Vespa PX80 -Italien pur?!?
05.07.2002
Pro:
Purer Rollerspaß
Kontra:
Technisch nicht mehr aktuell
Empfehlenswert:
Ja
 coolmoon777
Über sich:
Mitglied seit:11.05.2001
Erfahrungsberichte:15
Vertrauende:7
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 47 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Seit nunmehr 2 Jahren bin ich stolzer Besitzer einer Vespa PX 80, also Zeit für einen Ciao- Erfahrungsbericht. Die Vespa, ein typisches Stück italienischen Lebensgefühls, wird in der Grundform schon seit den 60er Jahren produziert, wobei sich die Modellreihe PX in einem recht eckigem 80er Jahre Design zeigt. Die PX 80 ist ein typisches Leichtkraftrad, welches bis Ende der 90er produziert wurde. Der Hersteller, der Piaggio-Konzern, hatte also genügend Zeit für Modellpflege, hat er diese auch genutzt? Ich meine: NEIN! „Meine“ Vespa ist Baujahr 1995 und hat 15.000 KM auf dem Tacho von denen ich 3.000 abspulte.
Technische Daten: Hubraum: 80 ccm Leistung 5 Kw Höchstgeschwindigkeit 77KM/H Leergewicht 110 KG Zuladung: 200 KG !Gigantisch! Verbrauch: Angegeben: 3 Liter, Real: 5 Liter! Das Modell „Lusso“ zeichnet sich u.a. durch Getrenntschmierung und einem total praktischem Elektrostarter aus, zumal der Kickstarter sehr unglücklich plaziert ist und man sich einige blaue Flecken an der Wade durch das antreten ersparen kann. Fahrbetrieb: Vespa fahren macht riesig Spass, ein Druck auf dem Starterknopf, das sonore Motorgeräusch ertönt und die Fahrt geht los, sofort stellt sich dieses Gefühl der Freiheit ein, das man in keinem geschlossenen Auto erleben kann. Die endlose Autoparkplatzsuche in der Innenstadt ist Vergangenheit, für die Vespa findet sich immer ein Plätzchen. Auf der Landstrasse reichen die knapp 80 KM/h Höchstgeschwindigkeit für eine gehörige Portion Frischluft völlig aus. Ideal für einen kleinen Sonntagsausflug.
An der Tankstelle Tja, eine richtige Spassbremse ist der Besuch beim Tankwart, der aufgrund des kleinen Tanks spätestens alle 150 KM erfolgen muß. 5 Liter pro 100 Kilometer gönnt sich die kleine Biene...viel zu viel in der heutigen Zeit, in der Autos mit 10 mal grösseren Motoren auch nicht viel mehr, manchmal sogar weniger verbrauchen. Reparatur Zum Glück ist sie nicht sehr reparaturanfällig...aber wenn... bauartbedingt, sind Motor, Bremszüge Reifen, Kabel, fast unsichtbar montiert, werden von viel viel Blech umgeben. Im Reparatufall heist das unglaublich viele Teile abmontieren um eine Kleinigkeit reparieren zu können. Der Motor selbst ist nochmals verkapselt, und liegt unglaublich tief, schlecht für jemanden der über keine Motorradhebebühne verfügt, und das dürften die meisten sein...
Typische Schwachstellen Das obere Lenkkopflager ist sehr empfindlich.(lässt sich prüfen, indem man die Vespa auf den Hauptständer stellt und den Lenker von einer auf die andere Seite bewegt) bei schwergängigkeit oder Hakeln ist es vermutlich defekt und muß in der Fachwerkstatt ausgewechselt werden. Die Handschaltung ist sehr ruppig, nur mit Glück und Geschick trifft man den richtigen Gang Der Motor neigt zu Ölverlust, hier sollte man sich zwecks Prüfung den Motor zumindest von unten ansehen. Kaufentscheidung Eine Vespa kauft man sicher nicht aus rationalen Gesichtspunkten. Entweder man mag sie oder nicht. Gepflegte Gebrauchte kosten zwischen 400 und 900 Euro. Wenn sie technisch einwandfrei ist, ist das sicher eine Überlegung wert. Das Modell „Lusso“ ist aufgrund des E-Starters unbedingt vorzuziehen
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11.05.2003 13:07
gemessen an der damals auch erhältlichen PK ist die PX ja immer noch knuffig gerundet...
01.04.2003 22:40
Wenn Roller, dann Vespa... Vor vielen vielen Jahren hatte ich mal eine 175er. Gruß von Martin und seinen 1300 ccm.
05.01.2003 16:46
Hihi, durch das Antreten meiner 50-Vespa (frage nicht mehr nach dem Modell, sie ist bestimmt schon im Vespa-Himmel), habe ich nicht nur blaue Flecken bekommen, sondern auch mal eine schöne Schürfwunde. Allerdings war der Kickstarter einigermaßen zuverlässig... Irgendwann kaufe ich mir mal wieder eine, Vespa ist einfach ein Lebensgefühl :-) Es lebe die Handschaltug ;-)