2-Takt-Feeling auf kleinen Rädern.
26.12.2002
Pro:
Kult, Kult, Kult . Ach ja : und ein bisschen Wetterschutz
Kontra:
Verbrauch, Geräuschentwicklung, Fahreigenschaften
Empfehlenswert:
Ja
 autoklinik
Über sich:
Uuups...2010 ging Ciao-mäßig ganz schön an mir vorbei. 2011 war es bislang nicht viel besser...jetzt...
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Seit einem halben Jahr steht sie rum. Meine Quietsch-orangene Vespa P200E von 1981. Ein Unfall im Sommer sorgte zunächst für eine krumme 'Gabel' (ist eigentlich gar keine bei der Vespa: eher ein 'Federbein', das zwischenzeitlich erworbene Motorrad macht soviel Spaß, dass trotz Wiederherstellung der Vespa diese jetzt ein trauriges Schattendasein fristet. Ich will erklären warum: Die Vespa ist mit einem klöternden Einzylinder-Zweitakt-Motor ausgerüstet, der mit einer Mischung aus 98% Benzin und 2% Öl läuft. Wie ein 4-Takt-Motor riecht, der auf 1000 Kilometer 2 Liter Öl verbrennt, weiß jeder, der je hinter einem BMW mit verschlissenen Ventilschaftdichtungen hergefahren ist. Positiv ist anzumerken, dass das 200ccm-Motörchen doch recht zügig beschleunigt. Allerdings ist die Angabe der Höchstgeschwindigkeit mit 100 km/h doch sehr optimistisch geraten. Meine Vespa lief nie über 90. Ansonsten sind Motor und Getriebe sehr zuverlässig und für Zweiradverhältnisse wenig wartungsintensiv. Und wenn mal was dran ist, kommt man trotz der Karosserie ziemlich gut an alles dran.
Wer eine Vespa der P-Serie oder älter (egal welche) erwerben will sollte aber auf eines achten: Rutschen die per hakeliger Handschaltung eingelegten Gänge unvermittelt heraus ist das Schaltkreuz verschlissen. Und das wird teuer... Überhaupt vermag die Schaltung nicht wirklich zu überzeugen. Man hat schon von Vespafahrern gehört, die sich eine Sehnenscheidenentzündung geholt haben sollen...
Mindestens genauso schlecht ist die Vorderradbremse. Wenn sie denn überhaupt funktioniert, so ist ihre Wirkung definitiv unzureichend. Die per Fußpedal zu bedienende Hinterradbremse erfüllt ihren Dienst hingegen recht zufriedenstellend. Am Stadtverkehr kann man mit der Vespa trotzallem wunderbar flott (wie es uns in Rom oder Neapel seit Jahrzehnten vorgemacht wird) partizipieren. Eine weitere Strecke würde ich aber nicht mehr damit fahren. Dazu ist im Verhältnis zur Motorleistung einfach auch der Spritverbrauch zu hoch: Mit fünf Litern des teuren Gemischs verbraucht die Vespa etwa soviel wie meine auch über zwanzig Jahre alte CB 650! Mag sein, dass geduldige Naturen weniger brauchen...
Richtig gefährlich wirds mit der Vespa bei Nässe: So schön es sein mag, halbwegs trockene Füße zu behalten, die Traktion der kleinen 10-Zoll-Rädchen ist dann kaum noch gegeben. Insbesondere Zebrastreifen oder durchgezogene Linien oder Kopfsteinpflaster gerinnen bei Regen zur Sturzfalle! Wer bei schlechtem Wetter hübsch vorsichtig fährt kommt allerdings in den Genuss des Beinschildes und u.U. der optionalen Windschutzscheibe. Man ist den Unbilden des Wetters nicht völlig schutzlos ausgeliefert und im Winter ist der Fahrtwind nicht ganz so kalt.
Die Fixkosten sind extrem niedrig: Selbst ein Mofa kostet mehr Versicherung und die Jahressteuer beläuft sich auf schlappe 14 Euro. Wer braucht da noch ein Saisonkennzeichen. Und auch die Ersatzteile sind sehr günstig. Wären da nur nicht die unverhältnismäßig hohen Spritkosten... Und ein letzter Aspekt hält mich wohl nach wie vor vom Verkauf meiner Vespa ab: Ähnlich wie Ente ist sie einfach oberkultig! Und für Leute, die nur kurze Strecken fahren wollen, aber nicht drauf angewiesen sind ist sie ideal.
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30.12.2008 07:12
Meine ist BJ ´80, krieg ich auch ein H-Kennzeichen? Tanke auch Bleifrei......................., von Anfang an!!!!!!!!!!!!!! Gruß.
30.12.2008 01:09
Orange rückt näher :-) Liebe Grüße, Elena
12.05.2006 10:42
Tour d'honneur für einen Gefährten - der Rolf Aldag unter den Mopeds, also charismatischer, geduldiger, aber auch verrückter Helfer und Solist zur gleichen Zeit ... Ich weiß "Tour d'honneur" kommt von der Tour de France, das sollte aber nicht bei diesem Giro d'Italia stören.