VirtualDub

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Der digitale Videorecorder mit VirtualDub

5  31.10.2002

Pro:
einfache Bedienung, gute Qualität, kostenlos

Kontra:
englisch, kein Ersatz für TV - Software

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Benutzerfreundlichkeit

Stabilität:

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haenselgrafx

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Erfahrungsberichte:34

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Ich möchte mal wieder seit langer, langer Zeit einen Bericht schreiben und zwar über mein liebstes Freewareprogramm. Das Programm nennt sich
VirtualDub.

Gedacht ist VirtualDub eigentlich, um digitale Videos zu schneiden und eventuell mit einfachen Effekten zu bearbeiten. Mit einfachen Effekten meine ich zum Beispiel die Helligkeit und den Kontrast zu verändern, das Bild horizontal und/oder vertikal zu spiegeln, ein Negativ
zu machen, die Größe zu ändern, das Bild weicher oder schärfer zu machen, oder das Bild zu drehen. Die aktuellste Version 1.4.10 bietet standardmäßig knapp 30 solcher Effekte, weitere können sich aber natürlich aus dem Netz gedownloadet werden und in VirtualDub importiert werden.
Aber ich verwende es ausschließlich, um das Filme oder Musikclips, die im Fernsehen kommen, aufzunehmen - das Fachwort dafür ist "capturen"
(schneiden tue ich mit einem anderen Programm, soll aber mit VirtualDub auch sehr, sehr einfach und schnell gehen). Und so habe ich mittlerweile über 100 Musikclips zusammengesammelt.
Okay, vielleicht werden einige jetzt sagen: "Der Typ hat ´nen Vogel." Aber der Mensch ist nun mal ein Jäger und Sammler, oder? Außerdem kommt oft Musik, die ich nicht gerne höre. Und bevor ich mir diese reinzwinge, mache ich doch lieber den Rechner an und schaue/höre die Musik, die ich mag. Vielleicht geht es einigen von euch ja ähnlich.
Aber warum nutze ich ausgerechnet das Programm und nicht irgendeinanderes, wie zum Beispiel die eigentliche TV-Software, die zu meiner TV-Karte dabei war? Der Grund ist ganz simpel, und zwar macht diese TV-Software Scanlines [das sind diese horizontalen Striche, die im gleichen Abstand zu einander das Bild verunstalten]. Außerdem ist es von Windows aus nicht möglich Dateien, die größer als zwei Gigabyte sind, zu erstellen. Somit wäre es nicht möglich einen Spielfilm aufzunehmen. Aber VirtualDub umgeht dieses Problem, in dem es logischer Weise nach diesen zwei Gigabyte eine neue Datei anfängt. Diese Funktion ist mir bisher von keinem anderen Programm bekannt. Somit habe ich zwei große Gründe, VirtualDub zu verwenden.

Leider gibt´s VirtualDub nur in Englisch, aber jeder der ein bißchen Englisch kann und auch die Bedeutung gewisser Fachwörter kennt, kommt mit dem Programm sehr schnell klar - notfalls hilft auch noch das Wörterbuch. Das Tolle an dem Programm: man stellt einmal alles ein, speichert diese Einstellung und kann von nun an jederzeit das Programm starten und sofort loscapturen. Einzustellen ist lediglich die
Audiokompression. Ich empfehle da CD-Qualität. Weiterhin muss man noch die Bildgröße angeben und welcher Codec zu komprimieren genutzt werden
soll. Als Codec empfehle ich den Mpeg-4 Codec [ist in den MediaPlayer Codecs von microsoft dabei -> www.microsoft.com]. Die Einstellungen, die man hier wählen sollte, hängen von der CPU und der Bildgröße ab. Denn es ist ja klar, dass ein langsamer Prozessor nicht ein Video 720x576 bei 25 fps [fps=Bilder pro Sekunde] super niedrig komprimieren kann. Aber mind. 300MHz sollte man schon haben, um überhaupt ein Video
in halbwegs vernünftiger Qualität aufzunehmen. Und zu aller Letzt gibt man nur noch an wo die Datei gespeichert werden soll und wie sie
heißen soll. Um die Datenmenge des aufgenommenen Videomaterials weiter zuvermindern, sollte man es anschließend mit DivX komprimieren - das
natürlich auch in VirtualDub. Für alle die nicht wissen was DivX ist: DivX ein Codec basierend auf dem Mpeg-4 Codec von Microsoft, DivX
speichert aber nur die Veränderungen des folgendes Bildes vom vorhergehenden ab. Dies läßt eine enorme Datenreduzierung zu bei kaum
bennebaren Qualitätsverlust. DivX kann man sich, glaube ich, von www.divx.com downloaden. Ansonsten einfach mal in ´ne Suchmaschine eingeben.

Leider ist VirtualDub kein Ersatz für die TV-Software, da Senderprogrammierung überhaupt nicht geht. Das heißt so wie die Sender gefunden
werden, so haben sie auch ihren Platz in der Programmliste. Und Senderwechsel per Tastendruck und Vollbild ist auch nicht möglich. Um den
Sender zu ändern muss man leider so ca. zwei Tasten drücken und drei mal die Maus benutzen. Aber wenn man was aufnimmt, wozu das Programm
eigentlich gedacht ist, ändert man im Normalfall eher selten den Sender.


Fazit:

Den Computer als Digitalen Videorecorder zu benutzen, hat endlich Sinn. Und ist außerdem billiger. Denn eine TV-Karte kostet so um die 50EUR und jeder weiß in welcher Preisklasse ein einfacher Videorecorder zu finden ist. Und ein Rohling, worauf man den Film brennen kann, ist auch bei billiger als eine Videokassette. Was die Bedienung angeht, ist VirtualDub spätestens nach dem zweiten Capture kinderleicht.


und noch ein paar Links:

www.virtualdub.org <- von hier kann man es sich kostenlos downloaden
www.nickles.de <- sehr gutes Tutorial zum Thema digitales Aufnehmen mit VirtualDub


MfG haensel

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
MotherNature

MotherNature

31.10.2002 21:59

Die Software benötige ich dann nicht.

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