteht, seit Ballacks Zeit bei Bayer 04 Leverkusen (auch gerne als "Vizekusen" bezeichnet, wegen der Vielzahl der 2. Plätze, ein Titel, den sich Bayer 04 Leverkusen übrigens tatsächlich unlängst patentieren liess...) - hier wurde er in einer Saison mit seiner Elf Zweiter in der Meisterschaft, Vizepokalsieger und verlor in der Saison auch das Endspiel um den Uefa-Cup. Als er dann auch "nur" Vizeweltmeister 2002 mit der DFB-Elf wurde, hatte er den Ruf als "ewiger Zweiter" weg. Gegen diesen Ruf sprechen seine Meistertitel mit dem FC Bayern München und dem FC Chelsea, es ist aber richtig, dass er -zuletzt bei der EM 2008 - erneut "nur" Zweiter mit der DFB-Elf wurde. Der "letzte Biss" scheint daher für viele Beobachter bei Ballack vermisst zu werden, was eventuell daran liegen mag.
Auch in der aktuellen Saison sorgte Ballack mit seinen Leistungen nicht unbedingt für Euphorie. In der Championsleague schied Ballacks Team schon relativ früh aus, dafür holte er mit Chelsea in diesem Jahr die Meisterschaft und den FA-Cup (in dessen Finale er , wie schon erwähnt, gefoult wurde) in England, von Großtaten Ballacks dabei wurde hierzulande aber nicht viel bekannt.

Ein Mann allein macht noch keine Mannschaft....
Allerdings besteht eine Fussballmannschaft bekanntlich nicht nur aus einem Mann, es sind elf Männer, die eine Mannschaft bilden. Ein Team, welches nur aus 11 Individualisten besteht, auch, wenn es sich vielleicht bei jedem Mitglied dieser Mannschaft um ausgemachte Einzelkönner handelt, wird nie weit kommen. Das Zusammenspiel und der Zusammenhalt einer Mannschaft ist wichtig und die Aufgabe der Rolle eines Mannschaftsführers oder Kapitäns ist eben auch, diesen Zusammenhalt zu garantieren. Michael Ballack bewies diese Fähigkeiten durchaus, auch ohne groß auf die "Pauke" hauen zu müssen. Einmal nur fiel er durch eine - im Löw´schen Sinne wohl eher an "Majestätsbeleidung" grenzende Tat auf. So kritisierte vor einem Jahr den Trainer zumindest indirekt öffentlich für den Rauswurf von Thorsten Frings aus der DFB-Elf. Nach einem , laut Löw angeblich "klärendem Gespräch" wurde die Zusammenarbeit nach lange Zeit über die Medien ausgetragenen verbalen "Hin- und Hers" von Ballack mit dem DFB-Team fortgesetzt. Vielleicht liegt hier auch ein Erklärungsansatz für das eher "nonchalante" Verhalten des Trainerstabes auf die Meldung von Ballacks Ausfall. Ein "Lieblingsschüler" Löws war Ballack nach diesem Vorfall jedenfalls nicht mehr.

... kann aber den Unterschied ausmachen!
Ein Mann allein richtet gar nichts aus, er kann aber einen Unterschied machen. Dies sah man in der vorletzten Saison z.B. ganz deutlich beim FC Bayern. Spielte Franck Ribery, war die Mannschaft stark. War Ribery verletzt oder gesperrt, liefen diese Spiele eher schlecht. An diesem Beispiel sieht man, wie stark eine Mannschaft von einem Spieler abhängen kann. Allerdings war die Taktik des FC Bayern damals speziell auf Ribery zugeschnitten.
Bei der zuletzt angewandten Taktik von Jogi Löw kann man nicht unbedingt ausmachen, dass diese speziell um einen bestimmten Spieler aufgebaut wurde.
Vielmehr setzte er auf Ballacks integrierende Fähigkeiten als "leitender Mannschaftsspieler".
Durch den Ausfall Ballacks muss er nun zwangsläufig sein Konzept an den Spielern ausrichten, die ihm für die WM noch verbleiben. Dafür hat er jetzt immer noch etwas mehr als 2 Wochen Zeit. Es ist also an ihm, zu beweisen, dass er mit einer entsprechenden taktischen Neuausrichtung ohne den "großen Spielführer" Michael Ballack das Team zum erhofften Erfolg führen kann. Dafür sollte es der Motivationen genug geben. Realistisch muss man allerdings doch ziemlich viel Wasser in den "Wein dieser Hoffnung" giessen, denn...

... Favorit auf den Titel sind und waren wir mit oder ohne Ballack nicht !
Ein Indiz ist hierbei für mich das äußerst erbärmliche Testspiel gegen Argentinien, welches Anfang dieses Jahres sogar noch mit Kapitän Michael Ballack stattffand. Dabei meine ich weniger das Ergebnis,das ging mit 0:1 noch glimpflich aus. Vielmehr war es für mich die absolut ideenlose Art und Weise, ,wie unsere Kicker das Abwehrbollwerk der sehr defensiv eingestellten Argentinier berannte.
Realistisch muss man also einräumen: "wir" sind bestimmt nicht die Favoriten. Zu diesen zählen für mich in erster Linie Brasilien, Spanien, England und Italien.
Werden wir Gruppenerster unserer Gruppe D, träfen wir theoretisch schon im Viertelfinale just auf die von mir angesprochenen Argentinier, wenn es schlecht läuft, und England wird Sieger der Gruppe C und wir nur Zweiter der Gruppe D, träfen wir schon im Achtelfinale auf die Engländer, und die sind aktuell (leider) wirklich gut drauf und seit mehr als 2 Jahren unbesiegt !

FAZIT

Mein Tipp nach heutigem Stand: wir erreichen das Achtelfinale und dort kommt es darauf an, welchen Gegner wir bekommen. Im Viertelfinale sollte dann aber "finito" sein...Das wäre aber meine Einschätzung gewesen, auch, wenn Ballack nicht ausgefallen wäre.
Die Chancen auf den Titelgewinn waren für mich seit der "Argentinien-Pleite" , an der auch der jetzt ausfallende Ballack mit beteiligt war, ohnehin schlecht,ohne Ballack sind sie - zumindest nach der Meinung der gemeinen Expertenschar - noch ein wenig schlechter.
Ich glaube dem ganzen Zauber dagegen weniger und rücke nur wegen des Ausfalls eines, wenn auch für die Mannschaft vielleicht als "Führungsspieler" nicht ganz unwichtigen Spielers, nicht im negativen oder positiven von meiner Einschätzung ab.
Aufgrund der Altersstruktur der aktuellen Mannschaft (Durchschnittsalter ohne Ballack: 25 Jahre, Ballack ist 33 ) wäre Ballack aufgrund des ihm deswegen zu unterstellenden "Mehr" an Erfahrung der logische Kapitän gewesen - nun wird eben ein anderer, jüngerer Spieler diese Rolle einnehmen, was auch positiv sein kann...
Ich bin eher der Meinung: die Chancen sind schlecht also nutzen wir sie jetzt erst recht ! Überraschen würde mich ein Titelgewinn dagegen schon....Nach diesem Motto kann es aus meiner Sicht also nur in das Turnier gehen.
Ob Ballack hin oder her, diese Fussballweisheiten zählen immer:
  • was zählt, ist auf´m Platz
  • der Ball ist rund
  • das Runde muss ins Eckige
  • das Spiel hat 90 Minuten und Schluss ist erst, wenn der Schiedsrichter abpfeift

Da "wir" nicht Favorit sind, haben "wir" auch nichts zu verlieren. Im Übrigen zählt das Motto "Schau´n mer mal, dann seh´n mer scho..."
Ich drücke auf jeden Fall die Daumen und schau mich mal nach einer "Vuvuzela" um (die gar nicht so leicht zu spielen sein soll)... Ich habe, getreu dem Satz von Andy Möller, vom Feeling her auf jeden Fall ein gutes Gefühl...
UPDATE 27.5.2010:

Scheinbar ist die "Nachfolge" Ballacks als Team-Kapitän der deutschen Fussball-Nationalmannschaft geklärt. Philip Lahm wird diese Rolle, übereinstimmenden Meldungen von Bild-Online und dem Sender n-tv nach, übernehmen. Damit wird ein eher defensiv eingestellter Spieler mit Offensivpotential diese Rolle übernehmen.Als Philip Lahms bislang größte Tat in der DFB-Elf bislang dürfte wohl das 30m Traumtor gegen Costa Rica bei der WM 2006 in Erinnerung geblieben sein. Bei seinem Verein, dem FC Bayern München, spielte er eine eher defensiv ausgerichtete Rolle im linken oder (je nach Personaldecke) rechtem Abwehrbereich. Lahm ist aber schon seit seinen Zeiten beim VfB Stuttfgart durchaus für gefährliche Vorstösse besonders auf dem linken Flügel in einer Rolle als Flankengeber bekannt. In der Rolle als "Führungsspieler" ist er zwar nicht oft in Erscheinung getreten, es ist aber bekannt, dass er auch schonmal seine eigene Meinung offensiv vertreten hat, insofern ist er unter den vermeintlich "weichgespülten" Nationalkickern, die unter Jogi Löws Egide trainieren, eher einer der gefühlt "härteren" Sorte, oder anders: unter den "Stummen" ist er derjenige, der wenigstens "leise" spricht, denn gerade Michael Ballack hatte sich -zeitweise- ein wenig mit Löw angelegt, als es um die Frage des Rauswurfs von Thorsten Frings aus der Elf ging, ein Vorkommnis, durch welches er sich wohl auch ein wenig Zorn des Trainers zugezogen haben dürfte. Lahm ist dagegen gerade laut genug, um Teamkapitän zu werden, ohne Löws Rolle auch nur ansatzweise zu schwächen. Außerdem dürfte er als mittlerweile langjähriges Mitglied der DFB-Elf durchaus einen Status von Rang innerhalb der Mannschaft bekleiden. Man wird sehen, wie er die ihm nun zugewiesene Rolle als Kapitän ausfüllen wird. Gleichzeitig scheint wohl Manuel Neuer die Nr. 1 im deutschen Tor zu sein. Nachnominierungen sind allerdings weiterhin scheinbar nicht geplant, laut Oliver Bierhoff gebe es weder in Bezug auf das Team noch auf das in die Kritik geratene Teamquartier in Südafrika einen "Plan B"....


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Dede87

Dede87

01.06.2010 19:44

So schwerwiegend ist dies nun auch wieder nicht. :-)

technofreak1988

technofreak1988

30.05.2010 15:44

also ich bin ja Österreicher und mich interessiert das ganze ja nicht so, aber eins weiß ich der Ausfall von Ballack wird sicher sehr schwer wiegen für die Deutschen, da er einfach ein Leader und ein absoluter Top-Spieler ist, der immer wieder wichtige Tore macht oder vorbereitet - siehe u.a. EM gegen Ö :( ...spitze Bericht jedenfalls --> BH

Finetta12

Finetta12

30.05.2010 13:18

obwohl das alles für mich ein Riesenpalaver für nichts ist- ist der Bericht mir ein bh wert

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