Tennis unterwegs
18.03.2012
Pro:
. . . Gameplay, Umfang, Grafik, Steuerung . . .
Kontra:
. . . nicht viel gefunden . . .
Empfehlenswert:
Ja
 The-Wishmaster
Über sich:
+++ Der Kaufvertrag fürs Haus ist unterschrieben, der Umzug folgt Ende März +++ Der Countdown läuft:...
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Hallo liebe Leserinnen und Leser! Heute gibt es mal wieder einen neuen Bericht aus dem Bereich der Videospiele. Ausgesucht habe ich mir dafür den Titel "Virtua Tennis 4: World Tour Edition" für die Sony Playstation Vita. Was der Titel taugt und für wen er vielleicht geeignet ist, lest ihr dagegen am besten einfach selbst...
| | ° Virtua Tennis 4: World Tour Edition | Sega schickt euch passend zum Playstation Vita-Launch wieder zurück auf die Tennisplätze von Virtua Tennis 4. In der World Tour Edition ist es nun auch möglich, unterwegs schnelle Matches zu spielen. Ich habe mir Schläger und Sportschuhe geschnappt und für euch herausgefunden, ob sich die Umsetzung genauso gut spielt wie auf den Konsolen und dem PC.
| | ° Auf dem Tenniscourt | Direkt Vorweg sei gesagt, dass Virtua Tennis 4: World Tour Edition abgesehen von einigen Ausnahmen komplett der Version für PS3- und Xbox 360 entspricht. Das Herz des Spiels ist dabei wie in den letzten Versionen auch der World Tour Modus. Dieser wurde allerdings komplett überarbeitet und gleicht nun eher einem Brettspiel. In vier Abschnitten arbeitet man jeweils auf ein großes Turnier hin. Man startet dabei in Australien und bahnt sich seinen Weg über Asien und Europa bis in die USA. Die einzelnen Städte sind jeweils als Felder auf einem Spielplan markiert und halten beispielsweise unterschiedliche Ereignisse sowie Minispiele zum Training eures Spielers bereit. Ihr bewegt euch dabei mittels Tickets pro Runde maximal vier Felder fort. Da ihr stets drei verschiedene Tickets mit euch führt, gehört zwar ein gewisses Glück, aber auch etwas Taktik dazu, um im Endeffekt die gewünschten Felder auf dem Brett ansteuern zu können. Jeder Zug kostet euch dabei einen Tag in der laufenden Saison. Da ihr jeweils nur eine begrenzte Anzahl an Tagen zur Verfügung habt, an denen ihr euch für das große Tennismatch qualifizieren müsst, könnt ihr euch nicht ewig Zeit lassen. Euer Rang wird dabei in Form von Sternen dargestellt. Diese könnt ihr nicht nur in Trainingsmatches gewinnen, sondern auch bei Sonderveranstaltungen erhalten, wo ihr für eure Fans Autogramme schreibt. Nach und nach rückt ihr so auf der Rangliste nach vorne.
Die Fähigkeiten eures Spielers werden in acht verschiedenen Minigames verbessert. Diese gehören schon seit dem ersten Teil fest zum Bestandteil der Reihe dazu und sind auch in der aktuellen Inkarnation wieder einmal teils sehr ausgefallen. Während das Zielschießen auf Scheiben noch zum Standardrepertoire gehört, geht es auch extravaganter. Ihr spielt anstatt mit einem Tennisball beispielsweise mit einer Bombe und müsst dafür sorgen, dass der Countdown genau dann abläuft, wenn sie in der Hälfte eures Gegners ist. Oder ihr huscht übers Spielfeld und bringt kleine Küken zum schlüpfen, indem ihr die Hühnereier berührt. Mit den Küken als Schlange hinter euch im Gepäck bringt ihr diese zur Mutterhenne am Spielfeldrand. Passt aber auf, dass die von der anderen Seite des Spielfelds abgefeuerten Tennisbälle eure Küken nicht plätten, sonst gibt es keine Punkte mehr. Klingt irre? Ist es auch. Aber das Spiel wurde in Japan entwickelt, von daher verwundert das nicht und besitzt auf jeden Fall einen gewissen Unterhaltungswert. Stück für Stück verbessert ihr so euren Protagonisten in den verschiedenen Bereichen. Im weiteren Spielverlauf könnt ihr euch dann für einen bestimmten Spielstil entscheiden und beispielsweise darauf hinarbeiten ein Experte für Grundlinienschläge oder Schmetterbälle zu werden. Wichtig sind auch die Spielfelder für kurze Erholungspausen, die eure Kondition wieder herstellen. Sinkt diese nämlich zu stark nach unten, wird euer Spieler unkonzentriert und macht verstärkt Fehler. Dies äußert sich in unpräzisen Schlägen, die euch hin und wieder das aktuelle Spiel kosten können. Bevor ihr euch überhaupt in die World Tour stürzt, dürft ihr euch natürlich euren eigenen Spieler erstellen. Die Möglichkeiten sind hier leider gerade in Bezug auf die Frisuren und bei den Herren der Schöpfung die Gesichtsbehaarung etwas limitiert, so dass man nicht unbedingt immer den Spieler basteln kann, den man gerne darstellen würde. Aber vom Grundprinzip ist der Editor nicht verkehrt, denn auch die gewünschten Animationen für die Schläge sowie die Stimme eures Spielers darf geändert werden. Dies ist jedoch keine Neuerung in Virtua Tennis 4, sondern war schon in den vorherigen Teilen möglich. Dabei stellen Kenner der anderen Versionen von Virtua Tennis 4 keinerlei Unterschiede im Ablauf der Karriere fest. Wieder bewegt ihr euch mittels Tickets über ein Spielfeld und rückt so bis zu 4 Felder vor. Absolviert die auf den Feldern angegebenen Ereignisse und nehmt schließlich an kleinen und großen Turnieren teil. Dabei verdient ihr euch Sterne durch die ihr in der Rangliste nach oben steigt. Das ganze funktioniert wunderbar und ist für einen Handheld auch besser geeignet als auf einer großen Konsole. Gerade durch den Brettspielaufbau der Karriere und die schnellen Tennis-Matches lässt sich gut eine schnelle Runde in Bus oder Bahn einlegen. Eine kleine Neuerung findet sich allerdings doch noch bei der Erstellung eures eigenen Spielers. Statt nur aus vorgefertigten Modellen die ihr anschließend anpasst auszuwählen, könnt ihr dank der PS Vita-Kameras nun auch euer Foto als Gesicht verwenden. Das funktioniert an sich relativ gut, kann aber etwas seltsam wirken, wenn sich die Hautfarbe nicht gut genug anpassen lässt.
| | ° Technik | Abgesehen davon bleibt die gute Spielbarkeit der Reihe auch auf der PS Vita erhalten. Das verdankt Virtua Tennis 4: World Tour Edition den Analog-Sticks und der allgemein guten Bedienbarkeit der PS Vita. Auch die eingebundene Touch-Screen-Steuerung funktioniert, kommt aber nicht an die Tastensteuerung heran. Überraschend gut haben die Entwickler von Sega auch die Grafik des HD-Vorbilds auf den kleinen Handheld gepackt. Wirkliche Abstriche sind nicht zu erkennen. Nur in der Nahansicht während Wiederholungen oder in den kleineren Zwischensequenzen bei einem Sieg lassen sich minimal schwächere Texturen feststellen, und das nicht immer. Insgesamt sieht Virtua Tennis 4: World Tour Edition wirklich hervorragend aus und braucht sich nicht wirklich vor dem PS3 und Xbox 360-Vorbild zu verstecken. Auch die Animationen der Spieler lassen keinen Raum für Kritik.
Einen neuen Modus hat Sega der PS Vita-Version dann aber doch spendiert. Dabei handelt es sich um die sogenannten VT-Apps. Diese vier kleineren Spielchen ersetzten die Move- und Kinect-Modi der HD-Versionen. Wirklich sinnvoll sind die VT-Apps zwar nicht, aber sie funktionieren soweit und binden ein paar der PS Vita-Features ein. So spielt ihr im VR-Match aus der Ego-Perspektive und bewegt die Kamera in dem ihr eure PS Vita bewegt. Touch-VS hingegen ist ein Zweispieler-Modus an einem Gerät. Ihr seht das Spielgeschehen aus der Vogelperspektive und via Touchscreen steuern beide Spieler ihren Charakter über den Platz. Am sinnfreisten ist allerdings die VT-Kamera. Im Endeffekt handelt es sich dabei um eine Augmented Reality-Funktion. So könnt ihr einen Spieler auswählen und diesen dann irgendwo in eurem Zimmer platzieren und dort fotografieren. Am spaßigsten von allen VT-Apps ist das Schaukelschiff. Hier gilt es mehrere Zielscheiben auf einem Schiff mit dem Ball zu treffen. Damit ihr das schafft, kippt ihr eure PS Vita nach links und rechts wodurch sich auch das Schiff bewegt. Das funktioniert insgesamt zwar gut, macht aber das Steuern eures Tennisspielers etwas komplizierter. | | ° Fazit |
Die Virtua Tennis 4: World Tour Edition ist eine wirklich gute Umsetzung der HD-Versionen des Sega-Tennisspiels. Zwar finden Kenner kaum sinnvolle Neuerungen, dafür waren aber auch keine Abstriche erforderlich um den Titel auf die PS Vita zu bekommen. Damit ist Virtua Tennis 4 eine der besten Handheld-Umsetzungen, die ich bisher gespielt habe. Außerdem eignet sich das Spiel durch die schnellen Runden gut für unterwegs, da sich ein Match immer irgendwo einschieben lässt. Alle Tennisspiel-Freunde, die auch unterwegs gerne mal virtuell zum Schläger greifen wollen, können ohne Bedenken zugreifen. In diesem Sinne...
Stay dark! The-Master-of-the-Court
PS: Alle Freunde des schnellen Klicks sollen einen Tennisball in die Kronjuwelen bekommen... ;) Shake Heads!
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