Mein neuer Job!!!
05.08.2004 (03.03.2006)
Pro:
Interessante Aufgaben, nette Leute
Kontra:
Donnerstags lange Arbeitszeiten, Dienstbegleitender Unterricht
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Einstellungschancen:
Aufstiegschancen
Verdienstmöglichkeiten:
Sozialleistungen:
 ProTerraPlus
Über sich:
Mitglied seit:05.04.2004
Erfahrungsberichte:62
Vertrauende:4
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 117 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallo liebe Ciao Leserinnen und Leser!!!! Im August habe ich meine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten begonnen und schon einige Eindrücke gewonnen. Daher werde ich meinen Bericht den ich zu dieser Zeit verfasst habe etwas umändern und erweitern.
Was ist ein/e Verwaltungsfachangestellte/r??? **************************************************** Verwaltungsfachangestellte sind die Leute die z. B. im Rathaus arbeiten und bei denen ihr eure Personalausweise und so was beantragen könnt. Es gibt mehrere Fachrichtungen: Kommunalverwaltung, Kirchenverwaltung und Bundeswehrverwaltung. Ich werde euch hier über die Kommunalverwaltung berichten, weil ich dort meine Ausbildung mache. Bei uns im Rathaus (wir sind eine kleinere Samtgemeinde) gibt es verschiedene Ämter z.B. Ordnungs- und Einwohnermeldeamt, Steueramt, Hauptamt, Kasse, Kämmerei, Standesamt, Bauamt, Sozialamt und noch einige andere. Ich komme alle paar Monate in ein anderes Amt. Während der ersten Woche war ich jeden Tag woanders. Ich war außerdem mehrere Monate im Hauptamt und in der Kämmerei. So waren meine ersten Tage: 1. Tag: Hauptamt ********************** Pünktlich um 8 Uhr erschien ich an meinem ersten Arbeitstag im Rathaus. Da der für mich zuständige Mitarbeiter für 3 Wochen im Urlaub ist musste ich mich bei seiner Kollegin im Nebenzimmer melden. Sie arbeitet im Hauptamt und zeigte mir erst mal das Haus und stellte mich allen Kollegen vor. Dann erzählte sie mir einiges über die Arbeit und gab mir Bücher für die Berufsschule. Außerdem bekam ich ein Namensschild, eine Schale mit Stiften, eine Mappe mit allen Geburtstagen der Kollegen und außerdem ihre Durchwahlnummern im Haus und noch einige andere Informationen. Diese sollte ich mir dann alle durchlesen. Danach zeige mir die nette Frau noch den Keller wo Unmengen an alten Akten lagern. Irgendwann war dann Mittagspause. Danach sollte ich neue Blätter in die DVP (Deutsche Verwaltungspraxis) einsortieren. Das bedeutet ich musste immer die alte Version aussortieren und die neue rein. Manchmal waren es auch komplett neue Blätter. Insgesamt glaub ich waren es über 270 neue Blätter und ca. 250 die ich aussortieren musste. Da ich diese DVP in der Berufsschule brauchen werde musste ich genau aufpassen, dass ich nicht aus versehen ein Blatt wegschmeiße was nicht weg soll. Dann hätte ich die Seite nicht mehr und könnte damit nicht lernen. Die DVP ist ein dreibändiges Sammelwerk von Gesetzen. Es sind rote Ordner wo manchmal neue Texte hinzukommen. Es wiegt sehr viel und das muss ich dann immer mit zur Berufsschule mitschleppen. Für diese Sortierungsarbeit habe ich mehrere Stunden gebraucht. Danach musste ich noch neue Blätter in ein Sammelwerk für Fortbildungen einsortieren. Eigentlich macht das Hauptamt sehr viele verschiedene Aufgaben. Die Frau dort schreibt z.B. Briefe für den Rathauschef oder den Samtgemeindebürgermeister. Außerdem erledigt sie noch sämtliche Aufgaben die ihr von anderen Mitarbeitern gegeben werden. Und sie bestellt z.B. für die Kindergärten und Schulen neue Sachen und auch das Putzmittel. Außerdem bearbeitet sie Rechnungen usw. So gegen 5 Uhr durfte ich nach Hause gehen. Ich war fast die Letzte. Außer dem Herrn vom Bauamt.
2. Tag: Ordnungs- und Einwohnermeldeamt ************************************************* Heute war ich im Einwohnermeldeamt. Die Leute waren dort auch sehr nett zu mir. Zuerst musste ich bearbeitete Personalausweisanträge nach dem Alphabet sortieren und sie dann in die dafür vorgesehenen Ordner einsortieren. Das gleiche musste ich dann auch mit den Anträgen für die Reisepässe machen. Insgesamt hat diese Arbeit fast den ganzen Morgen gedauert. Danach zeigte die vorherige Auszubildende (sie hat mittlerweile ihre Ausbildung abgeschlossen und arbeitet nun fest im Rathaus) wie man Temposünder aus den Akten sucht. Von verschiedenen Landkreisen waren Briefe gekommen wo die Temposünder während der Fahrt zu sehen sind. Nun mussten Yvonne (die frühere Auszubildende) und ich in den Keller gehen und dort das Foto auf dem Brief mit dem Foto der jeweiligen Person in den Akten vergleichen. Dann haben wir es kopiert und an die Absender der Briefe geschickt. Als nächstes musste ich mehrere Briefe und Umschläge stecken. Am Nachmittag gab mir der Mann vom Einwohnermeldeamt einen Zettel mit Fragen die ich beantworten sollte. In verschiedenen Ordner sollte ich die Antworten suchen. Das waren z.B. Fragen über Gewerbe oder über Steuerklassen. Ich hatte fast alle Fragen richtig beantwortet. Die Mitarbeiter bearbeiten z.B. Anträge für Personalausweise, geben Lohnsteuerkarten aus, nehmen Anmeldungen von neuen Bewohnern der Samtgemeinde auf, geben Auskünfte über Einwohner der Samtgemeinde und vieles mehr. 3. Tag: Steueramt ********************** Ich persönlich fand den Tag im Steueramt bis jetzt am besten. Dort habe ich die Namen von Hundebesitzern in den Computer eingegeben mit der jeweiligen Hundemarke. Diese Daten werden aufgeschrieben damit man weiß, wer Hundesteuern bezahlen muss. Ich weiß, dass hört sich jetzt vielleicht etwas langweilig
Bilder von Verwaltungsfachangestellte/r
an aber mir hat diese Aufgabe Spaß gemacht. Danach habe ich die Arbeitsstunden von den Bauhof Mitarbeitern in den Computer eingegeben und mit einem Exel Programm ausgerechnet wie viel Geld sie für ihre Arbeit bekommen. Die Herren vom Bauhof erledigen fast alle Aufgaben die draußen innerhalb der Samtgemeinde anfallen. Sie mähen z.B. bei den Schulen und Schwimmbädern den Rasen und leeren die Papierkörbe im ort aus. Auf einem Zettel müssen sie genau aufschreiben was sie wann mit welchem Gerät gemacht haben. Aus diesen Daten wird ihr Lohn berechnet. Außerdem berechnet der Computer wie viel Geld die Samtgemeinde insgesamt für diese arbeiten ausgeben muss inklusive der Gerätebenutzung. Es gibt eine Liste wo genau draufsteht wie viel die Benutzung eines Gerätes, wie zum Beispiel der Isekimäher, pro Stunde kostet. Dann musste ich Ergänzungen in ein Sammelwerk ähnlich wie die DVP einsortieren. Das kannte ich ja schon von Montag. Als ich damit fertig war, war der Arbeitstag auch schon fast rum. Die Frau vom Steueramt gab mir noch alte Akten die wo ich die Beschriftung überkleben sollte damit man sie wieder benutzen kann. Die Frauen im Steueramt kümmern sich um alle Steuern die die Samtgemeinde von den Bürgern bekommt. Wie zum Beispiel Grundsteuern (für Grundstücke und Häuser), Gewerbesteuern und Hundesteuern. Außerdem bekommt die Samtgemeinde auch noch die Vergnügungssteuern und einige andere.
4. Tag: Verschiedene Ämter ********************************* Am Donnerstag Morgen hat mir die Frau vom Hauptamt gezeigt wie man den Kopierer bedient. Ich sollte ein Informationsheft über Schwimmbäder in Niedersachsen für den Samtgemeindebürgermeister kopieren. Das ging ganz einfach. Ich musste einfach jede Seite kopieren ganz normal. Dann ging ich zu der Sekretärin des Samtgemeindebürgermeisters. Sie zeigte mir wie man ein Phonodiktat schreibt. Man hat einen kleinen Kassettenrekorder an dem ein Kopfhörer und Fußpedalen sind. Dann öffnet man das Textverarbeitungsprogramm und es kann losgehen. Mit den Fußpedalen stellt man den Kassettenrekorder an und kann auch zurückspulen. Auf der Kassette ist der diktierte Brief den man schreiben soll. Es werden auch die Absätze und Satzzeichen mitdiktiert, man kann also nicht viel falsch machen. Wenn man was nicht genau verstanden hat kann man ja zurückspulen. Ich war ziemlich schnell fertig mit dem Brief. Dann sollte ich runtergehen ins Ordnungsamt und fragen ob die Post schon da war. Ich nahm die Post mit ins Büro der Sekretärin die gleichzeitig auch für die Post zuständig ist. Dann habe ich die Briefe aufgemacht und mit dem Eingangsstempel versehen. Das ist ein Stempel mit dem Datum. Die Briefe bekam dann erst mal der Samtgemeindebürgermeister zum durchgucken. Später wurden sie an die zuständigen Personen verteilt. Dann habe ich für die Sekretärin noch eine Liste am Computer über die Postgebühren erstellt. Mit der Frau vom Hauptamt habe ich auf eingegangene Rechnungen einen Stempel gemacht wo spezielle Nummern für den Bereich der Ausgabe eingetragen werden. Das haben wir dann auch gemacht. Außerdem musste dort der Rechnungsbetrag in Zahlen und Worten eingetragen werden sowie einige andere Sachen. Dann haben wir in der Kämmerei die Rechnungen in den Computer eingegeben. Das hat fast den ganzen Nachmittag gedauert und danach hatte ich dann auch schon Schluss. Denn weil ich noch unter 18 bin darf ich nicht mehr als 8,5 Stunden am Tag arbeiten und musste früher gehen als die anderen. Donnerstags hat das Rathaus nämlich bis 18.15 Uhr geöffnet. In der Kämmerei werden alle Rechnungen bezahlt. Außerdem wird im Computer der Zahlungseingang von Schuldnern der Samtgemeinde vermerkt. 5. Tag: Haupt- und Ordnungsamt *************************************** Als ich Morgens im Rathaus ankam bin ich gleich mit der Frau vom Hauptamt zu einer Grundschule unserer Samtgemeinde gefahren. Bei dieser ist gerade angebaut worden und Elektriker wollten noch einige Leitungen legen. Da Ferien sind war die Hausmeisterin nicht da und wir mussten den Schlüssel hinbringen. Die Schulen werden von der Samtgemeinde finanziert. Deshalb darf die SG auch vieles mitbestimmen und hat auch einen Schlüssel für jede. Für den Anbau würde eine öffentliche Ausschreibung gemacht. Das heißt, alle Unternehmen können sich für die anfallenden Arbeiten bewerben. Sie müssen ihren Preis in einem geschlossenen Umschlag abgeben. Die Angebote werden erst an einem festgelegten Termin geöffnet. Die billigsten Firmen bekommen dann den Zuschlag für den Bau. Nachdem wir wieder im Rathaus waren bin ich ins Ordnungsamt geschickt worden. Dort musste ich Anträge für Kinderausweise in Ordnern einsortieren. Dann schickte der Mann vom Ordnungsamt mich an einen freiem Computer im Standesamt Büro. Dort habe ich mit Exel Listen für alle Feuerwehren der SG angefertigt. Die Ortsbrandmeister haben Listen mit Dingen geschickt die sie fürs Jahr 2005 benötigen. Diese musste ich nun übertragen. Leider gab es ein Problem mit der Vorlage und ich musste alles noch mal machen. Deshalb war ich auch erst Mittags fertig. Freitags hat das Rathaus nur bis 12.00 Uhr geöffnet. Deshalb durfte ich um 12.30 Uhr nach Hause gehen. Das war dann ja erst einmal mein letzter Arbeitstag dort. Ich muss ab Montag für 5 Wochen zum dienstbegleitenden Unterricht.Dienstbegleitender Unterricht: ************************** Da ich im Landkreis Rotenburg/Wümme wohne und arbeite muss ich zum dienstbegleitenden Unterricht nach Rotenburg. Dieser findet im Gebäude der Straßenmeisterei statt und ist schwer zu finden. Ich fahre dort gemeinsam mit zwei anderen Mädchen hin die bei mir in der Nähe wohnen. Das finde ich ganz gut dann bin ich nicht so alleine dort angekommen und hab gleich jemanden neben dem ich sitzen kann. Im Gebäude der Straßenmeisterei ist extra ein Schulungsraum für die Verwaltungsfachangestellten des Landkreises Rotenburg/ Wümme und umzu. Unser Lehrgangsbetreuer ist ein Kreisoberamtsrat er hat uns erst einmal etwas über den Unterricht erzählt. Dieser Unterricht wird nicht von richtigen Lehrern durchgeführt sondern von Angestellten des Landkreises die selber eine Ausbildung als Verwaltungsfachangestellte gemacht haben. In unserer Klasse sind 24 Auszubildende von allen möglichen Städten, Gemeinden und Samtgemeinden im Landkreis. Die Jüngste ist 16 Jahre alt und der Älteste 38. Der Lehrgang wird vom Niedersächsischen Studieninstitut für kommunale Verwaltung Hannover e.V. durchgeführt und ist in drei Teile aufgeteilt. Der Einführungslehrgang geht vom 09.08.04 bis zum 14.09.04 und umfasst 150 Stunden. Nach 1 ½ Jahren Ausbildung findet ein Zwischenlehrgang mit Zwischenprüfung statt und am Ende der drei jährigen Ausbildung der Abschlusslehrgang mit Abschlussprüfung. Folgende Fächer haben wir:- Grundlagen Rechtsanwendung (12 Stunden)
- Verwaltungshandeln (26 Stunden)
- Kommunale Grundlagen (12 Stunden)
- Personalwirtschaft (2 Stunden)
- Privatrechtliches Verwaltungshandeln (20 Stunden)
- Haushaltsrecht (26 Stunden)
- Finanzwirtschaft 1 (8 Stunden)
- Finanzwirtschaft 2 (18 Stunden)
- Organisation (20 Stunden)
- Bürger/Kunde (6 Stunden)
Im Einführungslehrgang lernt man das Grundwissen für die Arbeit in der Kommunal Verwaltung. Für den Unterricht benötigen wir eine DVP (Deutsche Verwaltungspraxis). Das ist eine dreibändige Gesetzessammlung für den Bund und das Land Niedersachsen. Ich habe diese DVP von meiner Samtgemeinde bekommen.Ich habe mir auf Empfehlung meines Chefs auch noch ein BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) gekauft, weil man sich dort Stichpunke zu den Gesetzen machen kann. Dann kann man später für die Prüfungen besser lernen. UPDATE 29.08.04 Mitlerweile bin ich schon einige Wochen beim dienstbegleitenden Unterricht und weiß schon mehr darüber zu berichten. Einige Fächer find ich ganz interessant wie z.B. Rechtsanwendung. Da bekommt man Fälle die realistisch sind gestellt und muss mit Hilfe der Gesetze eine Lösung finden und sie begründen. Es gibt aber auch Fächer die einfach langweilig und unverstöndlich sind. Was zum Teil an den Lehrern liegt aber auch an den Themen. In privatrechtliches Verwaltungshandeln bekommen wir zwar auch Fälle gestellt die wir lösen sollen aber die Lehrerin ist einfach unfähig uns etwas zu erklären. Wir verstehen alle nur Bahnhof. Das ist natürlich schlecht, weil dieses Fach für die Prüfungen benötigt wird. In dem Lehrgang sollen wir erst einmal allerdings die wichtigsten Grundsätze der Verwaltung kennen lernen um danach auch schon etwas selbstständig im Rathaus bearbeiten zu können. Das finde ich sehr gut, weil man ja sonst von allem keine Ahnung hat und die Kollegen alles erst mal erklären müssen. Und die haben ja auch noch was anderes zu tun.
Berufsschule ****************** Natürlich muss ich auch zur Berufsschule gehen. Diesen haben wir in Blöcken. Das heißt, wir müssen einige Monate nur zur Schule und dafür aber nicht ins Rathaus. In der Schule haben wir verschiedene Lernfelder. z.B. Rechnungswesen, BGB, Staatsrecht, ... Für einige Lehrnfelder haben wir uns ein Lehrbuch gekauft, dass ich sehr empfehlen kann. Es heißt ,,Wirtschaftslehre für Verwaltungsfachangestellte''. Fast alles was wir im Unterricht lernen steht nochmal ausführlich im dem Buch. Ich werde euch ein Bild einfügen. Arbeiten schreiben wir natürlich auch. Diese werden nach einem Notenschlüssel der Industrie- und Handelskammer bewertet. Also ich komme im Unterricht gut mit, denn ich hatte vieles schon in der Höheren Handelsschule gelernt. Deshalb schreibe ich meistens gute zweien in den Arbeiten. Also die Themen sind nicht sonderlich schwer. Außer vielleicht Rechnungswesen. das kann eben nicht jeder. Gott sein dank hatte ich das ausführlich in der HöHa. Bei unserem jetzigen Lehrer würde ich das ehrlich gesagt nicht verstehen. Wir haben außer den berufsspezifischen Fächern auch noch Deutsch, Englisch (es wird nur Stoff aus den Schuljahren 5-10 wiederholt. Hauptsächlich Grammatik und Texte), Politik und Sport. Das erste Zeugnis gibt es allerdings nicht zum Halbjahr sondern erst im Sommer, weil wir ja noch nicht lange genug dabei sind um schon Noten zu kriegen. Der Berufsschulunterricht gefällt mir besser als der dienstbegleitende Unterricht, weil wir hier echte Lehrer haben die viel besser erklären können als die ,,Lehrer'' beim DBU.
Und wie gefällt es mir nun eigentlich im Rathaus??? ****************************************** Bis jetzt finde ich es sehr gut bei meiner Ausbildungsstelle. Alle Kollegen sind sehr nett zu mir und einige haben mir bereits am ersten Tag das ,,Du'' angeboten. Sie helfen mir immer und ich kann immer fragen wenn ich etwas wissen will. Zwar sind manche Aufgaben langweilig aber das ist ja nur so, weil ich erst ein paar Tage da bin. Ich hab ja noch keinerlei Ehrfahrungen und Kenntnisse und kann daher noch nicht ohne Hilfe bearbeiten. Aber das kommt schon noch.. Die Arbeit dort macht sehr viel Spaß, denn ich arbeite gerne mit Computern und Schreibkram. Man muss auch ein Berichtsheft führen, dass vor der Abschlussprüfung an das Niedersächsische Studieninstitut geschickt werden muss. Es ist überall eine einheitliche Vorlage. Leider musste dies keiner meiner Kollegen machen und niemand weiß wie man die Vorlage ausfüllen soll. Aber beim Dienstbegleitenden Unterricht hat uns ein Lehrer gezeigt wie man es ausfüllen muss. Allgemeine Informationen: ******************************* Dauer der Ausbildung: 3 Jahre Ausbildungsbeginn: Jew. der 1. August Anforderungen: - mind. Realschulabschluss - Gesundheitstest Vergütung (brutto) - 1. Jahr: 617,34 € - 2. Jahr: 666,15 € - 3. Jahr: 710,93 € Urlaub: 26 Tage im Jahr
Ich hoffe, mein Bericht hat euch gefallen und ihr habt jetzt einen Eindruck was ein Verwaltungsfachangestellter so macht. Wenn ich was vergessen habe sagt es mir bitte.
UPDATE 03.03.2006 ================== Hallo, ich bin's mal wieder !!! Von Ende November bis Ende Januar hatte ich in Rotenburg meinen Zwischenlehrgang. Dieser wurde wieder vom niedersächsischen Studieninstitut durchgeführt. Unterrichtet würden wir von Mitarbeitern des Landkreises die entweder auch eine Ausbildung als Verwaltungsfachangestellter gemacht haben oder als Verwaltungsbetriebswirt. Im Zwischenlehrgang haben wir uns sehr intensiv mit der Fallbearbeitung beschäftigt. das bedeutet, dann wir komplette Sachverhalte bekommen haben und diese dann mithilfe unserer Gesetzessammlung lösen mussten. Das Lösen der Fälle geschieht im sogenannten ,,Gutachtenstil'' oder im ,,Urteilsstil''. Zum Beispiel mussten wir in Privatrecht mit dem BGB prüfen, ob der Kaufvertrag zwischen A und B wirksam zustande gekommen ist und ob er eventuell ungültig sein könnte usw. Am Anfang ist es sehr schwer, Fälle im Gutachtenstil zu bearbeiten. Man muss immer Definitionen und genaue Rechtsgrundlagen nennen. Das ausformulieren fand ich am schwierigsten, weil alles immer sehr genau sein musste. jedenfalls mussten wir in fast jedem Fach Gutachten schreiben. das kann nach mehreren Wochen sehr langweilig werden. Außerdem haben wir viel Gruppenarbeit während des Lehrgangs gemacht. Wir hatten Fächer wie Haushalt und Kasse, Privatrecht, Verwaltungsrecht, Kommunalrecht, Zusammenarbeit in der Verwaltung (komplett überflüssiges Fach), und noch einige andere. Im Lehrgang unterrichten uns ja keine Lehrer. Die Mitarbeiter des Landkreises können zum teil die Themen nicht gut rüberbringen, denn sie finden es ja alles einfach und benutzen häufig Fremdwörter. Daher haben wir auch oft was nicht verstanden. Ich finde Berufsschule viel hilfreicher und der Stoff wird nicht so trocken rübergebracht. In jedem Fach haben wir eine Übungsarbeit geschrieben. In den meisten Fächern waren diese sehr schwer. Der Klassendurchschnitt lag meistens nur bei 4 Punkten. Besonders in Privatrecht war die ,,Lehrerin'' sehr streng. Wir waren fast alle schlecht in dem Fach. Am 26.01.2006 hatten wir dann unsere Zwischenprüfung. Diese fand im Rotenburger Kreishaus statt. Jedem aus unserer Klasse wurde eine Nummer zugewiesen. Diese stand dann statt dem Namen auf der Arbeit, damit die Lehrer unparteiisch korrigieren. Wir haben drei Arbeiten von je 60 Minuten geschrieben in folgenden Fächern: Organisation, Privatrecht und Haushalt. In Privatrecht hatten wir einen Sachverhalt über den Werkvertrag zu lösen, in Haushalt mussten wir verschiedene Veranschlagungen durchführen und in Organisation mussten wir einen Vermerk schreiben und in diesem einige Fragen beantworten. Ich fand die Arbeiten sehr schwer und die anderen aus meiner Klasse auch. Die Ergebnisse sind immer noch nicht da. Müsste aber demnächst so weit sein. Ich hab jetzt schon Angst vor dem schlechten Ergebnis. Na ja zum Glück zählt die Zwischenprüfung nichts. Man kann also nicht entlassen werden und auch nicht sitzen bleiben. Und bis zur Abschlussprüfung haben wir ja noch Zeit zum Üben. Während der Prüfung saßen wir auf vornummerierten Plätzen. Das heißt wir konnten uns nicht aussuchen wo wir sitzen wollen. Als Hilfsmittel durften wir unsere DVP mitbringen und einen nicht programmierbaren Taschenrechner. In der DVP durften wir uns neben den Gesetzestext kleine Stichwörter schreiben oder Begriffe markieren. Allerdings durfte man nicht zu viel reinschreiben, sonst kann man von der Prüfung ausgeschlossen werden. Bei uns wurde aber nichts kontrolliert. Das Papier auf dem wir geschrieben haben, wurde dort verteilt. Wir mussten unsere Nummer eintragen. Es waren karierte Blätter die zu einem kleinen heft gebunden waren. Für jede Arbeit gab's ein neues Heft. Jede Prüfung hat wie gesagt 60 Minuten gedauert. Zwischendurch hatten wir immer eine viertel Stunde Pause und so um 13.00 Uhr konnten wir nach Hause fahren. Und das war sie: Unsere Zwischenprüfung vor der wir so eine Angst hatten. Danach ging's für zwei Wochen in die Verwaltungen und jetzt haben wir bis Mai Berufsschule.
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
Mehr über dieses Produkt lesen
|
|
20.01.2011 09:25
jetzt wäre ein update noch mal sehr interessant muss ich sagen, falls das geschrieben wird darfst du mich gerne drauf aufmerksam machen ;o) lg steffi
09.01.2008 22:51
in so einem Rathaus stelle ich mir vor, hat man durchaus einen guten "Lebensjob" :-)
20.08.2006 21:38
sehr ausführlicher und toller bericht! lg audrey