Die Söhne der Evelyn Mercer
10.11.2005
Pro:
Action rockt ganz gut, Musik, Verfolgungsjagd war auch gut
Kontra:
teilweise Langeweile, fehlende Dramaturgie, unschöner Spannungsverlauf
Empfehlenswert:
Ja
 RengerT
Über sich:
Ständig führen Bewertungen in eine Sackgasse und nach dem neuladen, darf man nicht direkt bewerten...
Mitglied seit:26.07.2001
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 117 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Es ist Abend und ein kleiner Junge wird beim Klauen in einem Laden erwischt. Eine ältere Dame hält diesem eine Standpauke und droht mit der Polizei, will aber nichts weiter, als den Kleinen etwas zu erziehen. Evelyn Mercer ist eben die Gutmütigkeit in Person. Der kleine Junge verspricht natürlich nie wieder zu stehlen. So kann sich die Dame ihrem Einkauf widmet und einen Truthahn kaufen. Plötzlich stürzen zwei maskierte Männer in den Laden. Ein Raubüberfall. Der Kassierer wird niedergeschossen und sie finden auch Evelyn Mercer hinter den Regalen und schießen auch sie nieder. Sie ballern noch wild umher du flüchten dann. Evelyn Mercer hinterlässt vier Kinder. Es sind vier Brüder - natürlich alle schon erwachsen - der besonderen Art. Sie weisen kaum Ähnlichkeiten auf, außer dass sie Kleinkriminelle waren. Sie unterscheiden sich sogar so sehr, dass sie unterschiedliche Hautfarben haben. Klar ist, es sind nicht die Kinder der Dame, alle adoptiert. Trotzdem sind sie Brüder und zeigen eine enge Verbindung zu ihrer Adoptivmutter, sie war schließlich die einzige die sie haben wollte. Mittlerweile sind die 4 Brüder ihre eigenen Wege gegangen, doch die Beerdigung der Mutter bringt alle wieder zusammen. Alle kommen sie nach Detroit, welches wohl vielen als Metropole der Autoindustrie in den USA bekannt sein sollte. Zusammen trauen und zusammen Zeit im alten Heim verbringen. Gemeinsam verbringen sie Thanks Giving und alte Erinnerungen steigen in den Jungs auf. Es dauert nicht lange und sie versuchen dem Tod der Mutter auf dem Grund zu gehen. Vermummte Ganoven werden von der Polizei eben nicht so schnell gefunden und somit sind eigene Nachforschungen nötig. Die Erkenntnisse erzeugen allerdings Verwirrung, soll doch Evelyn Mercer vorsätzlich ermordet worden sein. Der Überfall auf das Geschäft war nur ein Vertuschungsversuch. Aber wer soll denn eine gutmütig alte Dame umbringen wollen? Je weiter die vier Brüder schnüffeln, desto klarer wird die Geschichte und man kann der Theorie des vorsätzlichen Mordes glauben schenken. Aber es wird auch immer gefährlicher und auch einer der Brüder scheint ein Geheimnis vor den anderen zu haben und scheint eine gewisse Bedeutung bei der Ermordung zu haben.
Die vier Brüder werden durch Mark Wahlberg, André Benjamin, Tyrese Gibson und Garrett Hedlund dargestellt. Rein optisch unterscheiden sie sich schon stark. Groß und kräftig der eine, schmal und blass ein anderer. Auch charakterlich sind sie unterschiedlich angelegt und treiben daher die Handlung auf unterschiedliche Weise voran. Ist der eine zum Familienvater geworden und versucht sich daher aus Stress raus zu halten, sind andere immer noch von ihrer Hau-Drauf-Technik überzeugt. Ich meine gelesen zu haben, dass der Film auf einen Film der 60er zurückgeht. Der heißt Die vier Söhne der Katie Elder und scheint damit das gleiche zu thematisieren. Natürlich hat man einiges geändert. Das Original ist ein Western und da ist es nur vernünftig, bei der Portierung in die Gegenwart einen anderen Ort zu wählen als das sonnige Texas. Hier hat man eben Detroit gewählt und damit der Unterschied zur Vorlage noch verstärkt wird, hat man sich das winterliche Detroit gewählt. Auch rächten die 4 Söhne den Vater und nicht die Mutter. Das Genre Western ist eben zur Zeit nicht angesagt, aber actionreiche Filme, die auch Rache thematisieren sind immer im Trend. Klar das Motiv für die Rache ist etwas karg gestrickt, anfangs fragt man sich, wie die au die Idee kommen, dass die Mutter vorsätzlich umgebracht wurde. Erst nachdem immer mehr über die Hintergründe erfährt, scheint die Sache langsam klar zu werden. Ein stumpfsinnige zuschauen ist hier also nicht angesagt, wenn man versucht die Geschichte zu verstehen. Andernfalls würde man die Geschichte mehr als unlogisch empfinden. Die Action nimmt einen großen Teil des Films ein. Die Gegner, denen sich die vier Brüder gegenüber stehen sehen, kann man eben nicht zart anfassen. Es ist eine Gegend von Gangs, wo man sich eigentlich mit niemanden anlegen darf. Das bekommen die Brüder auch zu spüren. Die Szenen sind durchaus gut anzusehen und sorgen im Film für Spannung und Aufregung. Interessant scheint die Tatsache, dass es sich bei dem Viertel um eine Rechtsfreie Zone handelt. Der Polizei sind die Hände gebunden. Nicht wenige Polizisten sind bezahlt, die Brüder könnten eigentlich nur einem trauen, dieser steht aber fast auf verlorenem Posten. Am hellen Tagen findet eine Straßenschlacht statt, währenddessen das Mercer-Haus fast völlig zerlegt wird. Die Angreifer kriegen wohl das was sie verdient hat. Und was hört man von der Polizei ? "Ist ein krasser Fall von Notwehr" , so ist es eben in den USA ? Versucht der Film insgesamt auch eine Kritik an der amerikanischen Gesellschaft, mag sein
Für Lacher wird auch immer wieder gesorgt. Dies ist auch wirklich nötig, denn nur wegen der Actionszenen und Lacher kommt nicht die große Langeweile auf. Daher kann der Film als Actionfilm nicht wirklich überzeugen, etwas mehr Dramaturgie hätte man sich auch wünschen können, schließlich hätte das Thema es verdient. Verantwortlich für den Film ist John Singleton und ich wollte doch meinen den Filmemacher zu kennen. Als ich das Kino verließ, ist es mir dann eingefallen. Er zeigt sich doch auch für 2 Fast 2 Furious verantwortlich. Auch dieser Film zeigte Musik, Action und Unterhaltung und auch einer der Protagonisten spielt auch in Vier Brüder wieder mit. Trotzdem macht der Film Vier Brüder weit weniger Spaß. Aber für die Sneak war der Film ganz okay. Regie: John Singleton Drehbuch: David Elliott, Paul Lovett; Darsteller: Mit Mark Wahlberg, Tyrese Gibson, André Benjamin, Garrett Hedlund, Chiwetel Ejiofor, Fionnula Flanagan, Terrence Dashon Howard, Josh Charles
Fazit °°°°°° Den Film kann man sich ruhig anschauen, man kann ihn aber verpassen. In den Ansätzen ist er gut. Die Geschichte ist vielleicht etwas blöd konstruiert und wenig glaubhaft. Man sieht eben nicht den Sinn für den Mord an der alten Dame. Geht man ohne Erwartungen in den Film ist es ganz unterhaltsam, daher noch meine Empfehlung. Habe mal bei Amazon geschaut und den Soundtrack gefunden, falls sich jemand dafür interessiert, kann man da fündig werden.
Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit, danke fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren
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29.08.2010 23:00
Der Film läuft gerade auf Pro7 und bietet wirklich reichlich Action und viele gute Darsteller.
17.06.2006 08:57
gut geschrieben aber zum lachen fand ich da nicht viel bei dieser Traurigen Geschichte
23.01.2006 17:11
Hej den hab ich auch gesehen war vol ´cool, ig Tom