Herr der Plantagen
27.09.2001
Pro:
Gute Neuauflage des Klassikers mit neuen Elementen
Kontra:
Begrenzte Spieldauer
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Grafik
Sound
Multiplayer:
Bedienung
mehr
 drnuenauge
Über sich:
Mitglied seit:09.04.2000
Erfahrungsberichte:185
Vertrauende:7
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 29 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Zu schon seligen AMIGA – Zeiten habe ich diese Wirtschaftssimulation gerne gespielt, obwohl sie damals nicht gerade durch opulente Grafik überzeugte – dafür bot sie aber ein interessantes Spielprinzip. Vor einigen Jahren nahm sich nun Ascaron dem Klassiker an, behielt das Spielprinzip größtenteils unverändert bei, packte einige neue Elemente dazu, sorgte noch für ein paar nette Grafiken und einem netten Sound und brachte den Klassiker auf PC neu heraus. Als ich die Neufassung erstmals sah, fand ich mich zunächst wenig zurecht. Doch schon nach kurzer Zeit ging alles wieder wie von selbst. Das Spielprinzip ist dabei immer noch das Gleiche: Eurem Erbonkel wurden ein paar wertvolle Gemälde gestohlen. Nun hat er Euch dazu ausersehen, ihm die Bilder wieder zu beschaffen. Die Sache hat nur einen Haken: Drei Eurer Geschwister, die entweder vom Computer oder von menschlichen Mitspielern an einem Computer übernommen werden, sind ebenfalls mit von der Partie und das Geld, um die Bilder bei diversen Auktionen zurückzukaufen, müßt ihr Euch, bis auf ein kleines Startkapital, selbst verdienen. Also macht ihr, übrigens zur Zeit um den ersten Weltkrieg, in Plantagenanbau. Dabei könnt ihr auf vielen Plantagen in Südamerika oder Afrika Kaffee, Tee, Tabak oder Kakao anbauen. Diesen könnt ihr dann entweder einfach so in New York oder London oder zu festen Termingeschäften gewinnbringend verkaufen. Bei letzteren ist aber Vorsicht angesagt, denn ist die versprochene Ware zum Termin nicht da, setzt es eine saftige Geldstrafe! Man hat aber auch die Chance Geld zu verdienen, wenn man sein Glück an der Börse oder bei einer Pferdewette versucht, doch Termingeschäfte bringen immer noch das meiste und sicherste Geld. Hat man genügend Geld verdient, kann man an Auktionen teilnehmen und die Bilder dann zurückkaufen. Doch auch hier ist Vorsicht geboten, denn einige der Bilder erweisen sich nach dem Kauf als billige Fälschungen – das gezahlte Geld ist dann allerdings weg. Aber auch der Umgekehrte Weg ist Möglich: Bei einem Kunstfälscher in Paris kann man Fälschungen von Bildern in Auftrag geben und sie dann gegen Bares an diverse Auktionshäuser verkaufen. Wird man allerdings erwischt, ist das investierte Geld futsch. Bei einem Erfolg muß man sich beim Ersteigern dann aber vor seinen eigenen Fälschungen in Acht nehmen. Man kann auch versuchen, die Fälschung dem Erbonkel anzudrehen – merkt er dies allerdings, seid ihr auch bei ihm erst einmal unten durch.
Doch auch andere Wege in die Illegalität sind möglich. So läßt sich auf einigen Plantagen Hanf für Haschisch anbauen oder man kann den Kollegen das Leben schwer machen, in dem man ihre Plantage ein wenig verwüstet oder sie mal kurz aus dem Verkehr zieht. Doch unvorhergesehene Ereignisse wie Enteignungen oder Überschwemmungen verschonen niemanden. Wer das Original kennt sieht also, das Vermeer vielschichtiger geworden ist, ohne zu Kompliziert zu werden. Übermäßig spektakulär wirkt es zwar nicht, ist aber eine grundsolide Wirtschaftssimulation, die man sich ruhig zulegen kann, wenn man sie in einer Spielesammlung oder zum Budgetpreis irgendwo entdeckt. Einzig negativer Punkt ist meiner Meinung nach die begrenze Spieldauer. Selbst bei der Wahl „langes Spiel“ ist circa im Jahr 1927 Schluß, wenn Onkelchen gestorben ist. Dann wird noch schnell der Gewinner mitgeteilt und das war’s. Ein Unendlichspiel oder Missionen hätten dem Spiel ganz gut getan. Abgesehen davon ist „Vermeer“ aber eine Empfehlung wert!
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27.09.2001 21:58
Ich hab Vermeer auf dem Amiga damals auch wahnsinnig gerne gespielt. Aber heute reizt es mich irgendwie nicht mehr.
27.09.2001 21:50
Das hab ich früher auch öfter gespielt. Ich weiß garnicht, ob's auf dem PC oder auf einem C64 war. Gab's das schon zu 64er-Zeiten? Ist alles schon zu lange her. Gruß Micha
27.09.2001 21:48
mal sehen ob ich mir das zulege .....