Verrückt nach Mary

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Verrückt nach Mary

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Du oder du oder du... oder keiner?

3  29.05.2002

Pro:
verrückt; unterhaltsam; Wendungen; Schauspieler;

Kontra:
unrealistisch; Story; Ende;

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor

Spannung

Anspruch

Action:

Romantik:

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dani___

Über sich: Überwiegend auf studivz anzutreffen :)

Mitglied seit:07.04.2002

Erfahrungsberichte:453

Vertrauende:237

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 66 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Der Abschlussball rückt näher und Mary schnappt sich Ted, um mit ihm dorthin zugehen. Doch alles kommt etwas anders, als die beiden es geplant haben: als er noch einmal auf der Toilette verschwindet, bevor sie sich zum Ball aufmachen wollen, zwickt er seine Weichteile im Reißverschluss ein. Die folgenden Befreiungsversuche seiner selbst und auch der besorgten Familienmitglieder Marys konnten ihm nicht helfen, sodass der Abend in einem Desaster endet. Doch nicht nur der Abschlussball findet ohne sie statt, die beiden verlieren sich, nachdem Mary mit ihrer Familie wegzieht, schnell aus den Augen...

... erst nach Jahren wird sich Ted, als er bei seinem Psychologen ist, klar, dass er Mary liebt und sie unbedingt finden muss, um die Sache von damals verarbeiten zu können. Doch alleine scheint er es nicht zu schaffen, weswegen er einen Privatdetektiv anheuert: Pat Healy.
Healy ist jedoch von der immer noch genauso hübschen Mary angetan, als er sie ausfindig gemacht hat und gibt bei Ted vor, dass Mary vaterlose Kinder hätte, behindert und dick geworden wäre, weshalb sich Ted anfangs einschüchtern lässt. Der Gedanke "Mary" lässt ihn jedoch auch nach dieser Nachricht nicht los und er macht sich doch auf den Weg zu ihr.
In ihrer Stadt angelangt, sieht er Healy mit Mary zusammen, sie küssen sich und erst da durchschaut Ted, welches gemeine Spiel Healy mit ihm gespiel hat.

Es beginnt eine spannendes, urkomisches und unterhaltsames Buhlen um Mary, die nun bald von den Männern hin - und hergerissen ist. Vor allem, als dann noch ein langjähriger Bekannter von Mary hinzu kommt, der auch in sie verliebt ist und Healy und Ted die Tour versauen will, scheint das Komplott perfekt.
Doch wer bekommt Mary letztendlich? Bekommt sie überhaupt jemanden und vor allem: durchschaut sie die Lügen und Sabottagen der einzelnen? Sind diese dann auch zu verzeihen?

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Meinung ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Lustig und seicht - mehr auch nicht. Wer etwas Verrücktes und Unterhaltsames sehen will, der ist mit "Verrückt nach Mary" gut bedient. Doch niemand sollte eine tiefere Bedeutung in diesem Film suchen, die gibt es nicht.
Dafür Szenen, in denen man sich halb tot lachen kann, weil sie für den jeweiligen Buhler peinlich ohne Ende sind und man stellvertretend für ihn im Boden versinken möchte. Die Kombination aus Komödie, Liebesfilm und fast schon Tragödie macht sich sehr gut - man hat Abwechslung während des Filmes und so schnell wird es nicht langweilig.

Interessant sind auch die vielen Wendungen, die in "Verrückt nach Mary" vorkommen. Da hat sie Ted jetzt endlich einmal rumbekommen und schon steht Pat Healy wieder vor der Tür und vermasselt seinem Buhler die ganze Tour, womit die Karten natürlich wieder neu gegeben werden.
Etwas unrealistisch ist aber dann doch die Figur von Mary - schließlich müsste sie sich ja für einen von ihnen entscheiden können, wenn sie wirklich jemanden lieben würde. Aber nein, sie entscheidet lustig hin und her, womit das Ganze Schlamassel erst beginnen kann. Klar, sonst gäbe es diese Story nicht, aber sonderlich authentisch wirkt das Ganze somit nicht.

Auch die Tatsache, dass sie Ted angeblich nach so langer Zeit immer noch mag und sich dann plötzlich (vielleicht) eine Zukunft mit ihm vorstellen könnte, ist etwas aus der Luft gegriffen. Es wirkt konstruiert, was dem Filmvergnügen schon einen Abbruch tut.
Schließlich weiß man am Schluss auch ganz genau, wie der Film ausgeht. Er erfährt zwar zwischenzeitlich sehr viele Wendungen, aber letztendlich zeichnet sich doch klar ab, wer am Schluss den Kürzeren zieht. Leider also nicht ganz perfekt konstruiert und ein Stück weit vorhersehbar.
Langweilig wird es dann, wenn man es ganz und gar durchschaut hat und man dann eben keine Lust mehr hat, den Film fertig zu sehen, was leicht vorkommen könnte.

Das Ende ist zudem extram klischeehaft und kitschbeladen, was auch nicht unbedingt hätte sein müssen. Man sehnt sich ja schon fast nach dem Nachspann, damit es endlich "Happy End" heißt und man den Fernseher ausstellen kann. So lässt sich zusammenfassend sagen, dass der Film kontinuierlich bis zum Ende in seiner Qualität abgenommen hat.

Spannend ist "Verrückt nach Mary" jedoch schon - wie gesagt, die Wendungen bringen frischen Wind in die Sache und manchmal fragt man sich auch einfach, wie sie aus diesen Verstrickungen und Lügen wieder hauskommen wollen. Lässt man sich auf dieses Spielchen ein, kann es durchaus interessant werden.
Unrealistisch ist es jedoch auch an vielen Stellen - nicht zuletzt, als Pat Healy den Hund von Marys Verwandter umbringt und so tut, als sei nichts gewesen.

Was bleibt aber nun vom Film übrig? - Vielleicht knapp zwei Stunden seichte Unterhaltung, die bestimmt nicht jedermanns Sache und zudem noch sehr kitschig und konstruiert ist...

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Schauspieler ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Mary - Cameron Diaz

Cameron Diaz ist die verrückte Prinzessin, die auf ihren Prinzen wartet, doch mit zwei hat sie gar nicht gerechnet. Sie kann nicht damit umgehen und eine Entscheidung fällen kommt ihr fast schon gar nicht in den Sinn.
Dieses naive Denken bringt die Darstellerin gut rüber, man kauft ihr die 'Kleine' ab und hält sie wirklich noch für etwas unreif. Auch ihre Reaktionen auf Ausrutscher, Geständnisse usw. zeigen ihre mindere geistige Reife, die Cameron Diaz gut mit Gestik und Mimik unterstützt.


Ted - Ben Stiller

Ben Stiller verkörpert den tolpatschigen jungen Mann, der unglaublich in Mary verliebt ist, dessen Weg aber sehr uneben erscheint. Er macht alles für seine Traumfrau, doch wird ihm immer wieder durch Pat Healy das Leben zur Hölle gemacht.
Ben Stiller bekommt diese Persönlichkeit super hin, wenn er verträumt sieht, dann glaubt man, das sei wirklich er. Wenn er sinniert, dann denkt man auch, das sei er. Er ist in die Rolle übergegangen und lebt sie für die Zeit, in der der Film entstanden ist. Man kann sich gut in ihn hineinversetzen, in seine Gefühle, seine Gedanken, wenn er aufgeben oder um alles kämpfen möchte.


Pat Healy - Matt Dillon

Zuletzt noch Matt Dillon, der Pat Healy, den verlogenen Privatdetektiv, darstellt. Er, der nie ein schlechtes Gewissen hat und nur daran denkt, seinen Buhler loszuwerden. Er sieht schon gemein aus, wenn auch sexy.
Diese Einstellung bringt Matt Dillon durch seine Körperhaltung, die zum Teil etwas überheblich ist, seine Gestik und Mimik perfekt rüber. Man lässt sich auf den 'Bösewicht' ein und fiebert zugleich mit ihm.

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Sonstiges ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
entstanden 1998 in den USA
unter der Regie von Bobby Farelly, Peter Farelly
Drehbuch: Ed Decter, John J. Strauss, Peter Farelly, Bobby Farelly
Musik: Jonathan Richman
Laufzeit: 114 Minuten

Genre: Komödie
freigegeben ab 12 Jahren

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Fazit ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Ein unterhaltsamer Film, mehr jedoch nicht. Die Story ist flach, die Schauspieler gut. Nichts Besonderes also, ein mittelmäßiger Film. Kein Tiefgang, keine Bedeutung. Ideal zum Abschalten also...

Drei von fünf Sternen für 'Verrückt nach Mary'.

Viel Spaß beim Anschauen wünscht Daniela


+++

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
christianpirker

christianpirker

19.06.2005 22:59

Ein sehr lustiger Film!

janina_hirdler

janina_hirdler

09.02.2005 22:12

Hey auch deine alten Berichte sind vollständig und so... als Newby habe ich nur Müll geschrieben... Jetzt schreibe ich kaum noch - egal. also ein super Bericht, den Film mag ich auch. Liebe Grüße Janina

Branne

Branne

02.01.2005 12:21

... den hab ich immer noch nicht gesehen...

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